Smart Grids und Smart Metering: Intelligente Stromnetze garantieren Versorgungssicherheit

Der Ausbau von Smart Grids und Smart Metering gilt als notwendige Voraussetzung zur Erhaltung und Optimierung der Versorgungssicherheit. Intelligente Stromnetze sind gefragt – nicht zuletzt aufgrund der zunehmenden Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien. Deren geplante Integration in das Stromnetz provoziert allerdings auch ablehnende Initiativen, denn hierfür sind zusätzliche Energietrassen erforderlich. Dieser Konflikt stellt die Frage nach dem gewünschten Grad der Vernetzung.

Intelligente Stromnetze sind flexibel

Was spricht dagegen, dass sich ein Produktionsunternehmen oder ein Gebäudekomplex über ein regeneratives Kombikraftwerk ausschließlich selbst versorgt, wenn der Betreiber auch das Risiko eines Ausfalls übernimmt? Insellösungen sind realisierbar und das Ausfallrisiko kalkulierbar: wenn man bedenkt, daß Kombikraftwerke den Betrieb durch Redundanz absichern können. Der Erfolg eines solchen Versorgungsunternehmens ist sicherlich von vielen Faktoren abhängig, die Flexibilisierung des Strommarkts profitiert in jedem Fall davon.

Intelligente Stromnetze sind attraktiv

Nach dem VDE-Trend Report 2011 entwickeln sich Smart Grids zu einem globalen Leitmarkt mit großem Wachstumspotential. Intelligente Stromnetze sollen dazu beitragen, die Energieeffizienz zu steigern, Kosten einzusparen, dezentral erzeugten Strom einzubinden und insgesamt das Zusammenwachsen der Netze voranzutreiben. Insbesondere repräsentieren Smart Grids attraktive Lösungen im Hinblick auf:

  • die Verknüpfung der Informations- und Kommunikationstechnologie mit der Energieinfrastruktur;
  • die Überwachung und Steuerung sämtlicher Anlagen im Stromverteilernetz, um ein verbessertes Einspeise- und Engpassmanagement zu gewährleisten;
  • die verstärkte Einbindung dezentraler regenerativer Energien in die derzeitige Energieinfrastruktur, in Verbindung mit neuen Speichern und elektrischen Fahrzeugen;
  • die Analyse des Verbraucherverhaltens in Verbindung mit Smart Meters, womit kundenspezifische Einflussmöglichkeiten auf den Stromverbrauch gewährleistet sind;
  • eine automatisierte Wiederherstellung der Versorgung nach Störungen.

Intelligente Stromnetze sind ausbaufähig

Vor dem Hintergrund, dass erneuerbare Energien verstärkt gesellschaftlich gefordert werden, erwartet der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) eine höhere Akzeptanz für den Ausbau von Stromleitungen als bisher. Hierbei gilt zu unterscheiden: Übertragungsnetze dienen der Übertragung elektrischer Energie von den Kraftwerken zu den Verteilernetzen, und diese garantieren die regionale Versorgung der Verbraucher. Der ZVEI drängt darauf, dieses historisch gewachsene Stromnetz beschleunigt in ein intelligentes Stromnetz umzuwandeln: Und zählt hierzu auch die flächendeckende Integration von Smart Meters, mit denen sich die wirtschaftlichen Potenziale eines intelligenten Stromnetzes erst richtig erschließen lassen.