Antriebsbatterien der Elektroantriebe sind überwachungsbedürftig: Sicherer Betrieb durch Batteriemanagementsysteme

Man sollte nichts verharmlosen, erst recht nicht im Zusammenhang mit Technologien, die primär als umweltfreundlich gelten. Das gilt auch für die Antriebsbatterien von hybriden oder rein elektrisch betriebenen Fahrzeugen; insbesondere für Lithium-Ionen-Zellen. Um hier einen sicheren Betrieb zu gewährleisten, wird ein funktionierendes Batteriemanagementsystem vorausgesetzt. Kritische und damit kontinuierlich zu überwachende Parameter sind die Zellspannung und die Zelltemperatur.

Antriebsbatterien – Brandgefahr

Der TÜV Nord verweist darauf, dass Lithium ein hochreaktives Metall ist und insbesondere bei hoher Erwärmung explosionsartige Reaktionen die Folge sein können. Hinzu kommt, dass Batteriebrände offenbar nur schwer zu löschen sind und sich die in den Lithium-Ionen-Batterien steckende Energie nicht einfach neutralisieren lässt. Das Gefahrenpotenzial erstreckt sich außerdem auf entsprechend toxische und ätzende Verbindungen der in Lithium-Ionen-Batterien enthaltenen elektro-chemischen Systeme.

Antriebsbatterien – im Crash

Keine Frage, dass diese Risiken auch in der Crash-Sicherheit zu berücksichtigen sind. Im Falle eines Unfalls sollten eine ungünstige Platzierung und ein hohes Gewicht der Batterieblöcke das Gefahrenpotenzial nicht noch verschärfen. Bei neuen Fahrzeugkonstruktionen muss man das voraussetzen können, für umzurüstende Fahrzeuge gelten besondere Bedingungen.

Antriebsbatterien – nur zertifiziert sicher!

In diesem Zusammenhang sind unabhängige Prüfer gefragt. Für den sicherheitsrelevanten Klärungsbedarf empfiehlt sich beispielsweise der TÜV NORD. In Kooperation mit der CETECOM GmbH versteht sich das Unternehmen als erster Dienstleister für technische Prüfungen und die Zertifizierung von Antriebsbatterien.

Ergänzung vom 27.05.2013

Zur Alterungsbestimmung von Lithium-Ionenbatterien hat das Erfinderzentrum Norddeutschland (EZN) ein Patent angemeldet. Während bisher lediglich die zeitliche Alterung berücksichtigt wurde, bestimmt diese Erfindung das tatsächliche Betriebsalter – im Hinblick auf die Zyklenzahl der Auf- und Entladevorgänge.