Elektroauto – Fahrzeug für zukünftige Kunden

In einer aktuellen Studie wird der Elektromobilität bescheinigt: „Aufgrund des langsamen Markthochlaufs erreicht das Elektroauto einen Bestandsanteil von gut 3%. Die Millionengrenze bei PKWs mit Elektroantrieb wird im Trendszenario erst im Jahr 2035 erreicht“. So jedenfalls lauten die Erkenntnisse des Unternehmens Shell, das sich den PKW-Szenarien bis 2040 gewidmet hat.

Das erklärte Ziel der deutschen Politik, spätestens bis zum Jahr 2020 eine Million Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen zu bringen, wird damit vorläufig in den Schatten gestellt.  Dabei hätte dieses Ziel schon längst erreicht werden können: Immerhin gibt es Elektromobilität schon seit 1906 – worauf der Zentralverband Deutsches Kfz-Gewerbe hinweist. Offenbar wurden zu dieser Zeit bereits „Elektro-Droschken“ regelmäßig von Fachkräften gewartet und repariert.

Elektroauto – Akzeptanz aufbauen

Das Elektroauto als solches ist akzeptiert – vorausgesetzt, es ist alltagstauglich, sicher, umweltfreundlich und bezahlbar. Neben der Reichweite zählen das Raumangebot, die Sicherheit und wirtschaftliche Gesichtspunkte – also, neben einem erschwinglichen Kaufpreis, transparente und preiswerte Stromtarife und vermutlich auch der Status steuerlicher Vorteile.

Wenn ein Elektroauto überhaupt interessant ist, dann im Stadtverkehr – gegebenenfalls, um die öffentlichen Verkehrssysteme zu individualisieren. Ein solches Verkehrskonzept ist ein Geschäftsmodell mit Potenzial:  Flexible Mobilität ist gefragt.

Ein Elektroauto muß intelligent in das Verkehrsnetz eingebunden werden können, wofür nicht nur entsprechende Ladestrukturen sondern auch intelligente Netze zu realisieren sind – worauf etwa die BITKOM hinweist.

Elektroauto – Standards schaffen

Ohne europäische Standards hat die Elektromobilität kaum Zukunftschancen, und deshalb haben die europäischen Normungsorganisationen „CEN“, „CENELEC“ und „ETSI“ bereits in 2010 das Mandat erhalten, ein EU-weit einsetzbares, einheitliches Ladesystem für Elektrofahrzeuge zu erarbeiten – angefangen bei dem standardisierten Stecker über Batteriesysteme bis hin zu Sicherheitsvorkehrungen für den Elektroantrieb.

Auch mehr als 20 führende europäische Stromversorger und Autokonzerne sind vermutlich noch mit der Standardisierung dieser „Zukunftstechnologie“ befaßt. Relevante Stromspeicher sind komplex und gekennzeichnet durch eine hohe Leistungsdichte, geringe Ladezeiten und einem geringen Gewicht – ausgerichtet auf eine möglichst lange Lebensdauer.

Elektroauto – Vorteile nutzen

Der Elektroantrieb wird als verbrauchsarm gehandelt und ist damit charakterisiert als eine der aussichtsreichsten Mobilitätsformen der Zukunft. Elektro-Mobilität soll sich zu einem Teil des Energieversorgungsnetzes entwickeln und dadurch den Anteil klimafreundlicher Stromerzeugung erhöhen. Insbesondere sollen sich die tages- und jahreszeitlich schwankenden Anteile erneuerbarer Energien im Netz besser nutzen lassen, da die Batterien der Elektro-Autos zeitlich variabel geladen werden können.

Auf die Vorzüge von Elektrofahrzeugen wird schon seit einigen Jahren aufmerksam gemacht – Mobilitätsdienstleister, Energieversorger, Parkraumanbieter und diverse Interessengruppen für eine grüne Mobilität sehen sich als Protagonisten – sicherlich nicht ganz uneigennützig. Und trotzdem – dass sich potenzielle Kunden in absehbarer Zeit freiwillig zu einem Elektroauto bekennen, wird in Abrede gestellt: „Der Kunde will nicht.“

Zusammenfassung
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Elektroauto - Fahrzeug für zukünftige Kunden
Beschreibung
Das Elektroauto ist faktisch verfügbar und genügt trotzdem nicht den Ansprüchen potenzieller Kunden. Aus welchen Gründen auch immer, erweist sich das Elektroauto immer mehr als Fahrzeug der Zukunft - im wahrsten Sinne des Wortes. Und wann würden Sie ein Elektroauto kaufen?
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