Kreislaufwirtschaft – zwingender Umgang mit Abfällen

Vermüllte Meere gefährden die Lebensgrundlagen. Die Beseitigung dieser Abfälle ist ein Mammutprojekt – doch primär muss die  anhaltende Vermüllung der Meere erst mal gestoppt werden. Jedenfalls haben sich die G7-Staaten zum Ziel gesetzt, Massnahmen gegen Meeresmüll zu erarbeiten – die Kreislaufwirtschaft ist richtungsweisend.

Kreislaufwirtschaft – Gesetz definiert Rechte für Entsorgung und Recycling

Bis zum Jahr 2020 sollen 65 Prozent aller Siedlungsabfälle in Deutschland recycelt und 70 Prozent aller Bau- und Abbruchabfälle stofflich verwertet werden. Das hierzu in 2012 definierte Kreislaufwirtschaftsgesetz wird als Kompromiss betrachtet- es sieht vor, dass die öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger hoheitlich entscheiden können, ob sie Wertstoffe der Haushalte selbst erfassen und verwerten oder Dienstleistern hierzu eine Genehmigung erteilen. Damit ist klar, dass Dienstleister im Recycling-Geschäft kaum eine Chance haben, was der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) erfolglos reklamiert hatte: „Private Unternehmen werden daran gehindert, mit innovativen Verwertungstechniken mehr Wertstoffe aus Abfällen zu gewinnen.“ Da Entsorgung und Recycling ein lukratives Geschäft ist, wird sich der BDI vermutlich auch weiterhin für privatwirtschaftlich organisierte Lösungen  stark machen.

Kreislaufwirtschaft – Abfall zu hochwertigen Rohstoffen

Die mechanische, biologische und stoffspezifische Abfallbehandlung gilt als bedeutender Rohstofflieferant. Technologien und Verfahren der Abfallwirtschaft orientieren sich an der stofflichen und energetischen Verwertung, der thermischen und biologischen Behandlung sowie der direkten Deponierung. Der Betrieb von Anlagen mit MBA-Technologie ist entsprechend komplex. Umrüstung, Umnutzung und Optimierung solcher Anlagen korrespondieren mit rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen auf nationaler und europäischer Ebene.

Kreislaufwirtschaft – nicht für radioaktive Abfälle

Das Recycling von atomaren Brennstäben ist vom Tisch, zumindest in Deutschland – folgerichtig ist die Suche nach einem Endlager für radioaktive Abfälle. Für dessen Realisierung besteht seit 2012 „sofortiger Handlungsbedarf“- immerhin geht die EU-Kommission von etwa 40 Jahren aus, die von der Entwicklung bis zum Betrieb eines Endlagers verstreichen können. Das Standortauswahlgesetz ist seit 2013 beschlossene Sache und das entsprechende Verfahren soll bis zum Jahr 2031 abgeschlossen sein. Endlager können unterirdisch oder oberirdisch, zugänglich oder dauerhaft unzugänglich angelegt sein. Eines ist in jedem Fall sicher: Die Suche des Endlagers, dessen Ausgestaltung und der Überwachungsbetrieb ist teuer. Zu denkbaren Endlager-Standorten verständigen sich Endlager-Experten.

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Kreislaufwirtschaft - zwingender Umgang mit Abfällen
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Kreislaufwirtschaft ist angesagt - wenn noch ein schlagkräftiges Argument gefehlt haben sollte, dann liefern es die vermüllten Meere. Es gilt, im Abfall den hochwertigen Rohstoff zu realisieren - kein Thema für radioaktive Abfälle.
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