Instandhalter orientieren sich nachhaltig: Stichhaltige Fakten untermauern das Kompetenzmanagement

Man kann die Instandhaltung zum Wettbewerbsfaktor erheben. Stichhaltig ist das aber erst dann, wenn man Instandhaltung als Eigenleistung realisiert, die einer Fremdinstandhaltung nachweislich überlegen ist – zumal letztere naturgemäß auch Wettbewerber betreut. Auf welche Wettbewerbsvorteile es hierbei ankommt, entscheiden allerdings die Betreiber. Und nach aktuellen Erkenntnissen sind eigenständige Instandhaltungsabteilungen offenbar rückläufig, Hierin spiegelt sich dann auch zweifelsfrei die Wertschätzung, die der innerbetrieblichen Instandhaltung entgegengebracht wird.

Instandhalter sind in der Pflicht

Jedenfalls kann sich kein Instandhalter über einen Mangel an Vorgaben und Ansatzpunkten beschweren, die seine täglichen Aktivitäten mehr oder weniger verpflichtend beeinflussen – beispielsweise in Betrieben mit Grossanlagen, die der neuen Industrieemissions-Richtlinie unterstehen. Immerhin sollen allein in Deutschland etwa 9.000 solcher Anlagen in Betrieb sein und in Europa reden wir von etwa 52.000 Anlagen. Entsprechendes Gewicht hat auch die Steigerung der Energieeffizienz, zu der die Instandhaltung sowohl über eine schnelle als auch systematische Optimierung nachhaltige Erfolge erzielen kann.

Instandhalter arbeiten an ihrem Marktwert

Instandhaltung muss mit Kostenreduktion und Wertschöpfung überzeugen. Die Empfehlung lautet, keine falschen Einsparpotenziale anzuzapfen und nachvollziehbar zu vermitteln, dass von den Aktivitäten der Instandhaltung unmittelbar profitiert werden kann. Das kann auch gelingen, sofern das jeweilige Systemverhalten kontinuierlich beobachtet und unerwünschte Abweichungen direkt korrigiert werden. Insofern ist die Instandhaltung auch gut beraten, sich auf die Möglichkeiten des Social Media zu konzentrieren, um ihre Aktivitäten zu kommunizieren  – und so deren Marktwert sowohl innerbetrieblich als auch extern zu demonstrieren. Social Media in der Instandhaltung stützt sich auf nützliche Tools, die konsequent einzuführen sind.

Instandhalter optimieren ihre Kompetenz

Instandhaltern wird außerdem empfohlen, sich ihrer verfügbaren Standards ausgiebig zu bedienen. Renommierte Institutionen haben hierzu publiziert: Das Regelwerk der Instandhalter umfasst Normen, Leitfäden und Richtlinien. Dahinter stehen das Deutsche Institut für Normung (DIN), der Verein deutscher Ingenieure (VDI), das Europäische Komitee für Normung (ECN), die Internationale elektrotechnische Kommission (IEC) und die internationale Organisation für Normung (ISO). Auf diese Basis kann sich dann auch das weitere Kompetenzmanagement in der Instandhaltung stützen – um Veränderungsprozesse in Gang zu setzen, sich zu reorganisieren, Lösungsansätze zu finden oder generelle Schulungskonzepte zu entwickeln. Unterstützt wird der Kompetenzaufbau nicht zuletzt durch mobil ausgerichtete Instandhaltungsprozesse –  gegebenenfalls sprachgestützt – und mit entsprechender Plattform, mit dem Ziel einer verbesserten Datenqualität.

Instandhalter schauen voraus

In der Ausrichtung auf Predictive Maintenance sollen sich Instandhalter die Frage nach dem „Was wäre, wenn…“ stellen. Ziel hierbei ist, die Muster von Fehlern zu erkennen. Hierzu werden Daten aus den unterschiedlichsten Quellen zusammengeführt und analysiert, um möglichst frühzeitig folgerichtige Entscheidungen zu treffen. Auch die sogenannte Realtime Maintenance verschafft Transparenz, um technische Systeme unter Kontrolle zu bringen. Ob, im Sinne einer Verbesserung, die Verpflichtung zum Nachrüsten von Anlagen besteht, erscheint primär als Rechtsfrage, die demzufolge eine fallweise Betrachtung erforderlich macht. Hierbei sind in erster Linie die Betreiber gefordert, sich Klarheit über ihren Anlagenbestand zu verschaffen.

Soweit die Schwerpunkte aus der Fachtagung Instandhaltung von IFC EBERT- zum Ende 2013 , als weiterführende Orientierung mit Fakten, die man als Instandhalter oder Betreiber keinesfalls ignorieren kann.

Zusammenfassung
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Instandhalter orientieren sich nachhaltig: Stichhaltige Fakten untermauern das Kompetenzmanagement
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Instandhalter suchen die richtigen Entscheidungen für ihren Betrieb - kompetente Referenten geben die Richtung vor. Zu den Ansatzpunkten gehören beispielsweise: Steigerung der Energieeffizienz, Kostenreduktion und Wertschöpfung, Social Media in der Instandhaltung, Regelwerk der Instandhalter, Kompetenzmanagement in der Instandhaltung, mobil ausgerichtete Instandhaltungsprozesse, Ausrichtung auf Predictive Maintenance, Realtime Maintenance.
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