Hochwertige Internet Services brauchen leistungsfähigere Netze: Netzbetreiber fordern Investitionsanreize

Die Überlebensfähigkeit des Internets ist nur gewährleistet, wenn der Stau auf der Datenautobahn bewältigt wird. Davon ist die Unternehmensberatung A.T. Kearney überzeugt und propagiert klare wirtschaftliche Anreize, um sowohl entsprechende Innovationen als auch deren Nutzung zu aktivieren; eine Erkenntnis ihrer aktuellen Studie: A Vialable Model for the Internet. In Folge müssen Netzbetreiber bis 2015 pro Jahr 8 Milliarden Euro investieren, zusätzlich zu ihren derzeitigen Investitionen. Und das nur, um das Serviceniveau zu halten und damit zu verhindern, dass das Internet am schnellen Wachstum erstickt. Vor allem bedingt durch das kontinuierlich wachsende Videoangebot.

Internet Services und der Datenverkehr

Die Netzbetreiber sind hierzu allerdings nicht besonders motiviert, da sie derzeit nahezu gar nichts am zusätzlichen Datenverkehr verdienen; eine weitere Erkenntnis der Kearney-Studie. Um dieses Ungleichgewicht zu beseitigen wird vorgeschlagen:

  • die Preise für Endverbraucher anzupassen
  • Service Provider in Abhängigkeit des verursachten Datenverkehrs an Kosten zu beteiligen
  • Services mit verbessertem Qualitätsniveau im öffentlichen Internet einzuführen
  • Services mit verbessertem Qualitätsniveau zwischen einzelnen Marktteilnehmern einzuführen

Internet Services und die Anreize

Eine verbesserte Preisgestaltung und entsprechende Investitionsanreize wird die Innovationskraft der Industrie steigern, davon ist Kearney überzeugt. Mit einer effizienteren Bandbreite und einer erweiterten Netzkapazität können dann auch neue Dienste aus Sektoren realisiert werden, die von leistungsfähigeren Netzen abhängig sind. Die Studie wurde von folgenden europäischen Telekommunikationsunternehmen in Auftrag gegeben: Deutsche Telekom; France Telecom-Orange; Telecom Italia; Telefónica.

Internet Services und der Trend

Dass auch in 2011 das Internet als Medium mit der höchsten Wachstumsrate betrachtet wird, bestätigt eine Trend in Prozent Umfrage des BVDW. So sehen das 94 % der Unternehmen aus der digitalen Wirtschaft. Zu den wichtigsten Trendthemen des Jahres 2011 gehören Mobile, Social Media und Bewegtbild, gefolgt von Online Behavioural Advertising (OBA) und Markenbildung. An der Umfrage beteiligt waren:

  • Agenturen mit Schwerpunkt Online-Werbung: 29%
  • Online-Vermarkter: 12%
  • Portalbetreiber, Verleger beziehungsweise Publisher: 8%
  • Online-Händler: 7%
  • Unternehmen aus sonstigen Bereichen: 20%