Flexible Mobilität – Fahrservices im Wettbewerb

Die offiziell in Deutschland erforderliche Lizenz zur Personenbeförderung hat der „Fahrdienstleister Uber“ bislang erfolgreich ignoriert. Auch eine entsprechende Klage der „Taxi Deutschland Servicegesellschaft für Taxizentralen e.G.“ führte lediglich zu einem einstweiligen Verbot der Uber-Fahrdienstleistung, das offenbar wieder aufgehoben wurde: Gericht kippt Uber-Verbot. Also ist die flexible Mobilität in Deutschland  um eine Variante reicher,  bis auf weiteres jedenfalls.

Will man mehr, als nur eine gewöhnliche Taxifahrt, bieten sich auch exklusive Fahrservices mit Mehrwert an. Eine professionell organisierte, individuelle Reise in gepflegtem Ambiente einer Limousine fokussiert schon besondere Ansprüche. Es geht um die Möglichkeit, trotz Reise  in aller Ruhe Gespräche zu führen, sich konzentriert zu beschäftigen oder sich auf ein bevorstehendes Treffen einzustimmen – also Bringservice und Abholservice auf höchstem Niveau.

Flexible Mobilität und mobile Tendenzen

Verkehrsgesellschaften wird oftmals eingeschränkte Kompetenz unterstellt, die heutigen Ansprüche von Haushalten bedienen zu können. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) feststellt,

  • nutzten im ersten Halbjahr 2014 in Deutschland fast 5,6 Milliarden Fahrgäste den Linienverkehr mit Bussen und Bahnen – eine geringfügige Steigerung um 0,5%, im Vergleich zum ersten Halbjahr 2013,
  • besaßen in 2013 etwa 30 % der deutschen Haushalte in den großen Städten ausschließlich Fahrräder,
  • konnten 2008 nach statistischen Erkenntnissen in rund  23% der 39 Millionen Haushalte in Deutschland keine Autobesitzer zugeordnet werden.

Dem deutschen Bundesbürger, der über kein eigenes Kraftfahrzeug verfügt, steht neben den herkömmlichen öffentlichen Verkehrsmitteln auch Mitfahrbörsen oder Carsharing-Modelle zur Verfügung. Als Fernziel gilt wohl eine abgesicherte Navigation auf Basis autonomer Fahrzeuge – als fahrerloses Taxi.

Flexible Mobilität und Kostenfaktor Auto

Eine klassische Autokosten-Analyse berücksichtigt Veränderungen sowohl für den Kauf als auch für den Unterhalt eines Pkws. Eingeplant werden also, neben der eigentlichen Finanzierung eines Fahrzeugs, die Kosten für:

  • Kraftstoffe,
  • Garagenmiete,
  • Reparaturen und Inspektionen,
  • Ersatzteile und Zubehör,
  • Fahrschulen und Führerscheingebühren.

Wie teuer die Anschaffung eines Pkws und der Unterhalt für ein Fahrzeug letztlich ist, zeigt sich im Vergleich zu den allgemeinen Lebenshaltungskosten.

Diverse Autohersteller ergänzen das herkömmliche Pkw-Betreibermodell mit ambitionierten Mobilitätskonzepten und Mobilitätsdienstleistungen – ausgerichtet auf das Ziel, den veränderten Ansprüchen mobiler Kunden mit neuen Verkehrskonzepten gerecht zu werden. Auch Autohersteller stellen sich also dem Wettbewerb um eine bezahlbare und trotzdem möglichst risikofreie, flexible Mobilität.

 

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Flexible Mobilität - Fahrservices im Wettbewerb
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Alternative Fahrservices modifizieren die flexible Mobilität in Deutschland - und treffen damit die veränderten Ansprüche mobiler Kunden. Dem Besitz von Autos stehen Mobilitätsdienstleistungen wettbewerbsfähig gegenüber.
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