Beliebtheit des Autos ungebrochen: Autofreie Tage ersetzen keine smarten Mobilitätskonzepte

Haben Sie ihn bemerkt? Falls nicht, sind Sie jedenfalls nicht alleine: Ich hab auch nur per Zufall festgestellt, dass heute, am 22.9.2011, wieder einmal ein Autofreier Tag angesetzt ist. Als krönender Schlusspunkt der europäischen Mobilitätswoche. Hierzu resümieren die Statistiker von Destatis lapidar: In Europa ist das Auto weitaus beliebter als Bus und Bahn: Unberücksichtigt bei dieser Erkenntnis blieben der inländische Luft-, Schiff- und Straßenbahnverkehr sowie der nicht motorisierte Individualverkehr.

Mobilitätskonzepte – wählbare Zuverlässigkeit

Dass dies so ist, wird niemanden verwundern, der aus Gründen der Flexibilität individuelle Verkehrsmittel favorisiert. Und man darf unterstellen, dass Personen, die auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen sind, vermutlich liebend gerne eher heute als morgen auf einen PKW umsteigen würden. Entsprechende Unzulänglichkeiten der öffentlichen Verkehrsbetriebe sind zur Genüge bekannt.

Mobilitätskonzepte – smart ist Trumpf

Trotzdem ist es ziemlich gleichgültig, ob man auf einer gestauten Autobahn oder einem überfüllten Bahnsteig festhängt. Hingegen ist nicht gleichgültig, ob im Strassenverkehr Ressourcen vergeudet werden. Als Konsequenz sind smarte Mobilitätskonzepte zu realisieren, die den Verkehr umfassend und ressourcenschonend am Laufen halten. Hierbei geht es sowohl um die Individualisierung öffentlicher Verkehrsmittel als auch um die Kollektivierung individueller Verkehrsmittel. Diese Ansätze zur Entwicklung des Verkehrswesens sind schon seit über zehn Jahren im Gespräch.

Mobilitätskonzepte – zögerliche Entwicklung

Das europäische Verkehrswesen hat hierzu offenbar noch beträchtlichen Handlungsbedarf. Und so lange wird das deutsche Statistische Bundesamt (Destatis) weiterhin präsentieren, dass bei der Personenbeförderung in der Europäischen Union das Auto seit vielen Jahren mit deutlichem Abstand auf Platz eins liegt: nach Schätzungen von Eurostat, dem Statistikamt der Europäischen Union. Signifikante 83% der gesamten Personenkilometer wurden 2008 in der EU mit dem PKW zurückgelegt: weil attraktive Alternativen einfach fehlen!