Energiewende ist obligatorisch: Umlagen treiben die Energiekosten

Fast vergisst man, dass zur Energiewende auch das Management der noch in Betrieb befindlichen Kernkraftwerke gehört. Wer sich allein auf den Ausbau der Energienetze und den Ausbau entsprechender Erzeugungsanlagen konzentriert, vernachlässigt die besonderen Kosten kerntechnischer Anlagen; damit sind nicht nur die Entsorgungskosten gemeint, die nach Ablauf der jeweils definierten Betriebszeit anfallen, sondern auch die zu erwartenden Kosten zur Garantie der bestmöglichen KKW-Betriebssicherheit; bis zur Stilllegung.

Steigende Energiekosten – Neue Sicherheitsanforderungen bestimmen den Betrieb von Kernkraftwerken

Grundsätzliche und übergeordnet erforderliche sicherheitstechnische Anforderungen sollen die Restlaufzeiten der Kernkraftwerke gegen Schäden absichern; als Vorsorge nach aktuellem Stand von Wissenschaft und Technik. Ob und in welchem Umfang Kernkraftwerke zu ändern oder nachzurüsten sind, soll anlagenspezifisch entschieden werden.

Steigende Energiekosten für private Stromkunden

Die Liste der Umlagen als Argumente für eine Strompreiserhöhung ist beliebig erweiterbar:

  • Umlage für den Ausbau erneuerbarer Energien;
  • Umlage für den Ausbau von Stromnetzen;
  • Umlage für den Ausbau von Erzeugungsanlagen;
  • Umlage für „risikobehaftete“ Offfshore-Windparks;
  • Umlage zugunsten stromintensiver Betriebe;
  • Umlage für sicherheitstechnische Anpassungen in Kernkraftwerken;
  • Umlage für die Entsorgung von Kernkraftwerken;
  • etc.

Steigende Energiekosten – nicht grundlos

Dass die Energiekosten aus dem Ruder laufen ist eine Sache; dass die Energiewende unverändert und zügig umzusetzen ist, eine andere. In diesem Sinne hat der Verband für Energie- und Wasserwirtschaft Baden-Württemberg eine neue Energieplattform namens INEZ in Szene gesetzt: „Innovationsnetz. Energie. Zukunft“. INEZ ist bundesweit ausgerichtet; als offene Plattform für alle Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Energieprojekte.

Ergänzung vom 21.05.2013
Die EU-Kommission beklagt, dass sich die Energiepreise innerhalb der EU beträchtlich unterscheiden und diese für manche Bevölkerungsgruppen bis zu 22% ihres Haushaltsbudgets ausmachen: Mehr zur aktuellen EU-Energiepolitik.