Energiespezifisches Einsparpotenzial: Wettbewerbsvorteile durch zertifiziertes Energiecontrolling

Unternehmen sollten sich auf verstärktes Energiecontrolling einstellen. Immerhin gilt die Ausschöpfung von Energiesparpotenzialen als Wettbewerbsvorteil im internationalen Maßstab. Die deutsche Bundesregierung plant entsprechende Steuervergünstigungen, um auch besonders energieintensiven Unternehmen Anreize zum Energiesparen zu geben. Dies ist im „Entwurf eines Gesetzes zur Änderung der Energiesteuer- und des Steuerreformgesetzes“ geplant (Deutscher Bundestag Drucksache 17/4253, 17. Wahlperiode 15.12.2010). Die Einrichtung eines Energiemanagementsystems nach DIN EN 16001 ist hierbei Bedingung.

Energiecontrolling erkennt Potenziale

Die deZem GmbH verweist auf wissenschaftliche Studien, die allein in Deutschland von einem energiespezifischen Einsparpotenzial in Höhe von jährlich 10 Milliarden Euro ausgehen. Allerdings wird hierbei ein hochwertiges Energiemanagement vorausgesetzt, um solche Potenziale zu erkennen und auszuschöpfen. Das Unternehmen bietet hierzu individuelle Lösungen zur Datenerfassung, um Transparenz in allen elektrischen Energieflüssen zu schaffen.

Energiecontrolling fokussiert Zertifizierung

Unternehmen, die das Management ihres Energieverbrauchs zertifizieren lassen möchten, können sich beispielsweise an die DEKRA wenden. Deren Augenmerk richtet sich auf industrielle Effizienzpotenziale in Produktionsprozessen, Querschnittstechnologien und Materialströmen. Außerdem relevant sind energieeffiziente Produktinnovationen und Dienstleistungen sowie nutzungsbedingte Einsparpotenziale. Der TÜV Süd macht auf die Möglichkeit aufmerksam, Energiemanagement individuell anzupassen – also entweder ein eigenes Energie-Managementsystem aufzubauen oder dieses in ein bereits bestehendes zu integrieren.

Energiecontrolling auch für Stromnetze

Solche Anforderungen gelten natürlich auch für die Stromversorger. Wie die Detecon International GmbH feststellt, wird ein entsprechendes Energiemanagement durch intelligente Stromnetze – Smart Grids – gewährleistet – gestützt auf hierbei ermittelte Bedarfs- und Verbrauchsinformationen. Aufgrund dieser verfügbaren Datenbasis investieren Energieversorger auch in das sogenannte Smart Metering. Hiermit können regulatorische Vorgaben erfüllt und Kernprozesse optimiert werden. Entsprechende Mehrwertdienste dienen der Echtzeitanzeige des Stromverbrauchs, einschließlich folgerichtiger Vergleichswerte und Spartipps.