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Abgaswerte im Fokus – mit eingeschränkter Konsequenz

Keine Frage, Abgastests in der Autobranche sind absolut zwingend. Und der Verlass auf die spezifizierten Abgaswerte der Hersteller ist alternativlos. Hersteller, die auf gefakte Angaben setzen, dürften dies für ein probates Mittel der Wettbewerbsverzerrung halten – insbesondere, wenn sie davon ausgehen, dass die Wettbewerber ähnlich agieren. Zum Showdown kommt es dann, wenn das gutachterliche Urteil zwischen lässlicher Schummelei und Betrug unterscheidet.

Abgaswerte
Abgaswerte – torpediert, kaschiert und ignoriert

Abgaswerte – Transparenz lohnt sich

Gar zu dreiste Täuschungsversuche haben immer eine gute Chance, an den Pranger gestellt zu werden – mit Sogwirkung auf den gesamten Wettbewerb. Nur rechtssicher und nachvollziehbar deklarierte Abgaswerte können dann auch vor entsprechend behördlich angeordneten, gutachterlichen Prüfungen bestehen. Besonders akribisch erscheinen hierbei naturgemäß die Gutachter in den jeweiligen Exportländern.

Abgaswerte – Elektroauto als Scheinlösung

Mit dem Elektroauto sollen Abgaswerte kein Thema mehr sein – eine Auffassung, die bekanntlich so nicht haltbar ist. Schließlich hängt die Abgasbilanz eines E-Mobils von der Emissionsbilanz der Kraftwerke ab – im Sinne von entsprechend versorgten und genutzten Stromtankstellen. Oberflächlich betrachtet, ist die Elektromobilität schon eine elegante Lösung von Abgasproblemen – entlastet damit aber nur die Autohersteller, nicht die Stromversorger. Und wer ein E-Mobil aus ökologischen Gründen fahren will, muss auch wissen, wo es Strom aus CO2-armen oder CO2-freien Kraftwerken zu tanken gibt.

Abgaswerte – Blind auf hoher See

Bei aller berechtigter Aufgeregtheit um den sauberen globalen Strassenverkehr, kann die Frachtschifffahrt nicht unerwähnt bleiben. Hinlänglich ist bekannt, dass Schiffsantriebe im Einsatz sind, die selbst den minderwertigsten Treibstoff verbrennen, um die Transportkosten auf ein absolutes Minimum zu senken. Diese Emissionsblindheit ist, neben anderen inakzeptablen Zuständen, in einem beachtenswerten Dokumentarfilm der ARD ausführlich belegt: Seeblind – Der wahre Preis der Frachtschifffahrt ist in der Videothek bedauerlicherweise nicht mehr abrufbar. In einer der Kernaussagen wird jedenfalls plausibel deklariert, dass die aktuellen Abgase der Frachtschifffahrt weitaus katastrophalere globale Umweltschäden verursachen als die des Strassenverkehrs. Und offenbar ist keine Behörde der Welt willens oder in der Lage, dagegen einzuschreiten.

Kreative Energieversorgung – innovative Konzepte werden sich durchsetzen

Wer ein Ersatzteillager für leistungsfähige Batterien einzurichten hat, kann durchaus auf die Idee kommen, dessen Speicherleistung auch während der Lagerhaltung zu nutzen. In diesem Sinne plant die Daimler AG in Kooperation mit „enercity“ offenbar den Aufbau eines 15 Megawatt-Batteriespeichers für rund 3.000 elektromobile Batteriesysteme. Diese werden also nicht nur für elektromobile Störfälle vorgehalten sondern sollen außerdem das Stromnetz für den deutschen Primärregelenergiemarkt stabilisieren. Kreative Ideen für die Energieversorgung haben Zukunft.
Kreative Energieversorgung

Kreative Energieversorgung über ein Brennstoffzellensystem

Ein bemerkenswerter Anteil  der gesamten Kraftwerksleistung in Deutschland wird in Notstromanlagen, Batterien und USV-Systemen vorgehalten. Über den Einsatz als Notstromanlage hinaus, lassen sich auch bisher ungenutzte Energiespeicher in das Stromnetz der Zukunft integrieren. Für die Betreiber von Notstrom- und USV-Anlagen eröffnen sich völlig neue Geschäftsmodelle – etwa die Bereitstellung sogenannter „Regelenergie“ oder „Minutenreserven“. Bereits in 2010  propagierte beispielsweise die Rittal GmbH eine entsprechende Systemlösung. Garantiert wurden hierbei eine umweltfreundliche und emissionsfreie Energiewandlung, bei einem Gesamtwirkungsgrad von bis zu 53 % sowie einer flexiblen Leistungsanpassung, minimierten Ausfallzeiten und einem geräuscharmen Prozess.

Kreative Energieversorgung – konzipiert als Mini-Blockheizkraftwerk

Mini-KWK-Anlagen sollen in der Lage sein, sowohl das Klima als auch den Geldbeutel zu schonen. Hierzu hat das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) in 2012 ein immer noch aktuelles Förderprogramm für Mini-KWK-Anlagen gestartet. Es geht um Mini-Block-Heizkraftwerke, die 17 Millionen Zentralheizungen in 46 Millionen deutschen Wohnungen ersetzen könnten. Das hat auch die Deutsche Telekom veranlasst, in das Stromgeschäft einzusteigen. Das Konzept sieht eine Kooperation mit den Stadtwerken vor. Hierzu bilden vernetzte Blockheizkraftwerk-Systeme ein virtuelles Kraftwerk, das insbesondere Schwankungen der Stromversorgung ausgleichen soll – Internetanschluss, Software und Steuertechnik vorausgesetzt.

Kreative Energieversorgung über regelungstechnische Systemdienstleistungen

Stabilität für das elektrische Netz zu gewährleisten, ist für jeden Energieversorger verpflichtend vorgeschrieben. Als eine essenzielle Forderung der Netzbetreiber gilt, dass auch im Fehlerfall der dynamische Betrieb einer Energieversorgungsanlage gewährleistet bleiben muss – unabhängig von der jeweiligen Tiefe eines Spannungseinbruchs. Lösbar ist dieses Problem über eine aufwändige und teure Leistungselektronik. Elegantere regelungstechnische Verfahren sollen dem wirtschaftlichen Ausbau eines zunehmend dezentral ausgerichteten Energiesystems eher gerecht werden: wie es beispielsweise durch Wind-, PV- und Wasserkraftanlagen repräsentiert wird.

Kreative Energieversorgung – Energie durch Kernfusion

Das Projekt der Kernfusion läuft weiter – mit dem erklärten Ziel, eine saubere und äußerst ergiebige Energiequelle zu realisieren. Protagonisten der Kernfusion – wie  Professor Thomas Klinger, Max-Planck-Institut – geben sich zunehmend optimistisch, denken aber immer noch im Zeitraum von Jahrzehnten, bis ein leistungsfähiges „Fusionskraftwerk“ verfügbar ist. Aktuell wurde ein weiterer Meilenstein erreicht: die Fusionsanlage Wendelstein 7-X hat ihr erstes Wasserstoff-Plasma erzeugt. Überdies arbeitet man mit internationaler Beteiligung im südfranzösischen Cadarache an einem thermonuklearen Versuchsreaktor. Der „International Thermonuclear Experimantal Reactor (ITER)“ soll beweisen, dass Kernfusion eine effiziente und nachhaltige Energiegewinnung ist. Das Projekt mit seinen sieben Partnern aus Russland, USA, China, Indien, Südkorea und der EU repräsentiert die Hälfte der Weltbevölkerung“ – so die Europäische Kommission.

Kreative Energieversorgung – Neue Technologien

Das Portfolio der Energiesysteme wird ausgebaut. Es geht um Projekte von Wind bis Photovoltaik, von solarthermischen Kraftwerken bis Geothermie.  Insbesondere sollen Speicher- und Netztechnologien sowie regenerative Kombikraftwerke berücksichtigt werden. Und die Realisierung klimaneutraler Städte erscheint hierbei als besonders anspruchsvolle Zielsetzung. Soweit die Ausrichtung des sechsten Energieforschungsprogramms – Laufzeit von 2011 bis 2014. Der Bundesbericht Energieforschung 2015 präsentiert die entsprechenden Erkenntnisse.

Elektromobilität ohne Akzeptanz – Aufwertung durch Service

Potenzielle Kunden wollen sie immer noch nicht so richtig – die Elektromobilität. Und trotzdem hat die Kreation elektromobiler Dienstleistungen bereits massiv eingesetzt – Servicekonzepte warten auf ihre Umsetzung. Der Eindruck drängt sich auf, dass der Service alle Register ziehen soll, um Kunden die Elektromobilität schmackhaft zu machen.

Elektromobilität – aufwertende Dienstleistungen

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) besetzt die Elektromobilität mit der Forderung, das Automobil neu zu denken. Dass dies dringlich ist, beweist die vom BMBF geförderte Projektstudie Dienstleistungen für die Elektromobilität (DELFIN). Nach entsprechenden Erkenntnissen sollen „kundenorientierte Dienstleistungen die originären Nachteile der Elektromobilität ausgleichen – etwa die geringe Reichweite oder lange Aufladezeiten“. Als besonders erfolgversprechend gelten somit infrastrukturell abgesicherte Lademöglichkeiten mit kundenfreundlicher Abrechnung. Hinzu kommen entsprechende Informationsdienste – diese sollen die Angst nehmen, mit dem Auto liegen zu bleiben. Carsharing, insbesondere vernetzt mit weiteren Verkehrsträgern soll die Mobilität flexibilisieren. Und der Betrieb von öffentlichen und gewerblichen Flotten soll den Massenmarkt mit standardisierten Dienstleistungen anstoßen.

Elektromobilität – Projekt „On-Board-Metering“

In 2012 startete das Projekt On-Board-Metering, konzentriert auf das vorrangige Grundproblem der unzureichend verfügbaren Infrastruktur – zu wenig Ladesäulen für den Transfer elektrischer Energie zum Elektrofahrzeug. Diese Lösung ist darauf ausgerichtet, die Kosten für Investition und Instandhaltung einer solchen Infrastruktur zu minimieren. Hierzu ist die erforderliche Mess- und Kommunikationstechnik in das Fahrzeug verlegt. Der geladene Strom und weitere Messdaten werden also über ein mobiles Abrechnungssystem erfasst. Eine PTB Systemsteckdosekomplexe Ladesäule mutiert so zu einer einfachen Systemsteckdose – und diese kann kostengünstig flächendeckend installiert werden. Mit bis zu 1000 Systemsteckdosen im Feldtest sollte bewiesen werden, dass mit der mobilen Mess- und Abrechnungstechnik und der hohen Dichte an Lademöglichkeiten eine neue Ladequalität für Nutzer von Elektrofahrzeugen erreicht werden kann. Bis zum März 2015 waren gerade einmal 80 mobile Zähler und 134 Ladepunkte eingebunden, über ganz Deutschland verteilt – so die Auskunft der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB), einer der Projektpartner. Das Projekt ist seit Mai 2015 abgeschlossen, der Durchbruch des On-Board-Metering wird gegen Ende 2015 erwartet – man darf gespannt sein.

Elektromobilität – die Gesamtlösung zählt

Die bislang auf den Strassen realisierte Elektromobilität ist relativ bescheiden. Da die Fahrzeuge offenbar nicht überzeugen, müssen deren Nachteile durch Service kompensiert und aufgewertet werden. Elektromobilität erscheint als Produkt, das nur mit bestimmten Dienstleistungen überhaupt marktfähig ist – weil sich erst dann ein Nutzen einstellt. Service mag für einen Kunden nicht vorrangig sein, wenn er sich für ein Produkt interessiert. Doch ein Kunde, den ein Produkt nicht überzeugt, hat überhaupt keinen Grund nach entsprechendem Service zu fragen. In solchen Fällen hat sich im Service durchgesetzt, Produkt und Service als Gesamtlösung anzubieten – das wurde bei der Elektromobilität bislang versäumt.

Energiewende umsetzen – Kritik von maßgeblichen Bundesverbänden

Erneuerbare Energien sind in 2020 nicht in dem Umfang verfügbar, wie das immer noch geplant ist – hierauf verweisen unisono die  Bundesverbände für Erneuerbare Energie (BEE) und WindEnergie (BWE). Als Gründe werden genannt, dass die Energiewende im Wärme- und Verkehrssektor nicht stattfindet und im Stromsektor der Ausbau der Solar- und Bioenergie deutlich ausgebremst wurde. Die aktuellen Szenarien der deutschen Energieversorgung werden in einer Expertise erläutert.

Ursprüngliches Ziel: Energiewende beschleunigt realisieren

Betreiber von Kraftwerken brauchen Planungssicherheit für entsprechende Investitionen in innovative Energiequellen, heisst es seit 2011. Neuinvestitionen für Anlagen erneuerbarer Energien stehen in Konkurrenz zu Investitionen für die Modernisierung herkömmlicher Kraftwerke. Dabei macht es weniger Sinn, eine abgeschriebene Technologie nachzurüsten, wenn gleichzeitig die Energiewende beschleunigt durchgesetzt werden soll. Genau das ist die Crux und der Prüfstein fortschrittlicher Energiepolitik.

Energiewende umsetzen – die Protagonisten

Der BEE propagierte als erstes Fernziel, dass erneuerbare Energien bis zum Jahr 2020 bereits 47 % der deutschen Stromversorgung absichern könnten. Und die European Renewable Energy Council (EREC) vertrat die primäre Auffassung, dass nicht weniger als 45 % des gesamten Energieverbrauchs der EU bis 2030 aus erneuerbaren Energiequellen abgedeckt werden könnten.

Energiewende umsetzen – die Anlagen

Es geht um Windenergieanlagen, Solaranlagen und Biogasanlagen. Und es geht um die Entwicklung dezentraler Ansätze der Energieversorgung. Die Rede ist von regenerativen Kombikraftwerken, bestehend aus diversen zusammengeschalteten Anlagen für erneuerbare Energien. Auch Anlagen der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) und emissionsarme Kondensationskraftwerke haben Anteil an diesem Zukunftspotenzial.

Energiewende umsetzen – die Effizienz

Von hoher Relevanz ist sicherlich auch der Faktor Energieeffizienz, den die europäische Kommission mit dem Energieeffizienzplan bereits in  2011 aktiviert hat. Damit sollte das Ziel abgesichert werden, bis 2020 Energieeinsparungen in Höhe von 20% zu realisieren. Die aufgezeigten Maßnahmen zielen nicht nur auf eine verringerte Energieabhängigkeit sondern auch auf eine höhere Wettbewerbsfähigkeit der EU-Industrie – einschließlich der Schaffung  von Arbeitsplätzen.

Energiewende umsetzen – der Impuls

Der Standpunkt von ZVEI-Präsident Friedhelm Loh hat immer noch Gültigkeit: „Deutschland hat die einmalige Chance, der Welt zu zeigen, dass der intelligente Umbau der Energieversorgung in einer Industrienation möglich ist.“

Batteriespeicher – Technologien mit Marktpotenzial

Wenn sich Unternehmen darauf konzentrieren, innovative Lösungen für eine stabile Energieversorgung zu etablieren, dann hat das einen guten Grund: es bringt Sicherheit. Insofern verwundert es auch nicht, dass sich hierzu Kooperationen bilden, die der klassischen Energieversorgung als echte Wettbewerber gegenüberstehen. Aktuelles Beispiel ist die Partnerschaft zwischen dem Ökostromanbieter Lichtblick und dem Technologiekonzern Tesla – mit dem Anspruch, nicht nur Unternehmen für Batteriespeicher zu gewinnen, sondern insbesondere private Haushalte von Energiekonzernen unabhängig zu machen.

Batteriespeicher – das Marktpotenzial

Das Marktpotenzial an energieeffizienter und unterbrechungsfreier Stromversorgung ist zweifelsfrei vorhanden. Seit geraumer Zeit empfiehlt sich die Fachmesse „World of Energie Solutions“ auch im Hinblick auf mobile und stationäre Energiespeicherung. Beispielsweise appelliert der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. an Privathaushalte, Solarstromspeicher einzusetzen, um den Eigenverbrauch an Strom mehr als zu verdoppeln – anstatt ihn an das öffentliche Stromnetz abgeben zu müssen. Und für das Karlsruher Institut für Technologie hat der Betrieb einer Solarstromspeicheranlage das Ziel, die Kosten der Energiewende zu senken: Moderne Batterietechnik und intelligente Leistungssteuerung sollen den Solarstrom sogar grundlastfähig machen.

Batteriespeicher – die Technologien

Mindestens seit 2009 wird propagiert, dass für stationäre und mobile elektrische Anwendungen leistungsfähige Energiespeicher benötigt werden, die weit über die Leistungsfähigkeit herkömmlicher Batterien hinausgehen – beispielsweise geht es um zunehmend höhere Leistungsdichten bei geringeren Ladezeiten, Gewichtsreduktion, längerer Lebensdauer und Kostenreduktion. Das deutsche Bundesministerium für Wirtschaft und Energie propagiert und fördert die gesamte Bandbreite der unterschiedlichen mobilen und stationären Stromspeichertechnologien – Als Batterien im Verteilnetz sind im Rennen:

Batteriespeicher – Batteriesysteme störungsfrei betreiben

Um Veränderungen an einer stationären Batterie oder Batterieanlage möglichst vor einem Ausfall zu erkennen, kann mit Hilfe der Leitfähigkeitsmessung schnell und sicher der aktuelle Zustand dieser Energiespeicher erfasst werden – in erster Linie mittels mobiler Universalprüfgeräte. In sensiblen Bereichen ist allerdings eine kontinuierliche Überwachung notwendig, und für kritische Stand By-Batterien und Batterien in USV-Anlagen wird die Verfügbarkeit über eine sogenannte „Wireless Communications Architecture“ empfohlen.

Stromversorgung 2025 – Status und Ausbau der Erzeugungsleistung

Stromversorgung ist europäisch zu betrachten, lautet die wenig überraschende Erkenntnis eines aktuellen Gutachtens des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi). Der grenzüberschreitende, europäische Stromaustausch ist obligatorisch, will man Versorgungssicherheit garantieren und dabei auch noch Kosten senken. Die Leitstudie zum europäischen Strommarkt resultiert in der Prognose, dass in Deutschland die Stromnachfrage im Jahr 2025 bei nahezu 100 % und jederzeit gedeckt wird.

Stromversorgung – Prognose der Erzeugungsleistung

Gemäß Bundesnetzagentur ist zum Stand 2013 eine Erzeugungsleistung von 182,2 Gigawatt (GW) installiert – über alle Energieträger. Die prognostizierte Stromerzeugung bis 2025 berücksichtigt diverse Szenarien, die im „Netzentwicklungsplan 2025“ deklariert sind – mit einer Bandbreite von 201,8 GW bis 218,7 GW. Eine Prognose bis 2035 fixiert die installierte Erzeugungsleistung bei 258,5 GW.

Stromversorgung – ausreichend Strom für den Export

Deutschland ist nach Analysen des statistischen Bundesamts (Destatis) schon seit Jahren ein Strom-Exportland. Mit der Handelsware Strom wurde etwa in 2012 ein Überschuss von 1,4 Milliarden Euro erwirtschaftet – wobei die Stromausfuhren mit 3,7 Milliarden Euro und die Stromimporte mit 2,3 Milliarden Euro verbucht sind. Das entsprechende Verhältnis der ausgeführten zur eingeführten Strommenge wird mit 66,6 TWh zu 43,8 TWh angegeben. [1 Terawattstunde (TWh) = 1 Milliarde Kilowattstunden (KWh)].

Stromversorgung – und der SAIDI-Wert

In Deutschland betreiben 868 Elektrizitätsnetzbetreiber 878 Netze der Stromversorgung – Stand 2013 der Bundesnetzagentur. Dieser Versorgung attestiert  die  Bundesnetzagentur eine Zuverlässigkeit auf hohem Niveau – definiert als sogenannter SAIDI-Wert für die „durchschnittliche, ungeplante Unterbrechungsdauer“ (System Average Interruption Duration Index). Dieser Index, quasi die mittlere Reparaturzeit (MTTR), lag in 2013 bei 15,32 Minuten – so lange hat ein Endverbraucher im Durchschnitt pro Störung auf die Wiederherstellung seiner Stromversorgung warten müssen. Als ungeplante Unterbrechungen gelten hierbei atmosphärische Einwirkungen, Einwirkungen Dritter, Rückwirkungen aus anderen Netzen und andere Störungen im Bereich des Netzbetreibers. Unterbrechungen unter drei Minuten werden ignoriert.

Stromversorgung – Erlöse und Grenzpreis

StromabsatzStart2013 (1)Der Durchschnittserlös der Versorgungsunternehmen über alle Letztverbraucher wird in 2013 mit 16,01 Cent je Kilowattstunde angeben. Der durchschnittliche Erlös pro Kilowattstunde im Bereich der Haushalte lag bei 23,19 Cent und für Stromlieferungen an Sonder-Vertragskunden bei 12,84 Cent. Letzterer gilt auch als gesetzlicher Grenzpreis und Basis der Entgelte, die Energieversorger den Gemeinden als Konzession zahlen müssen – für das Recht, die Letztverbraucher mit Strom zu versorgen und öffentliche Verkehrswege für die Verlegung und den Betrieb von Leitungen zu nutzen. Soweit die Angaben des statistischen Bundesamts (Destatis).

Smart Grids – Kontrollierter Energiestatus schafft Potenziale

Ein europäischer Forschungsauftrag für den TÜV Rheinland soll abklären, ob die bestehenden Kommunikationsinfrastrukturen der Telekommunikationsunternehmen für intelligente Stromnetze genutzt werden können – oder besser neue Netze errichtet werden sollten. Das Forschungsprojekt trägt den sinnigen Titel „Energise“ und soll in 27 Monaten eine Übersicht liefern, wie das in den 28 europäischen Mitgliedsstaaten so gesehen wird.

Smart Grids – Basis für das Energiemanagement

Die intelligenten Stromzähler sollen für mehr Transparenz sorgen und einen sparsameren Umgang mit Energie ermöglichen – sie sind per se die Voraussetzung, um intelligente Stromnetze zu schaffen. Ein hochkomplexer Netzbetrieb hat mit einer stetigen, zentralen Stromerzeugung nicht mehr viel gemein – Ziel ist eine dynamische, dezentrale Stromerzeugung, und das nicht zuletzt über umweltfreundliche Technologien.

Smart Grids – Installation braucht konzertierte Aktion

Die Zeit der alten, klassischen Drehscheibenzähler ist definitiv abgelaufen. Nur noch intelligente Geräte sollen genau erfassen, wann wieviel Strom sekundengenau verbraucht wird. Auch der Gas- und Wasserverbrauch kann über die neue Technik gemessen werden. Die Installation neuer Systeme ist in Deutschland seit Januar 2010 Pflicht – in jedem Neubau oder nach grundlegenden Renovierungsarbeiten, aber auch schon bei turnusmäßigen Zählerwechseln. In Italien waren bereits im Jahr 2008 etwa 86 % der Haushaltskunden mit intelligenten Stromzählern ausgestattet, in Schweden sogar zu beinahe 100 % – nach Erkenntnissen der Steria Mummert Consulting AG .

Smart Grids – die Spezifikationen

In der neuen Energiewelt übernehmen die künftigen Messgeräte für Strom und Gas eine Schlüsselfunktion – entsprechende Empfehlungen sind von der Bundesnetzagentur definiert. So können gesetzliche Mindestanforderungen an die Zähler sicherstellen, dass die Geräte kompatibel und für weitere technische Entwicklungen offen sind. Rechtsänderungen sind erforderlich für sogenannte „zeit- und lastvariable“, also für maßgeschneiderte Tarife. Eine Kosten-/Nutzen-Analyse für den Einsatz solcher Messgeräte erfolgt über Flächenversuche.

Smart Grids – der Kundennutzen

Intelligente Stromzähler bieten Endabnehmern mehr Transparenz. Energiekunden haben also die Möglichkeit, den Stromverbrauch selbst zu kontrollieren und zu steuern. Eine genaue monatliche Abrechnung des tatsächlichen Stromverbrauchs ist vergleichbar mit der Telefonrechnung. In Folge ist auch das Sparpotenzial durch den Einbau intelligenter Zähler unmittelbar erkennbar.