Vernetzung korrespondiert mit Service – Optimierung der Innovationskraft

Als erfolgreiche Vernetzung bezeichnet die Daimler AG ihr Mobilitätskonzept car2go, wobei “smart fortwo Fahrzeuge” überall und jederzeit “innerhalb einer Innenstadt” zu Minuten-Preisen gemietet werden können; das Pilotprojekt in Ulm ist abgeschlossen und soll optimiert werden: für aktuell 20.000 Kunden, die bisher 330.000 mal car2go-Fahrzeuge angemietet haben. Das Konzept funktioniert in hochverdichteten Stadtteilen mit Mobilitätsbedarf und wenig Parkraum; das erklärte Ziel der Daimler AG, auch über die Metropolen der Welt “car2go-Netze” zu legen, liegt nahe.

Vernetzung technischer Systeme

Vernetzte Geräte und Maschinen kommunizieren direkt miteinander und mit Ihrer Umwelt; das Consulting-Unternehmen DETECON geht davon aus, dass bisher weltweit bis zu 35 Milliarden Mikrocontroller zur Maschinensteuerung eingesetzt werden. M2M-Lösungen zur Vernetzung von Maschinen ermöglichen hochwertige Services – hier eine Auswahl entsprechender Anbieter:

Vernetzung zur Koordination

Eine spezielle Vernetzung ist die Koordination von Interessenvertretern, um eine gemeinsame Position zu entwickeln; so strebt das Deutsche Bundeswirtschaftsministerium an, Normung und Standardisierung zu nutzen, um Innovationen umzusetzen und zu verbreiten: beispielsweise zur Standardisierung im Bereich Elektromobilität; entsprechend wurde das Deutsche Institut für Normung beauftragt:

  • die “Normungsroadmap E-Mobility“ zu begleiten;
  • eine Studie zur Ermittlung des mittel- bis langfristigen Normungsbedarfs durchzuführen;
  • frühzeitig einheitliche technische Regeln international vorzulegen.

Das DIN soll hierzu die verschiedenen Stakeholder vernetzen und informieren; insbesondere auch die Kreise, die bisher weniger in Normungs- und Standardisierungsaktivitäten eingebunden waren; konzentriert in der Geschäftsstelle Elektromobilität.

Vernetzung der Wissenbasis

Die Vernetzung von Kunden und Partnern mit den eigenen Experten setzt auf Marktpotenziale jenseits herkömmlicher Produkt- und Servicekategorien. So sieht es die T3 GmbH und entwickelt hierzu globale Lern- und Wissensportale, beispielsweise für das Unternehmen Rexroth – hierbei sind:

  • relevante Themen als interaktiver Content über ein Portal erreichbar; stehen aber auch als multimediales Lernmedium oder als gedruckte Trainingsunterlage zur Verfügung;
  • technologische Standardwerke definiert, die ergänzt werden mit Informationen zu relevanten Trends, White Papers, Applikationsbeispielen, Berechnungshilfen, Glossaren, Blogs und Expertenforen; aber auch mit Präsenztrainings, Web-based Trainings, eBausteinen, Webinaren und Lern-Communitys;
  • Trainingssysteme, Trainingsunterlagen, Fachliteratur sowie Lehr- und Lernmaterialien über einen Shop erhältlich.

Ursache für den Einsatz komplexer Informations- und Kommunikationstechnologien ist sicherlich der wachsende Kundenbedarf an exzellent ausgebildeten und informierten Mitarbeitern – so jedenfalls begründet Rexroth die Anpassung seines Dienstleistungsportfolios.

Vernetzung ist vielfältig

Hier eine Auswahl weiterer Ansätze:

Energie: innovativ umgewandelt, erneuert und eingespart

Gesucht wird ein zukunftsfähiges Energiekonzept: der Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. geht hierbei davon aus, dass darin kein Platz mehr ist für Kernkraft und Kohlemeiler; Laufzeitverlängerungen für AKWs blockieren den Ausbau erneuerbarer Energien, meint der BEE und hält es für machbar, dass erneuerbare Energien in Deutschland bis 2020: nahezu die Hälfte der Stromversorgung abdecken; mindestens 500.000 zukunftsichere Jobs schaffen – bei aktuell 300.000 bestehenden Jobs -, sowie den CO2-Ausstoß um 40% reduzieren!

Energie und der Bedarf

Was die energieintensiven Branchen in Deutschland betrifft, halten diese den Weg in das Zeitalter der erneuerbaren Energien allerdings noch nicht für tragfähig; es wird darauf hingewiesen, dass Energie nicht nur sicher und sauber sondern auch bezahlbar sein muss. Und hier haben die energieintensiven Industrien ein Problem mit ihrer derzeit dreifachen Belastung durch:

  • Emissionshandel,
  • Subventionen für erneuerbare Energien,
  • steigende Ökosteuer.

Insofern soll der Energiebedarf auf absehbare Zeit nicht nur durch erneuerbare Energien abgedeckt werden, sondern durch einen ausgewogenen Energiemix; so der Standpunkt der Branchenvertretungen:

  • Bundesverband Baustoffe –Steine und Erden e.V.
  • Verband Deutscher Papierfabriken e.V.
  • Bundesverband Glasindustrie e.V.
  • WirtschaftsVereinigung Metalle
  • Verband der Chemischen Industrie e.V.
  • Wirtschaftsvereinigung Stahl

Energie und ihre Speichermöglichkeiten

Die Speicherung, intelligente Verteilung und effiziente Nutzung von Energie steht den erneuerbaren Energien gegenüber. Auf ihren Fraunhofer Energietagen präsentiert die Fraunhofer-Allianz Energie ein entsprechendes Dienstleistungsangebot für die Bereiche:

  • Erneuerbare Energien
  • Effizienztechnologien
  • Gebäude und Komponenten
  • Intelligente Energienetze
  • Speicher- und Mikroenergietechnik

Gemeinsam mit der Wirtschaft soll die effiziente Nutzung von Energie und die Erschließung erneuerbarer Energieträger weiter ausgebaut werden; viele Unternehmen erkennen darin qualitatives Wachstum.

Energie und das Sparpotenzial

Eine smarte Lösung zur Energieeinsparung steckt sicherlich in dem Konzept, definierte technische Systeme im Produktionsbetrieb, koordiniert und zentral gesteuert, in Pausenzeiten selektiv abzuschalten; beispielsweise:

  • Displays,
  • Antriebe,
  • Sensoren, aber auch
  • komplexe Maschinen.

Realisiert wird dies über einen industriellen “IT-Standard”, der einen unternehmensweiten Datentransfer gewährleistet und auf höchste Ansprüche der Betreiber von Produktionssystemen ausgerichtet ist; dieser Standard bietet auch eine Datenschnittstelle, die es ermöglicht, Energiekonzepte nicht nur für lange Pausen – beispielsweise am Wochenende – sondern auch für kurze Pausen zu realisieren. Und das, ohne die Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit von technischen Systemen zu gefährden; sicherheitsrelevante Komponenten sind somit tabu und bleiben weiterhin in Betrieb. Die Siemens AG hat eine solche energiesparende Lösung entwickelt: Energie soll nur dann genutzt werden, wenn auch produziert wird.

Energie und die optimale Nutzung

Auch lohnt sich die energetische Optimierung von “Einzelenergieverbrauchern im kommunalen Bereich”; und da stehen nach Erkenntnissen des Umweltbundesamtes die Anlagen zur Abwasserbehandlung an der Spitze: Über Energieeffizienz-Maßnahmen sowie durch verbesserte Eigenenergieerzeugung soll dort der Strombedarf um mehr als 20% gesenkt werden können. Nach einer entsprechenden Studie gelingt das, indem:

  • die Abwärme im Kanalnetz ausgenutzt wird,
  • moderne Umwelttechnik für Transport und Behandlung von Abwasser zum Einsatz kommt,
  • das energetische Potenzial von Klärgas besser gewonnen und verwertet wird.

Energie und ihre Innovationen

Außerdem gibt es energetisch bemerkenswerte Innovationen, die der Wettbewerb „Potenzial Innovation“ ausgezeichnet hat; initiiert vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) und dem Wirtschaftsmagazin „impulse“:

  • So offeriert die isocal GmbH einen SolarEis-Speicher: ein unterirdischer Wassertank, der Energie aus Sonnenkraft, Lufttemperatur und Erdwärme speichert und über eine Wärmepumpe abgibt. Hierbei wird “Kristallisationswärme” genutzt, über die sich in den Wintermonaten “ungewöhnlich kostengünstig heizen lässt”; in den Sommermonaten arbeitet das System als „nahezu kostenneutrale Klimaanlage“.
  • Ein Energie- und Prozesmanagementsystem für Maschinen der Druckbranche hat die Quint sdi GmbH entwickelt: Durch intelligente Energierückgewinnung aus dem “Druckprozess” können Heizkosten zwischen 50 und 90 % gesenkt werden.

Zum Thema systematisches Energiemanagement bietet das Bundesumweltministerium Unternehmen und Organisationen einen Leitfaden an; DIN EN 16001: Energiemanagementsysteme in der Praxis

Dienstleistungssektor – Industrielle Services strategisch ausrichten

Dass der Dienstleistungssektor Wirtschaftskrisen besser verkraftet als die Gesamtwirtschaft ist längst kein Geheimnis mehr; der Dienstleistungsreport 2010 des DIHK belegt das eindeutig. Professionell ausgerichtetes Servicegeschäft kann eventuelle Einbrüche im Produktgeschäft mehr als nur ausgleichen. Auf dem Aachener Dienstleistungsforum 2010 wurden die aktuellen Entwicklungen, Herausforderungen und Trends in der Branche präsentiert.

Dienstleistungssektor – diverse Meinungen

  • „Das Thema Service ist keine Eintagsfliege. Man muss kontinuierlich kundenindividuelle Leistungen erbringen und dennoch agil und liquide bleiben. Unternehmen benötigen flexible Konzepte, damit sie auf Schwankungen am Markt reagieren können“ – so der Geschäftsführer des FIR, Professor Volker Stich.
  • „Lieferanten binden ihre Kunden zunehmend in Serviceprozesse ein und übertragen gezielt entsprechende Aktivitäten. Was auf den ersten Blick nachteilig erscheint, kann sowohl für den Kunden als auch für das Unternehmen vorteilhaft sein: Wenn ein Kunde beispielsweise selbst für “Abholung und Transport” sorgt, sind keine “Termine” mehr mit dem Lieferanten zu vereinbaren und “Wartezeiten” entfallen. Hierdurch spart das Unternehmen Organisationsaufwand und Kosten, was sich positiv auf den Verkaufspreis auswirkt“ – so der Leiter des Bereichs Dienstleistungsmanagement am FIR, Dr. Gerhard Gudergan.
  • „Die Kunden erwarten nicht mehr, dass ein Unternehmen perfekt ist, vielmehr geht es darum, den Kunden mit in den Verbesserungsprozess einzubeziehen und gemeinsam zu wachsen“ –  so der „Vice President /Head of Corporate First Choice Office“ bei der Deutschen Post DHL, Delf Schuman.

Dienstleistungssektor – der Status

Service hat schon längst den Status einer Feuerwehr abgelegt, die nur im Notfall ausrückt; B2C-Service muss sich flexibel auf Privatkunden einstellen und B2B-Service muss seine Kunden so unterstützen, dass diese in der Lage sind, ihre eigenen Kunden optimal zu bedienen. Bewährt sich ein Servicekonzept, kann man davon ausgehen, dass auch ein “optimaler Service Level” gefunden und vereinbart wurde. Dieser muss nicht nur abgesichert sein sondern ist gegebenenfalls auch an neue Anforderungen anzupassen; denn der “individuelle Kunde” ist maßgeblicher Faktor der Dienstleistungsproduktion.

Dienstleistungssektor – das Niveau

Dienstleistungen sind auf möglichst hohem Niveau zu standardisieren und zu automatisieren. Hinzu kommt, dass für die Aufteilung der Prozessverantwortlichkeit zwischen Kunde und Serviceanbieter die richtige Balance gefunden werden muss; die wiederum vom größtmöglichen Kundennutzen dominiert wird. Vor diesem Hintergrund empfiehlt das Dienstleistungsforum den Serviceprovidern, dass sie:

  • auf durchgängige, sichere und mobile IT-Lösungen setzen;
  • ihre Dienstleistungproduktivität durch Qualitätsverbesserung steigern;
  • Verschwendungstreiber diverser Kategorien in den Griff bekommen;
  • ihr Servicegeschäft über modernste Methoden und Techniken entwickeln;
  • Service-Kennzahlen über ein “Cockpit” visualisieren;
  • das Verhalten ihrer installierten Basis exakt kennen.

Mehrwert im Service Business – Serviceleistungen veredeln

Der Service lebt von der Bereitstellung definierter Leistungen; insbesondere von deren Verbesserung und kreativen Ergänzungen. Potenzielle Kunden akzeptieren solche Leistungen nur dann, wenn sie davon profitieren; insbesondere, wenn diese geeignet sind, ihre eigenen Kunden besser und sicherer zu bedienen und die Marktposition entsprechend zu stärken. Das gleiche gilt für Leistungen, die einen Mehrwert darstellen; diese sind allerdings nicht eigenständig sondern beziehen sich auf eine Primärleistung, die damit quasi “veredelt” wird. Außerdem gilt: nur ein “echter Mehrwert” wird sich auf die Primärleistung auch vorteilhaft auswirken.

Mehrwert durch Verknüpfung

Eine Möglichkeit, Mehrwert zu erzeugen, ergibt sich aus der Verknüpfung von unterschiedlichen Dienstleistungssegmenten, die aus einer Hand angeboten werden; beispielsweise Technischer Service und Logistik. Entsprechend verzahnte Leistungen bieten organisatorische Vorteile, mit denen man gegenüber potenziellen Kunden punkten kann. So kombiniert die TOP Mehrwert-Logistik GmbH & Co. KG ihre technischen Dienstleistungen mit Just in Time-Transport, Pick Up- und Bring Back-Services sowie Swap-Lösungen.

Realisierte Serviceprojekte sind beispielsweise:

  • Terminüberwachung von Gerätepools und Koordination anstehender Eich- und Kalibrierarbeiten
  • Bevorratung und Management von Ersatzgeräten und Ersatzteilen mit Bestandsoptimierung
  • Terminkoordinierung für das Roll-Out von Systemen und deren Peripherie

Mehrwert durch Systempartner

Man kann auch Mehrwert für seine Kunden generieren, indem man auf einen Systempartner zugreift, mit dem sich das Servicegeschäft zuverlässiger und effizienter realisieren lässt; insbesondere wenn man 1260 Remote-Standorte betreibt, wie die Sodexo Pass GmbH. Das Unternehmen hat das “Maintenance Management System” der Planon GmbH implementiert und verspricht damit seinen Kunden:

  • eine generelle Leistungssteigerung;
  • eine höhere Reaktionsgeschwindigkeit;
  • einen optimalen Gegenwert für die Vergütung.

Um dies zu gewährleisten, wurden in dieses System die in den letzten Jahrzehnten erarbeiteten Best Practices eingepflegt; sodass jedes Team unabhängig vom Standort auf die gesamte Expertise- und Supportleistung zugreifen kann; mit der Möglichkeit modularer Ergänzungen.

Mehrwert durch Normung

Eine informelle Art des Mehrwerts bieten europäische Normen über das nationale Vorwort und den nationalen Anhang: Mehrwert des nationalen Vorworts. Da Europäische Normen in das jeweilige nationale Normenwerk übernommen werden müssen, sind auch im Widerspruch stehende, nationale Normen zu ersetzen. Das Deutsche Institut für Normung geht davon aus, dass dies bedeutend leichter gelingt, wenn der Anwender ergänzende, erläuternde Angaben erhält; hierzu zählen:

  • die Entstehung der Norm;
  • technische Erläuterungen der Norminhalte;
  • Zusammenhang und Anwendung einer Europäischen Norm und der nationalen Entsprechung;
  • Anwendungsbeginn der Norm und eventuelle Übergangsfristen;
  • Zeitpunkt, ab wann die so genannte “Vermutungswirkung” gilt;
  • Literaturhinweise über das normative Umfeld der betreffenden Norm.

Der spezifische Informationsbedarf erklärt sich dabei aus der Tatsache, dass nur in den seltensten Fällen ein direkter Austausch der Normen möglich ist; und darüberhinaus auch nationale Abweichungen und Gegebenheiten zu berücksichtigen sind: sofern sie keine Festlegungen enthalten, welche die Norm sachlich verändern.

Mehrwert durch Verifizierung

Ein genereller Mehrwert ergibt sich dadurch, dass man Dienstleistungsideen, deren Prozesse und Prototypen nicht nur einfach entwickelt, sondern diese auch über eine korrespondierende Technologie abbildet; so können Services zunächst virtuell gestestet werden bevor die reale Welt davon profitiert; hierzu dient beispielsweise das Service-Science-Innovation-Lab des Forschungsinstituts für Rationalisierung: dort werden neue Servicekonzepte realistischen Szenarien ausgesetzt, entsprechend simuliert und verifiziert, im Hinblick auf ihre Komplexität, ihr Verhalten und ihre Erfolgsaussichten.

Wertschöpfung – Support für mehr Kundenorientierung

Produkte und Dienstleistungen müssen einen Wert für Kunden darstellen, um akzeptiert zu werden. Um solche Werte zu generieren, sind nicht nur besondere Anstrengungen erforderlich: vielmehr müssen auch smarte Methoden eingesetzt werden, die auf eine “echte Wertschöpfung” abzielen und dabei auch “gegen Verschwendung” gerichtet sind; ohne dabei den fast schon inflationär eingesetzten “Ruf nach Nachhaltigkeit” zu bemühen. Das Lean Management hat die Wertgenerierung aus Kundensicht entdeckt; und stellt fest, dass ein entsprechendes Verständnis im Bereich innovativer Aktivitäten noch “drastisch unterrepräsentiert” ist. Kundennutzen soll über ein Wertesystem spezifiziert und entsprechende Produkte in ihren Strukturen, Architekturen und Merkmalen definiert und effizient gestaltet werden.

Wertschöpfung – die Ausrichtung

Das Lean Management Summit der Aachener Management Tage an der RWTH Aachen gibt vor, wie mehr Kundennutzen und Wertschöpfung mit weniger Aufwand realisiert werden kann; insbesondere zählt hierzu:

  • die Innovationsstrategie zu priorisieren;
  • Innovationen zu strukturieren;
  • Innovationsprozesse zu synchronisieren;
  • die Qualität administrativer Abläufe und Ergebnisse zu steigern,
  • Produktlebenszyklen zu steuern.

Wertschöpfung – die Kommunikation

Der Wert von Produkten und Dienstleistungen muss kommuniziert werden; und das geschieht immer mehr über das Social Media Marketing: eine hervorragende Möglichkeit, um auf Kundennutzen aufmerksam zu machen. Allerdings gelingt es noch nicht jedem Unternehmen, mit diesem Tool richtig umzugehen. Für den Einstieg postuliert der Bundesverband Digitale Wirtschaft 10 Tipps und schlägt vor:

  • auch im Social Media Marketing die Grundregeln der Kommunikationsplanung zu beachten;
  • konkrete Zielvorgaben festzulegen,
  • das Targeting zu nutzen;
  • die Bedürfnisse und Wünsche der Zielgruppe im Blick zu behalten;
  • Kreativität zu beweisen;
  • die richtige Art und die richtigen Orte der Ansprache auszuwählen;
  • den Kampagnenerfolg zu messen und mögliche Wechselwirkungen zu überprüfen;
  • sich in der Erfolgsmessung für den richtigen Mix zu entscheiden;
  • auf die Erhebung relevanter Daten zur Erfolgsmessung zu achten;
  • die Erfolgsfaktoren von Social Media-Kampagnen zu berücksichtigen.

Wertschöpfung – das Wachstum

Ergänzend sind Unternehmen zu entlasten, damit mehr Kapazität frei wird für die individuellen Anstrengungen; so deklariert das der DIHK und richtet 71 Vorschläge an die deutsche Bundesregierung: ein kostenloses Wachstumspaket basierend auf Bürokratieabbau. Die umzusetzenden Aktivitäten – in Klammer die Position des Vorschlags – verteilen sich wie folgt:

Abbauen: überzogene Lärmschutzvorschriften (65)
Abgeben: Meldungen von Elektrogeräten, nur noch vierteljährlich (61)
Abschaffen: Bauabzugssteuer (40); Regelung zur Funktionsverlagerung (37); Unnötige gesetzliche Grundlage für Verbraucherinformationen (30); Verwendungspflicht des Formulars für die Einnahme-Überschuss-Rechnung (38)
Anheben: Grenze für geringwertige Wirtschaftsgüter, von 410 Euro auf 1.000 Euro (39)
Anpassen: Informationspflichten im Versicherungsrecht (71); Prüfpflichten bei chemischen Anlagen (58); Schwellenwerte beim Kündigungsschutz (10); Umsatzsteuerliche Kleinunternehmergrenze (33)
Anwenden: Einheitliche Regeln für Auswärtstätigkeiten (44)
Ausbauen: Elektronische Gewerbeanmeldung (26)
Ausgestalten: Elektronischen Entgeltnachweis (ELENA), sinnvoll (1)
Ausweiten: Zulässige Beschäftigungszeit für Jugendliche, moderat (21)
Befreien: Kleinstunternehmen von Jahresabschlusspflicht (41); Makler und Bauträger von Prüfpflichten (28)
Bereitstellen: Entsorgungsinformationen, nur auf Abruf (63)
Berücksichtigen: Dauerfristverlängerung bei zusammenfassender Meldung (36)
Beschleunigen: Plan- und Genehmigungsverfahren (64)
Beschränken: Erweiterte Informationspflicht im Fernabsatz auf Finanzdienstleistungen (67)
Bündeln: Informationspflichten bei der Gewerbeanmeldung (25); Meldepflichten im Lebensmittelhygienerecht (31); Verfahren der Fortgewährung des Gründungszuschusses bei Arbeitsagenturen (14)
Durchführen: Ärztliche Nachuntersuchungen nach entsprechender ärztlicher Anordnung (20)
Einführen: Anspruch auf kostenlose verbindliche Steuerauskünfte der Finanzämter (43); Ganzjährig anteiligen Urlaubsanspruch bei Ausscheiden aus dem Betrieb (9); Kleinmengenregelung bei der Registrierung von Elektronikgeräten (60); Volltextabfrage für Datenbestand der Umsatzsteuer-Identifikationsnummern, zeitnah pflegen (53)
Einschränken: Rechtsanspruch auf Teilzeitarbeit (6); Unternehmensbefragungen zu Umweltschutzkosten (59)
Einsetzen: Unabhängigen Ombudsmann für Streitfälle bei der gesetzlichen Unfallversicherung (15)
Entscheiden: Anträge auf Exportkontrollen, innerhalb von 6 Wochen (22)
Entschlacken: Arbeitsbescheinigung (2)
Ermöglichen: Befristete Arbeitsverträge für bis zu 4 Jahre (7); Erhebung der Einfuhrumsatzsteuer im Rahmen der Umsatzsteuererklärung (49); vierteljährliche Abgabe der Umsatzsteuervoranmeldung für Existenzgründer (34); Registrierung über nationale Meldestelle (52); Sozialversicherungsmeldungen und Beitragsnachweise bei zentralen Stellen (17); Flexibilisieren der Beschäftigungserlaubnis für Ausländer, räumlich (13)
Gestalten: Informationspflichten bei Telefonberatung, kundenfreundlich (69); Meldepflichten für Mini-Jobs, einfacher (11); Übernahme für Auszubildendenvertreter, freiwillig (19); Umlageverfahren U1, freiwillig (4); Unfallversicherung der Unternehmen, freiwillig (16)
Harmonisieren: Schwellenwerte von Steuer- und Handelsrecht (41)
Reduzieren: Umweltverträglichkeitsprüfungen (57)
Reformieren: Belehrungspflicht nach Infektionsschutzgesetz (29); Künstlersozialversicherung (18)
Regeln: Steuerfreiheit innergemeinschaftliche Lieferung mit vorgeschalteter Be- oder Verarbeitung, EU-weit (47)
Senken: Anforderungen an die Emissionserklärungen von Unternehmen (55)
Übergeben: AGVs bei Vertragsabschluss (70); Gesetzestexte bei Vertragsabschluss auf Kundenwunsch (66)
Vereinfachen: Arbeitszeitrecht umfassend (8); Dokumentationspflichten bei Verrechnungspreisen (45); Informationspflichten beim Betriebsübergang (12); Regelungen zur Beurteilung von Reihengeschäften (35); Vorsteuerabzug elektronischer Rechnungen (32); Warenlager beim ausländischen Kunden, steuerlich (46); Feiertägliche Fahrverbote für LKW, bundesweit (56)
Vereinheitlichen: Informationspflichten beim elektronischen Geschäftsverkehr (68); Reichweite des „Reverse-Charge-Verfahrens“ , EU-weit (50)
Verkürzen: Aufbewahrungspflichten für Steuerliche Betriebsprüfungen, spätestens 5 Jahre nach Veranlagungsjahr durchführen (42)
Vermeiden: Doppelangaben bei Umweltverträglichkeitsprüfungen (54); Negative Wirkung von Lieferunterbrechungen bei innergemeinschaftlichen Lieferungen (48); Überflüssige (Online-)Meldung von genutzten Ausfuhrgenehmigungen (24); Umsatzsteuerliche Doppelbesteuerung (51)
Verringern: Bürokratiekosten für Beherbergungsbetriebe (27)
Verzichten: Auf Abwasserabgabe (62)
Zurückverlegen: Stichtag für Abführung der Sozialversicherungsbeiträge (3)
Zusammenfassen: Normen des Arbeitsrechts (5)
Zusammenführen: Umsatzsteuer-Identifikationsnummer und Operator Registration und Identification Number (23)

Wertschöpfung – die Individualität

Individueller Support kommt von diversen Consulting Unternehmen, die mit ihren Aktivitäten auf innovative, kundenorientierte Ergebnisse ihrer Mandanten ausgerichtet sind; hier eine Auswahl:

  • BBM Beratung Beteiligung Management GmbH: Tool-gestützte Analysen
  • HMC Heidelberg Management Consulting GmbH: Service-Optimierung
  • Karl-Heinz Sauter Services und Consulting GmbH: Remoteservice
  • Schuh & Co. GmbH: Komplexitätsmanagement
  • TRECON Managementberatung GmbH Klaus und Co. : After Sales Service

Primärbedarf – Dienstleistungen für Ressourcen und Umwelt

Mit dem neuen Kreislaufwirtschaftsgesetz will das deutsche Bundesumweltministerium den Klima- und Ressourcenschutz stärken; primär wird auf Abfallvermeidung und Recycling Wert gelegt, wobei die entsprechenden Recycling- und Verwertungsquoten über den EU-rechtlichen Vorgaben liegen: Mit der Novelle Kreislaufwirtschaftsgesetz wird insbesondere auch die Zuständigkeit für die Dienstleistung zur kommunalen und privaten Entsorgung definiert und an den Anforderungen des Ressourcenschutzes ausgerichtet.

Primärbedarf – Anbieter von Dienstleistungen im Bereich Recycling

  • Reinwald Wertstoff-Recycling GmbH
  • Breitsamer Entsorgung Recycling GmbH
  • ergoTrade AG
  • INTERSEROH SE
  • PDR Recycling GmbH + Co KG

Auch für die Verbesserung der Luftqualität gelten jetzt strengere Vorgaben; insbesondere für die besonders gesundheitsschädlichen kleineren Feinstäube: die EU-Luftqualitätsrichtlinie wurde in deutsches Recht umgesetzt. Wenn die Grenzwerte noch nicht eingehalten werden können, sind Fristverlängerungen möglich; die Vorlage eines Luftreinhalteplans soll hierzu darlegen, mit welchen Maßnahmen dies zukünftig erreicht werden soll. Als wichtige Maßnahme zur Einhaltung der Grenzwerte wird beispielsweise die Einrichtung einer Umweltzone mit Einfahrverboten für schadstoffreiche Kraftfahrzeuge propagiert: in Deutschland sind bereits mehr als 40 Umweltzonenin Kraft gesetzt.

Primärbedarf – Anbieter von Dienstleistungen im Bereich Emissionsmessung

  • TÜV NORD AG
  • Chemisches Laboratorium Dr. R. Fülling
  • DEKRA Industrial GmbH
  • Environnement S.A
  • LINDE GAS GmbH

Entsprechend wurde auch für den Umgang mit Energie der deutsche Aktionsplan nach EU-Richtlinie gestartet: die Energieeffizienz soll weiterhin gesteigert und erneuerbare Energie gefördert werden. Offshore-Windenergie, der wachsenden Stromhandel, sowie der Ausbau der Stromnetze und der Speicherkapazitäten sollen Akzente setzen.

Primärbedarf: Anbieter von Dienstleistungen im Bereich Energie

  • EMP Energie AG
  • Dr. Rudolphi Ingenieurgesellschaft für Energietechnik mbH
  • Institut für Energiedienstleistungen GmbH
  • WRS energie- & unternehmenslösungen gmbh
  • MVV Energiedienstleistungen GmbH

RFID-Technologie – Vielfältige Einsatzmöglichkeiten sicher nutzen

Die RFID-Technologie hat mittlerweile eine große Bandbreite erreicht. Es gibt standardisierte und kundenspezifische RFID-Komponenten für das öffentliche Verkehrswesen, Zutrittskontrollen, RFID-basierte Wegfahrsperren, Tieridentifikation, Bibliotheken, Industrie und Logistik. Und die Produktionskapazität ist enorm; so verweist beispielsweise die SMARTRAC N.V. auf ihre in den USA gefertigten und gelieferten “hochsicheren Inlays für elektronische Pässe”: eine Anzahl von über 1 Million Komponenten nur im Juli 2010.

RFID-Technologie – Der Bedarf

Mittelständischen, deutschen Unternehmen wird allerdings unterstellt, die Radio Frequenz Identifikation zu wenig zu nutzen. Die zahlreichen Möglichkeiten von RFID sind oft nicht bekannt oder es fehlt an der nötigen Hilfestellung zur Einführung der Technologie; so das Fraunhofer IAO, und verleiht aus diesem Grund auch in 2010 den RFID Mittelstandsaward; der RFID-Lösungen auszeichnet, die sich in möglichst vielen Unternehmen integrieren lassen.

RFID-Technologie – Die Notwendigkeit

Das Forum Vision Instandhaltung hält mobile Instandhaltung ohne RFID für undenkbar; als Vorteil von RFID-Systemen gegenüber anderen Identifizierungssystemen gilt, dass Transponder nicht nur gelesen werden können, sondern auch beschreibbar sind; womit ein solchermaßen ausgestattetes, mobiles Instandhaltungssystem administrative Vorgänge verringert, verkürzt und außerdem die Qualität der Information erhöht.

RFID-Technologie – Die Experten

Der Bedarf an RFID-Experten ist jedenfalls erkannt; denn das Forschungsinstitut für Rationalisierung macht Unternehmen fit für den Umgang mit RFID-Systemen: indem Führungskräfte entsprechend zertifiziert werden; konkret geht es dabei um:

  • RFID-Grundlagen und Hardware;
  • RFID-Anwendungsszenarien;
  • Softwaresysteme für den RFID-Einsatz;
  • Prozessoptimierung und RFID-Einführung;
  • Wirtschaftlichkeitsbewertung.

RFID-Technologie – Der Einsatz

Auch das Informationsforum RFID will den weiteren Einsatz der Radiofrequenz-Identifikation fördern und der Diskussion um ihre Anwendung neue Impulse geben: im Hinblick auf den Handel; die Konsumgüterindustrie; die Automobilbranche; die Informationstechnologie und die Dienstleistung. Und für den sicheren RFID-Einsatz steht die “Technische Richtlinie TR RFID, BSI TR-03126”; so das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik.

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