Nutzen hinter der mobilen Industriekamera: Lösungen für die mobile Zusammenarbeit

Im Bereich der Überwachung und Beurteilung von Maschinen und Anlagen haben sich mobile Kamerasysteme etabliert. Sie versprechen ein hohes Serviceniveau und einen echten Mehrwert. Herr Jörg Brinkmann von der seeITnow GmbH repräsentiert ein solches System insbesondere für die Bereiche Service und Instandhaltung.

sr: Herr Brinkmann, welcher Nutzen steckt hinter ihren mobilen Industriekameras?

Brinkmann: Wir möchten Fachkräften und Servicekräften ein Tool an die Hand geben, welches ermöglicht, einen noch höheren Kundenservice zu schaffen und schneller auf Störungen zu reagieren. Der virtuelle, simultane Informationsaustausch von Sprache, Bild und Video soll helfen, interne Ressourcen zu optimieren und die Produktivität von Systemspezialisten zu steigern.

sr: Serviceorganisationen haben in der Regel eine dezentralisierte Struktur. Bieten Sie mit diesem Tool die Möglichkeit einer organisatorischen Rationalisierung?

Brinkmann: Unser Tool soll keine Servicekräfte ersetzen, sondern deren Einsatz je nach Situation und Standort ergänzen. Kunden können sich so unabhängig von Zeit und Entfernung in Echtzeit mit Spezialisten verbinden, um anstehende Probleme oder Systemverbesserungen zu besprechen. Denkbar ist der Einsatz des Kamerasystems auch zu Schulungszwecken, da parallel zur 2-Wege Kommunikation ein umfassendes Videokonferenzsystem adaptiert werden kann.

sr: Die Investition in ein solches Tool hängt sicherlich davon ab, wann ein messbarer Return on Investment erreicht ist. Und die Höhe des ROI ist natürlich davon abhängig, wie dieses Tool dann tatsächlich eingesetzt wird. Gibt es hierzu ein realistisches Kalkulationsbeispiel?

Brinkmann: Ich möchte das nicht an konkreten Zahlen festmachen. Allerdings kann bei bestimmten, ungeplanten Systemstillständen jede Minute zu erheblichen Schadensersatzforderungen führen. Entsprechend hilfreich ist eine beschleunigte Entstörung mit einem mobilen Kamerasystem, das dann vielleicht schon bei einem einzelnen Serviceeinsatz amortisiert ist. Besonders schnell profitieren natürlich auch Unternehmen mit einem hohen Anteil an internationalen Serviceaktivitäten.

sr: Der Einsatz eines mobilen Kamerasystems kann als Serviceleistung definiert werden. Wie groß ist die Tendenz bei ihren Kunden, das Serviceportfolio entsprechend anzupassen?

Brinkmann: Unsere derzeitigen Kunden sind ausschließlich Hersteller mit eigenen Service-Organisationen, die ihr Serviceportfolio sicherlich auf den Einsatz eines Kamerasystems abgestimmt haben. Entsprechende Serviceangebote sind breit gefächert und branchenabhängig. Wir wissen beispielsweise, dass unser System als definierte Serviceleistung in Wartungsverträge eingebunden wird. Dabei ist die Einsatzdauer fließend: Möglich ist sowohl der mobile, kurzfristige Transfer relevanter Systemzustände als auch deren längere bis dauerhaft stationäre Fernüberwachung.

sr: Wie sieht Ihr Servicekonzept aus?

Brinkmann: Unser Servicekonzept orientiert sich an den variablen Einsatzmöglichkeiten der Kamerasysteme, denn auch die Anforderungen der Kunden sind sehr unterschiedlich. Deshalb wird in unseren Produktschulungen das Zusammenspiel von Kamera und korrespondierender Software so praxisnah wie möglich dargestellt. Die weitere Betreuung richtet sich nach der Art des Servicevertrages. Unsere Kunden profitieren von Neuerungen und Erweiterungen im Soft- und Hardwarebereich. Bei Störungen garantieren wir den Kunden schnelle Hilfe. Sollte dies telefonisch oder online nicht zum gewünschten Erfolg führen, stellen wir schnellstmöglich Ersatz zur Verfügung. Hierbei können wir auch auf das weltweite Servicenetz des Herstellers zurückgreifen.

sr: Herr Brinkmann, vielen Dank für Ihre Ausführungen.Herr Jörg Brinkmann ist Geschäftsführer der seeITnow GmbH.