EEG-Umlage: Erneuerbare Energie ausgewogen umsetzen

Erklärungsversuche, Analysen, Schuldzuweisungen und Lösungsansätze sind Reaktionen auf die aktuelle Erkenntnis, dass Verbraucher mit einer erneuten Erhöhung der Strompreise rechnen müssen. Dass der Kundenwunsch, Strom vorzugsweise aus erneuerbarer Energie zu beziehen, nicht zum Nulltarif zu haben ist, dürfte jedem klar gewesen sein – die Facetten der Umsetzung weniger.

Der aktuelle Status zur EEG-Umlage wird von folgenden Zitaten in etwa repräsentiert:

„Wie erwartet steigt die EEG-Umlage weiter an. Die wesentlichen Gründe für den Anstieg sind zum einen die gefallenen Preise an der Strombörse und zum anderen der Zubau an EEG-geförderten Anlagen. Darin sind erstmals in nennenswertem Umfang die Offshore-Windanlagen enthalten“: Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur.

„Der Anstieg der EEG-Umlage auf 6,24 Cent/kWh für 2014 geht nur zu einem geringen Teil auf den Zubau von Anlagen zur Erzeugung von Erneuerbarer Energie zurück. Der Ausbau hat nur einen Anteil von 15 % oder 0,15 Cent/kWh an dem Anstieg der EEG-Umlage von insgesamt knapp 1 Cent/kWh“: Dr. Hermann Falk, Geschäftsführer des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE).

„Die EEG-Umlage für 2014 ist kein Indikator für die Kosten der Energiewende, sondern Symbol einer starken Industrielobby“: Udo Möhrstedt, Vorstandsvorsitzender und Gründer der IBC SOLAR AG.

„Die Befreiungstatbestände des EEG müssen auf den Prüfstand. Es kann nicht sein, dass sich immer mehr Unternehmen, aus der solidarischen Ausgestaltung der Energiewende in Deutschland ausklinken. Wir brauchen eine klare Eingrenzung von Ausnahmen von der EEG-Umlage, um die Akzeptanz der Energiewende bei allen Beteiligten zu erhalten“: Sylvia Pilarsky-Grosch, Präsidentin des Bundesverbandes WindEnergie.

„Der erneute Anstieg der EEG-Umlage 2014 hätte verhindert werden können, wenn Bund und Länder sich rechtzeitig auf die Einführung einer Strompreisbremse geeinigt hätten. Das Tempo, in dem die EEG-Umlage in den letzten Jahren gestiegen ist, ist nicht hinnehmbar“: Peter Altmaier, Bundesumweltminister, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU).

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EEG-Umlage: Erneuerbare Energie ausgewogen umsetzen
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Die EEG-Umlage wird kontrovers diskutiert. Dass der Kundenwunsch, Strom vorzugsweise aus erneuerbarer Energie zu beziehen seinen Preis hat, dürfte jedem klar gewesen sein.
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