DIN – Normungsprozess im Servicebereich schreitet voran

Der Kundendienst-Verband Deutschland e. V. hat das Deutsche Institut für Normung e. V. mit dem Dienstleistungspreis 2010 ausgezeichnet. Damit soll herausgestellt werden, dass die Normung von Dienstleistungen für einen effizienten Serviceprozess von großer Bedeutung ist. Durch die intensive Beteiligung des Verbandes sollen sich auch für die KVD-Mitgliedsfirmen Chancen eröffnen, Einfluss auf den Normungsprozess zu nehmen. So könnten „Anregungen eingebracht und Bedenken zu Gehör gebracht werden“. Zur Akzeptanz von Servicenormen hat der servicereport bereits in 2006 eine “nicht repräsentative Umfrage” durchgeführt.

Normungsprozess – diskussionswürdige Standpunkte:

  • „Ich halte die Normung von technischen Dienstleistungen nur mit vielen Ausnahmen für durchführbar, denn Sondermaschinenbauer müssen andere Leistungen als Serienmaschinenbauer anbieten.“
  • „Aus Kapazitätsgründen sind kleine Unternehmen meist gar nicht in der Lage, Ihre Dienstleistungen danach auszurichten.“
  • „Ein solches Normungsprogramm finde ich überflüssig, da unser Service sehr spezifisch und technisch hochwertig ist. Unsere Ingenieure gehen bei Fehlerbehebungen und Wartungsarbeiten nach firmeninternen Prozeduren vor und werden auch danach beurteilt. Einer Normung auf europäischer Ebene unterstelle ich nachfolgend einen erhöhten bürokratischen Aufwand ohne zusätzlichen Wertzuwachs.“
  • „Eine Normung im Bereich Dienstleistungen ist generell sehr zu begrüßen, da somit für den Endkunden die Leistungen verschiedener Anbieter besser vergleichbar sind. Auch würde sich bei einer einheitlichen Normung die Spreu vom Weizen trennen, da es auf diesem Gebiet sehr viele schwarze Schafe gibt.“
  • „Es ist mir nicht bekannt um welches Normungsprogramm es sich handelt, ich bin aber durchaus interessiert zu erfahren um was es im Speziellen geht.“
  • „Normung im Dienstleistungsbereich ist sicherlich ein interessantes Thema. Zur Zeit sehe ich bei uns jedoch keinen Bedarf.“

Normungsprozess – die Protagonisten

Um einen internationalen Standard von Dienstleistungen, Produkten und Materialien zu realisieren, arbeitet DIN auch mit dem [email protected] e.V. zusammen. Und im Bereich der Instandhaltungsnormung orientiert sich DIN am Deutschen Komitee Instandhaltung (DKIN); dem Forum Vision Instandhaltung (FVI); der Gesellschaft für Instandhaltung (GFIN), der REFA-Fachorganisation Instandhaltung sowie dem Verein Deutscher Ingenieure (VDI) , Fachausschuss Instandhaltung.

Weiterbildungsbedarf ist unübersehbar: Lerndienstleister investieren in Qualitätssicherung

Bildungsdienstleistung hat eine Norm. Die DIN ISO 29990 bietet eine gemeinsame Qualitätsbasis für internationale Einrichtungen der Aus- und Weiterbildung und definiert grundlegende Anforderungen an Lerndienstleistungen und Lerndienstleister. Ziel der Norm ist die Schaffung eines umfassenden Qualitätsmodells für die berufliche Praxis und Leistungserstellung. Sie soll als gemeinsame Referenz für Lerndienstleister und ihre Kunden herangezogen werden, um Aus- und Weiterbildung zu planen, zu entwickeln und durchzuführen.

Investition in den Weiterbildungsbedarf lohnt sich immer

Diese Norm kommt sicher den Weiterbildungsanbietern entgegen, die derzeit verstärkt in Qualitätssicherung investieren. Wie das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) vermerkt, erlangen formale Anerkennungen und Zulassungen eine immer größere Bedeutung. Und das hat sicher auch etwas mit der Entwicklung der Weiterbildungsbranche zu tun: Offenbar wird die wirtschaftliche Stimmung nach wie vor positiv beurteilt, aber im Trend 2010 zeigt sie deutlich nach unten. Allerdings gibt es auch eine gegenläufige Entwicklung; und zwar bei Weiterbildungsanbietern, die mindestens die Hälfte ihrer Einnahmen von Betrieben erhalten. Bei diesen Anbietern hat sich das Geschäftsklima signifikant gesteigert; auch in den nächsten zwölf Monaten wird eine sehr positive Geschäftsentwicklung erwartet. Hintergrund ist, dass die Betriebe aufgrund der positiven Entwicklung der Gesamtwirtschaft anscheinend wieder mehr in die Weiterbildung investieren.

Weiterbildungsbedarf – nachgefragt und abgelehnt

Tatsächlich ist der Weiterbildungsbedarf in den Unternehmen unübersehbar. Wie das VDI Wissensforum ín diversen Branchen ermittelt hat, vertreten 55,3 Prozent der befragten Fach- und Führungskräfte die Meinung, dass das eigene Unternehmen nicht genug Weiterbildung ermöglicht. Und 10,3 Prozent der Befragten geben sogar an, dass ihr Unternehmen nur in absoluten Ausnahmefällen oder nie Fortbildungsmaßnahmen anbietet. Als Hauptgründe hierfür werden primär die Kosten angeführt, gefolgt von den Fehlzeiten und unpassenden oder nicht erforderlichen Weiterbildungsangeboten.

Weiterbildungsbedarf der Internetwirtschaft

In der digitalen Wirtschaft sind strukturierte Berufsdefinitionen und klare Anforderungsprofile noch immer lückenhaft. Der „Bundesverband Digitale Wirtschaft“ hat sich daher vorgenommen, eine passgenauere Ausbildung und den Weiterbildungsbedarf im Bereich der Internetwirtschaft zu forcieren. Hierzu wurde das „Forum Bildung und Personalentwicklung“ gegründet, das sich außerdem um das Recruitment und die Personalarbeit in den Unternehmen kümmern will: „Der Erfolg der digitalen Wirtschaft steht und fällt mit dem Know-how der Beschäftigten. Es ist daher wichtig die Weiterentwicklung des Personals und der Führungskräfte kontinuierlich voranzutreiben sowie aktuelle und künftige Personalanforderungen aufzuzeigen“ – so das BVDW Forum Bildung und Personalentwicklung im Bundesverband Digitale Wirtschaft.

Loyale Kunden wecken hohe Erwartungen – Servicegeschäft erreicht neue Dimension

Das Dienstleistungsforum 2011 fokussiert die Trend-Erkenntnis, dass das Shareholder Value der vergangenen Jahre ausgedient hat und vom Leitgedanken der konsequenten Kundenorientierung abgelöst wird. Unternehmen sollen sich darauf konzentrieren, wie sie mit bestmöglichen Leistungen “hohe Erlöse gemeinsam mit ihren loyalen Kunden” realisieren können. Diese werden zunehmend als aktive und selbstbewusste Partner wahrgenommen, die auch imstande sind an wertschöpfenden Aktivitäten mitzuwirken.

Loyale Kunden in der Wertschöpfungskette

Die Wertschöpfungskette kann generell vom Kunden ausgehen, also rückwärts optimiert und neu gestaltet werden; wie Professor Arndt Borgmeier von der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Aalen definiert: Hierbei ist die „Ressource Kunde“ nicht nur Entwicklungspartner für die Hardware sondern zugleich „Produktionsfaktor“ und außerdem noch Ziel für aufbauende industrielle Serviceleistungen. Dies kann sogar bis zum Wandel von historisch erfolgreichen Geschäftsmodellen führen. Einige Unternehmen haben sich vom Hersteller zum Prozessberater bis hin zum Betreiber und Dienstleister gewandelt. Sie verdienen ihr Geld mehr mit Dienstleistungen als mit der zugrundeliegenden „Hardware“.

Loyale Kunden konsequent einbinden

Wertschöpfende Triggerimpulse werden etwa im Rahmen von Anwendertagen erzeugt. Wenn solche Tagungen gut verlaufen, bringen Kunden ihre Wünsche zur Sprache und markieren verbesserungswürdige Systembereiche. Entsprechend erhalten Unternehmen Feedback zu ihren Optimierungsansätzen. Einen Schritt weiter gehen Anwender-Workshops, um problematische Konstellationen im Systembetrieb nachhaltig zu bereinigen; womit natürlich auch Störungen präventiv zu verhindern sind. In Workshops mit besonders qualifizierten Anwendern ist sogar Entwicklungsarbeit möglich, aus der im besten Fall direkt umsetzbare Lösungen hervorgehen.

Loyale Kunden sind Partner

Hinzu kommen Joint Ventures mit Kunden oder “joint-venture-ähnliche” Kundenbeziehungen. Hierbei werden gemeinsame Geschäftsinteressen verfolgt und auf Basis partnerschaftlich entwickelter Lösungen auch realisiert. Bisher waren solche Kooperationen eher auf “Key Accounts” oder “Lead User” konzentriert. Nun sollen verstärkt die Methoden des Community Managements oder der Managed Customer Networks eingesetzt werden, um “loyale Kunden zu binden”. Was hierbei zählt, ist die “gemeinsame Erwirtschaftung hoher Erlöse”.

Zuverlässige Systeme – Service definiert sich über garantierte Verfügbarkeit

Von technischen Systemen wird eine hohe Zuverlässigkeit erwartet. Systemprobleme lassen sich trotzdem nicht ausschließen. Um teure Ausfallzeiten abzufangen fordern Kunden gegebenenfalls eine vertraglich garantierte Verfügbarkeit. Die entsprechende Kennzahl ermittelt man über die Differenz zwischen Betriebszeit und Ausfallzeit, im Verhältnis zur Betriebszeit. Dieser prozentuale Wert ist allerdings nur dann aussagekräftig, wenn auch die Zeiträume definiert sind. Tendenziell wird ein 24-Stunden-Betrieb vereinbart, bei minimierten – geplanten und ungeplanten – Ausfallzeiten. Somit liegt auf der Hand, dass ein gestörter Systembetrieb möglichst über modulare, schnell austauschbare Einheiten wiederhergestellt wird. Bemühungen um möglichst permanent verfügbare Systeme sind facettenreich.

Zuverlässige Systeme nach DEKRA

Die DEKRA Automobil GmbH untersucht die Verfügbarkeit von Elektrofahrzeugen. Ermittelt wird, wie häufig die Batterien aufgeladen werden müssen und wie sich die Ladezeiten auf die Alltagstauglichkeit der Fahrzeuge auswirken.

Zuverlässige Systeme nach Pixmania-PRO

Die Pixmania-PRO steht für die internationale Verfügbarkeit von Dropshipping-Services, einer neutralen Versandabwicklung im Händlerauftrag. Entsprechenden Support erhalten sowohl kleine Reseller als auch große Versandhäuser und Großunternehmen mit sogenannten “Whitelabel-shops”.

Zuverlässige Systeme nach  Giesecke & Devrient

Die Giesecke & Devrient GmbH gewährleistet die kurzfristige Verfügbarkeit von Diensten im Rahmen der weltweiten Verwaltung von Bankendaten. So können “Card Management and Issuance” sicherstellen, dass zum Beispiel Daten von Zahlungsverkehrskarten im Verlustfall schnellstmöglich wieder zur Verfügung stehen.

Zuverlässige Systeme nach Deutsche Windtechnik

Die Deutsche Windtechnik AG garantiert eine 97-prozentige Verfügbarkeit von Windenergieanlagen über einen umfassenden Vollwartungsvertrag. Der Vertrag umfasst nicht nur die Behebung von Schäden an den Hauptkomponenten, sondern deckt auch Schäden ab, die durch äußere Einwirkungen und höhere Gewalt entstehen.

Zuverlässige Systeme nach BMWi

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) strebt langfristig an, die Verfügbarkeit von Hochleistungsnetzen flächendeckend auszubauen. Bis Ende 2010 sollen alle Regionen mit Breitbandanschlüssen von 1 Mbit/s versorgt sein. Als Zwischenziel sollen bis Ende 2014 für 75 Prozent aller Haushalte Anschlüsse mit 50 Mbit/s verfügbar sein.

Skill Management und Motivationsprogramme ergänzen sich – Unternehmensinitiativen gefragt

Die Anpassung von Mitarbeiter-Skills genießt in den Unternehmen höchste Priorität. Optimal, wenn Skills auch systematisiert und kategorisiert erfasst sind, um so darauf aufzubauen. Außerdem bietet es sich an, Mitarbeiter über ein Belohnungs-Management nachhaltig zu motivieren und dabei individuelle Ansprüche zu beachten. Unternehmen sind gehalten, ihre Mitarbeiter im Sinne ihrer Kunden zu fordern und zu fördern.

Skill Management nach Detecon International

Die Detecon International GmbH propagiert, relevante Kenntnisse und Fähigkeiten von Mitarbeitern eines Unternehmens als strategische Erfolgsfaktoren zu betrachten. Entsprechend sind sie zu erheben, zu steuern und zu pflegen. Es gilt, die benötigten Skills sowohl termingerecht aufzubauen als auch nicht mehr benötigte Skills zurückzufahren oder sogar abzubauen. Mit einem IT-gestützten Skill-Management wird der jeweilige Status der Mitarbeiter quasi kontinuierlich auf neue Anforderungen abgestimmt; was sicherlich einem dynamischen Ranking gleichkommt. Jedenfalls ist es sowohl für Mitarbeiter als auch für Unternehmen optimal, wenn gezielte Weiterbildungsmaßnahmen frühzeitig planbar sind.

Skill Management nach DIHK

Die DIHK honoriert entsprechende Anstrengungen und verleiht hierfür einen Initiativpreis. Prämiert werden vorbildliche Aktivitäten, mit denen sich Qualität und Attraktivität der betrieblichen Aus- und Weiterbildung steigern lassen. In 2011 lautet das Motto: „Gemeinsam für Fachkräfte – bilden, beschäftigen, integrieren“. Als Kriterien für die Bewertung der Vorschläge gelten, neben den allgemeinen Zielsetzungen, dass die Initiativen auf andere Branchen und Unternehmen unterschiedlicher Größen übertragbar sein müssen. Außerdem werden Initiativen ohne direkte staatliche Unterstützung bevorzugt.

Skill Management nach Sodexo Pass

Dass die relevanten und verfügbaren Kenntnisse und Fähigkeiten von Mitarbeitern auch optimal zum Einsatz kommen, beschäftigt die Sodexo Pass GmbH. Das Unternehmen hält nichts davon, die Leistungsbereitschaft von Mitarbeitern nach dem Gießkannenprinzip zu fördern: Incentives sollen exakt den Wünschen der Mitarbeiter entsprechen. In diesem Sinne präsentiert Sodexo ein webbasiertes Performance Suite System. Es soll Unternehmen ermöglichen, eigene Motivationsprogramme und individuelle Prämienkataloge zu konzipieren und zu verwalten.

Skill Management nach Bedarf

In dieser Richtung wirkt auch die Initiative „Familienbewusste Arbeitszeiten“. Sie ist Teil des Unternehmensprogramms „Erfolgsfaktor Familie“ der deutschen Bundesregierung, in Kooperation mit Wirtschaftsverbänden und Gewerkschaften. Die bisher übliche Alternative – entweder Vollzeit oder halbtags- soll durch Modelle mit 30 bis 35 Stunden Wochenarbeitszeit erweitert werden. Wie das realisierbar ist, wird in einer Datenbank mit derzeit 100 Beispielen präsentiert.

Mitarbeiterorientierte Unternehmen betreiben Skill-Management in Verbindung mit persönlich geprägten Motivationsprogrammen. Ergänzend werden Win-Win-Initiativen aktiviert, die geeignet sind, Mitarbeiter für die Unternehmensziele auszubilden, zu beschäftigen und zu integrieren.

Systemintegration forciert den Servicemarkt – Kunden erfolgreich aktivieren

Bestehende technische Systeme werden durch Integration weiterer technischer Systeme oder funktioneller Einheiten verändert. In der Regel, um diese zu verbessern und den Anwendern und Nutzern somit auch mehr Vorteile zu verschaffen. Hierbei werden Systeme komprimiert, alternativ zur Verfügung gestellt, ergänzend realisiert oder einfach ausgebaut.

Systemintegration nach Baumüller

So hat die Baumüller Holding GmbH & Co.KG einen neuen Servomotor entwickelt, in den die Regel- und Leistungselektronik direkt integriert wurde. Was bringt der kompakte Zusammenschluss dieser Systeme? Sicher wird der Verkabelungsaufwand reduziert, die Verfügbarkeit des Gesamtsystems kann sich erhöhen und wartungsfreundlicher kann eine kompakte Konstruktion auch sein. Kurze Wege erlauben einerseits einen schnelleren Informationsaustausch und reduzieren gegebenenfalls den Energieaufwand. Dieses Prinzip hat sich jedenfalls schon öfter bewährt, um “korrespondierende Systeme” zu optimieren.

Systemintegration nach Giesecke & Devrient

Die Giesecke & Devrient GmbH offeriert Mobilfunkbetreibern eine neue “SIM-Card-Client-Technologie” für einen universellen Zugang zu Anwendungen und Diensten sozialer Netzwerke. Was bringt es, diese Lösung in bestehende Mobilfunksysteme zu integrieren? Offenbar ist sie nutzbar für nahezu jeden Handytyp, da die meisten SIM-Karten unterstützt werden. Und sie bietet potenziellen Nutzern von sozialen Netzwerken eine echte Alternative zu Smartphones. Solche Geräte werden weltweit noch von “sehr wenigen” Mobilfunknutzern eingesetzt. G&D geht jedenfalls davon aus und erweitert mit dieser Lösung konsequent das Serviceportfolio der Mobilfunkbranche.

Systeminegration nach der Bundesnetzagentur

Die Bundesnetzagentur hat dem Unternehmen NorGer KS eine Ausnahmegenehmigung zur Errichtung einer ersten Gleichstromverbindungsleitung zwischen Norwegen und Deutschland erteilt. Was erwartet man von diesem Projekt, das von “Vorschriften über den Netzanschluss und Netzzugang” befreit wurde? Es geht um ein positives Signal für die Integration erneuerbarer Energien in den europäischen Strommarkt. Die Verbindungsleitung ermöglicht die Markt-Kopplung der schwankenden deutschen Windstromerzeugung mit der durch Wasserkraft erzeugten Strommenge in Norwegen. Die Absicht ist eindeutig: Um den Wettbewerb zwischen Stromanbietern anzuregen, benötigen eingefahrene Versorgungssysteme entsprechende “Impulse”.

Systemintegration nach TomTom

TomTom hat neue Navigationsgeräte für Nutzfahrzeuge im Programm, womit die Effizienz für Unternehmen verbessert werden soll. Welche Features wurden zusätzlich integriert? Präsentiert werden exakter berechnete Reise- und Ankunftszeiten; und zwar auf Basis reeller Geschwindigkeitsdaten von Millionen Anwendern. Hinzu kommt umfangreicheres Kartenmaterial für über zwei Millionen zusätzliche Straßenkilometer in 45 europäischen Ländern; insbesondere sind kraftstoff-effiziente Routen berücksichtigt. Insgesamt betrachtet, unterstützt TomTom die ständig steigenden Anforderungen, im Außendienst Reisekosten zu minimieren; was sicherlich honoriert wird.

Serviceorientierte Unternehmen beachten kurze Wege, platzieren alternative Lösungen, streben die Ausnahme von der Regel an und erhöhen sukzessive das Niveau selbst gesetzter Standards.

Mobilität mit neuen Services – Wachsende Anforderungen an Kraftfahrzeuge

Im Automarkt haben diejenigen Erfolgschancen, die Kundenpräferenzen am besten sondieren und umsetzen können. Beispielsweise gehen 44% von 142 befragten Top-Entscheidern der Branche davon aus, dass bis ins Jahr 2020 mehr als eine Million “Bestandsfahrzeuge” auf deutschen Straßen mit E-Antrieb unterwegs sein werden. Außerdem identifiziert die Managementberatung Homburg & Partner eine “Nachhaltige Mobilität” als zukünftig bestimmenden Trend in der Automobilbranche. Die “Mobilität als Dienstleistung” wird als zentraler Faktor für den Markterfolg rund um das Auto betrachtet.

Mobilität mit Services

In diese Richtung zielt die Daimler AG mit ihrem Service iPhone App, das “nützliche Tools für den Mercedes-Fahrer” bereithält; mit den Features: Hotline, Parkplatz-Assistent, Parkplatzsuche, aktuelle Informationen und Fahrzeugdaten. Sicherlich macht kein „Service iphone App“ den After Sales Service überflüssig, kann diesen aber sehr sinnvoll unterstützen. Daimler macht sich auch sonst einige Gedanken über Services, die im Automobilbereich realisierbar sind. Nach dem erfolgreich eingeführten Mobilitätskonzept car2go wurde im Oktober 2010 das Projekt car2gether gestartet: Das ist eine webbasierte Mitfahr-Community, die eingehende Mitfahrangebote und entsprechende Gesuche vermitteln kann; über Smartphones von unterwegs oder über den heimischen Rechner. Eine andere bewährte, mobile Alternative bleibt weiterhin das Fahrzeugleasing, – ausgewiesen durch den Zuwachs vom 1. zum 2. Quartal 2010: Das ifo Institut für Wirtschaftsforschung hat ermitttelt, dass sich das Leasinggeschäft von Nutzfahrzeugen um etwa drei Prozent gesteigert hat, das Leasinggeschäft im Segment PKW und Kombi um sechs Prozent.

Mobilität und der Energieverbrauch

Ungeachtet der Besitzverhältnisse, muss sich der europäische Pkw-Verkehr auf neue Kennzeichnungen einstellen, die den “Energieverbrauch” definieren. Das deutsche Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie legt bei der Umsetzung allerdings Wert darauf, die Energieeffizienz eines einzelnen Fahrzeugs nicht nur nach dessen CO2-Emissionen zu beurteilen; auch die Fahrzeugmasse soll berücksichtigt werden. Intention ist, mit dieser “relativen Verbrauchskennzeichnung” die unterschiedlichen Fahrzeugsegmente differenziert darzustellen.

Mobilität mit Biosprit

Für eine bessere Energie-Bilanz soll auch der neue Biokraftstoff sorgen, der ab Januar 2011 an deutschen Tankstellen gezapft werden kann. Der Biosprit für Benziner enthält bis zu 10% Bioethanol und wird an den Zapfsäulen besonders gekennzeichnet: Der Name der Benzinsorte erhält den Zusatz „E10“; also beispielsweise „Super E10“. Die E10-Verträglichkeit von Kraftfahrzeugen wurde von der Deutschen Automobil Treuhand GmbH in einer Liste zusammengestellt; ein Abgleich mit dem Automobilhersteller ist trotzdem empfehlenswert. Bei den Dieselfahrzeugen besteht eine andere Problematik: Hier warten noch 100.000.- Euro darauf, dass sie für die Nachrüstung von Partikelfiltern abgerufen werden; die Förderung läuft noch bis Ende 2010.

Mobilität mit Sicherheitssystemen

Förderungswürdig sind auch Sicherheitskonzepte für unfallfreies Fahren. Nach Ansicht der DEKRA Automobil GmbH ist das für Nutzfahrzeuge keine Utopie mehr. Gleichzeitig wird jedoch eingeräumt, dass bei der Sicherheit der Insassen von Güterkraftfahrzeugen noch deutlicher Nachholbedarf besteht. Die Potenziale im Sicherheitsbereich der Nutzfahrzeuge sollen in den kommenden zwei Jahrzehnten erforscht und effizient ausgeschöpft werden. Es gilt, die Sicherheitssysteme schnellstmöglich und umfassend auf die Straße zu bringen, hierzu gehören:

  • selbsttätig eingreifende Notbremssysteme
  • elektronische Stabilitätskontrolle (ESP)
  • elektronische Notrufsysteme (eCall)
  • Insassen-Rückhaltesysteme
  • automatische Baustellenlotsen
  • Sicherheit und Service an Park- und Rastanlagen

Mobilität mit Fahrassistenz

Als MobileEYE präsentiert sich beispielsweise das nachrüstbare Fahrer-Assistenz-System der K&R Company (UG): für alle PkWs, LKWs, Busse oder sonstige Nutzfahrzeuge. Das System ist auf den richtigen Abstand zu anderen Fahrzeugen und den Fahrbahnmarkierungen ausgerichtet; entsprechende Messungen werden in Relation zur Fahrgeschwindigkeit gesetzt. In Folge wird ein Fahrer in Problemsituationen akustisch und optisch gewarnt. Vorteilhaft ist das naturgemäß nicht nur für Fahrer und Fahrzeughalter sondern natürlich auch für die Kfz-Versicherer. Ein Grund mehr, Versicherungstarife zu vergleichen.

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