Mobilität mit neuen Services – Wachsende Anforderungen an Kraftfahrzeuge

Im Automarkt haben diejenigen Erfolgschancen, die Kundenpräferenzen am besten sondieren und umsetzen können. Beispielsweise gehen 44% von 142 befragten Top-Entscheidern der Branche davon aus, dass bis ins Jahr 2020 mehr als eine Million “Bestandsfahrzeuge” auf deutschen Straßen mit E-Antrieb unterwegs sein werden. Außerdem identifiziert die Managementberatung Homburg & Partner eine “Nachhaltige Mobilität” als zukünftig bestimmenden Trend in der Automobilbranche. Die “Mobilität als Dienstleistung” wird als zentraler Faktor für den Markterfolg rund um das Auto betrachtet.

Mobilität mit Services

In diese Richtung zielt die Daimler AG mit ihrem Service iPhone App, das “nützliche Tools für den Mercedes-Fahrer” bereithält; mit den Features: Hotline, Parkplatz-Assistent, Parkplatzsuche, aktuelle Informationen und Fahrzeugdaten. Sicherlich macht kein „Service iphone App“ den After Sales Service überflüssig, kann diesen aber sehr sinnvoll unterstützen. Daimler macht sich auch sonst einige Gedanken über Services, die im Automobilbereich realisierbar sind. Nach dem erfolgreich eingeführten Mobilitätskonzept car2go wurde im Oktober 2010 das Projekt car2gether gestartet: Das ist eine webbasierte Mitfahr-Community, die eingehende Mitfahrangebote und entsprechende Gesuche vermitteln kann; über Smartphones von unterwegs oder über den heimischen Rechner. Eine andere bewährte, mobile Alternative bleibt weiterhin das Fahrzeugleasing, – ausgewiesen durch den Zuwachs vom 1. zum 2. Quartal 2010: Das ifo Institut für Wirtschaftsforschung hat ermitttelt, dass sich das Leasinggeschäft von Nutzfahrzeugen um etwa drei Prozent gesteigert hat, das Leasinggeschäft im Segment PKW und Kombi um sechs Prozent.

Mobilität und der Energieverbrauch

Ungeachtet der Besitzverhältnisse, muss sich der europäische Pkw-Verkehr auf neue Kennzeichnungen einstellen, die den “Energieverbrauch” definieren. Das deutsche Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie legt bei der Umsetzung allerdings Wert darauf, die Energieeffizienz eines einzelnen Fahrzeugs nicht nur nach dessen CO2-Emissionen zu beurteilen; auch die Fahrzeugmasse soll berücksichtigt werden. Intention ist, mit dieser “relativen Verbrauchskennzeichnung” die unterschiedlichen Fahrzeugsegmente differenziert darzustellen.

Mobilität mit Biosprit

Für eine bessere Energie-Bilanz soll auch der neue Biokraftstoff sorgen, der ab Januar 2011 an deutschen Tankstellen gezapft werden kann. Der Biosprit für Benziner enthält bis zu 10% Bioethanol und wird an den Zapfsäulen besonders gekennzeichnet: Der Name der Benzinsorte erhält den Zusatz „E10“; also beispielsweise „Super E10“. Die E10-Verträglichkeit von Kraftfahrzeugen wurde von der Deutschen Automobil Treuhand GmbH in einer Liste zusammengestellt; ein Abgleich mit dem Automobilhersteller ist trotzdem empfehlenswert. Bei den Dieselfahrzeugen besteht eine andere Problematik: Hier warten noch 100.000.- Euro darauf, dass sie für die Nachrüstung von Partikelfiltern abgerufen werden; die Förderung läuft noch bis Ende 2010.

Mobilität mit Sicherheitssystemen

Förderungswürdig sind auch Sicherheitskonzepte für unfallfreies Fahren. Nach Ansicht der DEKRA Automobil GmbH ist das für Nutzfahrzeuge keine Utopie mehr. Gleichzeitig wird jedoch eingeräumt, dass bei der Sicherheit der Insassen von Güterkraftfahrzeugen noch deutlicher Nachholbedarf besteht. Die Potenziale im Sicherheitsbereich der Nutzfahrzeuge sollen in den kommenden zwei Jahrzehnten erforscht und effizient ausgeschöpft werden. Es gilt, die Sicherheitssysteme schnellstmöglich und umfassend auf die Straße zu bringen, hierzu gehören:

  • selbsttätig eingreifende Notbremssysteme
  • elektronische Stabilitätskontrolle (ESP)
  • elektronische Notrufsysteme (eCall)
  • Insassen-Rückhaltesysteme
  • automatische Baustellenlotsen
  • Sicherheit und Service an Park- und Rastanlagen

Mobilität mit Fahrassistenz

Als MobileEYE präsentiert sich beispielsweise das nachrüstbare Fahrer-Assistenz-System der K&R Company (UG): für alle PkWs, LKWs, Busse oder sonstige Nutzfahrzeuge. Das System ist auf den richtigen Abstand zu anderen Fahrzeugen und den Fahrbahnmarkierungen ausgerichtet; entsprechende Messungen werden in Relation zur Fahrgeschwindigkeit gesetzt. In Folge wird ein Fahrer in Problemsituationen akustisch und optisch gewarnt. Vorteilhaft ist das naturgemäß nicht nur für Fahrer und Fahrzeughalter sondern natürlich auch für die Kfz-Versicherer. Ein Grund mehr, Versicherungstarife zu vergleichen.