Industrie 4.0 im Trend: Servicegeschäft 4.0 folgt zeitnah

Die Phasen der revolutionär verlaufenden, industriellen Entwicklungen korrespondieren mit entsprechenden Anforderungen an die Instandhaltung beziehungsweise den technischen Service. So waren im Zeitraum Industrie 1.0 „lediglich“ mit Wasser- und Dampfkraft betriebene Maschinen am Laufen zu halten.

Mit Industrie 2.0 erweiterte sich das Spektrum der zu betreuenden Produktionssysteme, insbesondere beeinflusst durch den Einsatz elektrischer Energie.

Industrie 3.0 wiederum setzte auf die Digitalisierung von Informations- und Kommunikationsprozessen – konzentriert auf automatisierte Produktionssysteme und den Aufbau des Internets.

Nunmehr soll Industrie 4.0 eine individualisierte Produktion mit hochwertigen Dienstleistungen verkoppeln – auch definiert als Zusammenwachsen von realer und virtueller Welt.

Zunehmende Anziehungskraft zwischen Industrie und Web

Betrachtet man das World Wide Web entsprechend, so präsentierte es sich zunächst als abrufbares, nutzerorientiertes Informationssystem – dem Web 1.0. Ergänzend wurde den Nutzern im Web 2.0 die Möglichkeit geboten, Inhalte einzustellen und einen interaktiven Kommunikationskanal zu nutzen. Mit der semantischen Ausrichtung erlaubte es das Web 3.0, Informationen nach Bedeutung und Zusammenhängen zu analysieren.

Jetzt soll Web 4.0 das sogenannte Internet der Dinge realisieren. Ziel ist also, die Entwicklungen rund um Industrie 4.0 mit Dienstleistungen zu unterstützen und folgerichtig das Servicegeschäft 4.0 zu aktivieren: Der „Arbeitskreis Smarte Service Welt“ präsentiert mit einer umfassenden Empfehlung vom März 2014, wie internetbasierte Dienste für die Wirtschaft umzusetzen sind. Und in diesem Zusammenhang verursacht Industrie 4.0 auch einen Wettlauf um Normen und Standards für internationale Industrie 4.0-Lösungen.

Produktionsbetriebe im Sog der Industriedienstleister

Der Marktbeobachter Lünendonk verweist wiederholt auf die wachsende Attraktivität von Industrieservices, offenbar aufgrund deren flexibler und kostengünstiger Integration in die Produktionsbetriebe: Während sich die grossen Anbieter von Industrieservices zunehmend auf das flächendeckende und internationale Geschäft konzentrieren, bedienen die kleinen und mittelgroßen Anbieter primär den inländischen lokalen und regionalen Markt, so Lünendonk.

Inwieweit und in welchen Sektoren sich die innerbetrieblich etablierte Instandhaltung in Zukunft dann noch behaupten wird, bleibt abzuwarten. Zu vermuten ist sicherlich, dass abgebaute Arbeitsplätze in den Instandhaltungsorganisationen der Produktionsbetriebe mit den neu besetzten Arbeitsplätzen der Industriedienstleister korrelieren – inklusive den Arbeitsplätzen, die durch deren Subunternehmer generiert werden. Auch die attraktivsten Lösungen der Industriedienstleister sind ohne bewährte Fachkräfte der Instandhaltung kaum denkbar.

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Industrie 4.0 im Trend: Servicegeschäft 4.0 folgt zeitnah
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Industrie 4.0 verkoppelt eine individualisierte Produktion mit hochwertigen Dienstleistungen. Das Servicegeschäft 4.0 folgt zeitnah.
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