Technologievorsprung anstreben – sorgfältig selektieren

Technologischer Vorsprung ist kein Selbstzweck sondern ein Ansatz, um die Erwartungen von Kunden immer besser zu erfüllen. Eine Crux ist, wenn Kunden nicht erkennen, welche Möglichkeiten ein „Technologiesprung“ eröffnet – und welche – vermeintlichen oder tatsächlichen – Nachteile eventuell damit in Kauf genommen werden. Erfolgversprechend ist ein Technologievorsprung also erst dann, wenn er von den Kunden auch angenommen wird – und Ablehnungen gibt es bekanntlich in hinreichender Anzahl.

Technologievorsprung – die richtige Technologie selektieren

Ob Produkte und Dienstleistungen über bewährte oder neue Technologien realisiert werden, ist für Unternehmen eine existenzielle Frage. Wer seinen Markterfolg nachhaltig absichern will, muss jedenfalls wissen, welche Technologien mittel- und langfristig das Geschäftsmodell beeinflussen. Das ist einfacher gesagt als getan, denn technologische Entwicklungen sind vielfältig – umso geringer sind die Chancen, dass diese in den unternehmerischen Entscheidungsprozessen auch systematisch und umfassend berücksichtigt werden.

Technologogievorsprung – mit interner Expertise

Es gilt, das tatsächliche Anwendungspotenzial neuer Technologien für das individuelle Unternehmen zu ermitteln und zu bewerten. Hierzu propagiert beispielsweise das „Fraunhofer IAO„, dass Experten in den Unternehmen die verfügbaren Technologien über intelligente Tools systematisch sondieren – um sie dann gegebenenfalls im Unternehmen zu implementieren.

Technologievorsprung – adäquate Lösungen

Als technologische Lösungen mit relevantem Anwendungspotenzial gelten beispielsweise: Intelligente Sensoren, Laptoplösungen, mobile Lösungen, Telemaintenance und Remote-Lösungen, modulare Lösungen, standardisierte Lösungen, M2M-Lösungen, Tracking-Lösungen, Cloud-Lösungen, Prozess-Lösungen, Workflow-Lösungen, automatisierte Lösungen, Apps -und Pad-Lösungen.

Technologievorsprung – technologisch gestützte Dienstleistungen

Technologiebasierte Dienstleistungen stehen für mehr Effizienz, Nachhaltigkeit, Alternativen und nicht zuletzt für Wettbewerbsvorteile. Tangiert sind die Betreuung technischer Systeme genauso wie etwa die medizinische Versorgung. Hinzu kommt die Vermittlung von Wissen oder die Bereitstellung von Information und Kommunikationskanälen. Es geht um logistische Sicherheit, Identifizierung und Ortung sowie Zustandsüberwachung und Kontrolle. Auch die Realisierung von servicespezifischen Strategien und das Kundenmanagement als solches sollen von technologisch gestützten Dienstleistungen profitieren. Das fir an der der RWTH Aachen hat dieses breite Spektrum im Blick.

Technologievorsprung – Risiken minimieren

Zwangsläufig ist technischer Fortschritt auch mit Technik-Risiken verbunden. Ingenieure sind in der Verantwortung, wenn es es um das Spannungsfeld zwischen ökonomischen, gesellschaftlichen und ökologischen Anforderungen und Werten geht. Nicht zuletzt sind, bei der Realisierung von Systemen auf Basis „neuer Technologien“, auch die korrespondierenden, servicespezifischen Technologien zu beachten, die per se darauf ausgerichtet sind, einen sicheren Betrieb zu gewährleisten.

Energiemanagement – Dienstleistungen für mehr Energieeffizienz

Energieaudits, die regelmäßig durchgeführt werden müssen, sind für kleine und mittlere Unternehmen bereits verpflichtend geregelt – definiert im Gesetz über Energiedienstleistungen und andere Energieeffizienzmaßnahmen (EDL-G).  Der TÜV verweist nun auf mindestens 50.000 weitere deutsche Unternehmen – größer als KMU – für die das Energie-Dienstleistungsgesetz ab 2015 auch verbindlich zu beachten ist.

Energiemanagement – die Zertifizierung

Ein energetisches Erfolgsmodell definiert sich idealerweise als Energiemanagement. Vorausschauende Unternehmen haben dem Energie-Dienstleistungsgesetz bereits genüge getan, wenn sie eine adäquate Zertifizierung für ein Energiemanagementsystem beziehungsweise ein Umweltmanagementsystem vorweisen können.  Bereits in 2012 forderten sowohl die DGQ als auch das DIN und die DQS ein Energiemanagement nach der internationalen Norm ISO 50001 – und bezeichneten  Energieeffizienz als das Gebot der Stunde.

Energiemanagement – ein Gewinn für alle Beteiligten

Während in Privathaushalten das Einsparpotenzial vor allem mit dem Gebäude- und Heizungsbereich korreliert, bringen in der Industrie effiziente Querschnittstechnologien den gewünschten Effekt. Hierzu zählen Technologien, die Dampf und heisses Wasser bereitstellen oder Motoren effizienter einsetzen. Die Reduzierung von Wärmeverlusten durch Dämmung wärmeführender Bauteile, insbesondere bei energieintensiven Industrieanlagen, senkt nicht nur nachhaltig den Energieverbrauch sondern auch die Betriebskosten – gleichzeitig leisten solche Maßnahmen einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen und damit zum Klimaschutz. In diesem Sinne wirken auch technologische Verbesserungen im Straßenverkehr, die den Kraftstoffverbrauch für den Transportsektor drastisch reduzieren sollen.

Energiemanagement – die Perspektiven der Energieeffizienz

Der konsequente Einsatz energieeffizienter Massnahmen erscheint als ultimative Lösung. Das Ergebnis einer Studie des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung (ISI) lässt hieran keine Zweifel aufkommen. Das Fraunhofer ISI geht in der Studie zum Energiebedarf in der EU davon aus, dass bis 2050 energieeffiziente Massnahmen den Energiebedarf um zwei Drittel senken und die Emissionen von Treibhausgasen um 80 % reduzieren können sowie rund 500 Milliarden Euro pro Jahr einzusparen sind. Der besondere Clou: 90% der Energiesparmassnahmen wird hierbei das Potenzial zugeschrieben, sich selbst tragen zu können – sogar Einspargewinne erscheinen denkbar.

Energiemanagement – ein umfassendes Servicegeschäft

Wird dieses als realistisch erkannte Potenzial der Energieeffizienz konsequent ausgeschöpft, beeinflusst das nicht nur den aktuellen und geplanten Betrieb von Kraftwerken. Vielmehr erhält hierdurch auch der Arbeitsmarkt neue Impulse: Facilities, technische Anlagen und technische Systeme sind entsprechend zu ersetzen oder zu modernisieren – nicht zuletzt ein lukratives, internationales Servicegeschäft.

Servicegeschäft entwickeln – die richtigen Perspektiven auswählen

Gesucht sind Leistungen, die den Serviceanteil am Geschäft eines Herstellers von Anlagen, Maschinen oder sonstigen technischen Systemen steigern. Wesentliche Stoßrichtungen sind ein erweitertes Service-Portfolio, eine verbesserte Produktivität der Service-Organisation sowie eine verstärkte Konzentration auf die Betreuung bereits installierter Produkte – auch oder gerade solche in einem fortgeschrittenen Lebenszyklus.

Servicegeschäft – wie es überraschen kann

Der Servicesektor steht immer unter Beobachtung. Fokussiert werden sowohl prämierte Serviceleistungen als auch solche, die in der Kritik stehen. Kompetent realisierte Serviceleistungen resultieren entweder direkt aus dem individuellen Kundendialog oder im Austausch mit Communities. Lieferungen und Leistungen werden kontrovers diskutiert, und öffentlich hinterfragte Kompetenzen beeinflussen kompromisslos den Wettbewerb und deren Servicekonzepte.

Servicegeschäft –  wie es einzuschätzen ist

Aktuelle Erwartungen sollte man mit Prognosen vergangener Jahre vergleichen, um deren Eintrittswahrscheinlichkeit abzuschätzen. Unwägbare Faktoren beeinflussen die Planungssicherheit für eine passgenaue Servicekapazität. Wer das zu erwartende Serviceaufkommen unterschätzt, hat mit Engpässen zu kämpfen – wer es überschätzt, muss Kosten der Überkapazität verkraften. Doch wer langfristig zuversichtlich denkt – auch wenn gelegentlich Einbrüche überwunden werden müssen – wird auch Puffer vorhalten, die bei Bedarf sofort zur Verfügung stehen.

Servicegeschäft – wie man es vorbereitet

Was zählt, ist das gebündelte Paket von Serviceleistungen, das sich auf die Akzeptanz der Kunden stützt. Hierbei ist ein plausibler, immer wiederkehrender Servicebedarf relativ leicht durchsetzbar. Unvorhergesehene Anforderungen fordern den Service heraus – aber nur beim ersten Mal, denn eine routinierte Serviceorganisation verarbeitet entsprechende Erfahrungen sofort in ihren Serviceprozessen. Darüber hinaus bieten Kundenreaktionen auf zukunftsweisende Vorschläge die Möglichkeit, das servicespezifische Marktpotenzial frühzeitig zu bewerten.

Servicegeschäft – wie man es testet

Um das Servicegeschäft am Laufen zu halten, müssen Serviceorganisationen selbst unter widrigen Umständen die geforderten Leistungen sicher abrufen können: fachlich, organisatorisch und wirtschaftlich. Hierbei sollte man wissen, bis zu welchem Risiko-Level noch mit Übersicht und Routine agiert werden kann. Simulierte Stress-Szenarien legen offen, bei welcher Situation ein kritischer Zustand erreicht ist – etwa in den Bereichen Know-how, Rationalisierung oder Wettbewerb.

Servicegeschäft – wie man es absichert

Das Serviceportfolio ist kontinuierlich zu hinterfragen und nutzbringend zu optimieren. Serviceorganisationen befinden sich eher auf der sicheren Seite, wenn die Kunden vertraglich gebunden sind – und zwar mit fair vereinbarten Serviceverträgen. Auch die zweifelsfreie Kenntnis um das einsatzabhängige Verhalten technischer Systemen sichern das Servicegeschäft ab, insbesondere mit dem Wissen über den individuellen Zustand von Baugruppen. Dass Service-Aktivitäten jederzeit als Teamleistung verfügbar sind, erscheint als weitere Bedingung – mit besonderem Augenmerk auf Spezialisten. Als Sicherheitsfaktor gilt auch die individuelle Stressresistenz der Servicemitarbeiter eines Unternehmens – ist sie doch Garant dafür, dass schwierige Situationen motiviert und flexibel überwunden werden können.

Stromnetz der Zukunft – ein Projekt mit vielen Baustellen

Aktuell stellt das Bundesministerium für Forschung und Energie ihre Forschungsergebnisse und Projekte für zukunftsfähige Stromnetze vor. Die zu erwartenden technischen Lösungen sollen einen wesentlichen Beitrag zum Gelingen der Energiewende leisten. Mindestens seit 2009 wird intensiv diskutiert, wie das Stromnetz der Zukunft aussehen soll.

Stromnetz – zusammengeführt, vereinheitlicht und ausgebaut

Es gibt verschiedene Wege, ein einheitliches Stromübertragungsnetz in Deutschland zu realisieren – so das Ergebnis einer Studie des Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) von 2009. Favorisiert wurde zunächst die Vollfusion aktueller Stromnetze der Netzbetreiber „EnBW Transportnetze AG“, „E.ON Netz GmbH“, „RWE Transportnetz Strom GmbH“ und „Vattenfall Europe Transmission GmbH“.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie verwies auf ökonomische und technische Gründen, die für eine eigentumsrechtliche Fusion sprechen –  um „Synergien zu heben und Kosten zu senken“. Alternativ wurde auch eine verstärkte Koordinierung von Systemfunktionen propagiert, etwa in der Beschaffung und Steuerung von Regelleistung und Regelenergie –  unabhängig von einer eigentumsrechtlichen Zusammenlegung der Stromnetze.

In 2009 trat das Gesetz zur Beschleunigung des Ausbaus der Höchstspannungsnetze in Kraft – die Stromnetz-Betreiber sollten schnell investieren. Propagiert wurden 24 vordringliche Leitungsbauvorhaben im Höchstspannungs-Übertragungsnetz (380 kV) – als Basis für die Integration des Stroms aus Windenergie und neuen, hocheffizienten konventionellen Kraftwerken, insbesondere auch für den EU-weiten Stromhandel. Die Netze sollen ausgebaut und erneuert werden, damit der Windenergie-Strom von der Küste in die Verbrauchszentren im Süden und Westen Deutschlands gelangt.

Das Gesetz sieht außerdem den Einsatz von Erdkabeln vor sowie den Einsatz der Hochspannungsgleichstrom – Übertragung (HGÜ) und die Integration neuer Anlagen zur Speicherung elektrischer Energie. Letztere sollen für die Zeitdauer von 10 Jahren von den „Netzentgelten für den Strombezug“ befreit sein. Damit sollen auch Anreize für die Entwicklung neuer Speichertechnologien geschaffen werden, denen bei der Nutzung der Windenergie eine maßgebliche Ausgleichsfunktion zugesprochen wurde.

Stromnetz – die tatsächlich erforderliche Regelleistung

Gemäß dem in 2010 eingeführten, sogenannten Netzregelverbund sind die deutschen Stromnetz-Betreiber verpflichtet, die Stromübertragungsnetze kooperativ ausregeln – das hat die Bundesnetzagentur angeordnet, und geht hierbei davon aus, dass damit eine Kosteneinsparung in dreistelliger Millionenhöhe erreicht werden kann. Die Ersparnis ist plausibel, wenn künftige Ungleichgewichte zwischen Leistung und Verbrauch gemeinsam ausgeglichen werden – denn es ist dann weniger Kraftwerkskapazität als Regelleistung vorzuhalten.

Bislang hatten die einzelnen Regelzonen unabhängig voneinander sowohl Überspeisung als auch Unterspeisung ausgeglichen – so wurde auch ein „Gegeneinanderregeln“ in Kauf genommen und teure Regelenergie unnötig eingeplant. Der angeordnete Netzregelverbund unterbindet das Gegeneinanderregeln vollständig.

Die Leistungsungleichgewichte der einzelnen Regelzonen werden saldiert, sodass nur noch der verbleibende Saldo durch den Einsatz von Regelenergie ausgeglichen werden muss. Auch die Höhe der tatsächlich vorzuhaltenden Regelleistung kann durch den Netzregelverbund reduziert werden, so die Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen. Folgegutachten zur Neubemessung der vorzuhaltenden Regelleistung sind vorgesehen.

Stromnetz – leistungsstarke Konzeption

Seit 2012 gibt es den „nationalen Netzentwicklungsplan Strom“. Der Umbau der Stromnetze gilt als zentraler Schritt zur Umsetzung der Energiewende, als Voraussetzung für die Nutzung erneuerbarer Energien – so die Bundesnetzagentur. Geplant ist ein zehnjähriges Projekt zur Sicherstellung der Energieversorgung durch Windenergie, und zwar über leistungsstarke Nord-Süd-Leitungen – hierzu ist eine Optimierung und Verstärkung bestehender Stromnetze vorgesehen. Außerdem soll die Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ) genutzt werden. In jedem Verfahrensschritt sind die betroffenen Behörden, Verbände und Bürger einzubeziehen.

Um Bedarfsschwankungen im Stromnetz auszugleichen und die fluktuierende Einspeisung des regenerativ erzeugten Stroms zu kompensieren, propagiert beispielsweise der VDI den Einsatz dezentraler Energiespeicher. Zur Optimierung  des Eigenverbrauchs sind diese auch bei Home-Solaranwendungen und Photovoltaik-Inselnetzen angesagt. Ohnehin erscheint ein möglichst hoher Eigenverbrauchsanteil als Schlüssel zu einer dezentralen Energieversorgung aus erneuerbaren Quellen – realisiert über ein intelligentes Energiemanagement.

Das Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) definiert „Smart power“ als kommunikativer Verbund von Erzeugern, Speichern und Verbrauchern – integriert sind dezentrale Energiesysteme wie Windkraftanlagen vor den Küsten, Solarpanels auf den Dächern und Blockheizkraftwerke in den Häusern. Eine abgesicherte Energiewende ist somit ausgerichtet auf ein intelligentes Stromnetz mit intelligenter Infrastruktur und nicht zuletzt einer intelligenten Energienutzung.

Stromnetz –  qualitativ absichern und intelligent schützen

Eine gestörte Energieversorgung ist gegebenenfalls verantwortlich für Geräteausfälle und entsprechend ungeplante Stillstandszeiten – überdies kann die Anwendersicherheit gefährdet sein. Kostspielige Probleme an elektrischen Installationen und Anlagen werden am häufigsten duch eine schlechte Stromnetz-Qualität verursacht, so der Test- und Messgeräteanbieter Fluke. Das Unternehmen verweist auf entsprechende Anzeichen: wie Computerabstürze, flackernde Lampen, ausgelöste Leistungsschalter oder überhitzte Motoren. Außerdem können hierbei auch die Stromkosten aus dem Ruder laufen.

Entsprechende Inspektionen und Fehlersuchverfahren richten sich nach den Vorschriften der europäischen Norm EN 50160. Diese Norm beschreibt die Eigenschaften der elektrischen Energie über den Verlauf der Netzspannung. Zur Bestimmung der Netzqualität werden hierzu sieben Parameter herangezogen: Netzfrequenz, Abweichungen der Versorgungsspannung, Flicker, Unsymmetrie der Versorgungsspannung, Oberschwingungen, Zwischenharmonische und Netzsignale. Die überwachte Anlage wird dann als normgerecht erklärt, wenn im Laufe einer Woche der statistische Wert für die genannten Parameter bei 95 Prozent oder höher liegt.

Der TÜV SÜD kritisiert, dass das Störungspotenzial der intelligenten Stromversorgung unterschätzt wird. Der Dienstleister in Sachen Sicherheit hat offenbar Erkenntnissse, nach denen Unternehmen gegen Störungen und Angriffe auf die Stromversorgung nicht ausreichend geschützt sind. Nicht die generellen Stromausfälle gelten hierbei als größte Schadensverursacher sondern „provozierte Schwankungen“ in der Netzfrequenz und der Netzspannung.  In diesem Sinne fordert der TÜV, funktionale Sicherheit mit IT-Security zu verknüpfen und dem Risiko für „feindliche Angriffe“ anzupassen.

Betriebliche Instandhaltung – Mehr Kompetenz für aktuelle Herausforderungen

Die bisherigen Entwicklungsschritte der Instandhaltung sind als „ausfallorientiert“, „vorbeugend“ oder „autonom“ deklariert. Immer stärker sieht sich die Instandhaltung dem Total Management von Assets verpflichtet – also nicht nur dem klassischen Teil der Instandhaltung, sondern dem gesamten Zyklus von Anlagen, und zwar von der Planung bis  zur Ausmusterung. Instandhaltung im Rahmen des Total Asset Managements basiert auf Wertorientierung, der Verbesserungen von Prozessen und Anlagen, der Partnerschaft mit Herstellern und dienstleistenden Fremdfirmen, sowie dem Umgang mit entsprechenden Risiken.

Betriebliche Instandhaltung – Umgang mit Erfahrungswissen

Ein professioneller Umgang mit Wissen ist obligatorisch. Die „Halbwertzeit des Wissens“ macht auch vor dem Know-how der Instandhalter nicht halt. Inwieweit Erfahrungswissen noch aktuell ist, zeigt sich zwangsläufig im Umgang mit komplexer Technologie – als veraltet oder unzureichend erkanntes Wissen muss ersetzt beziehungsweise ergänzt werden. Gleichzeitig gilt es, wertvolles Erfahrungswissen, insbesondere langjähriger Mitarbeiter, unbedingt im Unternehmen zu halten. Eine mit definierten Zugriffsregeln dokumentierte Wissensbasis, die permanent aktualisiert wird, erscheint unerlässlich.

Betriebliche Instandhaltung – Umbau und Optimierung von Systemen

Es ist eine Kompetenzfrage, wenn die Instandhaltung den Umbau von Maschinen und Anlagen plant, ohne hierbei die Dienste des Originalherstellers in Anspruch zu nehmen – und so gegebenenfalls Verpflichtungen als Hersteller übernimmt. Optimiert werden Anlagen nicht zuletzt über messtechnische und technische Verfahren, gegebenenfalls auch ohne Betriebsunterbrechung. Insbesondere die energetische Optimierung technischer Systeme erscheint als umfangreiches Betätigungsfeld, beispielsweise wenn die Beseitigung von Leckagen einer Druckluftversorgung ansteht.

Betriebliche Instandhaltung – Condition Monitoring

Auch das Condition Monitoring gilt es zu entwickeln, um so die voraussichtliche Standzeit von Systemkomponenten unter bestimmten Betriebsbedingungen realistisch einzuschätzen. Naturgemäß sind bei veränderten oder wechselnden Betriebsbedingungen auch die erstellten Prognosen zu revidieren. Verlässliche Prognostizierbarkeit korreliert daher mit der Fähigkeit, die relevanten Parameter eines Bauteils zu bestimmen sowie dessen Veränderungen messtechnisch zu erfassen und zu bewerten – als Voraussetzung für eine entsprechende IT-gestützte Maßnahmen- und Einsatzplanung.

Betriebliche Instandhaltung – Industrie 4.0

Geht es um die Instandhaltung im Umfeld von Industrie 4.0  sprechen deren Protagonisten zutreffend von einer „smarten Maintenance“ in einer smarten Factory. Instandhaltung als „letzten Stellhebel“ zu bezeichnen, um die Wertschöpfungskette zu optimieren, resultiert hingegen aus einem etwas anachronistisch anmutenden Selbstverständnis, das mit einer smarten Factory eher wenig zu tun hat. Tragfähige Instandhaltungskonzepte der Zukunft konzentrieren sich jedenfalls auf sogenannte Cyberphysische Systeme, das Internet der Dinge und das Internet der Dienste.

Soweit die Themenbereiche aus der Fachtagung Instandhaltung von IFC EBERT zum Ende 2014, eine Quelle für Instandhalter, die ihre Kompetenzen erweitern möchten.

Remote Services – Lösungen mit aussergewöhnlichem Potenzial

Remote Services werden mittlerweile als etablierte Leistungen wahrgenommen. Trotzdem gibt es in den Unternehmen immer noch graduelle Unterschiede, was die Umsetzung dieser Remote Services betrifft. Hinzu kommt, dass sich Remote Services weiterentwickeln und somit eine immer größere Bandbreite wirtschaftlicher Aktivitäten unterstützen könnten. Karl-Heinz Sauter erkennt hierbei außergewöhnlich weitgehende Lösungen für den Maschinenbau sowie die Medizintechnik und Elektrotechnik. Karl-Heinz Sauter ist Unternehmensberater im Bereich Remote- und Connected Services.

Herr Sauter, ein Interview zum Thema Remote Services haben wir bereits 2011 geführt. Was hat sich seither geändert?

Das ist mehr, als viele Unternehmen manchmal wahrnehmen. Internet of Things (IoT) und Industrie 4.0 treiben die Themen Monitoring und Anwendungen – etwa das Flottenmanagement. Instandhalter optimieren die Zeitpunkte für die Wartung von vernetzten Maschinen herstellerübergreifend. Und aus dem Thema Analytics resultieren neue Verfügbarkeitsservices: Bei Maschinen wird mehrere Tage im Voraus ein Fehler vorhergesagt, bei Anlagen sind das zum Teil mehrere Monate.

Was bringt es Unternehmen, ihre Wahrnehmungsfähigkeit auf diesem Gebiet zu schärfen?

In einigen Branchen gibt es schon heute Wettbewerbsnachteile, wenn moderne Servicekonzepte fehlen. Konzepte mit neuen Ideen, die aus „Internet of Things“-Projekten resultieren, schaffen jedenfalls einen Marktvorteil. Möglicherweise setzt sich dieser Gedanke über eine Formel durch: „Maschineninnovation + Serviceinnovation = Innovatives Unternehmen“.

Welchen neuen Einflüssen sind Remote Services zunehmend ausgesetzt?

Der einfache Teleservice oder die Fernwartung hat sich zum „Connected Smart Service“ entwickelt. Das bedeutet, neben der Notfallhilfe sind Remote Services auf neue Serviceangebote, Monitoring, automatische Logistik und andere Connected Service Angebote abzustimmen – hierzu gehören die automatische Fehlermeldung, Updates und zunehmend sogenannte Data driven Services.

Für Remote Services definieren Sie einen mehrstufigen Reifegrad – auf welchen Stufen befinden sich Unternehmen und Branchen zur Zeit?

Für Remote Services sind 6 Reifegradstufen definiert, beginnend mit „unconnected bis hin zu advanced Services“. Der Maschinenbau ist typisch für die Reifegradstufe 2: „Kosten sparen in der Gewährleistung“ – doch innovative Maschinenbauer stehen bereits auf der Reifegradstufe größer 4: „Monitoring, BIG DATA“. Große Medizintechnik-Unternehmen liegen bei 5,5 und Unternehmen der Elektrotechnik zwischen den Reifegradstufen 2 und 5. Erstaunlich ist, dass bei nordeuropäischen Unternehmen der Reifegrad höher ist als in Deutschland – was wir auf unserem Remote Event, im November 2014, festgestellt haben.

Ab welchem Reifegrad stellt sich für Unternehmen die Frage: Make or buy von Remote Services?

Mit Erfahrung und Mustern supporten wir die Entwicklung und Markteinführung  von Remote Services auf jeder Reifegradstufe. Und das bedeutet für Unternehmen: Anstatt Remote Services zu kaufen, besser – mit externer Unterstützung – Standards für Dienstleistungen aufwandsarm entwickeln und einführen. Den schnellsten „Return on Investment“ für den externen Support erzielt man von der „unvergüteten Reifegradstufe 2“ zur „vergüteten Reifegradstufe 3“ –  sowie in der Reifegradstufe 3, für restrukturierte Preis-/Leistungsmodelle von Monitoringprodukten. Generell empfehlen wir, bei einer Reifegradstufe 1  – „unconnected zu connected“ –  auf keinen Fall ohne externen Support zu starten.

Supporten Sie auch Instandhalter, die betriebsinterne Remote Services eigenständig betreiben wollen?

Ja, die Vorgehensweise ist modular und auf Zielgruppen wie Instandhalter oder Third-Parties abstimmbar. Interessant für Instandhalter sind auch Sicherheits- und Organisationskonzepte für die Nutzung von Connected Services, die von Herstellern angeboten werden.

Ist ein externer Anbieter von Remote Services nur noch wettbewerbsfähig, wenn er die höchste Reifegradstufe besitzt?

Es ist ein Vorteil, wenn der Reifegrad gleich oder höher ist als bei Wettbewerbern. Bei den typischen Entwicklungs- und Markteinführungszeiten von 3 Jahren, ist es oft schwer zu erkennen, wo der Wettbewerb steht. Insbesondere Maschinenbauer tun gut daran, möglichst bald auf Reifegradstufe 3 –  „Monitoring /bezahlter Remoteservice“  – zu kommen. Dies rechnet sich auch gut, trotz IT- und Consultingkosten.

Halten Sie Remote Services für eine Domäne der Dienstleister, der Hersteller oder der Instandhalter?

Heute sind Remote Services in ihrer einfachen Form eine Domäne der Hersteller. Bei Industrie 4.0 sind Instandhalter und Dienstleister die Treiber.

Welche Bedeutung haben herstellerübergreifende Remote Services?

Kürzlich hatte ich hierzu eine interessante Diskussion mit einem namhaften Hersteller, der einen Weg sucht, solche Standards zu schaffen. Dabei ist es in der „IT“ schon seit 20 Jahren üblich, heterogenen, herstellerübergreifenden Service zu leisten. Im Anlagenbereich, bei Rotating Equipment, hat das gerade begonnen. Kleinere Dienstleister im Monitoringbereich bieten ihren Service herstellerübergreifend an – etwa bei erneuerbaren Energien – womit sie dieses Geschäft den Herstellern heute schon streitig machen.

Wie wird sich das Geschäft mit Remote Services weiter entwickeln?

Die Vielfalt und Intelligenz der angebotenen Services nimmt in den nächsten 3 Jahren zu. Immer mehr Betreiber von Maschinen fordern Smart Service Verträge. Schon heute haben Maschinenanbieter in manchen Marktsegmenten Vorteile, wenn sie zusätzliche Services anbieten.

Herr Sauter, herzlichen Dank für Ihre aktuellen Einblicke zum Thema Remote Services.

Terminal Service: Leistungen der Samhammer AG

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[Advertorial] Für den Handel ist der elektronische Zahlungsverkehr elementarer Bestandteil im Tagesgeschäft. Deshalb steht der Terminal Service heute mehr denn je im Spannungsfeld hoher Qualitätserwartungen seitens der Händler und dem Kostendruck des Marktes.

Unsere Leistungen im Bereich Terminal Service (Zum Video Banner anklicken!):

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Samhammer ist ein Dienstleistungsunternehmen für kaufmännische und technische Netzbetreiber. Wir haben uns in den letzten Jahren genau auf die Bedürfnisse eines modernen Terminal Service eingestellt. Unser Ziel ist es, die verschiedenen Anforderungen der Mandanten und deren Kunden zu Servicezeiten, Sprachen und Beratungstiefe äußerst bedarfsorientiert zu erfüllen. Haben Sie Fragen oder anstehende Projekte, sprechen Sie uns einfach an! Wir sind gerne für Sie da.

Unsere Kontaktdaten für Sie:

Schnellkontaktaufnahme per Email

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Weitere Informationen unter www.samhammer.de

Herzliche Grüße aus Weiden
Stefanie Preßl und Albert Klos
Samhammer AG

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