Nanotechnik bleibt auf Kurs – Erwartungen und Konsequenzen sind weitreichend

Produkte und Systeme sollen sich durch Nanotechnik in vielerlei Hinsicht verbessern lassen. Strukturell optimierte Materialien besitzen neue Eigenschaften und zielen damit auf entsprechende Nutzeffekte. Im Nanoraum agierende Motoren, Maschinen und Roboter lassen die Protagonisten auf grenzenlose Anwendungsmöglichkeiten hoffen.

Nanotechnik – Einfluss auf Serviceaktivitäten

Ist Nanotechnologie auf die Steigerung der Lebensdauer technischer Systemen ausgerichtet, hat das naturgemäß auch reduzierende Auswirkungen auf deren Störanfälligkeit und den Ersatzteilbedarf. Ist etwa die Einsparung von Energie das Ziel nanotechnologisch optimierter Baugruppen, so erhöht sich das Umrüstungspotenzial. Vorrang haben sicherlich Dienstleistungen, die der Anwendungssicherheit von Nanomaterialien geschuldet sind. Im Hinblick auf Mensch und Umwelt muss die Zulassung, Anwendung und Überwachung von Nanomaterialien transparent verfolgbar sein. Auch der verantwortungsvolle Umgang mit „Nanoabfall“ setzt adäquate Dienstleistungen voraus.

Nanotechnik – unerwünschte Auswirkungen

Erkenntnisse über die Auswirkungen von Nanomaterialien auf den menschlichen Organismus sind zwingend. Aus diesem Grund wurde 2006 ein „Nanodialog“ gestartet, der unverändert aktuell ist. Dieses Projekt zur nanospezifischen Sicherheitsforschung soll kontinuierlichen Aufschluss bringen, welche Langzeitwirkungen von Partikeln der Nanotechnologie ausgehen – insbesondere im Bereich niedriger Belastungen, mit dem besonderen Fokus auf chronische Wirkungen. Entsprechend sind Risiken abzuschätzen und Grenzwerte abzuleiten. Das Langzeitprojekt wird getragen vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMU) und beschäftigt 300 Fachleute aus Wissenschaft, Wirtschaft, Behörden und Verbänden.

Nanotechnik – der Markt

Der sogenannte „Nano Guide of Europe“ wird vom Fachverband für Mikrotechnik (IVAM)als europäische Datenbank für „Nano-Angebote“ favorisiert – für Anwender, Zulieferer, Abnehmer oder Entwicklungspartner. Bereits in 2009 war von mehr als 3.000 Anbietern die Rede – mit komprimierten Informationen über Produkte und Lösungen im Bereich Mikrotechnik und Nanotechnologie. Gefragt sind offenbar: „Methodische Ausrichtung“, „Realisierung hilfreicher Tools“ und „Möglichkeiten des Software Supports“.

Nanotechnik – ein Experimentierfeld

Einen futuristischen Ausblick auf die vielfältigen Möglichkeiten der Nanotechnologie bietet eine kompakte Ausgabe von SPEKTRUM – mit Bezug auf einen manipulierbaren Mikrokosmos, der entsprechend die Welt verändert. Man erkennt, dass sich mit der Nanotechnologie  zweifellos ein Experimentierfeld für kreative Entwickler und Dienstleister eröffnet hat.

Zusammenfassung
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Nanotechnik bleibt auf Kurs - Erwartungen und Konsequenzen sind weitreichend
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Nanotechnik soll viel Probleme lösen - die Protagonisten erwarten ein breitgefächertes Anwendungsspektrum - der aktivierte, kontinuierliche Nanodialog soll vor unliebsamen Konsequenzen schützen.
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