Bedarfsprognosen – Passgenaue Produkte und Serviceleistungen

Die Interaktion mit Kunden gestaltet sich auf hohem Niveau. Dass Kunden mit fortschreitender Digitalisierung hierbei an Einfluss gewinnen ist offensichtlich. Für Unternehmen, die sich ihren Kunden noch nicht ausreichend geöffnet haben, ist es höchste Zeit, Technologien und Prozesse konsequent danach auszurichten.

Entsprechende Geschäftsmodelle leben von Bedarfsprognosen für das Design von möglichst passgenauen Produkten und Serviceleistungen. Gute Vorhersagen treffen die Realität exakt, schlechte Vorhersagen liegen daneben – gleichgültig ob sich die Realität ungünstiger oder erfreulicher zeigt als geplant.

Bedarfsprognosen basieren auf Erfahrung und harten Fakten

Die einfachste Prognose geht von dem Bauchgefühl aus, dass alles so weitergeht wie bisher. Dieser Überzeugung kann man leicht verfallen, wenn man sich mit den Altkunden sicher fühlt und Neukunden planmäßig gewonnen werden können. Komplexer angelegte Bedarfsprognosen hingegen bedürfen adäquater Prognosemethoden, um zu verwertbaren Ergebnissen zu kommen.

Bedarfsprognosen korrelieren mit deren Dringlichkeit und Realisierbarkeit

Es ist kaum relevant, dass ein vermeintlicher Bedarf gut realisierbar ist, wenn er nur geringfügig nachgefragt wird. Andererseits ist schnellstmöglich ein Engpass zu beseitigen, wenn ein Bedarf schwierig realisierbar ist und als dringend eingestuft wird. Darüber hinaus sollte man zur Einschätzung des Risikos von prognostizierten Entwicklungen den „worst case“ fest im Blick behalten.

Bedarfsprognosen in Kooperation mit potenziellen Kunden

Eine kooperative Entscheidungsfindung lohnt sich immer. Die gemeinsame Wertschöpfung resultiert in einen Mehrwert, der sowohl für Kunden als auch für Hersteller und Dienstleister wirksam ist. Die Integration von Kunden in den Wertschöpfungsprozess ist eine elegante Form, Mehrwert zu erzeugen.

Bedarfsprognosen reflektieren die Kundenzufriedenheit

Die individuelle Abfrage der Kundenzufriedenheit bleibt unverzichtbar – ist aber fallspezifisch auf das Wesentliche zu konzentrieren. Ein Umfrage-Marathon kann die Nerven von Kunden gewaltig strapazieren. Es empfiehlt sich, die Mundpropaganda und Social-Media-Gespräche zu beobachten sowie Foren, unternehmenseigene Kunden-Communities und Blogs zu nutzen – um hieraus entsprechenden Bedarf abzuleiten.

Bedarfsprognosen aus einer Zwangsmitgliedschaft 

Die zwangsweise Rekrutierung von Kunden passt definitiv nicht zu dem Selbstverständnis einer modernen Dienstleistungswirtschaft. Dienstleistung lebt von erarbeiteter Kundenakzeptanz und nicht von einer gesetzlich oder sonst wie vorgeschriebenen Kundenbindung – und Bedarfsprognosen in diesem Umfeld erscheinen irgendwie beliebig. Trotzdem gibt es sie: etwa die IHK-Zwangsmitgliedschaft. Wie lange noch, ist eine andere Frage – das Ende der Zwangsmitgliedschaft in der IHK ist jedenfalls eingeläutet. Die aktuell vorliegende Verfassungsbeschwerde wird hoffentlich dazu führen, dass Unternehmen künftig die Wahl haben, dieses IHK-Angebot in Anspruch zu nehmen.

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Bedarfsprognosen - Passgenaue Produkte und Serviceleistungen
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Bedarfsprognosen basieren auf Erfahrung und harten Fakten, korrelieren mit Dringlichkeit und Realisierbarkeit, lassen sich in Kooperation mit potenziellen Kunden besonders gut ermitteln und reflektieren die Kundenzufriedenheit.
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