Kreative Energieversorgung – innovative Konzepte werden sich durchsetzen

Wer ein Ersatzteillager für leistungsfähige Batterien einzurichten hat, kann durchaus auf die Idee kommen, dessen Speicherleistung auch während der Lagerhaltung zu nutzen. In diesem Sinne plant die Daimler AG in Kooperation mit „enercity“ offenbar den Aufbau eines 15 Megawatt-Batteriespeichers für rund 3.000 elektromobile Batteriesysteme. Diese werden also nicht nur für elektromobile Störfälle vorgehalten sondern sollen außerdem das Stromnetz für den deutschen Primärregelenergiemarkt stabilisieren. Kreative Ideen für die Energieversorgung haben Zukunft.
Kreative Energieversorgung

Kreative Energieversorgung über ein Brennstoffzellensystem

Ein bemerkenswerter Anteil  der gesamten Kraftwerksleistung in Deutschland wird in Notstromanlagen, Batterien und USV-Systemen vorgehalten. Über den Einsatz als Notstromanlage hinaus, lassen sich auch bisher ungenutzte Energiespeicher in das Stromnetz der Zukunft integrieren. Für die Betreiber von Notstrom- und USV-Anlagen eröffnen sich völlig neue Geschäftsmodelle – etwa die Bereitstellung sogenannter „Regelenergie“ oder „Minutenreserven“. Bereits in 2010  propagierte beispielsweise die Rittal GmbH eine entsprechende Systemlösung. Garantiert wurden hierbei eine umweltfreundliche und emissionsfreie Energiewandlung, bei einem Gesamtwirkungsgrad von bis zu 53 % sowie einer flexiblen Leistungsanpassung, minimierten Ausfallzeiten und einem geräuscharmen Prozess.

Kreative Energieversorgung – konzipiert als Mini-Blockheizkraftwerk

Mini-KWK-Anlagen sollen in der Lage sein, sowohl das Klima als auch den Geldbeutel zu schonen. Hierzu hat das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) in 2012 ein immer noch aktuelles Förderprogramm für Mini-KWK-Anlagen gestartet. Es geht um Mini-Block-Heizkraftwerke, die 17 Millionen Zentralheizungen in 46 Millionen deutschen Wohnungen ersetzen könnten. Das hat auch die Deutsche Telekom veranlasst, in das Stromgeschäft einzusteigen. Das Konzept sieht eine Kooperation mit den Stadtwerken vor. Hierzu bilden vernetzte Blockheizkraftwerk-Systeme ein virtuelles Kraftwerk, das insbesondere Schwankungen der Stromversorgung ausgleichen soll – Internetanschluss, Software und Steuertechnik vorausgesetzt.

Kreative Energieversorgung über regelungstechnische Systemdienstleistungen

Stabilität für das elektrische Netz zu gewährleisten, ist für jeden Energieversorger verpflichtend vorgeschrieben. Als eine essenzielle Forderung der Netzbetreiber gilt, dass auch im Fehlerfall der dynamische Betrieb einer Energieversorgungsanlage gewährleistet bleiben muss – unabhängig von der jeweiligen Tiefe eines Spannungseinbruchs. Lösbar ist dieses Problem über eine aufwändige und teure Leistungselektronik. Elegantere regelungstechnische Verfahren sollen dem wirtschaftlichen Ausbau eines zunehmend dezentral ausgerichteten Energiesystems eher gerecht werden: wie es beispielsweise durch Wind-, PV- und Wasserkraftanlagen repräsentiert wird.

Kreative Energieversorgung – Energie durch Kernfusion

Das Projekt der Kernfusion läuft weiter – mit dem erklärten Ziel, eine saubere und äußerst ergiebige Energiequelle zu realisieren. Protagonisten der Kernfusion – wie  Professor Thomas Klinger, Max-Planck-Institut – geben sich zunehmend optimistisch, denken aber immer noch im Zeitraum von Jahrzehnten, bis ein leistungsfähiges „Fusionskraftwerk“ verfügbar ist. Aktuell wurde ein weiterer Meilenstein erreicht: die Fusionsanlage Wendelstein 7-X hat ihr erstes Wasserstoff-Plasma erzeugt. Überdies arbeitet man mit internationaler Beteiligung im südfranzösischen Cadarache an einem thermonuklearen Versuchsreaktor. Der „International Thermonuclear Experimantal Reactor (ITER)“ soll beweisen, dass Kernfusion eine effiziente und nachhaltige Energiegewinnung ist. Das Projekt mit seinen sieben Partnern aus Russland, USA, China, Indien, Südkorea und der EU repräsentiert die Hälfte der Weltbevölkerung“ – so die Europäische Kommission.

Kreative Energieversorgung – Neue Technologien

Das Portfolio der Energiesysteme wird ausgebaut. Es geht um Projekte von Wind bis Photovoltaik, von solarthermischen Kraftwerken bis Geothermie.  Insbesondere sollen Speicher- und Netztechnologien sowie regenerative Kombikraftwerke berücksichtigt werden. Und die Realisierung klimaneutraler Städte erscheint hierbei als besonders anspruchsvolle Zielsetzung. Soweit die Ausrichtung des sechsten Energieforschungsprogramms – Laufzeit von 2011 bis 2014. Der Bundesbericht Energieforschung 2015 präsentiert die entsprechenden Erkenntnisse.

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Kreative Energieversorgung - Innovative Konzepte werden sich durchsetzen
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Eine kreative Energieversorgung ist die Basis für einen wirtschaftlichen und möglichst klimaneutralen Betrieb technischer Systeme. Es lohnt sich also, entsprechende Entwicklungen weiter voranzutreiben.
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