Fahrsicherheit durch funktionsfähiges Fahrwerk: Autowerkstätten starten Servicekampagne

Das deutsche Kraftfahrzeuggewerbe will die Sicherheit auf den Straßen verbessern. Hierbei ist angestrebt, die Wartungsfrequenz von Familienfahrzeugen zu erhöhen. Über die Sicherheit am “FamilienMobil” informieren Meisterbetriebe der Kfz-Innungen. Die Servicekampagne startet am 15. Mai 2011. Ebenso präventiv orientiert, empfiehlt ZF Services einen Frühjahrscheck. Es gilt, wintergeschädigte Bauteile auf ihre Funktionsfähigkeit zu prüfen und gegebenenfalls die Dienstleistung von Autowerkstätten in Anspruch zu nehmen. Vor allem der verschleissbedingte, schleichende Funktionsverlust macht präventive Servicemaßnahmen erforderlich.

Fahrsicherheit – die Problemfelder

ZF Services sieht das sichere Fahrverhalten eines Fahrzeugs nicht mehr gewährleistet bei:

  • verschlissenen oder defekten Stoßdämpfern, die gleichzeitig den Verschleiß an Fahrwerk und Reifen erhöhen und außerdem die Funktionsfähigkeit elektronischer Fahrhilfen mindern;
  • korrodierten Fahrwerkskomponenten wie Traggelenken, Querlenkern und Stabilisatoren, die gegebenenfalls auch noch durch das Eindringen von Fremdkörpern und Schmutz Schaden genommen haben;
  • undichten, abgenutzten und beschädigten Gummibelägen im Bereich der Lenkung und entsprechend beschädigten Komponenten der Gelenke;
  • Beschädigungen der Lenkmanschette sowie lockeren oder fehlenden Federspannringen.

Fahrsicherheit – der Straßenkontakt

Präzises Lenkverhalten von Fahrzeugen wird durch den Einsatz adäquater Reifen begünstigt. Reifenhersteller konkurrieren um den besten Straßenkontakt und die kürzesten Bremswege. Der Verband der chemischen Industrie informiert, dass bei der Produktion von High-Performance-Reifen Chemiefasern verwendet werden. Aber nicht nur dort, auch Bremsscheiben sollen durch den Einsatz von Chemiefasern belastbarer sein und eine höhere Standzeit garantieren.

Fahrsicherheit – die Überwachung

Die aktive Fahr-Sicherheit wird durch Antiblockiersysteme und elektronische Stabilitätskontrollen garantiert. Nicht ausreichend, meint die Continental AG: denn diese Systeme greifen erst dann ein, wenn ein Fahrzeug bereits akut in Gefahr ist, außer Kontrolle zu geraten. Continental setzt daher auf ein Frühwarnsystem, das rechtzeitig auf gefährliche Straßenabschnitte hinweist. Über entsprechende Sensordaten sollen die Reifenhaftungsverhältnisse zwischen Reifen und Fahrbahn kontinuierlich analysiert werden. Der Fahrer wird gewarnt, sobald die Grenze der Haftung zwischen Reifen und Fahrbahn erreicht ist.