Netzwerke für die globale Logistik: Transportmanagement umfasst alle Verkehrsträger

Logistische Aktivitäten sollten sich als weltumspannende Lieferkette präsentieren können. Hierbei muss ein globales Transport-Netzwerk auch über nahtlos angeschlossene, regionale Netzwerke verfügen. Das ist einer der Erfolgsfaktoren aus der internationalen Studie der Oliver Wyman GmbH. Dabei zeichnet sich profitables Wachstum in der Logistik offenbar durch ein ausbalanciertes Portfolio aus. Aus den Studienergebnisse wird außerdem abgeleitet: Wachstumsstrategien in der Logistik beruhen auf einer Kombination von organischem Wachstum, Akquisition und der Multiplizierung von Lösungen und Produkten.

Globale Logistik – Softwareplattform

Damit das Logistikgeschäft gelingt, ist der Einsatz einer zukunftssicheren Logistiksoftware erforderlich. Vier Unternehmen sind aktuell dabei, gemeinsam ein integriertes Transportmanagementsystem für alle Verkehrsträger zu entwickeln: arvato systems GmbH, dbh Logistics IT AG, Quentia AG und Weber Data Service IT GmbH. Die Unternehmen ergänzen sich in diversen Logistikbereichen und streben an, das komplette Geschäft der Logistikdienstleister über eine einzige Softwareplattform abzuwickeln. Gleichgültig, ob es sich dabei um Land-, See- oder Luftverkehre handelt.

Globale Logistik – Verkehrswesen

Bedenkenswert erscheint auch das Verkehrssystem als solches. In dieser Hinsicht hat die europäische Kommission offenbar einiges vor. Die AFC Management Consulting AG stellt fest, dass in nahezu allen Bereichen des Verkehrswesens mit Veränderungen zu rechnen ist. Als besonders gravierende Maßnahme soll ein Drittel des Güterverkehrs der Straße bis 2030 auf die Schiene verlagert werden; bis 2050 sind hierbei 50 % angestrebt. Diese Verlagerung von der Straße auf die Schiene ist allerdings nur für den Güterfernverkehr über Distanzen von mehr als 300 km relevant. Man geht davon aus, dass mehr als drei Viertel aller Lkw-Güter im 150 km-Nahbereich transportiert werden. Aufgrund entsprechender Investitionen in die Infrastruktur, unter Berücksichtigung umweltspezifischer Maßnahmen, rechnen Logistiker mit Mehrkosten von 3 bis 5 Cent pro Kilometer; die sich dann sicherlich auch in den Transportpreisen widerspiegeln. Basis hierfür ist die zurzeit auf Europaebene diskutierte Richtlinie zur Eurovignette.