Moderne Energiequellen für ein neues Zeitalter – Modellprojekte geben die Richtung vor

Das wachsende Stromangebot aus regenerativen und dezentralen Energiequellen soll mit der Stromnachfrage in Einklang gebracht werden. Und das gelingt nur mit dem Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien. Es gilt, die Energiewirtschaft zu modernisieren. Erklärtes Ziel hierbei ist, konventionelle Energieträger kontinuierlich durch erneuerbare Energien zu ersetzen.

Energiequellen – innovative Entwicklungen

Die deutsche Bundesregierung hat hierzu einige E-Energy Modellprojekte iniziiert.

  • Testhaushalte erhalten über ein Energiemanagement-System eine direkte Möglichkeit zur Verbrauchssteuerung: Modellregion Mannheim.
  • Intelligente Stromzähler geben Auskunft darüber, aus welchen Quellen der Strom stammt und was er jeweils kostet; entsprechend kann der Nutzer seine Auswahl treffen: Modellregion Aachen.
  • Große Kühlhäuser und Schwimmbäder werden gezielt als Puffer eingesetzt, um die Netze zu entlasten. Diese gewerblichen und kommunalen Großverbraucher nehmen den Strom gezielt dann ab, wenn er von Windturbinen produziert wird: Modellregion Cuxhaven.
  • Ein Solar- und Windprognosesystem sorgt dafür, dass der Betrieb einer großen Anzahl dezentraler Anlagen – zur Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien – optimal mit den Verbrauchern abgestimmt werden kann. So wird erreicht, dass bis auf Weiteres kein Netzausbau erforderlich wird: Modellregion Harz.
  • Dezentrale Mikro-Blockheizkraftwerke können bei Bedarf als Kleinerzeuger dem Netz zugeschaltet werden. Hierbei verknüpfen sogenannte “Smart Gateways” private Haushalte mit Stromanbietern. Der Stromkunde wird somit gleichzeitig zum Produzenten und verbucht entsprechende Erlöse: Modellregion Rhein-Ruhr.

Energiequellen – konfliktbelastet

Während die derzeitige deutsche Bundesregierung die Kernenergie als notwendige Brückentechnologie deklariert, sieht das “Deutsche Atomforum” die Kernenergie im Energiemix der Zukunft. Kernenergie wird dabei erneuerbaren Energien gleichgestellt. Als gemeinsamer Nenner wird der große Beitrag zur Vermeidung von CO2 herangezogen und entsprechend beworben. Eine Klage der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen e.V. gegen irreführende Werbung wurde am 9.11.2010 zurückgewiesen und ist jetzt offenbar rechtskräftig. Begründung des Landgerichts Berlin: “Die Werbung bezieht sich erkennbar lediglich auf die Stromproduktion als solche und nicht auf sämtliche vorher und nachher erfolgende Abläufe.”