Betriebskosten technischer Systeme – erhebliches Einsparpotenzial realisierbar

Eine verbindliche Aussage zu den Betriebskosten ist zweifelsfrei ein entscheidender Parameter in der Kaufentscheidung von technischen Systemen und Anlagen. Aussagekräftig sind solche Daten naturgemäß dann, wenn sie durch die Erfahrungen der Betreiber bestätigt werden. Es gibt Hinweise, dass etwa ein Drittel aller Kosten vermeidbar sind, die während der Lebensdauer von technischen Anlagen anfallen.

Betriebskosten – Beispiel aus der Medizintechnik

Sicher und verfügbar – das sind die grundsätzlichen Anforderungen an medizinische Geräte, hinzu kommt ein wirtschaftlicher Betrieb. Der TÜV sieht ein Einsparpotenzial von bis zu 30% und propagiert entsprechende Stoßrichtungen:

  • Kostenoptimierung bei Wartung und Instandhaltung,
  • Optimieren von Einkaufsprozessen,
  • Ausbalancieren von Fremdleistungen und Eigenleistungen,
  • Aufbau eines funktionierenden Berichtswesens,
  • Lagerung und Entsorgung von Medizinprodukten.

Wie entsprechende Ansatzpunkte erkannt und umgesetzt werden können, ist Thema der TÜV Süd Akademie.

Betriebskosten – Beispiel aus der Küchentechnik

Eine integrierte „Pflegeintelligenz“ erkennt selbständig den aktuellen Verschmutzungsgrad und den allgemeinen Pflegezustand unserer Küchentechnik – so die RATIONAL AG. Die Maxime des Unternehmens lautet: „Küchentechnik muss nicht nur hygienisch sauber sein, sondern sollte auch nur die Mengen an Chemie, Wasser und Energie verbrauchen, die für eine perfekte Reinigung und Pflege erforderlich sind“ – so werden auch die Betriebskosten gesenkt. Hierzu hat das Unternehmen offenbar eine effiziente und sichere Lösung gefunden, die den jeweils idealen Reinigungsprozess „just in time“ berechnet.

Betriebskosten – Beispiel aus der Automobilindustrie

Insbesondere für industrielle Produktionssysteme ist Energieeinsparung angesagt. Eine Antwort für die Automobilindustrie hat beispielsweise die Dürr AG mit innovativen Lackierkabinen. Über eine neue Technologie sollen Energieeinsparungen, inklusive Wasser und Abwasser, von bis zu 30% erzielt werden können. Die „Kosten pro Unit“ in der Kabine sollen insgesamt um 10% reduziert werden – über eine Laufzeit von 7 Jahren macht das durchschnittlich 8 Mio. € Einsparvolumen aus. Eine entsprechende Investition wird jedoch in der Regel als Neuanlage für neue Produktionsstätten erwartet – weniger als Austausch von Altanlagen, da dies ohne Produktionsstopp nicht möglich ist. Inwieweit gesetzlicher Druck den Austausch von Altanlagen beeinflussen könnte, ist ein anderes Thema.

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Betriebskosten technischer Systeme - erhebliches Einsparpotenzial realisierbar
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Betriebskosten zu senken, ist vor allem in Produktionsbetrieben eine vorrangige Aufgabe - Produktionsmittel müssen entsprechend ausgelegt sein.
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