Industrie 4.0 umsetzen – Ansätze und Empfehlungen nutzen

Es kommt nicht überraschend, dass Industrie 4.0 auf dem kommenden IT-Gipfel „in den Vordergrund gestellt“ werden soll – neben den Themen Young IT, Arbeiten in der digitalen Welt, IT-Sicherheit sowie digitaler Content lautet die Devise: Industrie 4.0 umsetzen.

Industrie 4.0 ist auf die Entwicklung von Technologien, Standards, Geschäftsmodellen, Organisationsmodellen und deren praktische Umsetzung ausgerichtet – mit entsprechend angepasstem Wirtschaftsschutz, insbesondere in den Bereichen Cybersicherheit und kritische Infrastrukturen.

Industrie 4.0 umsetzen – die Protagonisten

Im April 2013 wurden Umsetzungsempfehlungen für Industrie 4.0 vorgestellt. Seither geht es auf der Plattform Industrie 4.0 um die Zukunft des Industriestandorts Deutschland. Hierzu haben sich die Wirtschaftsverbände BITKOM, VDMA und ZVEI in enger Zusammenarbeit verpflichtet. Unisono propagieren diese Verbände ihre industrielle Führungsrolle, wofür sich „zahlreiche Unternehmen der deutschen Industrie“ ausgesprochen hätten.

Unerklärlich bleibt, weshalb sich der BDI nicht als weiterer Träger der Plattform Industrie 4.0 beteiligt. Trotzdem will auch der BDI die Chancen von Industrie 4.0 umsetzen und über die klassische Produktion hinaus für die gesamte Industrie  nutzbar machen – so propagiert in einer Publikation des Reflex Verlages zur vierten industriellen Revolution.

Der VDI ist davon überzeugt, dass deutsche Unternehmen für Industrie 4.0 gut aufgestellt sind – und drängt gleichzeitig auf konkrete Ergebnisse, die das auch belegen. Ein gemeinsamer Statusreport von VDI und VDE fokussiert die zur „Industrie 4.0“-Landschaft gehörenden Wertschöpfungsketten.

Industrie 4.0 unter Beobachtung

Wie Unternehmen Industrie 4.0 umsetzen, ist eine andere Frage. Der deutschen Wirtschaft wird derzeit bescheinigt, im Umgang mit Industrie 4.0 überfordert zu sein – der eco-Verband der deutschen Internetwirtschaft e.V. verweist auf ein entsprechendes Ergebnis seiner Expertenumfrage. Demnach unterschätzen Unternehmen offenbar die Kosten ihrer Industrie 4.0 -Geschäftsmodelle. Außerdem erweist sich die Angst vor Online-Spionage als Blockade, Industrie 4.0 als Chance wahrzunehmen.

Eine weitere Befürchtung hat die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG ausgemacht: Vor allem deutsche Unternehmen treibt die Sorge um, bei Industrie 4.0 den Anschluss zu verlieren, weil die bestehenden IT-Systeme in ein bis zwei Jahren veraltet sind – und damit nicht mehr wettbewerbsfähig. Ein Lichtblick sieht KPMG in der Bereitschaft von Unternehmen, Innovationen gemeinsam mit Kunden und Zulieferern voranzutreiben und zu vermarkten.

Auswirkungen von Industrie 4.0 auf den Technischen Service und die Instandhaltung

Das Forum Vision Instandhaltung e.V (FVI) präsentierte auf der MAINTAIN 2014 die Ansicht, dass ein Unternehmen nur über eine rentable und leistungsfähige Instandhaltung profitabel sein kann – insofern müssten sich die Instandhalter auch auf Industrie 4.0 vorbereiten, insbesondere auf die damit verbundenen „Unwägbarkeiten“.

Das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) propagierte auf der MAINTAIN 2014 den auf Industrie 4.0 angepassten Hersteller Service – als Möglichkeit zur Potenzialsteigerung durch eine veränderte Wertschöpfung und beeinflußt durch den Einsatz innovativer Technologien.

Technische Betriebsbereitschaft erfassen – Systeme im Fokus der Serviceanbieter

Professioneller technischer Service  ist charakterisiert durch detailliertes System-Know-how, mit dem Ziel der optimalen Verfügbarkeit entsprechend definierter Systeme. Know-how mit systemübergreifender Bandbreite hat darüber hinaus das Ziel, Produktionsprozesse optimal abzusichern.

Diverse Anbieter von Serviceleistungen geben einem bestimmten Spektrum installierter Systeme möglicherweise den Vorzug. Ungeachtet dessen gilt für wettbewerbsorientierte Serviceanbieter, den Nutzen jedweder eingesetzten Systemtechnik zu erhalten und zu optimieren sowie wertsteigernde Services zu kreieren.

Technische Betriebsbereitschaft – die Erwartungen sind hoch

Betreiber sind interessiert an einem wirtschaftlichen Betrieb ihrer technischen Systeme, während definierter Laufzeiten. Die Verfügbarkeit der installierten Basis darf einen vorgegebenen Prozentsatz nicht unterschreiten – eine entsprechende Verfügbarkeitsgarantie von externen Dienstleistern ist obligatorisch.

Betreiber fürchten die Risiken technischer Störungen – ganz besonders, wenn nicht klar ist, mit welchen Auswirkungen diese insgesamt behaftet sind. Dabei geht es nicht nur um den teuren Stillstand technischer Systeme mit wirtschaftlichen Verlusten, sondern auch um Personen- und Sachschäden.

Leitlinie ist die Bewahrung und Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit eines Produktionsbetriebes – also die maximale Nutzung des Anlagenvermögens bei einem Minimum an Kosten. Betreiber erwarten Spitzenergebnisse, um im Wettbewerb bestehen zu können – gute Chancen für Serviceleistungen, die das unterstützen.

Technische Betriebsbereitschaft – die Ausgangsbasis ist abzuklären

Anwenderfreundliche Produkte entstehen nicht zufällig. Nur Systeme, die konsequent auf „Usability“ ausgerichtet sind, können auch zuverlässig genutzt werden. Es geht um ergonomische Bedienoberflächen, die sowohl Arbeitsabläufe als auch Psychologie und Technik berücksichtigen. Fehlentwicklungen resultieren in einen höheren Serviceaufwand.

Vergleichbare Produktionssysteme sind möglicherweise auch ähnlich konzipiert. Der Einsatz von standardisierten Modulen und Baugruppen fördert das generelle Verständnis und die Fähigkeit, technische Betriebsbereitschaft zu erhalten – spezielle Entwicklungen von Baugruppen der Endprodukte-Hersteller markieren deren Kernkompetenz.

Dem Bedarf an Ersatzteilen folgt ein Vergleich verfügbarer „Quellen“, kategorisiert nach Preis und Qualität, Sicherheit und Logistikservice. Die Definition eines Ersatzteils wird bestimmt durch die angestrebte Reparaturtiefe – und diese folgt wirtschaftlichen Überlegungen.

Technische Betriebsbereitschaft – die Entwicklung ist zu beobachten

Serviceanbieter müssen wissen, wie installierte Systeme auf unterschiedliche Betriebsbedingungen und Anwendungen reagieren. Erkenntnisse aus unternehmensinternen Entwicklungen, serviceinternen Reparaturcentern sowie aus den unterschiedlichen Kundenunternehmen und Branchen resultieren in entsprechende Synergieeffekte im Aufbau von systemspezifischem Know-how.

Um die technische Betriebsbereitschaft abzusichern, können auch Verfahren zur qualitativen und quantitativen Schätzung der Zuverlässigkeit technischer Systeme eingesetzt werden.

Management von Wissen – Nur bewertetes Wissen schließt Lücken

Der Bedarf, Wissenslücken zu schließen, ist groß. Man muss wissen wollen, um erfolgreich zu sein – Wissen ist bekanntlich der Schlüssel zur Macht. Ein geschicktes Management von Wissen profiliert Individuen genauso wie Unternehmen oder sonstige Organisationen und Interessengemeinschaften.

Der nach Gesetz und Ordnung geregelte Aufbau und Transfer von Wissen ist ein reguläres Geschäft – eher nicht, wenn Wissen aus illegitim angezapften Quellen gezogen wird, etwa aus unterschwellig angelegten, gigantischen „BIG-DATA-Heuhaufen“.

Maßgeblich ist der Umgang mit Wissen

Das Management von Wissen orientiert sich an dessem Wert. Strukturiertes Wissen bringt Übersicht und Klarheit, Best-Practice-Wissen beschreibt die neuesten Erkenntnisse zu einem Sachverhalt. Umgesetztes Wissen bringt Innovationen und gegebenenfalls Streit um Urheberrechte. Geschütztes Wissen weckt Begehrlichkeiten und transparentes Wissen schafft Vertrauen.

Aufgepasst bei lanciertem Wissen, denn es gilt zu prüfen, ob es wahr ist, gefärbt oder verfälscht. Es gibt Faktenwissen, Halbwissen oder Pseudowissen – die Grenzen sind fließend.

Man muss nicht alles wissen – nur das Entscheidende. In diesem Sinne ist eine grundsätzliche, individuelle Bereitschaft zu aktivieren, Wissen „gruppenorientiert“ bereitzustellen – um dann gegenseitig davon zu profitieren.

Management von Wissen im Service

Servicespezifisches Wissensmanagement fokussiert die Rahmenbedingungen zur Performance und Personalentwicklung einer Serviceorganisation sowie deren nachhaltiger Optimierung. Servicespezifisches Wissen ist auf die Lösung von Kundenproblemen und Kundenanforderungen konzentriert. Das im Service angestrebte Management von Wissen ist sowohl auf schnelle als auch auf nachhaltige Ergebnisse ausgerichtet.

Vorrangig benötigen Servicemitarbeiter einen unmittelbaren und  uneingeschränkten Zugriff auf dokumentiertes Wissen, das für einen Serviceeinsatz erforderlich ist – unabhängig von Ort und Zeit und insbesondere auf Reisen. Der routiniert realisierbare, direkte Austausch von Wissen mit Kollegen oder über interne Kommunikationsplattformen ist obligatorisch.

Servicemitarbeiter müssen sich systematisch qualifizieren, der entsprechende Wissensbedarf ist individuell zu definieren. Hierzu sind Wissenslücken systematisch aufzuspüren, um sie dann umgehend zu schließen. Eine entsprechend gesteigerte Servicequalität wirkt sich unmittelbar auch auf die Wettbewerbsfähigkeit aus.

Management von Wissen in den Unternehmen

Die Bilanzierung von Wissen soll es Unternehmen ermöglichen, das intellektuell verfügbare Kapital systematisch zu bewerten und zu steuern. Eine Wissensbilanz fokussiert entsprechende Stärken und Schwächen in den Unternehmen: Wissensbilanz-Schnelltest

Service-Management-Software: Entscheidendes Tool zur Kundenbindung

Logo Innosoft[Advertorial] Der Servicebereich in einem Unternehmen darf als dauerhaft dominanter Wachstumsfaktor betrachtet werden – vorausgesetzt, die Qualität der Serviceleistung wird kontinuierlich optimiert. Aus diesem Grund lohnt es sich, den Innosoft Anwendertag auch in 2014 zu besuchen – sei es als Anwender unserer Service-Management-Software oder aus Interesse an entsprechenden Standards, die nachhaltigen Erfolg gewährleisten.

Service-Management-Software – Trends und Informationen zu zentralen Themen

Auf dem Anwendertag für das Innosoft Servicemanagementsystem bieten wir Ihnen Einblicke in die Erfahrungen aktueller Nutzer, beispielsweise zur integrierten Zufriedenheitsanalyse und zum Customer Relationship Management (CRM) – vor allem aber zur Einsatzplanung und zum Mobilen Außendienst, der insbesondere über Live-Demonstrationen anschaulich gemacht wird.

Innosoft-Anwendertag2013-01Um zukünftige Potenziale zu heben, muss eine Service-Management-Software auch Service Excellence abbilden können – ein Ansatz, um Service 2. 0 zu realisieren. Hierzu präsentieren wir den Stand der Technik unserer Software und die entsprechenden Neuentwicklungen, mit Blick auf ein Servicemanagementsystem im Web.

Servicemanager im Austausch mit Experten

Innosoft-Anwendertag-2013-02Zu den aufschlußreichen Vorträgen sachkundiger Referenten ist eine rege Kommunikation zu erwarten. Voraussichtlich werden erneut über hundert Kundendienstleiter und Montageleiter aus Deutschland und angrenzenden Nachbarländern daran teilnehmen.

Unsere Service-Management-Software ist in diversen Branchen im Einsatz, vornehmlich im Anlagenbau und Maschinenbau – außerdem in vielen anderen Branchen, wie beispielsweise: Elektrotechnik, Energietechnik, Fahrzeugbau, Fördertechnik, Klimatechnik und Kranbau. Dienstleister im technischen Service können unsere Service-Management-Software branchenübergreifend nutzen.

Der in angenehmer Atmosphäre verlaufende Anwendertag des Dortmunder Softwarehauses Innosoft GmbH versteht sich als offene und kostenlose Veranstaltung: Aktuelle Agenda und Anmeldeformular für den Innosoft Anwendertag 2014

Präzise Messungen – Voraussetzung für mehr Sicherheit

Metrologische Sicherheit ist Grundlage für fairen Handel und technischen Fortschritt. Ohne vertrauenswürdige präzise Messungen läuft gar nichts, meint die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) und setzt auf ein zuverlässiges Einheitensystem und die Vergleichbarkeit von Messungen.

Basis für regulatorische messtechnische Maßnahmen ist die Festlegung und Überwachung von Grenzwerten, um so das Vertrauen zwischen Produzent, Händler und Kunden in einer globalisierten Welt zu sichern.

Ab 2015 gelten neue Regeln für das gesetzliche Messwesen

Das gesetzliche Messwesen hat den Anspruch, die Messrichtigkeit und Messbeständigkeit von Messungen im geschäftlichen Verkehr, von amtlichen Messungen und von Messungen im öffentlichen Interesse zu gewährleisten – das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie verweist auf eine geplante Neuregelung mit folgenden Eckpunkten:

  • Künftig sollen für europäisch und national geregelte Messgeräte die gleichen Anforderungen für Marktzulassungen gelten – wodurch deutliche Vereinfachungen erwartet werden.
  • Es ist geplant, die innerstaatliche Bauartzulassung und die Erst-Eichung von national geregelten Messgeräten ab dem 1. Januar 2015 durch eine Konformitätsbewertung zu ersetzen. Der frühzeitige Kontakt zu einer Konformitätsbewertungsstelle wird empfohlen.
  • Das neue Regelungssystem hat den Anspruch, zukünftige technologische Entwicklungen zeitnah und angemessen erfassen zu können.

Es wird darauf hingewiesen, dass die Eichbehörden der Länder und die staatlich anerkannten Prüfstellen unverändert zuständig sind, präzise Messungen sicherzustellen – im Sinne der Nacheichung in periodischen Abständen oder aus Anlaß eines Fehlers oder eines Eingriffs in ein Messgerät.

Von dem neuen Mess- und Eichgesetz  sollen „alle“ profitieren – ob als Qualitätssiegel für die Hersteller von Messgeräten oder ausgerichtet auf ein hohes Schutzniveau für Verbraucherinnen und Verbraucher.

Präzise Messungen liefern die Fakten für Entscheidungen

Serviceleistungen stützen sich weitgehend auf genaue Messungen maßgeblicher Parameter. Einer kontinuierlich zu verbessernden Messgenauigkeit fühlen sich seit 2009, neben der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt, weitere Metrologie-Institute aus 22 europäischen Ländern verpflichtet.

Wie die PTB propagiert, sind präzise Messungen erforderlich,

  • um die Gesundheit schützen,
  • in Fragen des Verbraucherschutzes und des Klimawandels Entscheidungsgrundlagen zu liefern,
  • die Chancen und Risiken neuer Technologien zu erfassen sowie
  • industrielle Aktivitäten zu unterstützen.

Demnach wird die Metrologie insbesondere für zukünftige Aufgaben in Grenzbereichen eingesetzt: etwa in „Piko- oder Mikro-Bereichen“, im Bereich der sogenannten „EUV-Lithografie“ zur Optimierung „integrierter Schaltkreise“ oder im Bereich der messtechnischen Erfassung von Patientendaten.

Die komplette Bandbreite der europäischen Metrologie-Forschungsprojekte ist definiert im European Metrology Research Programme (EMRP).

Total Cost of Ownership: Technische Systeme wirtschaftlich betreiben

Das Modell des Total Cost of Ownership (TCO) gilt unverändert als praktikable Variante einer Kooperation zwischen Herstellern technischer Systeme und deren Betreibern – mit dem Ziel, einen wirtschaftlichen Betrieb zu gewährleisten.

Im Rahmen des Total Cost of Ownership bieten sich Wettbewerbsvorteile für den Systemhersteller, der die Summe von Verkaufspreis und Folgekosten plausibel erklären kann. Eventuell gewinnt ein hochpreisiger Systemanbieter mit moderaten Folgekosten an Attraktivität – ein niedrigpreisiger Systemanbieter mit ausufernden Folgekosten eher nicht.

Total Cost of Ownership – Summe über der Zeitachse

Maßgeblich für das Total Cost of Ownership sind die Gesamtkosten aus dem Lebenszyklus – also nicht nur die Investitionskosten einer Anlage sondern auch die gesamten Folgekosten des Betriebs. Als solche gelten etwa die Energiekosten, Kosten der Instandhaltung oder der Modernisierung – bis hin zu den Entsorgungskosten.

Um die Betriebskosten technischer Systeme in den Griff zu bekommen, sind sowohl die primär spezifizierten als auch die für den Lebenszyklus prognostizierten Betriebsdaten relevant.  Es gilt, möglichst exakt den Aufwand zu fixieren, über den sich die Verfügbarkeit technischer System gewährleisten lässt – entlang einer definierten Zeitachse.

Total Cost of Ownership – gedeckelt unter Kontrolle

Der Instandhaltungsumfang eines technischen Systems und dessen Ausfallverhalten spielen naturgemäß eine besondere Rolle. Eine vertraglich vereinbarte, beziehungsweise erlaubte Anzahl an Störungen kann als jährlicher maximaler Grenzwert vorgegeben sein – hierbei ist möglich, lediglich ausgewählte Komponenten eines Systems zu berücksichtigen. Damit sind Instandhaltungskosten im Total Cost of Ownership mehr oder weniger gedeckelt – für einen Betreiber ziemlich erstrebenswert.

Ist ein akuter Störfall als „TCO-Ereignis“ erkannt, geht dieses zu Lasten des Herstellers. Der Betreiber trägt lediglich die Störfälle, die durch ihn selbst oder von ihm beauftragte Dritte verursacht wurden  – bedingt durch unterlassene oder fehlerhafte Aktivitäten. Die Nachprüfbarkeit eines Störfalls muss in jedem Fall gewährleistet bleiben.

Kontrolliert wird nach definierten Zeiträumen, in welchem Verhältnis die Anzahl der akzeptierten Störungen zum Störfallaufkommen steht. Wenn die Anzahl der eingetretenen TCO-Störfälle größer ist als vereinbart, gibt es in der Regel noch eine Toleranzgrenze. Wird diese überschritten, beginnt die Berechnung von Störfällen gegenüber dem Hersteller – falls diese durch betriebsinterne Instandhalter bearbeitet wurden.

Wird die Anzahl der insgesamt „eingeplanten“ Probleme vor Ende einer definierten Gesamtbetriebsdauer überschritten, ist das nicht nur teuer sondern kratzt auch am Renommee eines Herstellers – aufgrund qualitativer Fehleinschätzungen. Wird der Systemhersteller kontinuierlich mit Betriebsdaten versorgt, ist diese Gefahr weitgehend gebannt – vorausgesetzt das Wissen wird genutzt, um frühzeitig auf Abweichungen zu reagieren und das Systemverhalten präventiv zu stabilisieren.

Total Cost of Ownership – partnerschaftlich ausbalanciert

Spätestens am Punkt der kontinuierlichen Systemverbesserung ist klar, dass das Modell des Total Cost of Ownership dann nicht mehr funktioniert, wenn die konzeptionellen Verbesserungen technischer Systeme bestenfalls gewürdigt aber nur unzureichend vergütet werden. Total Cost of Ownership muss finanziell ausbalanciert sein, wenn es um die kooperative Optimierung technischer Systeme geht. Gelingt das, präsentiert sich TCO mit einer starken partnerschaftlichen Komponente.

Industrielle Instandhaltung entwickelt sich weiter – Betriebe sind im Zugzwang

IFC Ebert[Advertorial] Das Management von Wissen ist auch für die industrielle Instandhaltung eine nicht endende Herausforderung. Und das bedeutet, den Lebenszyklus von Investitionsgütern weitgehend und umfassend zu beobachten und hieraus folgerichtige Maßnahmen und Konsequenzen abzuleiten.

Methoden und Tools für eine nachhaltig wirksame „Total Productive Maintenance“ haben sich in Produktionsbetrieben mehr oder weniger durchgesetzt – das „Total Asset Management“ erweitert die Sichtweise auf den Lebenszyklus durch zusätzliche Kriterien .

Eine moderne industrielle Instandhaltung bewältigt auch komplexere Anforderungen

Die sogenannte 4. industrielle Revolution wirft Fragen auf. Zukunftsorientierte Produktionsbetriebe müssen sich darüber klar werden, wann und wie sie hierauf reagieren sollen. Abgeleitet von „Industrie 4.0“ zeichnet sich eine „Instandhaltung 4.0“ ab – mit entsprechenden Auswirkungen und Potenzialen.

Eine moderne industrielle Instandhaltung macht Risiken kalkulierbarer

Vorausschauend und risikobasiert setzt die industrielle Instandhaltung auf Condition Monitoring – um so beispielsweise das Ersatzteilmanagement erfolgreich zu beeinflussen. Der Einsatz von modernen Technologien zur Vor-Ort-Überprüfung, Vor-Ort-Kalibrierung oder zur unmittelbaren Instandsetzung ist obligatorisch, um zuverlässige Ergebnisse zu erhalten.

Eine moderne industrielle Instandhaltung organisiert sich flexibel

Über ein mobil unterstütztes Workforce Management sind schnellere Prozessabläufe und eine verbesserte Steuerung der Ressourcen zu erwarten. Die Einsatzplanung muß sowohl intern als auch extern angelegten Aufträgen gerecht werden. Und an Fremdfirmen vergebene Instandhaltungsarbeiten setzen zweifelsfrei abgegrenzte, vertraglich geregelte Verantwortlichkeiten voraus.

Eine moderne industrielle Instandhaltung modifiziert konsequent

Der Umbau von Maschinen und Anlagen betrifft mittlerweile mehr als „nur“ eine funktionsspezifische Modernisierung – sondern konzentriert sich zunehmend auch auf Verbesserungen in den Bereichen Sicherheit und Energieeffizienz. Machbar ist dies nur in Einklang mit der entsprechenden CE-Kennzeichung.

IFC EBERT – Tagung Instandhaltung 2014

IMG_8286Zu den derzeit relevanten technischen und wirtschaftlichen Aspekten der industriellen Instandhaltung referieren namhafte Experten aus Forschung und Praxis. Veranstalter ist das Institut für Controlling Prof. Dr. Ebert GmbH.

Programm und Anmeldung zur Tagung Instandhaltung 2014

Übrigens findet gleichzeitig der berühmte Nürnberger Christkindlesmarkt statt – ein Besuch ist eingeplant.

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