Automobile – erforscht und kundengerecht entwickelt

Es muss schon ein bedeutender Markt für Automobile sein, wenn man extra für diesen in ein Zentrum für Forschung und Entwicklung investiert. Mit dieser aktuell etablierten Charmeoffensive umwirbt Mercedes-Benz seine chinesischen Kunden – weitere Kompetenzzentren dieser Art gibt es bereits in den USA und in Indien.

Der Aufbau eines engmaschigen und komplementären Netzwerks von R&D-Zentren rund um den Globus erscheint als folgerichtige Konsequenz einer kompromisslosen Kundenorientierung und Ausrichtung auf lokale Vorlieben. Das Alltagsleben potenzieller Kunden und ihre täglichen Gewohnheiten sollen künftige Mobilitätsanforderungen offenlegen, um diese dann umgehend in intelligente Produktlösungen umzusetzen.

Daimler propagiert seine Aktivitäten für Forschung und Entwicklung etwa in den Bereichen Sicherheit und Komfort oder der Luftqualität im Fahrzeuginnenraum – aber auch zu Telematik- und Infotainmentsystemen, Apps und Internetdiensten. Hinzu kommen nachhaltige Verkehrslösungen einschließlich autonom fahrende Automobile und die Berücksichtigung des sogenannten digitalen Fahrstils.

Automobile flexibel konzipieren

Mobilität braucht flexiblere Konzepte. Bereits in 2013 propagierte die KPMG ihre Erkenntnisse zu den Strategien der Autohersteller. Demnach sind diese gezwungen, ihre Geschäftsmodelle zu überdenken, um überleben zu können. Genannt werden mittelfristige Herausforderungen, die massive Probleme bereiten.

Auf den Antrieb kommt es an. Offenbar bestehen immer noch erhebliche Zweifel, welche Antriebstechnologie künftig zu favorisieren ist. Dabei gibt es durchaus richtungsweisende Erkenntnisse. So wird innerhalb der nächsten 5 Jahre erwartet, dass Antriebe über sogenannte „Plug-In-Hybride“ die stärksten Zukunftschancen haben, dass sich ein reiner Batterieantrieb kaum durchsetzen wird und dass das Verbesserungspotenzial von Verbrennungsmotoren aktiviert wird.

Kundenwünsche orientieren sich jedenfalls immer noch an der Fahrleistung des Fahrzeugs, dessen Reichweite, den Betriebskosten und natürlich am Neupreis – daran hat sich nichts geändert. Findet der jeweilige Kunde für den Pkw-Kauf keinen akzeptablen Nenner, kommen Mobilitätsdienstleistungen zum Zug.

Automobile stellen sich auf ihre Fahrer ein

Wenn Automobile interagieren, ist möglicherweise das Ziel erreicht, den Verkehrsfluss entscheidend zu verbessern. Entsprechend wären Verkehrsunfälle weitgehend zu verhindern sowie Kraftstoffverbrauch, Lärm, Abgase und Staus signifikant zu reduzieren. So jedenfalls sieht es die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) mit ihrem Forschungsprogramm „Kooperativ interagierende Automobile„.

Das Fraunhofer IAO verweist in diesem Zusammenhang auf die Notwendigkeit, die Intelligenz der Automobile durch sogenannte Fahrermodelle zu prägen. Was nichts anderes bedeutet, als einen Entscheidungsmodus zu definieren, wann das Fahrzeug welche Fahraufgaben zu übernehmen hat, angepasst an den Modus des Fahrers: wach – aufmerksam – im Begriff etwas Bestimmtes zu tun –  etc.

So weit, so gut – inwieweit entsprechende Intelligenz in die Fahrzeuge implementiert wird, ist vermutlich auch eine Preisfrage. Ob sogenannte „Billigautos“ dann auch entsprechend ausgestattet sind, kann bezweifelt werden – mit Abstrichen in der Zielvorstellung ist also zu rechnen.

Unternehmensberatung: Konzentration auf Komplexität und Dienstleistung

Externe Beratungsleistungen dienen gegebenenfalls der Überwindung einer aktuell schwierigen, wirtschaftlichen Situation. Auch Unternehmen, die nach Orientierung suchen, brauchen eine fachkompetente Unternehmensberatung, wenn die unternehmensinterne Problemlösung nicht weiterkommt. Doch bereits die Auswahl geeigneter Berater setzt eine entsprechende Urteilskraft voraus – umso mehr für die aus den Beratungsleistungen resultierenden Entscheidungen. Die Konzentration auf Komplexität und Dienstleistung erleichtert die Orientierung.

Unternehmensberatung bei Schwachstellen

Kleine und mittlere Unternehmen in Problemsituationen sollen auf kompetente Experten zugreifen können, um mit deren Hilfe ihre Schwachstellen zu analysieren und individuelle Lösungsstrategien zu entwickeln. Gestützt werden diese Beratungsleistungen durch das „Turn Around-Programm“ und das „Beratungsprogramm der runden Tische„.

Die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie geförderten Programme sollen kleinen und mittleren Unternehmen helfen, möglichst schnell ihre Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit wiederherzustellen. Die „Turn Around Unternehmensberatung“ wird von der KfW-Bankengruppe in Zusammenarbeit mit Regionalpartnern durchgeführt – die „Runden Tische“ werden über die KfW-Mittelstandsbank und die Kammern zur Verfügung gestellt.

Unternehmensberatung zu Innovationen

Mittelständische Unternehmen sollen sich aktuelles Wissen zu Methoden und Instrumenten besorgen, um ihre Produktinnovationen oder technische Verfahrensinnovationen erfolgreich zu managen. Über Innovationsgutscheine kann eine externe Innovationsberatung in Anspruch genommen werden.

Geförderte Leistungen sind vorgesehen für Machbarkeitsstudien, Realisierungskonzepte, kombinierte Audit und Realisierungskonzepte sowie ein adäquates Projektmanagement – allerdings dürfen nur autorisierte Beratungsunternehmen die geförderten Leistungen erbringen. Projektträger ist das BMWi.

Unternehmensberatung für weniger Komplexität

Geschäftsmodelle erfolgreicher Unternehmen repräsentieren Einfachheit – Geschäftsmodelle weniger erfolgreicher Unternehmen scheitern oft an überbordender Komplexität. Die Unternehmensberatung Bain & Company hat jedenfalls erkannt, dass komplexe Unternehmensstrukturen profitables Wachstum massiv behindern – basierend auf einer 25-jährigen Analyse von 8000 internationalen Unternehmen.

Aus dem Umkehrschluss resultieren die Empfehlungen: die wichtigsten Differenzierungsmerkmale im Kerngeschäft zu definieren, nicht verhandelbare strategische Prinzipien akribisch zu beachten, eine lernfähige und schnell anpassungsfähige Organisation zu etablieren und sich keinesfalls ständig neu zu erfinden.

Unternehmensberatung für mehr Dienstleistung

Man geht davon aus, dass der Wert eines Unternehmens insbesondere durch den Dienstleistungsanteil am Geschäftsmodell bestimmt wird.  Die Entwicklung von Dienstleistungen in Deutschland wurde in den letzten 15 Jahren immer intensiver betrieben. Nach „Destatis“ sind Deutschlands Dienstleistungsexporte bereits im Zeitraum 2000 bis 2010 um 87,1 Prozent gewachsen. Es beweist, dass sich durch Dienstleistungen die Geschäftsmodelle forcieren lassen. Die Konzentration auf Dienstleistungen ist also obligatorisch.

Ein Geschäftsmodell mit Dienstleistungen zu realisieren, setzt vor den Erfolg naturgemäss entsprechende Ideen und deren Umsetzung. Hierzu propagiert das Aachener Dienstleistungsforum des Forschungsinstituts für Rationalisierung e. V. (FIR) an der RWTH Aachen eine ganze Reihe von Maßnahmen: Es gilt, die Qualität und Produktivität von Dienstleistungen zu entwickeln, im Service-Portfolio modulare Dienstleistungen vorzusehen, Dienstleistungen schlank und innovativ zu gestalten sowie Dienstleistungen strategisch zu planen und zu platzieren. Vor allem aber sind potenzielle Kunden immer stärker in die Dienstleistungsaktivitäten zu integrieren.

Remote Service für Maschinen und Anlagen – Anforderungen definieren globalen Mehrwert

Logo marcusevans[Advertorial] Remote-Service folgt den Kundenwünschen rund um die Uhr und beeinflusst entsprechende Prozesse – mit vielfältigen aktuellen Entwicklungen, etwa in den Bereichen Dispatching, Incident-Management oder Application-Management. Das Datenmonitoring und eine entsprechende Datenanalyse garantieren ein fundiertes Wissensmanagement mit abgesicherter „Traceability“.

Remote Service für alle Anforderungen

Remote-Service-Plattformen zeichnen sich dadurch aus, dass sie auf die speziellen, systemtechnischen Anforderungen der fokussierten Maschinen, Anlagen und Geräte ausgerichtet sind. Dabei geht es in der neuen Remote Service-Generation nicht nur um die M2M-Kommunikation, vielmehr sind  auch die Anforderungen von Industrie 4.0 integriert.

Remote Service für den Mehrwert

Um Remote Services erfolgreich zu etablieren, ist zunächst das richtige System auszuwählen, das insbesondere auf die diversen Sicherheitsanforderungen konsolidiert abgestimmt ist. Die effiziente Wirkung von Remote Services vermitteln aussagekräftige Kennzahlen (KPIs), über die sich der realisierte Mehrwert nachweisen läßt.

Wer die Profitabilität von Remote Services detailliert erkennen will, sollte die 6. Jahrestagung für den globalen Remote Service im Maschinen- und Anlagenbau besuchen – es erwarten Sie informative Vorträge und repräsentative Fallstudien.

Energetische Einsparpotenziale heben – es rechnet sich

Energieffizienz ist und bleibt für Produktionsbetriebe ein nicht zu unterschätzender Faktor. Über energetische Einsparpotenziale lassen sich nicht nur innerbetriebliche Kosten senken, sondern auch die Wettbewerbsfähigkeit steigern – selbst bei etwas längeren Amortisationszeiten für eventuell erforderliche Investitionen. Wir befragen hierzu Heiko Fleischhacker, der im Bereich von Druckluftsystemen energetische Einsparpotenziale für entsprechende Produktionsbetriebe aufdeckt. Heiko Fleischhacker ist Spezialist für Energy Saving Services bei der Festo AG & Co. KG.

Herr Fleischhacker, liegt die Einsparung von Energie in Produktionsbetrieben im Trend?

Ja, das kann ich bestätigen. Die vielfältigen Möglichkeiten und die teilweise sehr hohen, energetischen Einsparpotenziale unterstützen diesen Trend.

Gibt es Unternehmen, die trotzdem zurückhaltender sind als andere?

Pauschal kann man dies nicht sagen, hier kommt es vielmehr auf die Philosophie an, welche ein Unternehmen verfolgt. Hat die Einsparung von Energie eine hohe Priorität, werden Projekte in diesem Bereich auch eher umgesetzt – prinzipiell liegt dann der Fokus zuerst auf den „Quick Win“-Projekten.

Wie verhalten sich die Branchen?

Weltweit betrachtet, sind alle Branchen mit Projekten im Bereich „Festo Energy Saving Services“ vertreten. Im Moment laufen viele Projekte im Bereich „Food & Beverages“, aber auch im Bereich „Pharma“ gibt es einige große Projekte. Der „Automotiv-Bereich“ bildet aus europäischer Sicht das Schlußlicht.

Inwieweit resultieren energetische Einsparpotenziale aus einer vernachlässigten Instandhaltung?

Die Instandhaltung trifft in den meisten Fällen keine Schuld – von einer vernachlässigten Instandhaltung ist in der Regel nicht auszugehen. Allerdings sind Leckagen in vielen Betrieben leider immer noch ein sehr vernachlässigtes Thema. Instandhalter können hierbei unterstützen – doch in den meisten Betrieben sind Instandhalter hochspezialisierte Kollegen, die gar keine Zeit bekommen, um nach Leckagen zu suchen und diese zu beseitigen.

Lassen sich noch weitere energetische Einsparpotenziale heben?

Es gibt vielfältige Einsparpotenziale, die wir mit unseren Services aufdecken und beziffern. Energetische Einsparpotenziale reichen von einer falsch ausgelegten und somit ineffizienten Druckluftstation über eine „unsinnige“ und teure Aufbereitung, bis hin zu einer falsch dimensionierten Verteilung. Teilweise enorm ist auch das Einsparpotenzial, das sich aufgrund falsch ausgelegter Komponenten oder der Auswahl des „falschen“ Antriebskonzeptes definieren läßt.

Ihre Services resultieren aus mangelhafter Konzeption, Integration und Modifikation von Anlagen?

Teilweise ist das so. Im Bereich der Maschinenoptimierung wird eventuell festgestellt, dass eine Maschine von vornherein energetisch nicht optimal konzipiert und montiert wurde. Außerdem unterliegen Anlagen diversen Veränderungen – vor allem im Bereich der Erzeugung, Aufbereitung und Verteilung von Druckluft. So kann sich ein ursprünglich optimal ausgelegtes Druckluftnetz nach einigen Jahren als „zu klein“ erweisen und ist somit energetisch betrachtet als „schlecht“ zu bewerten.

Wie groß sind energetische Einsparpotenziale in den Betrieben und wie schnell lassen sich diese ermitteln?

Wie hoch die Einsparpotenziale sind, kann man pauschal schwer sagen. Dies hängt davon ab, wie lange und intensiv sich ein Unternehmen mit diesem Thema schon beschäftigt hat. Bei den Leckagen gibt es beispielsweise ein Potenzial von 10% bis über 30% der erzeugten Druckluft. Über ein Pre-Audit kann das Potenzial im Druckluftsystem ermittelt und beziffert werden – wofür wir einen Tag ansetzen. Hierbei wird das Druckluftsystem von der Erzeugung über die Aufbereitung und Verteilung bis zu den Anwendungen begutachtet und bewertet. Ebenso fließen die Ergebnisse der Druckluftqualitätsmessung und der Druckabfallmessung in den nach „ISO 11011“ konformen Bericht mit ein. Dieser Abschlußbericht umfaßt dann alle möglichen Einsparpotenziale in Euro, erzeugter Druckluft (m³/min) und benötigter Energie (kWh).

Wie reagieren Betreiber auf diese Berichte?

Sehr positiv: Wir stellen den Betreibern alle Daten zur Verfügung, sodass diese die Berichte nachvollziehen können und sehen, dass die Zahlen nicht „aus der Luft gegriffen“ sind. Die Berichte stellen eine Entscheidungshilfe für das weitere Vorgehen dar und verpflichten den jeweiligen Betreiber zu nichts.

Wie hoch ist die Umsetzungsrate?

Auch hier ist eine Pauschalisierung nicht möglich. Da wir mit einem Pre-Audit unterschiedliche Möglichkeiten zur Energieeinsparung aufzeigen, werden natürlich nicht all diese Maßnahmen umgesetzt – zumindest im ersten Schritt. Wenn aber in den Unternehmen Budget für Energiesparmaßnahmen vorhanden ist und die Amortisationszeit bei < 14 Monaten liegt, dann ist die Umsetzungsrate für Einzelmaßnahmen annähernd 90%.

Sind höhere Energiepreise geeignet, energieeffiziente Investitionen anzuschieben?

Nein, das macht keinen Sinn. Eine generelle Verteuerung der Energie führt meines Erachtens meist nur zu einer Mehrbelastung der Unternehmen – mit der Folge, dass weniger Bereitschaft besteht,  energieeffiziente Investitionen zu realisieren.

In welchem Verhältnis stehen energetische Einsparpotenziale zu dem entsprechenden Aufwand, Energieeffizienz herzustellen?

Auch hier muss man sehen, welche Maßnahmen für welches Werk sinnvoll sind. Wenn wir uns beispielsweise die Leckageortung und die Leckagebeseitigung anschauen, konnten wir in Deutschland über alle realisierten Projekte, eine Amortisationszeit von 6 bis 14 Monaten realisieren. Wenn aber der Druckabfall im Druckluftnetz das höchste Einsparpotenzial birgt, können selten Amortisationszeiten von unter 7 Jahren erreicht werden – was sich aber immer noch rechnen kann.

Wenn man mehr von Ihnen über energetische Einsparpotenziale erfahren möchte – welche Möglichkeiten bieten Sie an?

Am einfachsten ist der direkte Kontakt mit den entsprechenden Spezialisten bei uns im Hause. Dies wäre für Deutschland Herr Thomas Heumüller oder aber auch der direkte Kontakt mit mir auf der „IFC EBERT-Tagung Instandhaltung 2014“.

Herr Fleischhacker, herzlichen Dank für die informativen Einblicke in Ihre „Energy Saving Services“.

Bedarfsprognosen – Passgenaue Produkte und Serviceleistungen

Die Interaktion mit Kunden gestaltet sich auf hohem Niveau. Dass Kunden mit fortschreitender Digitalisierung hierbei an Einfluss gewinnen ist offensichtlich. Für Unternehmen, die sich ihren Kunden noch nicht ausreichend geöffnet haben, ist es höchste Zeit, Technologien und Prozesse konsequent danach auszurichten.

Entsprechende Geschäftsmodelle leben von Bedarfsprognosen für das Design von möglichst passgenauen Produkten und Serviceleistungen. Gute Vorhersagen treffen die Realität exakt, schlechte Vorhersagen liegen daneben – gleichgültig ob sich die Realität ungünstiger oder erfreulicher zeigt als geplant.

Bedarfsprognosen basieren auf Erfahrung und harten Fakten

Die einfachste Prognose geht von dem Bauchgefühl aus, dass alles so weitergeht wie bisher. Dieser Überzeugung kann man leicht verfallen, wenn man sich mit den Altkunden sicher fühlt und Neukunden planmäßig gewonnen werden können. Komplexer angelegte Bedarfsprognosen hingegen bedürfen adäquater Prognosemethoden, um zu verwertbaren Ergebnissen zu kommen.

Bedarfsprognosen korrelieren mit deren Dringlichkeit und Realisierbarkeit

Es ist kaum relevant, dass ein vermeintlicher Bedarf gut realisierbar ist, wenn er nur geringfügig nachgefragt wird. Andererseits ist schnellstmöglich ein Engpass zu beseitigen, wenn ein Bedarf schwierig realisierbar ist und als dringend eingestuft wird. Darüber hinaus sollte man zur Einschätzung des Risikos von prognostizierten Entwicklungen den „worst case“ fest im Blick behalten.

Bedarfsprognosen in Kooperation mit potenziellen Kunden

Eine kooperative Entscheidungsfindung lohnt sich immer. Die gemeinsame Wertschöpfung resultiert in einen Mehrwert, der sowohl für Kunden als auch für Hersteller und Dienstleister wirksam ist. Die Integration von Kunden in den Wertschöpfungsprozess ist eine elegante Form, Mehrwert zu erzeugen.

Bedarfsprognosen reflektieren die Kundenzufriedenheit

Die individuelle Abfrage der Kundenzufriedenheit bleibt unverzichtbar – ist aber fallspezifisch auf das Wesentliche zu konzentrieren. Ein Umfrage-Marathon kann die Nerven von Kunden gewaltig strapazieren. Es empfiehlt sich, die Mundpropaganda und Social-Media-Gespräche zu beobachten sowie Foren, unternehmenseigene Kunden-Communities und Blogs zu nutzen – um hieraus entsprechenden Bedarf abzuleiten.

Bedarfsprognosen aus einer Zwangsmitgliedschaft 

Die zwangsweise Rekrutierung von Kunden passt definitiv nicht zu dem Selbstverständnis einer modernen Dienstleistungswirtschaft. Dienstleistung lebt von erarbeiteter Kundenakzeptanz und nicht von einer gesetzlich oder sonst wie vorgeschriebenen Kundenbindung – und Bedarfsprognosen in diesem Umfeld erscheinen irgendwie beliebig. Trotzdem gibt es sie: etwa die IHK-Zwangsmitgliedschaft. Wie lange noch, ist eine andere Frage – das Ende der Zwangsmitgliedschaft in der IHK ist jedenfalls eingeläutet. Die aktuell vorliegende Verfassungsbeschwerde wird hoffentlich dazu führen, dass Unternehmen künftig die Wahl haben, dieses IHK-Angebot in Anspruch zu nehmen.

Energieeffizienz von Gebäuden – Nullenergiehaus ist Maßstab

Investitionen in die Energieeffizienz von Gebäuden werden als lohnenswert bezeichnet und gelten als Renditemodelle der Zukunft – vorausgesetzt, man akzeptiert den Erfolg als Fernziel, das im Übrigen auch nur mit großen Anstrengungen zu erreichen ist. Eckpunkte einer ganzheitlichen Gebäudestrategie gelten als Teil des „Nationalen Aktionsplans Energieeffizienz“ der deutschen Bundesregierung.

Die Energiewende im Gebäudebereich kann über marktwirtschaftliche Anreize erreicht werden – unter Zwang eher nicht. So die Meinung von Vertretern aus Industrie, Wirtschaft, Umweltverbänden, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und den deutschen Bundesländern, die sich der „Energiewende-Plattform Gebäude“ verpflichtet haben.

Energieeffizienz von Gebäuden im Defizit

An energieeffizienten Lösungen mangelt es nicht – an vermeintlichen oder tatsächlichen Hindernissen, die einer Umsetzung entgegenstehen, offenbar aber auch nicht. Nachweislich werden immer noch Energie und finanzielle Mittel verschwendet und Tonnen von vermeidbarem CO2 produziert.

Neben einzelnen, energieeffizienten Vorkehrungen im Gebäudebereich, empfiehlt das Forum für Energieeffizienz in der Gebäudetechnik („VdZ„) auch umfangreiche Maßnahmen – etwa den Komplettaustausch der Heizungsanlage, den Einbau einer Lüftungsanlage, die Integration voreinstellbarer Thermostatventile oder auch den Einbau von Hocheffizienzpumpen zur Optimierung der Wärmeverteilung.

Im Bereich der rund 18 Mio. Wohngebäude in Deutschland können – nach dem VdZ – allein durch die Modernisierung der Heizungsanlage auf ein technisch machbares Niveau ca. 15 Prozent des gesamtdeutschen Endenergieverbrauchs im Jahr eingespart werden.

Energieeffizienz von Gebäuden ist europaweit zu verbessern

Die Neufassung der EU-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden wurde 2009 gestartet. Die Energieeffizienz von Gebäuden soll europaweit verbessert werden – immerhin entfallen rund 40 Prozent des Endenergieverbrauchs in der EU auf den Gebäudebereich. Insofern leisten energieeffiziente Gebäude einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit, zur Bewältigung tendenziell steigender Energiepreise und nicht zuletzt zum Klimaschutz.

Die EU-Mitgliedstaaten sollen nationale Mindeststandards festsetzen – im Hinbick auf Neubauten, umfassende Sanierungen sowie bei der Erneuerung wesentlicher Bauteile. Nationale Standards sollen sich möglichst an einer europaweiten Vergleichsmethode ausrichten.

Weiterhin gilt für alle Neubauten ab 2020 – bei öffentlichen Gebäuden ab 2019 – , dass sie höchsten Energieeffizienzstandards entsprechen müssen. Insbesondere soll der verbleibende Heiz- bzw. Kühlbedarf zu wesentlichen Teilen durch erneuerbare Energien gedeckt werden.

In gewerblichen Immobilienanzeigen informiert die Energiekennzahl über die Energieeffizienz von Gebäuden. Der bedarfs- und verbrauchsorientierte Energieausweis gilt als Nachweis gegenüber Mietern und Käufern.

Maßstab der Energieeffizienz von Gebäuden ist das Nullenergiehaus

Für den Betrieb eines sogenannten Netto-Nullenergiegebäudes sollte die gesamte Energie aus regenerativen Energiequellen am Gebäude stammen. Eine Fotovoltaikanlage auf der Dachfläche ist zuständig für die Stromerzeugung, eine Wärmepumpe kann Energie aus dem Grundwasser für die Gebäudeheizung gewinnen.

Das Umweltbundesamt (UBA) hat demonstriert, was man unter einem Nullenergiehaus zu verstehen hat. Das neu erstellte UBA-Gebäude entspricht bereits den schärfsten Anforderungen der europäischen Gebäuderichtlinie für Neubauten der öffentlichen Hand. Für das 2013 fertiggestellte  UBA-Gebäude wird mit einem Heizenergiebedarf gerechnet, der unter 15 Kilowattstunden (kWh) pro Quadratmeter und Jahr liegt.

Elektroauto – Fahrzeug für zukünftige Kunden

In einer aktuellen Studie wird der Elektromobilität bescheinigt: „Aufgrund des langsamen Markthochlaufs erreicht das Elektroauto einen Bestandsanteil von gut 3%. Die Millionengrenze bei PKWs mit Elektroantrieb wird im Trendszenario erst im Jahr 2035 erreicht“. So jedenfalls lauten die Erkenntnisse des Unternehmens Shell, das sich den PKW-Szenarien bis 2040 gewidmet hat.

Das erklärte Ziel der deutschen Politik, spätestens bis zum Jahr 2020 eine Million Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen zu bringen, wird damit vorläufig in den Schatten gestellt.  Dabei hätte dieses Ziel schon längst erreicht werden können: Immerhin gibt es Elektromobilität schon seit 1906 – worauf der Zentralverband Deutsches Kfz-Gewerbe hinweist. Offenbar wurden zu dieser Zeit bereits „Elektro-Droschken“ regelmäßig von Fachkräften gewartet und repariert.

Elektroauto – Akzeptanz aufbauen

Das Elektroauto als solches ist akzeptiert – vorausgesetzt, es ist alltagstauglich, sicher, umweltfreundlich und bezahlbar. Neben der Reichweite zählen das Raumangebot, die Sicherheit und wirtschaftliche Gesichtspunkte – also, neben einem erschwinglichen Kaufpreis, transparente und preiswerte Stromtarife und vermutlich auch der Status steuerlicher Vorteile.

Wenn ein Elektroauto überhaupt interessant ist, dann im Stadtverkehr – gegebenenfalls, um die öffentlichen Verkehrssysteme zu individualisieren. Ein solches Verkehrskonzept ist ein Geschäftsmodell mit Potenzial:  Flexible Mobilität ist gefragt.

Ein Elektroauto muß intelligent in das Verkehrsnetz eingebunden werden können, wofür nicht nur entsprechende Ladestrukturen sondern auch intelligente Netze zu realisieren sind – worauf etwa die BITKOM hinweist.

Elektroauto – Standards schaffen

Ohne europäische Standards hat die Elektromobilität kaum Zukunftschancen, und deshalb haben die europäischen Normungsorganisationen „CEN“, „CENELEC“ und „ETSI“ bereits in 2010 das Mandat erhalten, ein EU-weit einsetzbares, einheitliches Ladesystem für Elektrofahrzeuge zu erarbeiten – angefangen bei dem standardisierten Stecker über Batteriesysteme bis hin zu Sicherheitsvorkehrungen für den Elektroantrieb.

Auch mehr als 20 führende europäische Stromversorger und Autokonzerne sind vermutlich noch mit der Standardisierung dieser „Zukunftstechnologie“ befaßt. Relevante Stromspeicher sind komplex und gekennzeichnet durch eine hohe Leistungsdichte, geringe Ladezeiten und einem geringen Gewicht – ausgerichtet auf eine möglichst lange Lebensdauer.

Elektroauto – Vorteile nutzen

Der Elektroantrieb wird als verbrauchsarm gehandelt und ist damit charakterisiert als eine der aussichtsreichsten Mobilitätsformen der Zukunft. Elektro-Mobilität soll sich zu einem Teil des Energieversorgungsnetzes entwickeln und dadurch den Anteil klimafreundlicher Stromerzeugung erhöhen. Insbesondere sollen sich die tages- und jahreszeitlich schwankenden Anteile erneuerbarer Energien im Netz besser nutzen lassen, da die Batterien der Elektro-Autos zeitlich variabel geladen werden können.

Auf die Vorzüge von Elektrofahrzeugen wird schon seit einigen Jahren aufmerksam gemacht – Mobilitätsdienstleister, Energieversorger, Parkraumanbieter und diverse Interessengruppen für eine grüne Mobilität sehen sich als Protagonisten – sicherlich nicht ganz uneigennützig. Und trotzdem – dass sich potenzielle Kunden in absehbarer Zeit freiwillig zu einem Elektroauto bekennen, wird in Abrede gestellt: „Der Kunde will nicht.“

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