Recycling von Elektrogeräten – verschärfte Gesetzeslage verpflichtet

Nichts wegwerfen, man weiß ja nie, wozu man etwas noch gebrauchen kann – gegenüber dieser traditionellen Maxime steht das moderne Pendant, die diversen Materialien aus veralteten Produkten zu extrahieren, um sie erneut zu verwerten. Einer Gesellschaft, der das überlebensorientierte Denken prähistorischer Sammler zu eigen ist, dürfte dieses Verhalten selbstverständlich erscheinen – aber auch die Jäger kommen auf ihre Kosten, wenn man sich die erzielbaren Erlöse aus den jeweiligen Materialien vergegenwärtigt.

Recycling – die Gesetzeslage

Was nicht gelebt wird, muss gesetzlich verankert sein – will man es trotzdem durchsetzen. Hierzu gehört auch das neue „Elektrogesetz„, das große Vertreiber von Elektrogeräten und Elektronikgeräten verpflichtet, Altprodukte wieder zurückzunehmen. Das neue Elektrogesetz ist darauf ausgerichtet, Elektroschrott als hochwertige Ressource zu betrachten, die nichts im Restmüll verloren hat – und deren Potenziale hierzulande zu heben sind.

Recycling – Exporteure in der Pflicht

Ist das Gerät tatsächlich als Schrott zu deklarieren oder ist es eher ein gebrauchtes aber noch funktionsfähiges technisches System? Diese Frage müssen sich Exporteure stellen, um die sogenannte illegale Verbringung von Altgeräten zu vermeiden. Die Richtlinie über Elektro-Altgeräte und Elektronik-Altgeräte soll deren Sammelmengen und das Recycling steigern und den illegalen Export eindämmen.

Recycling – der Formalismus

Gesetzlich geregeltes Recycling wird kontrolliert dokumentiert und aktiviert entsprechende Dienstleistungen. So hat die „Bitkom Servicegesellschaft„den Anspruch, über ein „Garantiesystem für die Entsorgung von Altgeräten“, Hersteller und Importeure von Elektro- und Elektronikgeräten mit den Entsorgern kurzzuschließen. Ein entsprechender Meldeservice soll hierbei sicherstellen, dass die nach dem Elektrogesetz definierten Verpflichtungen zur Entsorgung erfüllt sind.

Recycling – Wertschätzung von Altgeräten

Was mit Altgeräten so passiert, hat die BITKOM bereits in 2011 für Deutschland analysiert – mit der Erkenntnis, dass die Mehrheit deutscher Kunden durchaus den Wert eines Altgerätes zu schätzen weiß. Konkret abgefragt wurde der Umgang mit alten Mobiltelefonen: Lediglich für 2 % der Befragten war die Entsorgung in den Hausmüll kein Problem – eine Variante, die laut Elektrogesetz verboten ist und ein Bußgeld nach sich ziehen kann. Ansonsten wurden Mobiltelefone zu 30 % einfach aufbewahrt, zu 23 % verschenkt und zu 8 % gespendet. Für 20 % der Befragten war die Abgabe an kommunale Sammelstellen oder die Rückgabe an Händler und Mobilfunkanbieter die adäquate Lösung. Und 17% der Befragten waren sich offenbar unschlüssig, was mit ihrem alten Mobiltelefon passieren sollte.

Serviceorganisationen – Bedarf an Lösungen für zentral gesteuerte Mobilität

Der Einsatz von Softwarelösungen ist für viele zentral gesteuerte Serviceorganisationen obligatorisch – was nicht zwingend bedeutet, dass sich die eingesetzten Softwarelösungen sämtlich bewährt haben, auch was mobile Lösungen betrifft. Ob berechtigt oder nicht – offenbar sind Serviceorganisationen vorsichtig geworden, entsprechende Investitionen zu tätigen. Herr Hannes Heckner bringt diesen Unternehmen Verständnis entgegen. Hannes Heckner ist CEO, Vorstandsvorsitzender und Gründer der mobileX AG.

Herr Heckner, in welcher Höhe sehen Sie den prozentualen Anteil an deutschen Serviceorganisationen, die mit einer effizienten Softwarelösung arbeiten?

Das ist eine gute Frage, weil das Wort „effizient“ einen sehr großen Deutungsspielraum zulässt. Wenn Sie Serviceorganisationen im Rahmen einer Studie danach fragen, wäre die Antwort: 100 Prozent. Wenn Sie sich „bei einem Bierchen“ danach erkundigen, liegt die Quote vermutlich bei weniger als 20 Prozent. Aber wer gibt schon gerne zu, ineffizient zu arbeiten. Wobei man hier nochmals trennen muss, ob man „ineffizient“ mit einer an sich guten Lösung arbeitet oder ob die Lösung an sich schon Ineffizienz in den Prozess induziert. Letzteres kann dann immer noch heißen, dass die Lösung an sich gut wäre, der Berater, der sie eingeführt hat, aber keinen guten Job gemacht hat. Unterm Strich: es kommt sehr drauf an, wen Sie in welchem Zusammenhang fragen. Generell denke ich, dass deutsche Serviceorganisationen vor allem mit der Komplexität der gelebten Servicevereinbarungen zu kämpfen haben. Jeder Kunde bekommt oftmals seine eigene auf ihn individuell maßgeschneiderte Servicevereinbarung. Standardisierung fällt hier schwer. Dies wiederum induziert enorme Komplexität.

Wie unterscheiden sich die im Einsatz befindlichen Softwarelösungen für den mobilen Service?

Insbesondere im „SAP-Umfeld“ fällt auf, dass es nur sehr wenige Anbieter gibt, die tatsächlich fachlich ausgereifte Produkte bieten. Der Grund dafür ist vor allem, dass die „SAP“ in der Vergangenheit sehr häufig die technische Plattform gewechselt hat. Produktanbieter, die auf den „SAP Standard“ gesetzt haben, mussten deswegen immer wieder ihre angefangenen Lösungspakete wegwerfen und fast wieder bei Null beginnen. Das heißt, es besteht ein enormer Unterschied in der fachlichen Tiefe. Lösungen von US-Anbietern zeichnen sich vor allem darin aus, nicht für die oben genannte Komplexität im europäischen Servicegeschäft gemacht zu sein. In den USA erscheint alles sehr viel einfacher, wenn es um Servicevereinbarungen geht. Dort herrscht eher das Prinzip Masse statt Klasse. Die Branche für mobile Servicelösungen ist nicht mehr wirklich neu. Daher empfiehlt es sich tatsächlich, Anbieter zu suchen, die über ausreichende Referenzen verfügen, die ihre Lösung bereits über viele Jahre einsetzen. Die Schnelllebigkeit der mobilen Technologie und Plattformen lässt hübsche Prototypen wie Pilze aus dem Boden sprießen. Auf den zweiten Blick fehlen hinter der bunten Fassade meist die grundsätzlichsten Basisfunktionen.

Was sind die charakteristischen Merkmale eines servicespezifischen Workforce Managements?

„MWFM-Lösungen“ unterschieden sich von Service Management-Lösungen vor allem dadurch, dass sie nicht versuchen, das bestehende Backoffice hinsichtlich der Servicekomponente zu ersetzen, sondern den Fokus auf die Integration legen. Auch hier gilt es, wachsam zu sein – denn oftmals zeigt sich im Verlauf eines Projekts, dass nicht nur eines sondern mehrere führende Systeme zu integrieren sind. Dies ist häufig der Fall, wenn bei international agierenden Serviceorganisationen in großen Landesgesellschaften auch entsprechend große und mächtige Systeme zum Einsatz kommen – in den kleinen Landesgesellschaften jedoch davon abweichende, kleinere Systeme.

… und die Vorteile?

Nutzen Unternehmen eine Workforce Management-Lösung, trägt diese Automatisierung zu einer deutlichen Optimierung der Prozesse bei. Die Einsparungen liegen hier hauptsächlich im Bereich der Einsatzplanung. Doch auch durch die Anbindung der Materiallogistik und durch die Tourenoptimierung lassen sich Freiräume schaffen, die der Außendienst nutzen kann – für einen qualitativ hochwertigen Service vor Ort sowie für Beratung und den Verkauf von Zusatzleistungen. Ich denke, der Begriff „Workforce Management“ wird auch häufig unterschiedlich verstanden. Wenn Sie mich fragen, sollte es eigentlich „Mobile Workforce Management“ heißen – und das wiederum schließt eine mobile Lösung und eine Lösung für die zentrale Einsatzsteuerung der Techniker ein.

Wie steht es um die Investitionssicherheit von Mobile Workforce Management-Systemen?

Wir haben festgestellt, dass einige Unternehmen Schwierigkeiten haben, mit den rasanten Marktveränderungen Schritt zu halten. Technische Plattformen, die bis vor kurzem noch als stabil und verfügbar galten, werden nicht mehr fortgeführt oder haben eine fragliche Zukunft – wodurch Investments teilweise zunichte gemacht werden. Um dieser Plattformabhängigkeit ein Ende zu setzen, wechseln nun einige Unternehmen auf Technologien, die diese Abhängigkeit scheinbar mindern – um dann festzustellen, dass sie sich lediglich in eine neue Abhängigkeit zu einer anderen technischen Plattform begeben haben. Außerdem ist derzeit nicht absehbar, welche Technologien in dieser schnelllebigen „Welt mobiler Business-Lösungen“ dauerhaft bestand haben werden. Da verwundert es dann auch nicht, dass Unternehmen die Anschaffungskosten einer Workforce Management-Lösung fürchten.

In welchen Branchen sind Unternehmen besonders verunsichert?

Ich denke, die Werbung im mobilen Umfeld suggeriert ein Bild, dass Unternehmen heute jeden Geschäftsprozess mit einem bunten Button auf einem Smartphone lösen können. Ich würde nicht davon sprechen, dass die Unternehmen verunsichert sind, sondern eher dass sie wegen dieser vereinfachenden Vorstellung mit großem Eifer am Erwerb einer solchen Lösung interessiert sind – dann aber oftmals feststellen, dass doch wesentlich größere Hürden zu nehmen sind, als man ursprünglich dachte. Am Ende ist es ein ganz normales IT-Projekt mit zusätzlichen Besonderheiten. Dass dem so ist, erfahre ich immer wieder in unseren Webinaren, in denen wir aus der 14-jährigen Projekterfahrung berichten. Dieses Format erfährt viel Zuspruch, da es nicht nur aktuelle Informationen, Leitfäden und Best Practises transportiert, sondern den Teilnehmern – meist 40 oder mehr – die Gelegenheit gibt, live und untereinander ihre Erfahrungen und Fragestellungen auszutauschen.

Wie wirkt sich Kostendruck auf mobile Serviceorganisationen aus?

Kostendruck veranlasst Serviceorganisationen, bei der Einsatzsteuerung auf „manuelle Planungen“ zu verzichten, die naturgemäß als Kostentreiber zu betrachten sind. Kostendruck trägt weiterhin dazu bei, dass pro Disponent eine immer größere Anzahl an Servicemitarbeitern zu betreuen ist – aktuell liegt das Verhältnis zwischen „1:6“ und „1:20“. Künftig wird auch das Thema Integration von Fremddienstleistern eine größere Rolle spielen – dann reicht es nicht mehr aus, nur die eigenen Kräfte zu steuern. Vielmehr müssen Unternehmen dann in der Lage sein, im Verbund eigene und fremde Außendienstmitarbeiter gleichermaßen flexibel einzusetzen. Auch dies ist dem Kostendruck geschuldet.

In welchem Ausmaß wird mobiler Service von Remote Services beeinflusst?

Remote Services spielen beim Großteil unserer Kunden noch keine oder höchstens eine untergeordnete Rolle. Im Bereich der Energieversorgung oder im Maschinenbau liegt dies daran, dass eine Instandhaltung oder Entstörung entweder eine „Manipulation“ oder den Austausch von Material erfordert oder eine komplexe Ursachenforschung vor Ort von Nöten ist. Hinzu kommt, dass die meisten Industrieanlagen, die heute im Einsatz sind, noch nicht über die erforderlichen Schnittstellen verfügen, die eine Fernwartung in Sinne von Industrie 4.0 ermöglichen. Allerdings erwarten wir hier einen Wandel in den nächsten zehn bis fünfzehn Jahren – etwa im Bereich der Zählerablesung durch den Einsatz von Smart Metering-Lösungen. Dadurch wird es möglich sein, planmäßige Inspektionen „remote“ durchzuführen und präventive Maßnahmen zu ergreifen, um Störungen zu vermeiden.

Inwieweit wird Service 4.0 in zukünftige, mobile Softwarelösungen integriert?

Service 4.0 wird künftig nicht mehr nur den Techniker mit der Zentrale vernetzen, sondern alle mit allen. Das schließt also auch den Kunden selbst mit ein, der ein eigenes mobiles Gerät hat. Hiermit erfasst er an der Anlage oder dem Gerät sein Ticket und versucht gegebenenfalls sofort selbst zu reparieren, wenn er das will – auch per Remote Service und Video-Unterstützung durch den Hersteller. Dies ist aber nur ein winziger Aspekt dessen, was wir sehen werden – Service 4.0 ist ein Thema für sich.

Welche generellen Empfehlungen haben Sie für mobile Serviceorganisationen?

Unternehmen sollten auch in Zukunft den persönlichen Kontakt zum Kunden, der durch den Einsatz von Außendienstmitarbeitern entsteht, nie abreißen lassen. Dieser „Moment of Truth“ bietet Unternehmen die einzigartige Gelegenheit, die Kundenbindung zur Marke und zum Produkt zu stärken und ein echtes, direktes Feedback einzuholen. Durch persönliche Beratung und servicespezifische Qualität erreichen Unternehmen eine echte Differenzierung zu Marktbegleitern.

Herr Heckner, herzlichen Dank für Ihre informativen Hinweise zum Einsatz mobiler Softwarelösungen für zentral gesteuerte Serviceorganisationen.

Smart Services im Einsatz – wann und wo immer sie benötigt werden

Branchenspezifisch befindet sich die smarte Servicewelt offenbar in unterschiedlichen Entwicklungsphasen – geht man von den Erkenntnissen der Accenture GmbH aus, die als „Empfehlungen für webbased Services“ dokumentiert sind. Demnach sind Smart Services im Handel und in den Medien bereits weit fortgeschritten, im frühen Entwicklungsstadium befinden sich die Energiebranche und die Produktion, und das Mittelfeld wird von Mobilität und Gesundheit besetzt.

Smart Services – für die smarte City

Smartes Denken resultiert in smarte Lösungen und smarte Dienstleistungen – etwa, wenn es um die „Smart City“ geht, die sich als hochkomplexes Gebilde aus smarten Elementen darstellt. Keine Frage, dass hierzu im Vorfeld auch normungsspezifische Aktivitäten gefragt sind, bezogen auf die Bereiche: Gebäude und bauliche Infrastrukturen, Sicherheit und Schutz, Mobilität, Energie, Information und Kommunikation (IKT), urbane Prozesse und Organisation, Produktion sowie Logistik. Das Konzept zur Smart City steht jedenfalls bereit: DEUTSCHE ROADMAP SMART-CITY-NORMUNG

Smart Services – für smarte Produktionsstätten

Die intelligente Kommunikation zwischen Maschinen, Anlagen und Subsystemen resultiert in eine kontinuierliche Information über den Status von Produktionszyklen. Gemäß definierten logistischen Prozessen können etwaige Störungen umgehend erkannt und behoben werden. Intelligentes Automatisieren sorgt für die Integration von Robotik – die Einsatzdauer von Maschinen wird erhöht, indem Roboter die automatisierte Handhabung und Bereitstellung von Teilen und Material rund um die Uhr ermöglichen. Insgesamt wirkt sich das wirtschaftliche Szenario motivierend auf Unternehmen aus, die Produktion durch intelligente Services effizienter zu machen, die Produktqualität zu erhöhen und so die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern.

Smart Services – für das smarte Heim

Intelligente Systeme und Geräte aller Art sollen zum Alltag gehören – auch die Gebäudesteuerung, einschließlich der intelligenten Heimvernetzung. Fokussiert wird ein modernes Energiemanagement, also die Vernetzung von Photovoltaik-Anlage, Energiespeicher und Heizung. Hinzu kommt die Hausautomation, also die automatische Fern-Steuerung von Beleuchtung, Fenstern, Jalousien, Heizung oder der Alarmanlage. Insbesondere der VDE propagiert das smarte Home – und ist bemüht aufzuzeigen, wie hierbei auch Sicherheit und Datenschutz gewährleistet werden können.

Smart Services – für smarte Verkehrswege

Ein herausragendes Beispiel hierzu sind kooperative Technologien, die geeignet sind, den Verkehrsfluss zu verbessern, mehr Sicherheit zu bieten und negative Umweltauswirkungen des Verkehrs zu verringern. Zentrale Datendrehscheibe ist eine Verkehrsmanagementzentrale – sie überblickt die aktuelle Verkehrslage aufgrund der von Kontaktschleifen auf der Autobahn übermittelten Fahrzeugpositionen. Von Fahrzeugen, die unterwegs sind, werden Warnmeldungen zu Störungen aufgenommen und an digitalen Informationstafeln und Schilderbrücken angezeigt – für die nachfolgenden Verkehrsteilnehmer: Cooperative Vehicle-Infrastructure Systems.

Smarte Services – für smarte Kliniken

Im Krankenhausbetrieb erweist es sich bereits als ausgesprochen smart, wenn ein Ortungssystem für die mobil genutzte Medizintechnik zur Verfügung steht. Auch gilt es, gesundheitsspezifische Daten so zu generieren, dass eine immer zuverlässigere Entscheidungsgrundlage im Sinne von Patienten möglich ist. Vor diesem Hintergrund werden auch tragbare medizinische Geräte immer wichtiger, die in der Lage sind, kontinuierlich mit den behandelnden Ärzten zu kommunizieren. Smarte Services resultieren auch aus der Erwartung, dass für die zukünftige medizinische Versorgung vorraussichtlich immer weniger Personal zur Verfügung steht – also mehr intelligente Services für Selbstdiagnose und Selbstmedikation der Patienten erforderlich werden.

Servicezukunft ist greifbar – der Service Day 2015 fokussiert die Auswirkungen

SAG-Logo-neu[Advertorial] Bereits zum zehnten Mal präsentiert die Samhammer AG ihren Service Day – diesmal unter dem Motto: „Die Servicezukunft klopft an die Tür – ist Ihr Unternehmen gerüstet?” Wir laden Sie herzlich ein zu einem abwechslungsreichen und innovativen Tag, mit spannenden Vorträgen in vier Fachsequenzen. Tanken Sie Ihren Ideenspeicher wieder auf, unsere Keynote-Speaker und deren Themen werden Sie inspirieren.

Servicezukunft abwägen

Thomas Hellerich zeigt Ihnen, welche Chancen und Möglichkeiten im Service durch Smart-Data-Technologien entstehen und welche Vorteile Ihr Unternehmen daraus ziehen kann.

Servicezukunft realisieren

Wie sich mit innovativen Technologien ein smarter Service realisieren lässt und welche Erfolgsfaktoren „Predictive Maintenance“ bietet, erläutert Ihnen Stefan Volland, Geschäftsführer der Empolis Information Management GmbH.

Servicezukunft vorausdenken

Erleben Sie mit Jens Poggenburg, Director Global Customer Service der Firma AVL, den Praxisbericht einer Reise zum technischen Service 2018 aus Sicht der AVL GmbH, dem weltweit größten Unternehmen für die Entwicklung und Prüfung von Antriebssystemen aus der Automobilindustrie.

Servicezukunft erkennen

„Die digitale Transformation im Service“: Klaus-Peter Fett, Industry Leader der Google Enterprise, gibt in seinem Vortrag informative und richtungsweisende Einblicke, welche Entwicklungen uns in den nächsten Jahren begleiten.
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Zu all diesen Themen liefert Ihnen der Service Day der Samhammer AG am 11. Juni 2015 vor historischer Kulisse der Burg Wernberg spannende Vorträge. Zum Ausklang dieses ereignisreichen Tages möchten wir Sie zu einem exquisiten Barbecue-Dinner mit dem 2-Sterne Koch, Thomas Kellermann, im Schlossgraben der Burg einladen. Die Teilnahmegebühr beträgt pro Person 248.- € + MwSt.

Nähere Infos und Anmeldung zum Service Day 2015 am 11. Juni 2015 in Wernberg: Hier geht’s zur Anmeldung

Wertschätzung erarbeiten – werthaltige Dienstleistungen gestalten

Jeder Kunde ist in der Lage, auf werthaltigen Service zu achten und Servicequalität zu unterscheiden. Der Wert einer Serviceleistung offenbart sich einem Kunden dann, wenn vereinbarte Ergebnisse bedarfsgerecht erzielt wurden – eine entsprechende Wertschätzung darf also erwartet werden. Gleichwohl kann es passieren, dass der Grad der vereinbarten Service-Qualität sich als unzureichend erweist und die erwartete Wertschätzung ausbleibt – was umgehend über den persönlichen Kundendialog abzuklären ist.

Wertschätzung – erfolgreich mit Einfühlungsvermögen

Im Hinblick auf erfolgreiche Geschäftsbeziehungen wird immer wieder das kulturell korrekte Verhalten im internationalen Business angemahnt – und auf diverse Fettnäpfchen hingewiesen. Bestimmte Gewohnheiten können durchaus geeignet sein, bei einem Geschäftspartner Mißstimmung hervorzurufen. Visitenkarten über den Tisch zu werfen oder einen Gastgeber oft zu unterbrechen, dürfte allgemein als eher unhöfliches Benehmen gelten. Anecken kann aber auch, wer das eigene Produkt zu ausgiebig lobt oder während einem gemeinsamen Essen über das Geschäft spricht. Und absolut kontraproduktiv kann es sich auf die Geschäftsbeziehung auswirken, wenn der Geschäftspartner zu Vertragsabschlüssen gedrängt wird. Keine Frage, im internationalen Business gibt es kulturelle Unterschiede, die zu überbrücken sind – in jedem Fall gelten ein Mindestmaß an Einfühlungsvermögen und die Bereitschaft zur Wertschätzung als kulturübergreifende Grundvoraussetzungen.

Ohne Wertschätzung keine Akzeptanz von Dienstleistungen

Potenziellen Kunden im eigenen Land Dienstleistungen zu verkaufen, ist schon schwierig genug. Akzeptanz von Dienstleistungen in fremden Kulturen zu erreichen, ist ungleich schwieriger und erfordert interkulturelle Kompetenz. Es gilt, sich an die zu überwindenden Hürden oder zu beachtenden Regeln vorsichtig heranzutasten, um Fehlverhalten und entsprechendem Misserfolg vorzubeugen. Trotzdem ist es wichtig, authentisch zu bleiben, um selbst Wertschätzung zu erfahren.

Wertschätzung – und der Kundenwert

Über Basisdaten zu Umsätzen und Deckungsbeiträgen, Art und Umfang der Geschäftskontakte oder Erkenntnisse aus der Kundenzufriedenheit kann der Kundenwert analysiert werden. Ein sogenanntes Kunden-Scoring ist also geeignet, Kunden anhand von relevanten Merkmalen als mehr oder weniger profitable Kunden zu identifizieren. Es ist allerdings kontraproduktiv, die Wertschätzung gegenüber einem Kunden von dessen jeweiligem Kundenwert abhängig zu machen – vielmehr ist eine unvoreingenommene Wertschätzung die Basis für die Optimierung des Kundenwerts.

Wertschätzung – bestimmt durch unterschiedliche Interessen

Je einfacher die Prozesse einer Dienstleistung gestaltet sind, desto größer ist die Chance der Wertschätzung. Je größer der Aufwand ist, sich an eine Dienstleistung zu gewöhnen, desto weniger Wertschätzung ist zu erwarten – in einem Klima erklärter Antipathie ist ein Service-Anbieter mehr oder weniger chancenlos und in der Regel auf Anpassungen angewiesen. So zeigen sich trotz diverser Möglichkeiten des Zahlungsverkehrs erklärte Präferenzen. Selbst perfekt durchgeführte Serviceleistungen können bestimmte Interessengruppen als Belästigung empfinden – etwa, als Anwohner eines Flughafens. Und die erklärte Versorgung mit erneuerbaren Energien beinhaltet zweifelsfrei den Konfliktherd Naturschutz – ganz zu schweigen vom potenziellen Zugriff auf Energie durch „Fracking“ – eine äußerst kontrovers diskutierte Gas- und Ölförderungsmethode.

Wertschätzung – zwischenstaatliche Dienstleistungen sind fragil

Auch nicht von jeder zwischenstaatlichen Dienstleistung kann Wertschätzung erwartet werden – sie entpuppt sich oft als eine durchaus fragile Angelegenheit. So kann niemand ernsthaft darauf hoffen, dass ein „korruptes staatliches System“ gerne „externe Finanzbeamte“ autorisiert, ihre Steuern einzutreiben. Niemand kann auch erwarten, dass internationale Aufbauleistungen in einem „bedürftigen Land“ nachhaltig honoriert werden, wenn hierbei Bevölkerungsgruppen ausgegrenzt werden. Auch ist eher nicht damit zu rechnen, dass bildungsspezifische Dienstleistungen bei Regierungen willkommen sind, die eine eher undemokratische Machtpolitik verfolgen.

Patente anmelden – Wissen absichern

Die Analyse kann sich sehen lassen – im internationalen Vergleich der Patentanmeldungen belegt Deutschland den 3. Platz, hinter den USA und Japan. Insgesamt deklariert das Europäische Patentamt das Jahr 2014 als Rekordjahr für registrierte Erfindungen. Naturgemäß sind nicht angemeldete Innovationen auch nicht erfaßt – womit Patentaktivitäten über die Innovationskraft von Unternehmen nur bedingt Aufschluß geben können.

Patente – die Vermarktung beginnt mit der Anmeldung

Es klingt banal, aber wer forscht und entwickelt, muss natürlich auch wissen, wann der Zeitpunkt der Vermarktung gegeben ist – und der beginnt mit der Patentanmeldung. „Forschung und Entwicklung“ ist von Natur aus selbstverliebt und fokussiert perfekte Systeme. Und das mag dann auch zur Folge haben, dass die in Deutschland mannigfaltig initiierten Forschungsprojekte primär auf Endprodukte ausgerichtet sind und erfolgreich fixierte „Zwischenlösungen“ eher bedeckt gehalten werden – mit der fatalen Konsequenz, dass sich auf dem globalen Patentmarkt die Wettbewerber frühzeitig die Rechte für vergleichbare Ideen sichern könnten.

Patente – Wissen frühzeitig absichern

Fachwissen ist insbesondere bei den Spezialisten eines Unternehmens vorhanden, auch wenn dieses Wissen – noch – nicht über Patente abgesichert ist. Dabei gilt Wissen und Erfahrung heutzutage mehr als je zuvor als ein zu schützendes Gut. Wer es geschickt nutzt, macht sich unentbehrlich – wer es offen legt, schafft sich Konkurrenz und wird gegebenenfalls austauschbar. Naturgemäß muss Wissen in einem Unternehmen jederzeit verfügbar sein – und trotzdem akribisch abgeschirmt werden vor unbefugten Zugriffen jedweder Art. Insbesondere frühzeitige Patentanmeldungen können dazu beitragen, einen Wettbewerbsvorteil zu realisieren und abzusichern.

Patente – Muster auf Originalen entlarven Plagiate

Das Bestreben, originale Produkte zu kennzeichnen, um sie von Plagiaten klar unterscheiden zu können, ist ungebrochen. Eine der Methoden, die hierzu eingesetzt werden könnten, ist als zufälliges, sogenanntes „chemisch-topologisches Muster“ definiert, das auf der Oberfläche eines Objekts platziert ist. Es soll unmöglich sein, dieses Muster auf eine andere Oberfläche zu übertragen – also auf die eines Plagiats. Diese Methode wird selbst als Patent geführt: als „inhärent fälschungssichere Produktkennzeichnung„.

Smart Grids – Kontrollierter Energiestatus schafft Potenziale

Ein europäischer Forschungsauftrag für den TÜV Rheinland soll abklären, ob die bestehenden Kommunikationsinfrastrukturen der Telekommunikationsunternehmen für intelligente Stromnetze genutzt werden können – oder besser neue Netze errichtet werden sollten. Das Forschungsprojekt trägt den sinnigen Titel „Energise“ und soll in 27 Monaten eine Übersicht liefern, wie das in den 28 europäischen Mitgliedsstaaten so gesehen wird.

Smart Grids – Basis für das Energiemanagement

Die intelligenten Stromzähler sollen für mehr Transparenz sorgen und einen sparsameren Umgang mit Energie ermöglichen – sie sind per se die Voraussetzung, um intelligente Stromnetze zu schaffen. Ein hochkomplexer Netzbetrieb hat mit einer stetigen, zentralen Stromerzeugung nicht mehr viel gemein – Ziel ist eine dynamische, dezentrale Stromerzeugung, und das nicht zuletzt über umweltfreundliche Technologien.

Smart Grids – Installation braucht konzertierte Aktion

Die Zeit der alten, klassischen Drehscheibenzähler ist definitiv abgelaufen. Nur noch intelligente Geräte sollen genau erfassen, wann wieviel Strom sekundengenau verbraucht wird. Auch der Gas- und Wasserverbrauch kann über die neue Technik gemessen werden. Die Installation neuer Systeme ist in Deutschland seit Januar 2010 Pflicht – in jedem Neubau oder nach grundlegenden Renovierungsarbeiten, aber auch schon bei turnusmäßigen Zählerwechseln. In Italien waren bereits im Jahr 2008 etwa 86 % der Haushaltskunden mit intelligenten Stromzählern ausgestattet, in Schweden sogar zu beinahe 100 % – nach Erkenntnissen der Steria Mummert Consulting AG .

Smart Grids – die Spezifikationen

In der neuen Energiewelt übernehmen die künftigen Messgeräte für Strom und Gas eine Schlüsselfunktion – entsprechende Empfehlungen sind von der Bundesnetzagentur definiert. So können gesetzliche Mindestanforderungen an die Zähler sicherstellen, dass die Geräte kompatibel und für weitere technische Entwicklungen offen sind. Rechtsänderungen sind erforderlich für sogenannte „zeit- und lastvariable“, also für maßgeschneiderte Tarife. Eine Kosten-/Nutzen-Analyse für den Einsatz solcher Messgeräte erfolgt über Flächenversuche.

Smart Grids – der Kundennutzen

Intelligente Stromzähler bieten Endabnehmern mehr Transparenz. Energiekunden haben also die Möglichkeit, den Stromverbrauch selbst zu kontrollieren und zu steuern. Eine genaue monatliche Abrechnung des tatsächlichen Stromverbrauchs ist vergleichbar mit der Telefonrechnung. In Folge ist auch das Sparpotenzial durch den Einbau intelligenter Zähler unmittelbar erkennbar.

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