Innovationsklima verbessern – erwünschte Innovationen realisieren

Der Bundesverband der Deutschen Industrie e.V. (BDI) beklagt die „mangelnde Innovationsoffenheit“ in der deutschen Gesellschaft und sucht „Best Practices“ in anderen Ländern, die damit weniger Probleme haben. Als Lösungsansätze gelten etwa „wissenschaftlich begründete Entscheidungen“, die „Einbindung der Gesellschaft in Technologieprojekte“ aber auch eine „bessere Rechtssetzung als Instrument der Innovationsförderung“ und „neue politische Instrumente“. Die gesellschaftliche Kritik an Innovationen ist allerdings nichts Neues – genauso wie die hinlänglich bekannten Ansätze und Handlungsempfehlungen, zur Bewältigung entsprechender Konflikte.

Innovationsklima – Richtlinien und Empfehlungen

Seit 2008 ist eine Expertenkommission für „Forschung und Innovation“ damit beschäftigt, Handlungsempfehlungen für die deutsche Innovationspolitik zu erarbeiten. Aktuell empfiehlt diese Expertenkommission etwa den „konsequenten Einsatz wissenschaftlich fundierter Evaluationen von forschungs- und innovationspolitischen Maßnahmen“. Hierbei sollen „schon bei der Planung der Maßnahmen auch konkrete Ziele festgelegt und geeignete Indikatoren benannt werden, mit denen die Erreichung der Ziele in der Folge auch überprüft werden kann  – soweit das möglich ist“. Solche grundlegenden Forderungen im 7. Gutachten dieser Art vorzufinden, ist zumindest überraschend.

Innovationsklima – der VDI-Index

Der zwischen 2006 und 2009 ermittelte VDI-Innovationsklima-Index resultierte aus den entsprechenden Einschätzungen der VDI-Mitglieder – im Hinblick auf die innovative Entwicklung in den Branchen. Der VDI-Innovationsklima-Index galt als Frühindikator und Stimmungsindex zur Entwicklung des Technologiestandorts Deutschland.

VDI-innovationsklima_index_III-2009

Die definierte Bandbreite der pessimistischen beziehungsweise optimistischen Stimmungswerte lag zwischen -100 und +100. An den vierteljährlichen Umfragen hatten jeweils etwa 1.000 Ingenieure teilgenommen – so der VDI. Der VDI-Innovationsklima-Index ist bedauerlicherweise seit 2009 eingestellt.

Innovationsklima – die Kernprobleme

Nur akzeptierte Innovationen sind auch zukunftsfähig und die gesellschaftliche Akzeptanz von Innovationen ist nicht selbstverständlich. Vor diesem Hintergrund wird versucht, die Notwendigkeit  innovativer Produkte und Dienstleistungen öffentlich zu deklarieren – etwa über den Bürgerdialog Zukunftstechnologien. Eine bessere Verzahnung von Wissenschaft und Wirtschaft soll hierbei unterstützen.

Innovationsklima – im Sinne der Nutzer

Nur die Anwender und Nutzer definieren den eigentlichen Wert einer Innovation. Dabei gibt es immer potenzielle Kunden, die „vertraute Lösungen“ einfach nicht aufgeben wollen oder Innovationen mit dem Attribut „Overengineering“ oder „Risiko“ ablehnen. Für Innovationssprünge ist dort nur wenig Raum – zunächst jedenfalls. Zukunftsorientierte Unternehmen sollte das keinesfalls hindern, sich proaktiv mit grenzüberschreitenden Innovationen zu beschäftigen und potenzielle Anwender frühzeitig einzubinden. Gleichwohl gibt es auch Innovationen, die von potenziellen Nutzern vergeblich angemahnt werden.

Innovationsklima – die Servicekomponente

Innovative Materialien und Technologien bieten Chancen, den Service effizient, ökologisch, kostengünstig und damit attraktiv zu gestalten. Innovativer Service orientiert sich an entsprechenden Prozessen, die Transparenz schaffen und das Klima der Kundenbindung begünstigen. Erfolgreiche Serviceunternehmen gestalten innovativen Service aus der Wahrnehmung veränderter Kundenanforderungen – darüber hinaus sind kreative Lösungen in der Lage, Kundenwünsche auch zu stimulieren.

Innovationsklima – „Derwent World Patents Index“

Als Maßstab der Innovation gilt die Patentaktivität. Globale Investitionen in Innovationen und deren Kommerzialisierung erscheinen 2014 in einer vielversprechenden Zukunft – geht man von der Datenanalyse aus, die Thomson Reuters in seinem Innovationsbericht 2014  präsentiert. Die in dem Innovationsbericht verwendeten Daten entstammen der DWPI-Datenbank (Derwent World Patents Index) von Thomson Reuters.

Mitarbeiter gesucht – Chancen ausloten

Das Beschäftigungsbarometer zum deutschen Arbeitsmarkt ist im November 2014 gefallen – Unternehmen beabsichtigen, nur noch vereinzelt mehr Personal einzustellen, deklariert das ifo Institut und erkennt für den Moment nur eine geringe positive Beschäftigungsdynamik. Anders die Bundesagentur für Arbeit – diese stellt fest, dass die Zahl der „arbeitslosen Menschen“ im November 2014 weiter zurückgegangen ist und geht von einer günstigen Entwicklung trotz Wachstumsschwäche aus.

Mitarbeiter gesucht – Status und Prognose

Ungeachtet propagierter Analysen, darf man getrost unterstellen, dass der Bedarf an qualifizierten Mitarbeitern für erfolgsorientierte Unternehmen unverändert hoch ist und auch bleibt. Ob der Bedarf an Mitarbeitern zu weiteren Einstellungen führt oder das Potenzial an verfügbaren Fachkräften besser genutzt wird, ist eine andere Frage.

Mitarbeiter gesucht – loyal und flexibel

Die Signale aus der Wirtschaft sind widersprüchlich und trotzdem eindeutig. Auf der einen Seite verbinden Unternehmen Stellenangebote mit dem Wunsch nach maximal loyalen Fachkräften – andererseits können auch grundlegend neue Arbeitsstrukturen geplant sein, gestützt auf relativ kleine Kernbelegschaften, flexible Spezialisten in Zeitarbeit und externe Dienstleister.

Mitarbeiter gesucht – interne Ansätze

Für Unternehmen bietet es sich an, bereits verfügbare, qualifizierte Fachkräfte immer besser einzusetzen – also die Passgenauigkeit zwischen Mitarbeiter und Job zu erhöhen. Hierbei sind  Coaching und Mentoring wirkungsvolle Methoden, um Mitarbeiter zu entwickeln – hierarchiefreie Lernpartnerschaften zu etablieren, zeigt sich als Königsweg.

Mitarbeiter gesucht – externe Ansätze

Um die Leistungsfähigkeit von Unternehmen durch weitere Mitarbeiter zu sichern, können diese einem systematischen Job-Profiling unterzogen werden. Unverzichtbar ist es, berufsspezifisch relevante Charakterstärken vorrangig zu berücksichtigen. Ob der Wettbewerb um Mitarbeiter mehr die qualifizierten, bereits vertraglich gebundenen Fachkräfte berücksichtigt oder eher die arbeitssuchenden Fachkräfte, sei dahingestellt.

Mitarbeiter gesucht – der Marktwert entscheidet

Für Fachkräfte ist die Fähigkeit zur Selbstvermarktung obligatorisch – mit der persönlichen Verpflichtung, kontinuierlich den beruflichen Marktwert zu überprüfen. Wie sonst kann eine Karriereplanung realisiert werden. Aus einer gesicherten Position heraus, sind neue berufliche Chancen relativ entspannt zu sondieren. Daher empfiehlt es sich, frühzeitig damit zu beginnen – denn wer sich in Turbulenzen befindet, kommt auch mit dem Marktwert recht schnell ins Trudeln.

Ausgereifter Service – das Ziel führender Serviceunternehmen

Digitaler Service umfaßt sowohl Systembetreuung als auch Kundenbetreuung, mit der Tendenz zu Smart Services – einen entsprechenden Reifegrad nehmen führende Serviceunternehmen bereits für sich in Anspruch. Folgerichtig bewerten sie dann auch die zukünftige Bedeutung datenbasierter Mehrwertdienstleistungen signifikant höher als ihre derzeit weniger erfolgreichen Mitbewerber.

Ausgereifter Service – global betrachtet

Globaler Service ist vor allem interkultureller Service – und damit eine Steigerung dessen, was bereits in der gewohnten Servicekultur an MIßverständnissen möglich ist – auch in einer vermeintlich homogenen Kultur kann es unterschiedliche Wertvorstellungen geben. Das international gültige Erfolgsprinzip ist jedoch so schlüssig wie einfach: Wer Service erfolgreich durchführen will, muß die Persönlichkeit des individuellen Kunden kennenlernen, sich hierbei über dessen Wertvorstellungen klar werden und diese dann auch berücksichtigen.

Ausgereifter Service – über die Community

Kundenservice gilt als Einsatzfeld für eine sogenannte Business-Community – generell definiert sich diese als „geschäftlich orientierte Gemeinschaft, die über das Internet oder ein Intranet themenbezogen kommuniziert“. Über „Plattformen“ soll der Kundenservice  ein möglichst zeitnahes Kundenfeedback generieren, worauf sinnvollerweise auch zeitnah zu reagieren ist. In der Regel hat das natürlich auch Auswirkungen auf weitere Business Communities, die im Unternehmen gegebenenfalls etabliert sind.

Ausgereifter Service – hat eine Wissensbasis

Der intuitive Zugang zu Wissensquellen, um Kundenanliegen schnellstmöglich immer weiter einzugrenzen, gilt im Servicegeschäft als Wettbewerbsvorteil. Eine entsprechend gepflegte Wissensbasis ist geeignet, um Kunden positive Erlebnisse zu verschaffen – sowohl über die Mitarbeiter im Service Center als auch im Online Self Service.

Ausgereifter Service – nur mit Datenschutz

Systematische Ansammlung von Fachwissen und kontinuierliche Verbesserungsprozesse garantieren dauerhaften Service-Erfolg – vorausgesetzt man fährt ein tragfähiges Konzept gegenüber „NSA, google, facebook & Co.“, denn unstrittig hat auch ein adäquater Datenschutz seinen Platz als Wettbebewerbsfaktor.

Ausgereifter Service  – auf vielen Feldern

Effiziente und transparente Serviceeinsätze, mit einem möglichst niedrigen Verwaltungsaufwand, stützen sich auf einen zielführenden, papierlosen Informationsfluss. Eine bequeme Ersatzteillogistik ist flankiert von einem Optimum an sicheren Lagerbeständen. Die Umsatzentwicklung im Service ist gegebenenfalls beeinflußt von verfügbarkeitsbasierten Geschäftsmodellen – die simuliert werden können, um drohende Pönalen im voraus zu bewerten. Servicespezifische Aktivitäten zur „Umweltschonung“ sind geeignet, das Servicegeschäft zu steigern. Und grundsätzlich gilt: Die Zufriedenheit von Kunden und Servicemitarbeitern ist unteilbar.

Vorgenannte Themen und entsprechende Erkenntnisse präsentierte der KVD Service Congress 2014.

Sicherheit im Netz – keine einfache Formel in Sicht

Sicherheit im Netz benötigt vor allem eines: Aufklärung.
Vornehmliches Ziel der Nationalen Initiative für Informations- und Internet-Sicherheit e.V. (NIFIS) ist es deshalb, Vertraulichkeit, Verfügbarkeit und Integrität sowie den sicheren Transport von Daten in digitalen Netzwerken sicherzustellen. Der Tenor lautet: Je mehr Unternehmen weltweit vor den Gefahren aus dem Netz aufgeklärt werden, desto geringer ist der zu befürchtende Schaden.

Sicherheit im Netz – Europäische Datenzentren sind neuralgische Punkte

Zertifizierte  Datensicherheit in europäischen Rechenzentren soll deren Grad an realisierter Sicherheit ausweisen – ausgerichtet auf die entsprechende Infrastruktur. Bewertet wird die Redundanz des Sicherheitskonzeptes sowie dessen organisatorische, bauliche, versorgungsspezifische und technische Sicherheit. Bis zu fünf Sterne hat der Verband der deutschen Internetwirtschaft e.V. für eine zertifizierte Auszeichnung vorgesehen.

Sicherheit im Netz – eine Orientierung

Aktuelle Empfehlungen zu diesem Thema konzentrieren sich auf eine kritischere Auswahl der Cloudanbieter, die Förderung von Innovationen im Bereich IT-Sicherheit und Datenschutz sowie die unangenehme Erkenntnis, dass nicht nur der externe sondern auch der unternehmensinterne „Saboteur“ und „Datenklau“ zu berücksichtigen ist.

Sicherheit im Netz – eine Allianz

BSI und BITKOM propagieren eine „Allianz für Cyber-Sicherheit“ als Beitrag zur Umsetzung einer Cyber-Sicherheitsstrategie für Deutschland. Diese Allianz geht von einem hohen Gefährdungspotenzial aus – mit Angriffen, die über den Cyber-Raum auf digitale Identitäten, vertrauliche Daten und die Verfügbarkeit elektronischer Prozesse zielen. Die Allianz für Cyber-Sicherheit versteht sich als Plattform, um diese Gefährdungslage einzudämmen.

Sicherheit im Netz – mit Compliance gegen Wirtschaftsspionage

Spionageaktivitäten sind naturgemäß darauf ausgerichtet, Schwachpunkte in den Unternehmensprozessen zu identifizieren und auszunutzen. Über das Compliance-Management sollen sich in den Unternehmen ein entsprechendes Gefahrenbewußtsein vor Technologie-Diebstahl entwickeln und entsprechende Verhaltensgrundsätze  etablieren.

Sicherheit im Netz – und ihr Preis

Vermutlich sind sich Unternehmen dessen bewusst, dass ihre Ausgaben für IT- und Informationssicherheit kontinuierlich ansteigen – der Schutz der IT-Infrastruktur vor Angriffen, einem unreglementierten Umgang mit Social Networks am Arbeitsplatz, einem unreflektierten Einsatz von Software-as-a-Service (SaaS) oder Cloud Computing fordert seinen Tribut.

Personaldienstleister – mit dem diskreten Blick auf Kompetenzen

Die Suche nach personellen Ressourcen für Unternehmen stützt sich auf umfassende Kenntnisse über komplexe Zusammenhänge. Es gilt, kürzere Nachfragezyklen und neue Zielmärkte immer besser abzudecken. Gefragt sind Mitarbeiter mit der Begabung, sich möglichst schnell und flexibel zusätzliche Kompetenzen anzueignen – insbesondere dann, wenn Kandidaten mit Idealprofil nicht erreichbar sind. Für Personaldienstleister eine unverändert anspruchsvolle Marktsituation.

Personaldienstleister brauchen Geduld und Empathie

Die Vermittlung zwischen Unternehmen und potenziellen Kandidaten beansprucht vor allem Geduld. Trotzdem ist das Ziel dieser Dienstleistung klar: mit möglichst geringem Aufwand das schnellste und beste Ergebnis zu erzielen. Erfolgreiche Personaldienstleister setzen auf eine vertrauensvolle, bilaterale Moderation – gilt es doch, die Anforderungen zweier Parteien aufeinander abzustimmen und mit Empathie den gemeinsamen Nenner herauszufiltern.

Personaldienstleister zwischen Anforderungen und Kompetenzen

Einen einzelnen Kunden optimal zu betreuen, ist bekanntlich ein anspruchsvolles Unterfangen – die Zufriedenheit zweier Kunden vermittelnd zu realisieren, liegt auf einem weitaus höheren Niveau. Personaldienstleister müssen auf diesem Terrain sicher agieren können – die Interessenlage zwischen einem Unternehmen und einem potenziellen Kandidaten dürfte in den seltensten Fällen zu 100% identisch sein.

Personaldienstleister fokussieren die ausbalancierte Interessenlage

Über Zugeständnisse und Abstriche wird die Interessenlage ausgeglichen – und das gelingt um so besser, je passgenauer die Vorauswahl im Hinblick auf übereinstimmende Schwerpunkte stattgefunden hat. Hierzu zählen: die Art der Organisation, die Schnittstelle zu Kunden, das Produktportfolio, die relevanten Fähigkeiten, die gelebte Arbeitsmentalität, der definierte Verantwortungsbereich und sicherlich auch das Gehaltsniveau.

Personaldienstleister gelten als diskret

Die Akzeptanz der Personaldienstleister ist sowohl abhängig von ihrem Renommee als auch von ihrer Vorgehensweise. In diesem Sinne sind Personaldienstleister gefordert, die Wechselbereitschaft potenzieller Kandidaten zu erkennen – beziehungsweise Kriterien zu sondieren, die eine solche Bereitschaft auslöst. Gleichwohl sind sie auch verpflichtet, die Einstellungsbereitschaft der Unternehmen zu beurteilen.

Personaldienstleister beachten die Persönlichkeitsrechte

Die Aktivitäten der Personaldienstleister richten sich nach dem Bundesdatenschutzgesetz. Und das bedeutet, dass alle Kontaktdaten und Kommunikationsdaten vertraulich und verschwiegen zu behandeln sind sowie „persönliche Koordinaten“ nur nach ausdrücklicher Freigabe an Dritte weitergegeben werden dürfen.

Finanzberatung – Dienstleistung mit Verbesserungspotenzial

Die honorierte Finanzberatung ist seit dem 15.07.2013 gesetzlich geregelt – und doch den meisten Kunden noch nicht geläufig, so die Erkenntnisse des Private Finance Instituts (PIF) der European Business School. Fakt ist offenbar, dass eine bewußte Entscheidung zwischen einer provisionierten und einer honorierten Finanzberatung nicht stattfindet und eine überwältigende Mehrheit potenzieller Kunden von einer generell kostenfreien Finanzberatung ausgeht.

Diese Entwicklung deckt sich mit den PIF-Erkenntnissen von 2009, wonach der provisionierte Vertrieb von Finanzprodukten nach wie vor eine zentrale Rolle spielt: Von 1.400 online befragten Beratern vermitteln 91% „Investmentfonds“, 86% „Versicherungen“, 76% „Finanzierungen“ und 64% „geschlossene Beteiligungen“. Dabei werden durchschnittlich 79% des Umsatzes durch Provisionen aus dem Vertrieb von Versicherungen (41%), Investmentfonds (28%) und geschlossenen Beteiligungen (10%) generiert.

Finanzberatung – definiert als systemgestützter Beratungsprozess

Auch der systemgestützte Beratungsprozess bei Finanzgeschäften ist unverändert aktuell – propagiert durch das Institut ibi research. Eine verstärkte Interaktion zwischen Kunde, Berater und Technik soll hierbei sicherstellen, dass eine echte Qualitätsverbesserung bei der Beratung von privaten Banken- und Versicherungskunden realisiert werden kann – unter Beücksichtigung der Anforderungen sämtlicher Stakeholder, Kunden, Berater, Bankaktionäre und der Bankenaufsicht.

Finanzberatung  – mehr Verbindlichkeit durch Beratungsprotokolle

Wie heißt es doch so schön: „Was du schwarz auf weiß besitzt, kannst du getrost nach Hause tragen.“ Und deshalb gibt es seit 2010 die Pflicht, Finanzberatungen zu protokollieren – worauf sich Bankkunden gegebenenfalls berufen können.  Das Beratungsprotokoll ist dem Verbraucher auszuhändigen.

Wesentliche Elemente des Beratungsprotokolls sind laut Gesetz: der Anlass und die Dauer der Beratung, die persönliche Situation und die wesentlichen Anliegen des Kunden sowie die im Verlauf des Beratungsgesprächs erteilten Empfehlungen und die dafür maßgeblichen Gründe.

Kein Kunde muss sich bei der Fixierung seiner „individuellen Wünsche und Bedürfnisse“ mit standardisierten Textbausteinen seiner Bank zufrieden geben. Eine Unterschrift des Kunden unter das Beratungsprotokoll ist gesetzlich auch nicht vorgeschrieben. Überdies steht jedem Kunden natürlich frei, mehrere Banken oder Finanzberater zu konsultieren.

Finanzberatung – Dienstleister versus Banken

Der Bundesverband der Dienstleistungswirtschaft (BDWi) propagiert schon seit einiger Zeit, dass sich die Verbände der Versicherungs- und Finanzdienstleistungsvermittler bei der Beratung und Vermittlung um immer höhere Qualitätsstandards bemühen – im Gegensatz zu Banken, die vielfach mit dafür unqualifiziertem Personal arbeiten.

Die Forderung des BDWi lautet: Für die Banker sollen die gleichen Regeln gelten wie für selbständige Vermittler von Versicherungen und Finanzdienstleistungen. Der Verband bezieht sich hierbei auf die „fortwährenden Enthüllungen über Falschberatungen durch Bankangestellte“ – und verweist darauf, dass die Vermittlerbranche zu unrecht mit „den fragwürdigen Beratungen und Vermittlungen der Banken“ in Verbindung gebracht werden.

Finanzberatung von und für Unternehmen – Hersteller bieten Alternativen

Die Finanzierung von Investititonen ist nicht zwingend über Banken abzuwickeln. Gegebenenfalls halten auch Herstellerunternehmen diverse Finanzdienstleistungsprodukte in ihrem Portfolio. Im Gegensatz zu den externen Bankberatern besitzen die Finanzberater der Unternehmen einen direkteren Bezug zum Geschäft eines potenziellen Kunden.

Herstellerunternehmen, die auch finanzspezifische Beratungsleistung anbieten, geht es um die Entwicklung des Kundengeschäftes – eventuell sogar um eine entsprechende Beteiligung am Geschäft des Kunden. Betreiber können eine fachkompetente und zielorientierte Beratung zu ihrem Investitionsbedarf erwarten. In der Regel haben Investitionsgüter-Hersteller bereits Lösungsmodelle vorbereitet, die dann nur noch bedarfsgerecht angepasst werden.

Streik – wer nicht hören will, soll fühlen

Wenn der Unmut über unternehmensspezifische Zustände oder Absichten wächst und sich die Interessenvertreter unzufriedener Mitarbeiter hierzu kein Gehör verschaffen können, soll eine Arbeitsniederlegung stimulierenden Druck aufbauen – konsequenter Gegendruck kann bekanntlich auch zu Aussperrungen führen.

Die Palette möglicher Forderungen reicht von existenziellen Verbesserungen bis hin zur Durchsetzung von Privilegien. Ob es sich bei entsprechenden Verhandlungen um reines Powerplay von Lobbyisten handelt, sei dahingestellt – mit wirtschaftlichen Folgeschäden im Streikfall ist jedenfalls zu rechnen.

Streik – sogar im Dienstleistungssektor

Die Bedeutung von Dienstleistungen tritt spätestens dann schlagartig in das Bewusstsein, wenn entsprechende Aktivitäten ausgesetzt sind. Dabei widerspricht ein Streik fundamental dem individuellen Selbstverständnis eines Dienstleisters. Kunden sollen zwar nicht unter dem Streik leiden, sind aber automatisch Mittel zum Zweck – ein Streik wird zwangsläufig auf dem Rücken der Kunden ausgetragen.

Streik – plus Kampf um die Akzeptanz der Kunden

Wenn der Servicemotor still steht, beginnt das große Warten der Kunden – im Spannungsfeld zwischen Unverständnis und Wohlwollen.  Hierbei können streikende Dienstleister sehr leicht die Gunst ihrer Kunden verlieren – sollte es nicht gelingen, den Grund für die verweigerten Leistungen plausibel zu machen. Keinesfalls sollte die Geduld der Kunden überstrapaziert werden. Notdienste können nur einen Teil der Kunden vorübergehend zufriedenstellen. Und inwieweit Kunden das erwartete Ergebnis einer erzielten Streiklösung – im Hinblick auf kundenspezifische Auswirkungen – letztlich akzeptieren, ist eine ganz andere Frage.

Streik – wenn der Druck aus Schlüsselpositionen kommt

Kritisch wird es besonders dann, wenn Mitarbeiter in Schlüsselpositionen unzufrieden sind. Naturgemäß können Funktionsträger einen ganz besonderen Druck ausüben, um ihre Interessen durchzusetzen. Um diesen Trumpf auszuspielen braucht es also keine „Massenbewegung“ – es genügt, wenn eine relativ kleine Gruppe sich stark macht und gegebenenfalls Prozesse lahmlegt.

Streik – kein Thema für elitäre Spezialisten

Mitarbeiter, mit besonders nachgefragten Qualifikationen, haben in der Regel keinen Bedarf an Streiks, um ihren Status voranzutreiben. In der Regel verfügen sie über ein ausreichend stichhaltiges Verhandlungspotenzial zur Absicherung ihrer beruflichen Zielvorstellungen. Sind diese in einem Unternehmen nicht mehr realisierbar, wird die Karriere in einem anderen Unternehmen fortgesetzt.

Streik – fokussiert die Alternativen des Wettbewerbs

Wenn ein Unternehmen bestreikt wird, bevorteilt dies voraussichtlich dessen Mitbewerber – beispielsweise im Bereich der Personenbeförderung: Airlines, die Bahn, Fernbusse und sonstige Mobilitätsdienstleister spekulieren nun mal auf Reisende, die im Streikfall nach Alternativen suchen. Ein Streik ist also immer auch ein Impuls, der Kunden eingefahrene Zustände hinterfragen lässt und auch unbeabsichtigte Veränderungen provozieren kann.

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