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Service Excellence Day 2018: „Combining Digital & Human Knowledge is the Future of Leading Services“

[Advertorial] Die Digitalisierung im Service ist auch 2018 von ungebremster Dynamik. Im Gegenteil, sie hat noch an Geschwindigkeit zugenommen. Der digitale End-to-End Service ist keine Utopie mehr. Welche Gedanken und Strategien stecken hinter digitalen End-to-End Services und welche Nutzenpotentiale bieten diese? Welche Prozesse sind dafür geeignet und welchen Nutzen bietet der digitale Service dem Benutzer, dem Handel und dem Hersteller?

Seien Sie dabei und lassen Sie sich inspirieren – wir versprechen Ihnen schon heute einen ideenreichen Tag mit wertvollen Informationen für Ihre Serviceorganisation.

Die Keynote-Speaker und deren Themen:

  • Thomas Hellerich, Vorstand der Samhammer AG, gibt Ihnen einen Einblick in die Welt des Digitalen Helpdesk, der mit der Integration neuer Kommunikationskanäle und dem Einsatz der Künstlichen Intelligenz die bestmögliche Lösung für Kundenanfragen liefert.
  • Erleben Sie mit Norbert Samhammer, Vorstandsvorsitzenden der Samhammer AG neue Servicekonzepte im Filial- & Terminal Service und erfahren Sie wie die Erstlösungsquote dank Customer Touchpoints gesteigert werden kann.
  • Prof. Dr. Florian Ellsäßer, Assistant Professor für International Entrepreneurship an der Frankfurt School of Finance & Management gibt Ihnen Einblick in die Bedeutung, die Entwicklung und den Einsatz der angewandten Künstlichen Intelligenz und zeigt deren Herausforderungen in der deutschen Industrie auf.
  • Als Lebensmotivator, weiß Johannes Warth welche 7 Schritte Ihnen zum Erfolg verhelfen und beantwortet mit seinem schwäbischem Humor wie Sie im 21. Jahrhundert „überleben“.

Zu all diesen Themen liefert Ihnen der Service Excellence Day der Samhammer AG am 07. Juni 2018 vor historischer Kulisse der Burg Wernberg spannende Vorträge. Zum Ausklang dieses ereignisreichen Tages möchten wir Sie herzlich zum Smalltalken, Networken und Genießen in den romantisch beleuchteten Burginnenhof zu einem exquisiten Barbecue einladen.

Nähere Infos und Anmeldung zum Service Day 2018 am 07. Juni 2018 in Wernberg: Hier geht’s zur Anmeldung. Die Teilnahmegebühr beträgt pro Person 488,- € zzgl. MwSt.

Dienstleistungen mit größtem Anteil an deutscher Wirtschaft – neuer ifo Index für das Geschäftsklima Deutschland

Jetzt gibt es keinen Zweifel mehr, dass Dienstleistungen die deutsche Wirtschaftsleistung dominieren. Der Status von Dienstleistungen, vom ifo-Institut bisher separat und eher beiläufig analysiert, wird aufgewertet. Wie das ifo Institut mitteilt, überarbeitet es seinen Index für das Geschäftsklima Deutschland. Dienstleistungen sollen ab April 2018 im Gesamtindex integriert sein. Begründung: „Dienstleistungen repräsentieren mittlerweile den größten Teil der deutschen Wirtschaft. Wir tragen der gestiegenen Bedeutung der Branche nun direkt im Index Rechnung.“ Der neue Index inklusive der Dienstleistungen soll den Namen „ifo Geschäftsklima Deutschland“ erhalten.

Geschäftsklima Deutschland – Dienstleistungen schon seit Jahren auf Top Level

Neu ist das nicht, denn bereits im Jahr 2011 erkannte das Statistische Bundesamt (Destatis), dass die Dienstleistungsbereiche 68,3 Prozent der Bruttowertschöpfung der deutschen Wirtschaft ausmachen. Damit repräsentierten diese schon längst den obersten Level von vier Wirtschaftsbereichen – im Vergleich mit der Land- und Forstwirtschaft, dem produzierenden Gewerbe und dem Baugewerbe.

Geschäftsklima Deutschland – Impulse und Perspektiven für Dienstleistungen

Welche Ansatzpunkte entscheidend sind, um mit Dienstleistungen die Zukunft zu gestalten, wurde bereits 2010 auf der Dienstleistungstagung des deutschen Bundesministeriums für Bildung und Forschung propagiert. Die einzelnen Bereiche sind unverändert gültig:

  • Unternehmen lernen von Unternehmen. In kleinen und mittleren Unternehmen lassen sich Dienstleistungen systematisch entwickeln.
  • Dienstleistungen sind eine Antwort auf den demografischen Wandel.
  • Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz definieren die Dienstleistungen der Zukunft.
  • Professionalisierung von Dienstleistungen bestimmen die Unternehmensstrategie für Wachstum und Beschäftigung.
  • Der Praxis-Wissenschafts-Dialog macht deutlich, was die Wissenschaft von Unternehmen lernen kann, und wie sich Forschungsergebnisse in Unternehmen umsetzen lassen.
  • Mit produktiven Dienstleistungen stellen sich Unternehmen strategisch neu auf.
  • Neue Modelle, Lösungen und Wege erlauben es, Dienstleistungen erfolgreich ins Ausland zu exportieren.
  • Die Zukunft der Produktion heißt Dienstleistung, wenn es Unternehmen gelingt, ihre Produkte und Dienstleistungen erfolgreich zu kombinieren.
  • Dienstleistungen sind Problemlöser für die Gesellschaft der Zukunft.
  • Die Simulation von Dienstleistungen ermöglicht es Unternehmen, die Zukunft zu erproben.
  • Standardisierung und Individualisierung von Dienstleistungen machen wettbewerbsfähig.

Historie des ifo Konjunkturtest Dienstleistungen

Nach Angaben des ifo Instituts basierte der „ifo Konjunkturtest Dienstleistungen“ bisher auf ca. 2.500 monatlichen Meldungen von Unternehmen aus wichtigen, insbesondere unternehmensnahen Zweigen des tertiären Sektors. Die ifo-Marktforschung konzentrierte sich auf: Transportwesen, Touristik, Architektur- und Ingenieurbüros, Datenverarbeitung, Unternehmens-/Steuer-/Rechtsberatung, Werbebranche, Personal- und Stellenvermittlung/Überlassung von Arbeitskräften, Gastgewerbe und Mobilien-Leasing. Ausgeschlossen waren Handel, Kreditgewerbe, Leasing, Versicherungen und der Staat.

Man darf gespannt sein, welche Aussagekraft das neue ifo Geschäftsklima Deutschland entwickelt.

Spezifikationen einhalten – Zertifizierte Nachrüstung im Dieselbetrieb

Grundsätzlich können Betreiber technischer Systeme davon ausgehen, dass deren festgeschriebene Spezifikationen auch verbindlich sind – Abweichungen werden konsequent  geahndet. Die Beseitigung entsprechender Mängel ist obligatorisch und unterliegt insbesondere der Produkthaftung. Mit welcher Lösung ein etwaiges Problem beseitigt wird, ist allerdings zweitrangig – das erfolgreiche Ergebnis entscheidet.

Schadstoffarmer Dieselbetrieb ist machbar

Auch die „Betreiber von Fahrzeugen“ können erwarten, dass die zugesagten Spezifikationen von Automobilen deren Istwerten entsprechen. Im aktuellen Dieselkonflikt erscheint dieser Anspruch – zumindest in Europa – nicht selbstverständlich. Unumstritten ist mittlerweile, dass eine softwaregestütze Diesellösung nicht ausreicht, um das derzeitige „Abgasproblem“ zu lösen. Um die außerhalb von Gebäuden als „Außenluft“ definierte Luft nicht unverantwortlich mit Dieselabgasen zu belasten, braucht es zweifelsfrei eine hardwaregestützte Lösung. Diese ist machbar, wie das Ergebnis einer ADAC-Diesel-Studie zeigt.

Allerdings war zu erwarten,  dass unaufgeforderte Hardware-Lösungen von „Drittunternehmen“ bei den Autobauern keine offenen Türen finden. Dabei erscheint die begründete Ablehnung solcher Prototypen durchaus plausibel: „typenspezifisch zertifizierte Nachrüstungen können erst über Jahre realisiert werden“. Das ist aber nicht relevant, wenn man unterstellt, dass Autobauer schon längst typenspezifische Hardware-Lösungen in der Schublade haben – zumindest für zukünftige Modelle. Dann wäre gegebenenfalls auch die Neuauflage einer akzeptablen „Verschrottungsprämie“ denkbar.

Damoklesschwert Fahrverbote ist – noch – stumpf

Retrofits sind unter anderem dafür geeignet, einen „schadstoffarmen Betrieb“ zu gewährleisten. Es scheint, dass der Betrieb von Dieselfahrzeugen einer solchen Prozessoptimierung derzeit entzogen wird. Das Problem herbei ist offensichtlich nicht die technische Lösung, sondern der rechtliche Anspruch auf hardwarespezifische Nachrüstungen und deren Finanzierung.

Automobilbauer dürften jedenfalls damit rechnen, dass sich Dienstleistungsunternehmen mit entsprechenden Fahrzeugflotten „vertrauensvoll“ an sie wenden, sollten Fahrverbote tatsächlich durchgesetzt werden. Sicherlich ist die Neuanschaffung dieselbetriebener Dienstfahrzeuge in den Unternehmen bereits weitgehend ausgesetzt. Ob Klagen privater Halter von Dieselfahrzeugen im Einzelfall erfolgreich sind, bleibt fraglich, genauso wie das Recht auf eine Sammelklage.

Im Übrigen ist es nicht zielführend, vermeintliche Schadstoff-Fehlmessungen anzuprangern – im Hinblick auf den korrekten Standort verkehrstechnischer Messstationen. Einsprüche dieser Art sind lediglich geeignet, lösungsorientierte Entscheidungen zu behindern. Dann bleibt die Gewissheit, dass unsere „Außenluft“ an „Frischluftqualität“ verliert – laut klimatechnischer Definition ist Frischluft eine „kühle Luft aus einer schadstoffunbelasteten, natürlichen Umgebung“.

Kooperation kann gelingen – partnerbindende Services vorausgesetzt

Merkmale, wie besondere fachliche und organisatorische Zuverlässigkeit, nachgewiesene Zahlungsfähigkeit, einwandfreies Einhalten der einschlägigen Rechtsvorschriften, sowie die Erfüllung bestimmter, hoher Sicherheitsstandards, zeichnen seriöse Unternehmen aus. Eine Kooperation, insbesondere mit Sevicepartnern, ist an dieser Messlatte zu orientieren.

Mit Audits und korrespondierenden Kundenumfragen lässt sich das Niveau des etablierten Serviceportfolios potenzieller Partner analysieren. Gesucht sind Leistungen, die geeignet sind, den Alltag von Kunden organisatorisch und wirtschaftlich zu optimieren. Es gilt unverändert, Lösungen und Ideen für Kunden zu realisieren, die diese erfolgreicher machen. Dabei kann man davon ausgehen, dass einfache Konzepte favorisiert werden – selbst bei komplexen und anspruchsvollen Problemstellungen.

Die gegenseitige Unterstützung von Kooperationspartnern ist obligatorisch. Selbstredend orientiert sich dieser Support an den zu realisierenden Servicekonzepten – im Sinne der Kunden. Hierzu zählen sämtliche Maßnahmen, die den Partnern das Leben leichter machen. Aufwändige, administrative Vorgaben sind für Partnerschaften hinderlich und sollten sich daher auf das Notwendigste beschränken. Kooperation versteht sich als gelebte strategische Partnerschaft mit System – bei erkennbarem partnerschaftlichem Mehrwert.

Partner in einer eng vernetzten Kooperation teilen sich das Know-how innerhalb einer konstruktiven, kritischen Atmosphäre. Steigen Partner aus einer solchen Kooperation aus, sind sie die Wettbewerber von morgen. Umso mehr korreliert der langfristige Erfolg einer Know-how-Partnerschaft mit dem erklärten Willen, eine gegenseitige Abhängigkeit aufrechtzuerhalten und abzusichern. Eine für beide Seiten gewinnbringende Partnerschaft muss also klug gepflegt werden – „partnerbindende Services“ sind das Pendant zu „kundenbindenden Services“.

Legitimation schafft Vertrauen

Wer sich in eine Untenehmenspartnerschaft einbringen möchte, muss sich legitimieren. Ein gelungenes Beispiel hierzu ist der sogenannte „zugelassene Wirtschaftsbeteiligte“ beziehungsweise „Authorised Economic Operator“. Durch nachweislich exzellente Prozesse im Bereich Supply Chain und Trade Control soll Mehrwert für Geschäftspartner geschaffen werden, die ihrerseits zertifiziert sind oder eine solche Zertifizierung anstreben. Bereits seit 2008 können sich Unternehmen so zertifizieren lassen und zollrechtliche Privilegien genießen. Aus Sicht der Zollverwaltung hat sich das Konzept zum AEO offenbar bewährt – belegt durch entsprechende Antragsdaten und eine wachsende Verankerung in der Gesetzgebung. Sowohl entsprechende Bewilligungen sämtlicher EU-Mitgliedstaaten, als auch internationale Anerkennung mit Drittstaaten zeigen, dass dieses Konzept aufgeht.

Smarte Technologien – Instandhaltungsstrategie für smarte Maintenance

[Advertorial] Betriebsleiter, Werksleiter, Betriebsingenieure, Fach- und Führungskräfte aus der Instandhaltung sowie Prozessverantwortliche aus der Produktion und Fertigung stehen vor den gleichen Herausforderungen. Die Maintenance muss an smarte Technologien angepasst werden, um Sicherheit, Verfügbarkeit und Produktionsqualität von Maschinen und Anlagen langfristig und wirtschaftlich zu gewährleisten.

Risikobasierte Instandhaltungsstrategien sind geeignet, Unternehmenspotenziale abzusichern – vorausgesetzt, dass diese erkannt und bewertet sind. Hierzu ist es obligatorisch, die Facetten von Industrie 4.0 zu überblicken und sich auf den Einsatz cyber-physischer Systeme vorzubereiten. Entsprechend sind auch kontextbezogene Informationen bereitzustellen, um vom Nutzen einer prädiktiven Instandhaltung zu profitieren.

Der verstärkte Einsatz von IT-Systemen hat massive Veränderungen in der Produktion zur Folge – worauf die Instandhaltung zwingend reagieren muss. Hierzu bietet die Stuttgarter Produktionsakademie einen kompakten und praxisbezogenen Überblick:

Details und Anmeldung zum Seminar: Methoden, Ansätze, Anwendungen und smarte Technologien im Bereich Smart Maintenance

Elektronische Displays – Zuverlässigkeit dominanter Baugruppen absichern

[Advertorial] Elektronische Displays visualisieren die Schnittstelle zwischen „Mensch und Maschine“ – für die unterschiedlichsten Applikationen. In diesem Sinne sind Displays auch mehr als „nur“ eine Baugruppe im Konzept technischer Systeme. Über Displays wird nicht nur der gewünschte Betrieb eines technischen Systems abgebildet und realisiert. Vielmehr erlauben es Warnhinweise, Abweichungen von systemimmanenten Spezifikationen zu erkennen und adäquate Maßnahmen zu ergreifen.

Elektronische Displays – betriebsbedingt konzipieren

Individuelle, industrielle Anwendungen – realisiert über Reinraum-Dienstleistungen

Erfahrungen und Probleme mit Displays sowie entsprechenden Fehleranalysen lassen zweifelsfrei erkennen, dass es keine universell einsetzbaren Displays geben kann, die sämtlichen industriellen Anwendungen gerecht werden. Deshalb gilt es, Displays den vorherrschenden physikalischen Bedingungen in den jeweiligen Betriebsräumen exakt anzupassen. Bei Ignoranz ist erfahrungsgemäß mit beträchtlichen Folgekosten zu rechnen – „One-Fits-All“ erweist sich als gravierende Fehlentscheidung.

Elektronische Displays – zuverlässig einsetzen

Die abgesicherte Funktion komplexer Systeme beruht vorrangig auf der Zuverlässigkeit von Displays.

Störungen in Displays haben unmittelbare Auswirkungen auf den zuverlässigen Betrieb eines Gerätes, einer Maschine oder einer Anlage. Vorrangig gilt es, Fehlinterpretationen einer gestörten Anzeige zu minimieren, sowie auszuschließen, dass Störfaktoren mehr oder weniger folgenschwere Befehle auslösen. Auch sind die Risiken eines Totalausfalls der eingesetzten Displays zu evaluieren und entsprechende Vorkehrungen zu treffen.

Elektronische Displays – fallspezifisch entstören

Präventiv vermeidbar: Beispielsweise Schimmelbefall direkt auf einer „TFT-Matrix“

Defekte Displays können ausgetauscht und gegebenenfalls wieder instand gesetzt werden. Erstrebenswert ist allerdings, eine dauerhaft funktionale Lösung zu finden. Eine akut erforderliche Ursachenforschung mit entsprechendem Troubleshooting betreffen sowohl sämtliche systemspezifisch integrierten als auch eingelagerten Displays. Präventiv betrachtet, lassen sich solche durchaus „dramatischen Aktionen“ reduzieren, eventuell sogar vermeiden. Es gilt, den Einsatz sorgfältig entwickelter Displays zu favorisieren.

Wammes & Partner – Dienstleister der Display-Branche

Unabhängig davon, ob Sie akute oder präventive Unterstützung benötigen – die Wammes & Partner GmbH bietet Ihnen sämtliche Dienstleistungen rund um elektronische Displays. Nutzen Sie unsere Expertise auf allen Ebenen der Displaytechnologie und im Hinblick auf sämtliche Display-Komponenten. Unser Serviceportfolio umfasst Troubleshooting, Bug Fixing, sowie Fehlerananlysen und Materialbeschaffung, bis hin zu Beratungen und Schulungen. Unser Ziel ist es, die interaktive Zuverlässigkeit Ihrer technischen Systeme so zu gewährleisten, dass Sie die relevanten Risiken im Griff haben, beziehungsweise weitgehend ausschliessen können:

Produktionskapazität absichern – Schwachstellen zuverlässig bekämpfen

Ist die Produktionskapazität „ausgeschöpft“, kann ein Betrieb den Maschinen- und Anlagenpark erweitern. Zwingender ist primär ein akribischer Umgang mit Schwachstellen, um die Produktionskapazität zu steigern. Dr. Reinhard Korb,  Geschäftsführer der Korb Consulting KG und Gesellschafter von MCP Deutschland GmbH, verweist auf diverse schwachstellenspezifische Blickwinkel und Aspekte, die Produktionsbetriebe entscheidend beeinflussen können.

Herr Korb, was ist eine produktionsspezifische Schwachstelle?

Die Definition des Begriffes Schwachstelle nach DIN 31051 besagt, dass die tatsächliche Verfügbarkeit einer Einheit – als betrieblich genutztes System – kleiner als deren geforderte Verfügbarkeit ist und eine Beseitigung wirtschaftlich wäre.

… und wie findet man solche Schwachstellen?

Falls verfügbar, liefert eine Verlustzeitenerfassung der Produktion einen passenden Einstieg in die Suche nach den Verursachern, die gute Kandidaten für Schwachstellen sind. Ein unmittelbarer Zugang ergibt sich durch die Auftragserfassung der Instandhaltung. In der Praxis nutzt man in der Regel die Annahme, dass die Einheiten, die hohe Instandhaltungsaufwendungen verursachen, nur mit großer Anstrengung in Richtung der geforderten Verfügbarkeit gebracht werden können. Daher wertet man die Leistungsstunden, die Anzahl der Aufträge sowie die Kosten pro Betrachtungseinheit aus und setzt bei den großen Brocken an. Erfahrungsgemäß lassen sich bei großen Positionen selbst über kleine prozentuale Verbesserungen schöne Erfolge darstellen.

Nach welchen Kriterien lässt sich die Beseitigung von Schwachstellen priorisieren?

Zwei bedeutsame Blickwinkel sind hierbei zu wählen. Zum einen lösen Schwachstellen Verluste in der Produktion aus und verursachen entweder direkte oder indirekte Kosten. Erstere durch Verlust von Material oder den Bedarf an Überstunden, Zusatzschichten und Energie – letztere durch eine größer dimensionierte Anlage, die erforderlich ist, um trotz der Verluste zu der verkaufbaren Produktionsmenge zu kommen. In jedem Fall sind die Schwachstellen im Fokus, welche die größten Verluste verursachen und am leichtesten zu beseitigen sind.

… und der zweite Blickwinkel?

Dieser berücksichtigt die Zeitverluste in der Instandhaltung, bedingt durch permanente Schwachstellenbetreuung. Monetär betrachtet sind diese in der Regel viel kleiner als die Verluste in der Produktion. Dennoch kann eine Reduktion der Belastung des Instandhaltungspersonals, durch Beseitigung der zeitfressenden Schwachstellen, gleich wieder in verstärkte Bekämpfung weiterer Schwachstellen investiert werden.

Welche Art von Schwachstellen verursachen die meisten Probleme?

Die meisten Probleme sind Folgen organisatorischer Schwachstellen, die bei einer gründlichen Untersuchung der technischen Schwachstellen als dahinterliegende Verursacher gefunden werden. Organisatorische Schwachstellen sind jedoch nicht nur für eine „gerade mal gefundene“ technische Schwachstelle verantwortlich. Bedingt durch ihre prinzipielle Wirkungsweise generieren sie weitaus mehr technische Probleme. Daher ist die Beseitigung organisatorischer Schwachstellen extrem wichtig. Die Praxis zeigt leider, dass dies sehr schwierig ist.

… welche Auswirkungen haben systemimmanente Mängel?

Technisch gesehen würde ich sagen, dass die Schwachstellen am lästigsten sind, die auf schlechtes Design zurückzuführen sind. Dieses lässt sich oft nicht so leicht korrigieren. Fehler in der Instandhaltung lassen sich leichter eliminieren.

Wie bekommt man die zeitliche Entwicklung bislang unentdeckter Schwachstellen in den Griff?

Hier erweisen sich zwei Aspekte als hilfreich: Erstens hilft es sehr, sich Störereignisse, Alarm- und Warnprotokolle und Verlustzeiten mit unterschiedlichen Zeithorizonten anzuschauen. Die Kombination aus Betrachtung der täglichen, der wöchentlichen und der 3-monatigen Ereignisse hilft einerseits, akute Probleme sofort wahrzunehmen und andererseits kleinere, aber chronische Probleme zu erkennen. Zweitens, ist es sehr wirkungsvoll, sich das Verhalten zu zwei verschiedenen Zeitpunkten anzusehen – beispielsweise im letzten Monat und vor 4 Monaten. Damit lassen sich schleichende Veränderungen sehr rasch erkennen.

Was wäre der optimale Produktionsbetrieb, um die Auswirkungen potenzieller Schwachstellen zu minimieren oder gar zu vernachlässigen?

Auch diese Frage lässt sich in zwei Richtungen verstehen. Einerseits – wie ist ein Produktionsbetrieb anlagentechnisch zu designen, damit potentielle Schwachstellen kein Problem darstellen? Dazu müssten alle Bauelemente überdimensioniert und auch kapazitätsmäßig mit Reserven ausgestattet sein. Dies treibt jedoch die Investitionskosten in die Höhe und ist daher mit sehr viel Augenmaß anzuwenden. Andererseits kann ich die Frage auch so verstehen: Wie muss ein Produktionsbetrieb organisiert sein?

… worauf kommt es also an?

Es ist sehr wichtig, zu realisieren, dass sich das Erkennen und Beseitigen von Schwachstellen auf einem anderen Zeithorizont abspielen muss als das Tagesgeschäft – welches unmittelbare Lösungen fordert. Daher ist es für den Erfolg unverzichtbar, dass die Person oder das Team, das sich um diese Aufgabe kümmert, eng mit den Leuten im Tagesgeschäft zusammenarbeitet, aber selbst vom Tagesgeschäft „befreit“ ist. Nur so kann verhindert werden, dass das Tagesgeschäft die für sinnvolle Analysen und Maßnahmenumsetzung benötigten Ressourcen wegfrisst.

… und wie gelingt das konkret?

Es ist empfehlenswert, einen Zuverlässigkeitsingenieur einzusetzen.  Idealerweise ist dieser sehr genau, kann analytisch denken und vorhandene Informationen vernetzen. Überdies hat er die Ausdauer eines Marathonläufers und liebt es, von den unterschiedlichsten Seiten an ein Problem heranzugehen. Trotz seiner analytischen, strukturierten „Ader“ schafft er es, mit anderen Menschen gut zusammenzuarbeiten. Es sind sehr große Ähnlichkeiten mit Kriminologen vorhanden, obgleich hier „das Technische“ stärker und „das Soziologische“ etwas weniger stark eine Rolle spielt. Allerdings ist von einem „Teilzeit-Zuverlässigkeitsingenieur“ abzuraten – das haben schon viele Unternehmen versucht und damit nur geringe Erfolge erzielt.

Wenn man mehr von Ihnen über die Bekämpfung von produktionssspezifischen Schwachstellen erfahren möchte – welche Möglichkeiten bieten Sie an?

In unserem Vortrag bei der diesjährigen IFC Ebert-Fachtagung Instandhaltung werden wir Beispiele und die dahinterliegenden Erfolgsfaktoren dafür aufzeigen. Sie können sich aber auch jederzeit direkt an uns wenden. Sehr gerne beantworten wir Ihre Fragen im Hinblick auf operativ konkrete Anlagenprobleme oder den strategischen Aufbau einer Organisation, die befähigt ist, Schwachstellen zu erkennen und zu beseitigen. MCP bietet sowohl Trainings als auch Umsetzungsbegleitung zu diesem Thema an.

… das klingt sehr engagiert!

Es macht uns großen Spaß, unsere Erfahrung in neuen Industrien und Aufgabenstellungen einzubringen und damit auch wieder weitere Erfahrung zu sammeln. Dabei gibt es schon harte Nüsse, die einen zur Verzweiflung bringen können – um so größer sind dann die Glücksgefühle nach gelösten Problemen.

Herr Korb, herzlichen Dank für Ihre praxisorientierten Hinweise im Umgang mit Schwachstellen in Produktionsbetrieben.