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IKT-Lösungen – Wirtschaft braucht innovative Anwendungen zur Standortsicherung

Niemand möchte sich die Chancen entgehen lassen, die von der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) ausgehen; um dies zu gewährleisten sind rechtzeitig die richtigen Weichen zu stellen. Auf dem 5. Nationalen IT-Gipfel 2010 geht es um das Entwicklungspotenzial der Internetökonomie.

IKT-Lösungen und die Ansätze

Der IT-Gipfel ist auf die neue IKT-Strategie der deutschen Bundesregierung ausgerichtet; neben der Förderung von Forschung und Entwicklung, sowie der Sicherung des Fachkräftenachwuchses sind folgende Aufgaben definiert:

  • Die digitale Vernetzung der gesamten Wirtschaft:
    Denn viel Internetpotenzial liegt noch brach; insbesondere wenn man anstrebt, dass Menschen und Maschinen in die Lage versetzt werden sollen, geräte- und ortsunabhängig und zu jeder Zeit auf Informationen zuzugreifen und diese auszutauschen.
  • Eine bessere Vermarktung des IKT-Standortes Deutschland:
    Wobei die Vermarktung mit der Patentanmeldung beginnt ; das Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) in Köln stellt hierzu fest, dass die Zahl der Patentanmeldungen in Deutschland seit Jahren stagniert.
  • Der weitere Ausbau digitaler Infrastrukturen zu intelligenten Netzen:
    Als Beispiel können hier die intelligenten Verkehrsnetze angeführt werden; sei es im Hinblick auf das kooperative Verkehrsmanagement auf den Autobahnen; oder hinsichtlich der geplanten Integration von Elektromobilität in die Ballungsräume.
  • Maßnahmen für mehr Sicherheit in der digitalen Welt:
    Beispielsweise mehr Sicherheit für die IT-Infrastruktur; hierzu sind neue Software, neue Services und neue Systeme im Sicherheitsportfolio einschlägiger Hersteller zu finden.
  • Realisierung von IKT-Lösungen zum Klima- und Umweltschutz und zur Energiesicherheit:
    Selbst die IKT soll mit weniger Strom auskommen; Netzinfrastrukturen entwickeln sich zu „Green Networks“, Server und Rechenzentren zu „Green Computing“ und die Endgerätetechnik zu „Green Components“.

IKT-Lösungen und die Prozesse

Die bisher veranstalteten IT-Gipfel werden als dokumentierter Gipfelprozess fortgeführt; weitere Informationen sind auf dem IT Gipfelblog des Hasso-Plattner-Instituts für Softwaresystemtechnik GmbH abrufbar.

Mobile Security Forum – Sicherheitstechnologien zum Schutz der vernetzten Gesellschaft

Als ein führender Anbieter von Sicherheitstechnologien bietet Giesecke & Devrient internationalen Unternehmen eine Plattform für Gespräche mit potenziellen Partnern und prüft gleichzeitig mögliche Kooperationen; erneut hat G&D gemeinsam mit Munich Network zum Mobile Security Forum geladen.

Mobile Security – die Protagonisten

Aus einem Bewerberkreis von über 30 Technologieunternehmen wurden zehn Unternehmen ausgewählt. Sie präsentieren ein interessantes Spektrum von Sicherheitslösungen für die mobile Kommunikationswelt:

  • Die baimos technology GmbH entwickelt neuartige Lösungen im Bereich mobiler Sicherheitsanwendungen. Dazu gehört beispielweise die Software BlueID – der digitale Schlüsselbund für das Mobiltelefon.
  • Die Biometrix GmbH ist spezialisiert auf biometrische Sicherheitslösungen wie Gesichtserkennung, Fingerabdruck- und Handerkennung sowie Iris- und Venenerkennung.
  • Cronto Limited aus Cambridge/UK ist ein Anbieter für sichere Transaktionslösungen für das Internet Banking. Das Unternehmen entwickelt Systeme, die sich unter Berücksichtigung der hohen Sicherheitsanforderungen für Banken möglichst einfach durch den Endkunden nutzen lassen.
  • Mit der Systemintegration von GPS/GSM-basierten Telematiklösungen für Fahrzeuge, Maschinen und mobilen Gütern sowie Lösungen zur Ortung und Überwachung von Personen befasst sich die ISA Telematics GmbH.
  • Die Jambit GmbH konzipiert und entwickelt maßgeschneiderte Softwarelösungen, die sowohl branchen- als auch technologieunabhängig sind.
  • Das Unternehmen NeoMedia Europe AG ist spezialisiert auf die Entwicklung und Vermarktung mobiler Barcode-Scanning-Technologien.
  • Integrierte Sicherheitslösungen für den weltweiten ID-Markt stellt das Unternehmen SAFE ID Solutions AG bereit. Sie eignen sich besonders für den Einsatz in elektronischen Dokumenten, die mit RFID-Technologie, biometrischen Eigenschaften sowie Verschlüsselungsalgorithmen ausgestattet sind.
  • Die SecureNet GmbH ist spezialisiert auf die Sicherheit von Webanwendungen und deckt Sicherheitsbelange von der Konzeption und Entwicklung bis zum Test und Betrieb von Web-Anwendungen ab.
  • Die ubitexx GmbH entwickelt und vertreibt Management- und Sicherheitslösungen für Smartphones und Businesshandys. Die Lösung unterstützt verschiedene Handy- und Smartphone-Betriebssyteme.
  • Die uxebu Consulting Ltd. & Co. KG ist ein Technologie- und Lösungsanbieter für mobile Web-Anwendungen.

Mobile Security – der Anpruch

Giesecke & Devrient hat den Anspruch, die zunehmend vernetzte und mobile Gesellschaft wirkungsvoll zu schützen; und forscht und entwickelt daher intensiv an innovativen Lösungen. Insbesondere fördert das Unternehmen den intensiven Austausch zwischen Unternehmen, die Sicherheitstechnologien anbieten. Mit dem Mobile Security Forum soll eine unbürokratische und effektive Möglichkeit geboten werden, neue Entwicklungen vorzustellen, Synergien zu erkennen und Kooperationen schnell auf den Weg zu bringen.

Phishing wird aggressiver – Attacken erfordern Gegenmassnahmen

Das BSI beobachtet eine neue Qualität gezielter, professioneller und oftmals langfristig geplanter Computerkriminalität: Mittels Phishingmethoden werden offenbar nicht nur Privatnutzer angegriffen sondern zunehmend auch Unternehmen.

Phishing – die Gegenmaßnahmen

Vorbeugend rät das BSI zu folgender Verhaltensweise:

  • Wer unsicher ist, ob es sich um eine Phishing-Mail handelt, sollte sich telefonisch oder brieflich mit dem Geschäftspartner in Verbindung setzen.
  • Niemals generell auf E-Mails enthaltene Links klicken; sondern die Internetadressen gewünschter Seiten manuell eintippen; die im Browser gespeicherten Lesezeichen nutzen; und nach dem Laden der Seite die URL erneut überprüfen. Auch durch Tippfehler können Nutzer auf eine von Betrügern registrierte Webseite gelangen.
  • Starke Passwörter nutzen und diese in regelmäßigen Abständen wechseln; sowie für unterschiedliche Online-Anwendungen auch unterschiedliche Kennwörter verwenden.
  • Aktive Inhalte wie zum Beispiel Javascript werden oft zu Angriffszwecken missbraucht; hierbei hilft am besten, die Funktion „Aktive Inhalte ausführen“ generell auszuschalten und nur bei vertrauenswürdigen Webseiten bewusst wieder anzuschalten.
  • E-Mails und darin enthaltene Anhänge nur dann öffnen, wenn sie aus vertrauenswürdiger Quelle stammen.
  • Eine Firewall und Virenschutzsoftware einsetzen und diese regelmäßig auf den aktuellen Stand bringen.
  • Softwareaktualisierungen für das Betriebssystem und andere eingesetzte Programme laufend installieren, gegebenenfalls automatische Update-Dienste nutzen.
  • Weitere Informationen und Tipps zu den Themen Phishing und Passwörter unter www.bsi-fuer-buerger.de abrufen.

Darüberhinaus sollten „Online-Dienstleister“ ihr Authentisierungsverfahren einer kritischen Prüfung unterziehen:

Die Eingabe von Benutzername und Passwort ist oft nicht ausreichend; vor allem, wenn es um monetäre Transaktionen geht: Hierbei soll zukünftig der neue Personalausweis mehr Sicherheit im Bereich Online-Identitäten bieten; so das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI).

Atomkraftwerke altern – und aktivieren einen Planungsprozess

Bis zum Jahr 2015 müssten etwa 40 neue Kernkraftwerke gebaut werden, um die Anzahl der aktiven AKWs konstant zu halten; bei einer erwarteten Laufzeit von 40 Jahren und zusätzlich zu den ohnehin geplanten Anlagen. Bis 2025 liegt der erforderliche Zuwachs sogar bei rund 190 neuen Reaktoren. Begründet wird dieses Szenario mit dem aktuellen Durchschnittsalter der 435 weltweit aktiven Kernkraftwerke: und das liegt bei 25 Jahren.

Atomkraftwerke – Laufzeit für Planung, Bau und Betrieb

Bei einer durchschnittlichen Kraftwerk-Laufzeit von 40 bis 50 Jahren ist die zweite Lebenshälfte der Anlagen im Durchschnitt also erreicht. Ob nun ein solches Ziel überhaupt realisierbar ist, hängt nicht zuletzt von der Planungs- und Bauzeit für einen neuen Reaktor ab; diese wird von der „Prognos AG“ auf 15 bis 25 Jahre geschätzt. Jedenfalls erwarten Organisationen wie die „Internationale Energie Agentur“ und die „Internationale Atomenergieorganisation“ einen zunehmenden Anteil der Kernenergie am weltweiten Energiemix; bedingt durch eine bessere internationale Zusammenarbeit und Fortschritte bei der Kraftwerkstechnologie.

Atomkraftwerke – Globaler Status

In den USA sind 90 Prozent der 104 Atomkraftwerke bereits mehr als 20 Jahr alt, die Hälfte ist sogar schon mehr als 30 Jahr am Netz. In Westeuropa sind 65 Prozent der Reaktoren zwischen 21 und 30 Jahre alt, weitere 20 Prozent bereits über 30 Jahre in Betrieb. Jüngere Anlagen stehen vor allem in Osteuropa, Indien und Ostasien. Dort finden sich auch die meisten der weltweit im Bau befindlichen und geplanten Reaktoren; so das ifo Institut für Wirtschaftsforschung e.V. an der Universität München.

Nachtrag 2013: Atomkraftwerke und der Stresstest

Nach dem Ausstieg aus der Kernenergie in Deutschland gilt es, den Betrieb von Kernkraftwerken in europäischen Ländern – die an deren Nutzung festhalten wollen – stetig zu verbessern. Das deutsche Bundesumweltministerium propagiert, sämtliche noch aktiven, europäischen Kernkraftwerke einem Stresstest zu unterziehen. Die zweite europäische Konferenz zur nuklearen Sicherheit, am 11./12.06.2013 soll eine nukleare Sicherheitsstruktur in Europa schaffen.

Nanotechnologie – Mega-Hype um Nanoprodukte

Diskussionen um den Einsatz der Nanotechnologie kommen wieder in Fahrt; ausgelöst durch eine neuerliche Publikation des Umweltbundesamtes zu entsprechenden Einflüssen auf Mensch und Umwelt. Aus Sicht des Umweltbundesamtes ist es erforderlich, rechtliche Rahmenbedingungen für den sicheren Umgang mit Nanomaterialien zu schaffen. Als ein wesentlicher Schritt hierzu wird ein Meldesystem für Nanomaterialien in Form eines Produktregisters gefordert. so das Umweltbundesamt, so das Umweltbundesamt – www.umweltbundesamt.de.

Nanotechnologie und die Chemische Industrie

Der Verband der Chemischen Industrie hält ein solches Melderegister für überflüssig. So etwas wäre allenfalls europaweit sinnvoll; und hierfür müsste dann auch eine international abgestimmte Definition von Nanomaterialien vorliegen. Außerdem verweist der VCI auf mehrere seiner Leitfäden, die darauf eingehen, wie die „deutschen und europäischen Gesetze zum Schutz für Mensch und Umwelt“ auch auf Nanomaterialien anzuwenden sind. So zum Beispiel zur Registrierung von Nanomaterialien; zur Risikobewertung; zur Informationsweitergabe in der Lieferkette; zur Sicherheitsforschung; und zur Entsorgung von Abfällen, die Nanomaterialien enthalten; so der Verband der Chemischen Industrie e.V. – www.vci.de

Nanotechnologie und der TÜV

Der TÜV SÜD hat sich vorgenommen, bis Ende 2009 eine Produktzertifizierung für die Nanotechnologie zu entwickeln. Als Basis einer Zertifizierung dient ein entsprechendes Risikomanagementsystem, beziehungsweise Monitoringsystem. Hiermit soll es erstmals möglich sein, potenzielle Risiken und Chancen der Nanotechnologie rasch und umfassend zu identifizieren, zu analysieren und zu bewerten; vor dem Hintergrund, dass eine Vielzahl von Nanoprodukten bereits europaweit im Handel sind und monatlich etwa 10 weitere hinzukommen; so die TÜV SÜD AG – www.tuev-sued.de

Nanotechnologie und der IVAM

Parallel hierzu formieren sich die Anbieter im Bereich Mikrotechnik und Nanotechnologie; komprimierte Informationen über Produkte und Lösungen sind bereits von mehr als 3.000 Anbietern erhältlich. Der „Nano Guide of Europe“ von IVAM Research ist eine Datenbank für Anwender, die hiermit einen Überblick über das Angebot in Europa erhalten. Auch Zulieferer, Abnehmer oder Entwicklungspartner können über die Datenbank-Software identifiziert und direkt kontaktiert werden; so der IVAM e.V. , Fachverband für Mikrotechnik – www.ivam.de

Führungskräfte unterstützen – Das Management soll sich offenbaren

Man macht sich Sorgen um das Management. So startet das Fraunhofer IAO eine Umfrage, um einen Überblick zu aktuellen Einschätzungen und Aktivitäten der Unternehmen zu gewinnen; „Geschäftsführung und Entscheider“ sollen auf ihre Fitness für ein professionelles Turbulenzmanagement abgecheckt werden; als Basis-Information für ein nachfolgendes Seminarkonzept. Doch nicht nur das IAO zeigt sich beunruhigt.

Führungskräfte – Support in der Krise

Die Fachhochschule Köln kümmert sich zusammen mit dem „iaw-Köln“ um die Führungskräfte, die zwischen Unternehmensleitung und ihren Mitarbeitern stehen. Man geht davon aus, „dass diese Führungskräfte selbst eher Betroffene, statt verantwortliche Gestalter sind und dabei unmittelbar mit den Erwartungen und Ängsten ihrer Mitarbeiter konfrontiert werden.“ Mit dieser Umfrage wollen die Initiatoren aufzeigen, dass das „mittlere Management in der Krise alleingelassen“ wird.

Führungskräfte – Support für die Zukunftsplanung

Auch auf der Trainerebene rührt sich Besorgnis: So fragt beispielsweise die „Batz + Team Management GmbH“ Top-Manager und Manager ausgewählter Unternehmen, wie sie die Arbeits- und Führungskultur ihres Unternehmens erleben und welche Trends und Entwicklungen sie für die Zukunft sehen; sogar mit einem besonderen Schwerpunkt auf dem pesönlichen Gesundheitsmanagement.

Führungskräfte – Support für die Praxis

Möglich ist, dass zumindest ein neuralgischer Punkt bereits gefunden wurde; das vorliegende Ergebnis einer Umfrage der „Hamelin Paperbrands GmbH“ verweist auf die Tatsache, dass 40 Prozent der Manager Besprechungen als Zeitverschwendung betrachten. Nach ihren Vorstellungen brauchen Meetings „mehr Interaktion – keine Vorträge“, „intelligente Visualisierung der Themen“ sowie „klare Agenden und Zusammenfassung der Ergebnisse“; also mehr Effizienz, vor allem in schlechten Zeiten.

Immaterielles Kapital besser würdigen – Wert des Wissens in seiner Entwicklung

Wissen ist immaterielles Kapital. Für Serviceunternehmen ist das der eigentliche Unternehmenswert. Für produzierende Unternehmen mit Serviceleistung ein erheblicher Anteil des Unternehmenswertes, wenn nicht sogar der entscheidende. In jeder Serviceleistung steckt immaterielles Kapital: Das Wissen um Anwendungen, Strukturen und Beziehungen. Jedes Unternehmen ist darauf angewiesen. Ob Wissen auch bilanziert werden soll, ist dagegen umstritten. Der Austausch von „Wissen um Know-How und Beziehungen“ zwischen den Mitarbeitern eines Unternehmens steht jedenfalls außer Frage. Es wird als immens wichtig für den Erfolg eines Unternehmens erachtet: Allerdings reicht die Bandbreite der Meinungen aus diversen Unternehmen von nicht erforderlich bis unmöglich, ob solches Wissen auch bewertet und erfasst werden soll.

Immaterielles Kapital – das persönliche Wissen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eines Unternehmens

Es wird bezweifelt, dass man dieses Wissen in seiner Gesamtheit speichern und jederzeit verfügbar machen kann. Falls dies trotzdem gelingen sollte, würde sich die Frage stellen, wer jedes Jahr aufs Neue dieses Wissen bewertet. Und nach welchen Kriterien der Wert des immateriellen Kapitals bestimmt werden soll. Die Einbeziehung des technologischen Wandels sei erforderlich und auch die unterschiedliche Wichtung des immateriellen Wissens in den einzelnen Bereichen eines Unternehmens müsse berücksichtigt werden. Darüber hinaus wird die Entwicklung einheitlicher und nachprüfbarer Bewertungsregeln im Hinblick auf den dafür erforderlichen zeitlichen, personellen und finanziellen Aufwand als problematisch eingeschätzt. Die Umsetzbarkeit in der Praxis wird teilweise schlicht angezweifelt.

Immaterielles Kapital – Bestrebungen, Dienstleistungswissen in der Bilanz auszuweisen sind nur vereinzelt erkennbar

Hierauf verweisen „Bilanzleser“ und beurteilen diesen Vorschlag auch aus ihrer Warte überwiegend skeptisch. Das Vorhandensein von Dienstleistungswissen sei sehr schwer zu verifizieren und noch schwieriger zuverlässig zu bewerten. Sie würden einen solchen Ausweis als „Vermögenswert“ in jedem Fall anzweifeln. Sogar bei der Aktivierung von immateriellen Vermögenswerten hinsichtlich Entwicklungsleistungen sei das umstritten, obwohl dieser Wert leichter zu ermitteln sei als der Wert von Dienstleistungswissen. Dessen Werthaltigkeit sei also viel zu unbestimmt, um hier die Qualität eines Vermögensgegenstandes anzuerkennen.

Immaterielles Kapital – Die Protagonisten der Wissensbilanz legen diesen Begriff sehr umfassend aus, und definieren das Wissen als weiche Erfolgsfaktoren

Sie beziehen sich dabei nicht nur auf das individuelle Wissen, sondern auch auf Strukturen, Image, Kultur, Innovationskraft und Beziehungskapital. Sie begrüßen die Möglichkeit, die monetären Werte des Wissens in eine Finanzbilanz einfließen zu lassen, sehen darin aber keine zwingende Notwendigkeit; denn die Finanzbilanz habe sowieso nur eine rückblickende Aussagekraft. Die Wissensbilanz dagegen stelle eine Art Inventur der Erfolgsfaktoren dar. Und damit könne ein Frühwarnsystem etabliert werden, das beurteilt, ob diese Erfolgsfaktoren dazu beitragen, die Unternehmensziele zu erreichen.

Immaterielles Kapital – Mit dem Konzept der Wissensbilanz werden die immateriellen Vermögenswerte nicht direkt finanziell bewertet

Auch geht es nicht darum, den monetären Wert eines einzelnen Mitarbeiters zu erfassen. Dazu sei der Wert der Mitarbeiterkompetenzen zu stark abhängig vom inhaltlichen und strukturellen Kontext des jeweiligen Unternehmens. Auch gingen die existierenden Ansätze zur monetären Bewertung meist von der Kostenseite aus; beispielsweise über Gehälter oder Weiterbildungskosten. Und hieraus lassen sich nun bestimmt keine Rückschlüsse auf künftige Erträge ableiten. Es geht vielmehr darum, den Wertschöpfungsbeitrag bestimmter immaterieller Ressourcen zu ermitteln; beispielsweise die Wirkung individueller Kompetenzen oder verfügbarer Strukturen auf den Geschäftserfolg. Zur Darstellung der Zusammenhänge zwischen einzelnen immateriellen Faktoren und Geschäftsprozessen sowie deren Ergebnissen werden Wirkungsnetze eingesetzt. Der Beitrag jedes Erfolgsfaktors kann so aufgezeigt und gewichtet werden. Die Wissensbilanz ist also in jedem Falle ein aussagekräftiger Bestandteil eines Geschäftsberichts.