Energiewende umsetzen – Kritik von maßgeblichen Bundesverbänden

Erneuerbare Energien sind in 2020 nicht in dem Umfang verfügbar, wie das immer noch geplant ist – hierauf verweisen unisono die  Bundesverbände für Erneuerbare Energie (BEE) und WindEnergie (BWE). Als Gründe werden genannt, dass die Energiewende im Wärme- und Verkehrssektor nicht stattfindet und im Stromsektor der Ausbau der Solar- und Bioenergie deutlich ausgebremst wurde. Die aktuellen Szenarien der deutschen Energieversorgung werden in einer Expertise erläutert.

Ursprüngliches Ziel: Energiewende beschleunigt realisieren

Betreiber von Kraftwerken brauchen Planungssicherheit für entsprechende Investitionen in innovative Energiequellen, heisst es seit 2011. Neuinvestitionen für Anlagen erneuerbarer Energien stehen in Konkurrenz zu Investitionen für die Modernisierung herkömmlicher Kraftwerke. Dabei macht es weniger Sinn, eine abgeschriebene Technologie nachzurüsten, wenn gleichzeitig die Energiewende beschleunigt durchgesetzt werden soll. Genau das ist die Crux und der Prüfstein fortschrittlicher Energiepolitik.

Energiewende umsetzen – die Protagonisten

Der BEE propagierte als erstes Fernziel, dass erneuerbare Energien bis zum Jahr 2020 bereits 47 % der deutschen Stromversorgung absichern könnten. Und die European Renewable Energy Council (EREC) vertrat die primäre Auffassung, dass nicht weniger als 45 % des gesamten Energieverbrauchs der EU bis 2030 aus erneuerbaren Energiequellen abgedeckt werden könnten.

Energiewende umsetzen – die Anlagen

Es geht um Windenergieanlagen, Solaranlagen und Biogasanlagen. Und es geht um die Entwicklung dezentraler Ansätze der Energieversorgung. Die Rede ist von regenerativen Kombikraftwerken, bestehend aus diversen zusammengeschalteten Anlagen für erneuerbare Energien. Auch Anlagen der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) und emissionsarme Kondensationskraftwerke haben Anteil an diesem Zukunftspotenzial.

Energiewende umsetzen – die Effizienz

Von hoher Relevanz ist sicherlich auch der Faktor Energieeffizienz, den die europäische Kommission mit dem Energieeffizienzplan bereits in  2011 aktiviert hat. Damit sollte das Ziel abgesichert werden, bis 2020 Energieeinsparungen in Höhe von 20% zu realisieren. Die aufgezeigten Maßnahmen zielen nicht nur auf eine verringerte Energieabhängigkeit sondern auch auf eine höhere Wettbewerbsfähigkeit der EU-Industrie – einschließlich der Schaffung  von Arbeitsplätzen.

Energiewende umsetzen – der Impuls

Der Standpunkt von ZVEI-Präsident Friedhelm Loh hat immer noch Gültigkeit: „Deutschland hat die einmalige Chance, der Welt zu zeigen, dass der intelligente Umbau der Energieversorgung in einer Industrienation möglich ist.“

Intelligente Instandhaltung überzeugt – konsequentes Management vorausgesetzt

IFC Ebert[Advertorial] Das Gelingen der Instandhaltung setzt intelligentes Management voraus – mit besonderer Berücksichtigung einer betriebsinternen Beratungsleistung, aber auch einer ergänzenden Beratungsleistung durch externe Dienstleister. Generell offenbart sich intelligente Instandhaltung in einem mobil organisierten Workforce Management, das mit einer adäquaten IT-Security korreliert.

Intelligente Instandhaltung durch konsequentes Leistungsmanagement

Maßgeblich für eine zukunftsfähige Instandhaltung ist sicherlich, deren Leistungen zu bewerten – was voraussetzt, dass entsprechende Aktivitäten nicht nur in der Kostenrechnung sondern auch in der Leistungsrechnung berücksichtigt sind. Die strategische Annäherung einer internen Instandhaltung an profitabel ausgerichtete, externe Dienstleister drängt sich förmlich auf – auch und gerade dann, wenn Klassiker wie die Total Productive Maintenance umzusetzen sind.

Intelligente Instandhaltung durch konsequentes Effizienzmanagement

Während Effektivität die etablierte Leistungsfähigkeit definiert, offenbart Effizienz, wie wirksam diese Leistung tatsächlich ist. Selbst ein umfangreich bestücktes Ersatzteillager ist nur dann effizient, wenn es die richtigen Teile lagert und der Zugriff auf ein gewünschtes Ersatzteil kurzfristig möglich ist. Auch ein weitgehend agierendes Instandhaltungsnanagement ist nur dann effizient, wenn die richtigen Aktivitäten besetzt sind und das adäquate Know-how aktuell zur Verfügung steht.

Intelligente Instandhaltung durch konsequentes Risikomanagement

Als ausgewiesene Domäne der Instandhaltung erweist sich die kontinuierliche Bewertung eines risikobehafteten Betriebs – wobei die Erkenntnisse aus entsprechenden Inspektionen als Entscheidungsgrundlage für die abgesicherte Fortsetzung eines solchen Betriebs dienen sollten. In diese Richtung zielt auch eine sinnvolle Bewertung der Anlagensubstanz sowie die neue Betriebssicherheitsverordnung, die den „starren“ Bestandsschutz gewissermaßen auflöst.

IFC EBERT – Tagung Instandhaltung 2015

Mit einer konsequenten Weiterentwicklung zukunftsfähiger Themen der Instandhaltung präsentiert das Institut für Controlling Prof. Dr. Ebert GmbH auch in 2015 die passenden Konzepte.

Programm und Anmeldung zur Tagung Instandhaltung 2015

Kompetente Servicetechniker – Kompetenzmodell für technischen Service

Kompetenzen im technischen Service, die für Servicetechniker zwingend erforderlich sind, sollen als Kompetenzmodell manifestiert werden – so jedenfalls lautet der Anspruch des „Frauenhofer IAO“, das hierzu Hintergrundinformationen von Serviceexperten benötigt. Servicetechniker stehen demnach zu diversen Parametern unter Beobachtung – zu ihren Fähigkeiten der Selbststeuerung, der Interaktion und Problemlösung sowie ihrem wachstumsorientierten Umgang mit Mehrwert. Entsprechend ist die Eignung qualifizierter Mitarbeiter permanent abzusichern – und für Mitarbeiter und Bewerber zählt die primäre Fähigkeit, sich möglichst schnell und flexibel die relevanten Kompetenzen anzueignen und zu verinnerlichen.

Kompetente Servicetechniker zeigen Servicementalität

Technischer Service, der permanent am Brennpunkt des Kunden arbeitet, hält Unternehmen am Laufen. Hierbei muss Servicementalität gelebt werden, um die Vorstellungen anspruchsvoller Kunden adäquat umzusetzen. Dann kann das Auftragspotenzial auch im Hinblick auf den Lebenszyklus der installierten Basis umfassend ausgeschöpft werden – falls die Servicementalität kompetenter Wettbewerber dies zulässt.

Kompetente Servicetechniker bieten kreativen Service

Servicekreativität ist eine ganz besondere Variante kreativer Kompetenz, da entsprechende Ideen auf den Kundennutzen ausgerichtet sind. Der Schlüssel hierzu ist die permanente und ungezwungene Interaktion mit Kunden, um den kreativen Gedankenaustausch zu provozieren. Natürlich stützen sich kreative Einfälle und eine entsprechende Lösungskompetenz  auf detailliertes Know-How und Erfahrungswerte.

Kompetente Sevicetechniker haben Rollenverständnis

Kompetente Servicemitarbeiter verstehen die Aktivitäten ihrer Kunden, sodass sie deren Problembereiche immer im Blick haben. Ein solches Rollenverständnis ist darauf ausgerichtet, innerbetriebliche Abläufe durch externe Kompetenz zu unterstützen. Servicetechniker sollten hierbei auf ein detailliertes Wissen aus der Konstruktion, der Fertigung und natürlich dem Systembetrieb der installierten Basis zugreifen können.

Kompetente Servicetechniker halten die Balance

Technischer Service erfordert die Fähigkeit, Wissen mit der Interpretation eines Systemzustands in Einklang zu bringen und hieraus die folgerichtigen Schlüsse zu ziehen. Hierbei sind Regeln und Standards zu beachten aber auch flexible Entscheidungen zu treffen – sowohl eigenverantwortlich als auch im Rahmen einer teamorientierten, kooperativen Arbeitsweise. Insofern sind kompetente Servicetechniker auch immer bereit, die Routine zu hinterfragen, um Verbesserungen zu realisieren.

Batteriespeicher – Technologien mit Marktpotenzial

Wenn sich Unternehmen darauf konzentrieren, innovative Lösungen für eine stabile Energieversorgung zu etablieren, dann hat das einen guten Grund: es bringt Sicherheit. Insofern verwundert es auch nicht, dass sich hierzu Kooperationen bilden, die der klassischen Energieversorgung als echte Wettbewerber gegenüberstehen. Aktuelles Beispiel ist die Partnerschaft zwischen dem Ökostromanbieter Lichtblick und dem Technologiekonzern Tesla – mit dem Anspruch, nicht nur Unternehmen für Batteriespeicher zu gewinnen, sondern insbesondere private Haushalte von Energiekonzernen unabhängig zu machen.

Batteriespeicher – das Marktpotenzial

Das Marktpotenzial an energieeffizienter und unterbrechungsfreier Stromversorgung ist zweifelsfrei vorhanden. Seit geraumer Zeit empfiehlt sich die Fachmesse „World of Energie Solutions“ auch im Hinblick auf mobile und stationäre Energiespeicherung. Beispielsweise appelliert der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. an Privathaushalte, Solarstromspeicher einzusetzen, um den Eigenverbrauch an Strom mehr als zu verdoppeln – anstatt ihn an das öffentliche Stromnetz abgeben zu müssen. Und für das Karlsruher Institut für Technologie hat der Betrieb einer Solarstromspeicheranlage das Ziel, die Kosten der Energiewende zu senken: Moderne Batterietechnik und intelligente Leistungssteuerung sollen den Solarstrom sogar grundlastfähig machen.

Batteriespeicher – die Technologien

Mindestens seit 2009 wird propagiert, dass für stationäre und mobile elektrische Anwendungen leistungsfähige Energiespeicher benötigt werden, die weit über die Leistungsfähigkeit herkömmlicher Batterien hinausgehen – beispielsweise geht es um zunehmend höhere Leistungsdichten bei geringeren Ladezeiten, Gewichtsreduktion, längerer Lebensdauer und Kostenreduktion. Das deutsche Bundesministerium für Wirtschaft und Energie propagiert und fördert die gesamte Bandbreite der unterschiedlichen mobilen und stationären Stromspeichertechnologien – Als Batterien im Verteilnetz sind im Rennen:

Batteriespeicher – Batteriesysteme störungsfrei betreiben

Um Veränderungen an einer stationären Batterie oder Batterieanlage möglichst vor einem Ausfall zu erkennen, kann mit Hilfe der Leitfähigkeitsmessung schnell und sicher der aktuelle Zustand dieser Energiespeicher erfasst werden – in erster Linie mittels mobiler Universalprüfgeräte. In sensiblen Bereichen ist allerdings eine kontinuierliche Überwachung notwendig, und für kritische Stand By-Batterien und Batterien in USV-Anlagen wird die Verfügbarkeit über eine sogenannte „Wireless Communications Architecture“ empfohlen.

Prüfdienstleistung – Betriebssicherheit verpflichtet zur Überwachung

Die kompromisslose Einhaltung technischer Spezifikationen von überwachungsbedürftigen Systemen ist eine grundlegende Voraussetzung für einen sicheren Betrieb – gewährleistet durch permanentes Monitoring und entsprechende Services. Ob eine verantwortungsvoll agierende, betriebsinterne Instandhaltung definierte Überprüfungen übernimmt oder eher externe Dienstleister hiermit beauftragt sind, hängt ab von der autorisierten Qualifikation. Betriebssicherheit ist jedenfalls zwingend geregelt – die neugefasste Betriebssicherheitsverordnung tritt am 1. Juni 2015 in Kraft.

Prüfdienstleistung ist grundlegend

Funktionsprüfungen von Baugruppen und zwischen Baugruppen sind essenziell in der Entstehungsphase von Produkten, um systemimmanente Schwachstellen weitgehend auszuschließen. Für die Inbetriebnahme, wartungsspezifische Betreuung und Störungsbeseitigung können so frühzeitig die notwendigen Plandaten erhoben werden – als Basis für den technischen Service, um technische und logistische Aktivitäten realitätsnah und zeitnah zu definieren.

Prüfdienstleistung ist zerstörungsfrei

Das Serviceportfolio für zerstörungsfreie Werkstoffprüfung ist umfangreich. Es basiert beispielsweise auf Durchstrahlungs-, Ultraschall- oder Oberflächenrissprüfungen sowie Dichtheits- und Sichtprüfungen, aber auch auf Sonderprüfverfahren. Bedarf für entsprechend anspruchsvolle Prüfdienstleistungen findet sich beispielsweise in der Energieindustrie, der Prozessindustrie, dem Anlagenbau oder der Luftfahrtindustrie.

Prüfdienstleistung ist umfassend

Nutzer technischer Systeme erwarten ein Höchstmaß an Sicherheit. Hierzu kann ein adäquates Prüfsystem eine aussagekräftige Analyse des Systemzustands kurzfristig ermöglichen. Ein solches Prüfsystem sollte vielseitig einsetzbar sein, unabhängig von Bauart und Komplexität technischer Systeme. Neben dem Zustand einzelner Bauteile und Komponenten interessieren insbesondere die Messdaten des individuellen Systembetriebs und das Nutzerverhalten.

Prüfdienstleistung ist konsequent

Sachverständige zugelassener Überwachungsstellen analysieren die Gefährdung technischer Systeme und bescheinigen deren Status. Die während einer Überprüfung durch Sachverständige festgestellten Mängel werden im Hinblick auf ihr Gefahrenpotenzial eingestuft – bei geringfügigen Mängeln als Hinweis zur Bereinigung, bei einer potenziellen Gefährdung mit gravierenden Auswirkungen kann der Betrieb eines Systems auch untersagt werden.

Prüfdienstleistung ist plausibel

Qualifizierte Messdaten setzen die Kalibrierung der eingesetzten Prüfsysteme voraus – etwa nach den Vorgaben des Deutschen Kalibrierdienstes (DKD). DKD-Kalibrierungen sind für Messgeräte, Referenzmaterialien und sogenannte Maßverkörperungen vorgesehen, abgestimmt auf die bei der Akkreditierung festgelegten Messgrößen und Messbereiche. Die entsprechend ausgestellten DKD-Kalibrierscheine sind ein Nachweis für die messtechnische Rückführung auf nationale oder internationale Normale, wie sie von der Normenfamilie DIN EN ISO 9000 und der DIN EN ISO/IEC 17025 gefordert werden – so der DKD. Bestätigt wird die Kalibrierung mit einer Gerätemarkierung sowie einem Kalibrierschein, der dann auch nähere Angaben zu den Messunsicherheiten ausweist.

Datenspionage – Vertrauen weitgehend aufgebraucht

Datenschutz und unberechtigter Datenzugriff stehen erneut im Brennpunkt. Über Jahre sollen Ziele in Westdeutschland und Europa von der „NSA“ ausgespäht worden sein – toleriert vom BND, nach Erkenntnissen des SPIEGEL. Das würde zumindest erklären, weshalb das von deutscher Seite angestrebte „No-Spy-Abkommen“ zwischen Deutschland und den USA bislang so erfolgreich verdrängt wurde.

Datenspionage – das Vertrauen

Das generelle Vertrauen in die Kommunikationssysteme ist längst nachhaltig gestört – das gilt sowohl für den persönlichen Bereich als auch für Unternehmen. Auch die kontrovers betrachtete und trotzdem in 2015 angestrebte Vorratsdatenspeicherung erscheint in diesem Zusammmenhang in einem neuen Schlaglicht. Es fällt schwer zu glauben, dass selbst eine eingeschränkte Vorratsdatenspeicherung nicht mißbraucht wird, von wem auch immer. Der Verband der deutschen Internetwirtschaft e.V. bezweifelt die Tragfähigkeit der geplanten Vorratsdatenspeicherung und reklamiert außerdem das „Recht auf Vergessenwerden„.

Datenspionage – die Abwehr

In Richtung EU reklamierte der Bundesverband IT-Mittelstand e.V. (BITMi) schon 2013, die Anti-FISA-Klausel wieder zu aktivieren – integriert in der EU-Datenschutzgrundverordnung. Aufgrund „bedrohlicher, softwaregestützter Spähdienste“  hat der BITMi frühzeitig einen neuen Markt für Sicherheitssoftware „Made in Germany“ propagiert. Lösungen zum Schutz vor unautorisierten Zugriffen auf vertrauliche Daten stehen hoch im Kurs. Mit Software zur Identifikation und zu Vorhersagen von IT-Sicherheitsrisiken bekämpft man Cyber-Attacken – und Großrechner stehen als sichere Alternative zu Cloud-Lösungen bereit.

Datenspionage – die Absicherung

Hersteller von Systemen einer „globalen Machine-to-Machine-Kommunikation“ (M2M) sollten nicht nur Garantien für die Hardware abgeben sondern auch deren Risiko von Manipulation und Ausspähungen verringern – diese Empfehlung hat der Verband der deutschen Internetwirtschaft e.V.  2014 ausgesprochen. Und von Seiten der Versicherer wird Unternehmen empfohlen, bei ihren IT-Dienstleistern nachzufragen, gegenüber welchen Risiken sie eigentlich abgesichert sind – entsprechend ergeht die Empfehlung an die IT-Dienstleister, Umfang und Grenzen ihres Haftpflichtschutzes auszuloten.

Datenspionage – die Spezialisten

Es ist zu vermuten, dass verbesserte Daten-Schutzsysteme unmittelbar verbesserte Daten-Spähsysteme provozieren und umgekehrt – ein Wettlauf zwischen Spezialisten gegensätzlicher Interessengruppen. Die IBM hat jedenfalls schon mal auf ihre weltweite Kooperation mit 200 Universitäten aufmerksam gemacht, mit dem Ziel, eine neue Generation von IT-Sicherheitsexperten auszubilden – die sich ihre zukünftigen Arbeitgeber dann sicherlich aussuchen können.

Serviceverhalten ausprägen – eine verbindliche Maxime

Verhaltensspezifische Aspekte, die im Service relevant sind, werden gemeinhin als wertschätzend, freundlich, zuverlässig, beratend und kulant bezeichnet. Naturgemäß soll Service kundenorientiert sein und auch so handeln – sowohl proaktiv als auch kurzfristig und flexibel verfügbar, wirkungsvoll, kompetent und immer auch mit einem aufmerksamen Blick über den Tellerrand.

Serviceverhalten – Herzlichkeit ist Trumpf

Mit Herzlichkeit gewinnt man Sympathie, und die Sympathiewerte eines Servicemitarbeiters entscheiden über dessen Akzeptanz beim Kunden. Man kann auch davon ausgehen, dass an der Kompetenz sympathisch wirkender Servicemitarbeiter weniger gezweifelt wird als im umgekehrten Fall – eine leicht nachprüfbare Behauptung. Allerdings – wer die Frage stellt, in „welcher Dosis“ herzliches Verhalten einzusetzen ist, hat den Kundendialog bereits verloren. Gespielte Herzlichkeit wird sofort durchschaut und wirkt entgegen der Absicht, einen Kunden für sich einzunehmen.

Serviceverhalten – Richtlinien der Compliance

Auch für den Service sind Compliance-Richtlininien alternativlos – deren Beachtung entspricht rechtskonformem Verhalten. Für Mitarbeiter gibt es vielfältige Möglichkeiten, gegen Compliance-Richtlinien zu verstoßen. Unternehmensinterne Konsequenzen sind bereits bei bewusst „falsch abgerechneten Dienstreisen“ zu erwarten, sicherlich auch bei „unternehmensschädigendem Verhalten“ gegenüber Kunden und zweifelsfrei bei einer „Vorteilsnahme“. Ein im Unternehmen eingesetztes Compliance-Management nutzt in der Regel ein Compliance-Analysetool, um die vielfältigen rechtlichen Anforderungen in den Dienstleistungs- und Produktbereichen konsequent zu erkennen und zu erfüllen.

Serviceverhalten – Bewältigung von Krisen

Krisenmanagement ist und bleibt hochaktuell: Vermeintlich berechenbare Rahmenbedingungen können sich destabilisieren und laufende Kooperationen und Vereinbarungen ins Trudeln kommen. Bislang akzeptierte Spielregeln erscheinen plötzlich wertlos, wenn die Entwicklungen individuellen Interessen zuwiderlaufen. Dann steht nicht mehr die win-win-Balance im Vordergrund sondern das Abwägen gegenseitiger Abhängigkeiten – um festzustellen, wer am längeren Hebel sitzt. Wenn sich verfahrene Situationen präsentieren, sind korrigierende Möglichkeiten zu finden, um aus entsprechend misslichen Umständen wieder herauszukommen.  Für „definierte Notfälle“ mögen systematisierte Handlungsabläufe ausreichend sein – ansonsten sind Brückenbauer und Dickbrettbohrer gefragt. Das Modellverhalten von Krisenspezialisten repräsentiert das Institut für Krisenforschung.

Serviceverhalten – mit Resilienz gegen Turbulenzen

Turbulenzfähigkeit präsentiert sich als unverzichtbares Managementmerkmal – resiliente Unternehmen sind erfolgreicher, denn sie meistern das Unerwartete. Es gilt, Turbulenzen auf dem Markt schnell auszugleichen und zwar ohne den laufenden Betrieb zu behindern. Unternehmen sichern ihre Existenz primär über drei stabilisierende Maßnahmen, wie eine Studie der Unternehmensberatung PRTM Management aufgezeigt hat. Dazu gehören die Kompensation von Umsatzrückgängen über zusätzliche, produktbezogene Dienstleistungen, eine bessere Auslastung des eigenen Betriebs und Abkehr vom Oursourcing sowie der Schulterschluss mit dem eigenen Lieferantennetzwerk.

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