Energiewende – Neue Aspekte und Richtlinien

Ab 2015 gilt ein genereller, ganzheitlicher Ansatz zur Projektförderung von Innovationen im Bereich Erneuerbare Energien und Energieeffizienz – zur Bereitstellung von Energie sowie deren Umwandlung, Transport, Verteilung, Speicherung und Einsatz. Die Ansprechpartner für die Antragsberatung zum Förderthema Energie zeigen sich jedenfalls vorbereitet. Speziell für mittelständische Unternehmen stehen Energieberater bereit, die sich aktuell in eine Energieeffizienz-Expertenliste für Förderprogramme des Bundes eintragen können.

Energiewende für Hauseigentümer

Die Energiewende ist gut für ökologische Geldanlagen, meint die UDI Beratungsgesellschaft mbH und geht davon aus, dass ein Hauseigentürmer und Stromnutzer eine Photovoltaik-Anlage nicht mehr selbst kauft, sondern diese auf seinem Dach mietet – und hierfür eine monatliche Nutzungsgebühr zahlt. Generell ist der Zubau von PV-Anlagen jedenfalls rückläufig, was die Sätze für die sogenannte Einspeisevergütung anhebt – und  im umgekehrten Fall senkt. Im Vergleich 2012/2013 hat sich der Zubau von PV-Anlagen um 57% reduziert und im Vergleich 2013/2014 um 43%, wie die Bundesnetzagentur mitteilt.

Energiewende für Unternehmen

Energiewirksame Investitionen im Bereich industrieller Betriebe konzentrieren sich auf energie­sparende und energieeffi­ziente Anlagen und Met­hoden – diese sind im Jahr 2012 immerhin um 44 % gestiegen, wie Destatis analysiert hat. Der Einfluß der Instandhaltung auf die Energiewende zeigt sich unverändert in der Notwendigkeit, energiespezifische Instandhaltungsmaßnahmen bei Maschinen und Anlagen kontinuierlich zu realisieren – etwa im Bereich der technischen Dämmung.

Energiewende – Status Netzausbau

Was den Netzausbau betrifft, gilt der aktuelle Antrag zum „Vorhaben  Nr. 4/ Südlink“ als einer der Eckpfeiler des künftigen Übertragungsnetzes. Eine Übersicht der Leistungsvorhaben aus dem Bundesbedarfsplangesetz lässt erkennen, welch geringer Anteil derzeit genehmigt beziehungsweise im Bau ist.

Energiewende – Flexibilisierung konventioneller Kraftwerke

Neben den erneuerbaren Energien ist weiterhin auch der Umgang mit konventionellen Kraftwerken zu definieren, die bekanntlich auf Dauerbetrieb konzipiert sind. Für einen erforderlichen flexiblen Betrieb stehen sie bislang nicht zur Verfügung, da häufiges Anfahren und Herunterfahren entsprechende Komponenten über das primär spezifizierte Ausmaß belastet. Einen interessanten Ansatz, den Bestand an konventionellen Kraftwerken für eine flexiblere Nutzung fit zu machen verfolgt der TÜV Nord in Kooperation mit der Universität Rostock.  Ein Forschungsprojekt ist darauf ausgerichtet, relevante Bauteile resistenter auszulegen. Ergebnisse sollen bis Ende 2016 vorliegen – dann könnten entsprechende Nachrüstungen projektiert werden.

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Energiewende - Neue Aspekte und Richtlinien
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Die Energiewende schreitet voran - für Hauseigentümer und Unternehmen bringt das Thema immer wieder neue Aspekte und Richtlinien mit sich, die auch immer wieder neu zu bewerten sind. Insbesondere stehen den "erneuerbaren Energien" immer noch "konventionelle Kraftwerke" gegenüber.
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