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Industrielle Services nachgefragt – aber welche sind das?

Die Steigerung der Anlagenverfügbarkeit ist für Betreiber ein permanentes Betätigungsfeld, unterstützt durch die Wertschöpfung einer effizienten Instandhaltung – zustandsüberwacht und optimiert über Reliability Centered Maintenance. Von der betriebsinternen Instandhaltung wird erwartet, dass sie sich so kundenorientiert verhält wie eine Fremdfirma, produktivitätssteigernd mit der Produktion vernetzt und eingebettet in einem „Lean Production System“. Demgegenüber platziert sich das Portfolio industrieller Services, permanent unter Beobachtung. Nicht zuletzt wird Angebot und Bedarf entsprechender Dienstleistungen vom Wirtschaftsverband für Industrieservice (WVIS) in Erfahrung gebracht.

Industrielle Services haben eine Basis

Im Schwerpunkt liegen die primären systemspezifischen Leistungen wie Montage, Installation, Qualitätssicherung, Überwachung, Wartung, Instandsetzung, Inspektion, Turnaround, Anlagenabstellung, aber auch Isolierung. Die entsprechende Logistik, Lagerhaltung, technische Reinigung und Entsorgung komplettieren dieses Primärpaket. Hinzu kommen begleitende Leistungen wie Beratung, Planung, Engineering, die Etablierung von Softwarelösungen, das Management von Gebäuden und Liegenschaften – nicht zu vergessen sind Personaldienstleistungen. Denkbar ist auch die Übernahme bestimmter Fertigungsleistungen oder des gesamten Standortbetriebs als Dienstleistung.

Industrielle Services entwickeln sich weiter

Wer neue Services mit Kundennutzen sucht, muss wissen, welche Serviceangebote auch erfolgversprechend sind. Unternehmen, die sich innovativen industriellen Services verpflichtet fühlen, sollten sich laut WVIS beispielsweise mit folgenden Themen befassen: Voraussschauende Wartung, Leistungskennzahlen, Internet of Things, Big Data Analysis, Zentrale Überwachung, Remote Monitoring, Erfahrungsaustasch mit Kunden, intelligente Prozessoptimierung, Remote Maintenance, Augmented Reality, Smart Metering, Nachfrageprognosen, Real Time Supply, 3D Insitu Printing.

Industrielle Services sind dominiert

Keine Frage, das Wachstum industrieller Services ist mittlerweile von Industrie 4.0 extrem beeinflusst. Aber selbst wenn dieses Thema in den Unternehmen mit hoher Priorität behandelt wird, sagt dies noch lange nichts darüber aus, inwieweit entsprechende Vorbereitungen abgeschlossen sind und Angebote zur Verfügung stehen. Auch ist die Priorisierung von Services für Industrie 4.0 naturgemäss von der Nachfrage der Kunden und entsprechender Umsatzentwicklung bestimmt.

Release 4.0 – Orientierung für 2017

Für einen guten Start in das neue Servicejahr ist es ganz hilfreich, sich diverse Ausgangspositionen zu vergegenwärtigen. Im servicereport publizierte Interviews sind angelegt, hierzu einige Ansätze zu fokussieren. Diese sind übegreifend beeinflusst vom „Release 4.0“, das sich mittlerweile in sämtlichen Bereichen der Wirtschaft findet –  fokussiert auf die vernetzte Digitalisierung jeder Branche. Trotzdem ist hierbei eine Polarisierung zwischen Abwehrhaltung und Akzeptanz nicht zu übersehen. In einem mehrjährigen Prozess wird sich zeigen, an welche Bedingungen der Einsatz von Digitalisierung geknüpft wird, etwa in der Industrie: Umsetzung von Industrie 4.0

Berufsbilder

Was durch Digitalisierung auf Berufstätige zukommt, ist noch nicht so eindeutig zu bestimmen. Die beeinflussten Berufsbilder könnten mehr oder weniger vollständig von der Bildfläche verschwinden beziehungsweise ersetzt werden. Nichts erscheint unmöglich – doch könnte sich der Grundsatz durchsetzen:  so digital wie möglich, aber nur so digital wie nötig: Berufstätige vor dem finalen Ausstand

Produktionsbetriebe

Digitalisierung greift massiv in die Produktionsbetriebe ein – und es erscheint obligatorisch, dieser Entwicklung aufgrund vielversprechender Effizienzmerkmalen zu folgen. Im Rahmen einer solchen Realisierung wird der Maintenance eine nachhaltig wirksame Schlüsselfunktion zugeschrieben: Maintenance digitalisieren

Benchmark

Eine optimale Produktivität der betriebsinternen Instandhaltung ist das unverändert erklärte Ziel in den Produktionsbetrieben. Instandhaltungsproduktivität korreliert mit Instandhaltungsqualität und Instandhaltungszeit. Ein instandhaltungsspezifischer Deckungsbeitrag steht weiterhin nicht zur Debatte. Trotzdem bleibt der Vergleich zwischen internen und externen Serviceorganisationen eine zwingende Vorausssetzung, um die individuelle Exzellenz nachzuweisen: Instandhaltungsproduktivität als Benchmark

Tools und Applikationen

Der Einsatz von digitalen Tools und Applikationen erscheint aufgrund der sich bietenden Vorteile äußerst attraktiv – sowohl für die externe als auch die betriebsintere Serviceorganisation. Wichtig ist offenbar, dass digitaleTools und Applikationen produktspezifisch ausgerichtet sind – als unverwechselbares Differenzierungsmerkmal: Digitale Applikationen im Einsatz

Algorithmen

Fest steht, dass zur Vorhersage, Vermeidung und Lösung von Problemsituationen zunehmend der Einsatz von Algorithmen propagiert und auch schon realisiert wird. Dieser Trend setzt die Fähigkeiten voraus, algorithmische Lösungen zu finden, um dann entsprechende Algorithmen zu programmieren. Eine adäquate Inhouse-Kompetenz scheint sich als Wettbewerbsvorteil abzuzeichnen.