Flexible Arbeitszeit – Optimierung reklamiert

Der BDI eröffnet eine neue Diskussion um flexiblere Arbeitszeitmodelle und markiert die Digitalisierung quasi als Auslöser einer flexibleren Arbeitswelt. Auf zukünftigen Arbeitsplätzen wird mehr Flexibilität eingefordert und der flexible Umgang mit Arbeitszeit hat Priorität. Gleichwohl macht es einen Unterschied, ob Mitarbeiter flexibel handeln dürfen oder müssen – eine Frage des Standpunkts.

Flexible Arbeitszeit – Flexible Unternehmen

Der Bedarf an Flexibilität ist nicht zu leugnen. Unternehmen benötigen Spielraum, um auf Schwankungen des Marktes reagieren zu können – gleichwohl muss ein Unternehmen auch entsprechend gewünschte Freiräume von Mitarbeitern flexibel berücksichtigen. Zeitliche Flexibilität und das damit verbundene Personalcontrolling ist Trend – vorausschauende Personalentscheider haben Arbeitszeitkonten, flexible Arbeitszeitmodelle und entsprechend variable Vergütungssysteme längst im Griff. Unvermeidlich sind entsprechende Auswirkungen auf Umstrukturierung, Personalbeschaffung, Personalfreisetzung, Mitarbeiterbindung, Weiterbildung und Personalentwicklung.

Flexible Arbeitszeit – Flexible Mitarbeiter

Der Wunsch nach selbstbestimmter Arbeitszeit ist äußerst reizvoll, definiert er doch gleichzeitig die Möglichkeit der selbstbestimmten Freizeitfenster. Die individuellen Ansprüche kollidieren gegebenenfalls mit den Vorstellungen des Unternehmens – was zählt ist Kompromissbereitschaft zu beiderseitigem Vorteil. Erfolgreich etablierte, flexible Arbeitsverhältnisse zeichnen sich durch rücksichtsvollen Umgang aus.

Flexible Arbeitszeit – Dienstleistungssektor

Zeitarbeit ist die Atemluft des Arbeitsmarktes, wer sie einschränken will, muss mit entsprechend negativen Folgen rechnen – so der Bundesverband der Dienstleistungswirtschaft (BDWi). Der Verband setzt mindestens seit 2012 auf flexible Regelungen am Arbeitsmarkt – und betrachtet die Zeitarbeit im deutschen Arbeitsmarkt als Erfolgsgeschichte, die sich insbesondere in einem unsicheren konjunkturellen Umfeld bewährt hat. Flexible Arbeitszeit und Bürokratieabbau gelten als die besten „Konjunkturprogramme“.

Flexible Arbeitszeit – Technischer Service

Eine betriebsinterne Instandhaltung ist aus diversen Gründen gefordert, die Fülle ihrer Aktivitäten zu flexibilisieren. Entsprechend flexibel muss auch ein externer Service hierauf reagieren können. Es gilt, die innerbetriebliche Eigenleistung und externe Fremdleistungen flexibel zu kombinieren – Basis hierzu sind zweifelsfrei adäquate Arbeitszeitmodelle.

Flexible Arbeitszeit – Atypisch

Der Anteil „atypisch“ beschäftigter Arbeitnehmer hat in Deutschland seit 1998 deutlich zugenommen, deklariert das Statistische Bundesamt. Entsprechenden Arbeitsverhältnissen fehlt mindestens ein Merkmal eines „Normalarbeitsverhältnisses“. Dazu zählen neben der Zeitarbeit die Teilzeitbeschäftigungen mit 20 oder weniger Stunden Arbeit pro Woche, geringfügige Beschäftigungen sowie befristete Beschäftigungen.

Fehlfunktion – Crux mit den Bauteilen

Die Lebensdauer von Bauteilen ist zwar berechenbar, aber nicht unbedingt auch exakt und sicher vorhersagbar. Es gilt also, entsprechende Problemstellungen möglichst präventiv zu vermeiden, über Prognosen annähernd vorherzusehen und in Abhängigkeit von der jeweiligen Belastung so frühzeitig als möglich zu erkennen. Die Standzeit der einzelnen Bauteile eines technischen Systems beeinflusst maßgeblich dessen Serviceaufwand.

Fehlfunktion – Qualität der Bauteile

Immer wieder geht es um das Gleichgewicht von Produktqualität und Service. Wer ärgert sich nicht darüber, wenn sich ein technisches System kurz nach Ablauf der gesetzlichen Gewährleistung verabschiedet und Servicekosten verursacht. Von geplanter Obsoleszenz ist die Rede, also von Komponenten und Baugruppen mit vermeintlich geplant limitierten Standzeiten – doch das greift zu kurz. Eine hohe Qualität muss auch finanziert werden. In jedem Fall gilt, je intensiver Komponenten und Baugruppen im Hinblick auf ihre Funktionsfähigkeit und ihr Zusammenspiel im Gesamtsystem qualifiziert und verifiziert werden, umso zuverlässiger arbeitet das Endprodukt.

Fehlfunktion – die Einflüsse

Technik als solche ist fehlbar – systemimmanente Schwachstellen innerhalb von Baugruppen sind bedingt durch physikalische und konstruktive Gegebenheiten, die technische Störungen verursachen oder beeinflussen. Auch Wechselwirkungen zwischen Bauteilen, ungünstige Standorte und schädliche Umwelteinwirkungen haben gegebenenfalls Störungspotenzial. Nicht zu vergessen ist die Beziehung zwischen Mensch und Technik, an deren Schnittstelle Fehlhandlungen geeignet sind, entsprechende Fehlfunktionen auszulösen und umgekehrt.

Fehlfunktion – methodische Fehlersuche

Um Fehlern auf die Schliche zu kommen, sollte ein klar definierter Suchprozess vorgegeben sein. Eine standardisierte Fehlersuche mit systematischem Ansatz ermöglicht die schnellste und effektivste Art der Problemlösung – was eine intuitive Vorgehensweise nicht ausschliesst. Fehlersuche beginnt mit der systematischen Erfassung relevanter Informationen und deren Abgleich mit möglichen Ursachen. Um Fehlerquellen möglichst schnell einzugrenzen ist technisches Know-how gefragt und die Fähigkeit, von den Anwendern eines technischen Systems hilfreiche Hinweise zu erhalten.

Fehlfunktion – Beseitigung von Schwachstellen

Der reflektierte Austausch defekter Bauteile ist obligatorisch. Erkannte Schwachstellen sind plausibel zu kommunizieren und möglichst nachhaltig zu bereinigen. Der Erkenntnisgewinn aus der Schadensanalyse resultiert idealerweise in wirtschaftliche, ressourcenschonende und produktverbessernde Massnahmen.

Serviceprofis – Dickbrettbohrer der Unternehmen

Flexible Lösungen und neue Geschäftsmodelle sind gefragt und müssen umgesetzt werden. Solche Anstrengungen erfordern Mitarbeiter, die ihre Ziele hartnäckig verfolgen. Mehr denn je müssen die Mitarbeiter eines Unternehmens von den Produkten und Leistungen überzeugt sein, die sie ihren Kunden anbieten – und außerdem alles daran setzen, dem Kundenbedarf gerecht zu werden. Das verlangt Durchhaltevermögen und Durchsetzungsvermögen, wie es Dickbrettbohrer auszeichnet – also Serviceprofis.

Serviceprofis vermitteln Sicherheitsgefühl

Kunden brauchen eine garantierte Sicherheit – also die Gewissheit, immer auf der sicheren Seite zu sein. Der unbefugte Zugriff auf Daten und Güter ist zu blockieren und über die kontinuierliche Versorgung mit bezahlbarer Energie darf es keine Zweifel geben. Ein trotz aller Vorkehrungen ausgefallenes System muss schnellstmöglich wieder funktionsfähig sein.

Serviceprofis kennen Interessen

Kunden verhalten sich entsprechend ihren Interessen – will man ihr Partner sein, ist also zu ermitteln, was Kunden bewegt – kurzfristig, mittelfristig und langfristig. Servicekonzepte folgen entsprechenden Erkenntnissen – immer im Abgleich mit den realen Verhältnissen.

Serviceprofis sprechen Klartext

Die Sprache der Serviceprofis orientiert sich an der Sprache der potenziellen Kunden. Die Servicesprache informiert ohne zu überfordern – nutzt nur Fachbegriffe, die verstanden werden – berät, ohne zu monologisieren – pausiert, um Feedback zu erhalten – ist emotional, ohne Fakten zu vernachlässigen.

Serviceprofis schließen Lücken

Service ist dazu geschaffen, um Unterschiede zwischen einem aktuellen und einem gewünschten Zustand auszugleichen. Es gilt, Lücken auszufüllen, um die Bindung zwischen Kunden und Unternehmen zu festigen. Insbesondere schließt der Service Lücken zwischen den Kundenerwartungen und dem Umfang sowie der Qualität eines Serviceportfolios. Service ersetzt Lücken durch Lösungen.

Serviceprofis nutzen Nuancen

Wettbewerber positionieren sich immer besser – und oft sind es Nuancen, die für einen bestimmten Serviceprovider den Ausschlag geben. Der Ausbau des Servicegeschäftes hängt unmittelbar an der Entwicklung des Kundengeschäfts – und das verlangt nach immer neuen Serviceleistungen, die neue Werte entstehen lassen. Es gilt, das Kundengeschäft erfolgreich zu machen.

Serviceprofis differenzieren Leistungen

Ein erfolgreiches Serviceportfolio unterscheidet die Art der Leistungen. Standardleistungen sind die Ausgangsbasis, optionale Leistungen und individuelle Leistungen bilden das zusätzliche Servicepotenzial. Weniger nachgefragte und besonders frequentierte Leistungen markieren den Trend – ebenso wie der Bedarf an kurzfristig und langfristig angelegten Leistungen. Unverwechselbare, herausragende Leistungen stehen für die Kernkompetenzen. Und komplementäre aber noch weniger vertraute Leistungen repräsentieren die Risikobereitschaft.

Schallpegel im Fokus – Forschungsbedarf festgestellt

Für die Beschallung des menschlichen Ohrs gibt es eine Vielzahl von Quellen, die sowohl Wohlempfinden als auch Belästigung hervorrufen können. Dabei ist ein niedriger Schallpegel nicht zwingend auch erträglich – wie der stetig tropfende Wasserhahn beweist. Und spätestens seit über nahezu geräuschlose Elektromobile diskutiert wird, schwärmen zumindest eingefleischte Sportwagenfahrer vom Sound ihrer Benzinmotoren. In jedem Fall beweisen die facettenreichen Vorlieben der Musikbeschallung, dass entsprechende Immissionen höchst unterschiedliche Reaktionen auslösen.

Schallpegel – unerforschte Grenzbereiche

Derzeit geht die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) einem aktuellen Phänomen nach: der „Hörbarkeit“ des „unhörbaren“ Schalls, im oberen und unteren Hörfrequenzbereich. Sowohl für Infraschall  als auch für Ultraschall gibt es nämlich noch keine Schutzbestimmungen. Das Problem: der vermeintlich unhörbare Schall wird von manchen Ohren offenbar doch irgendwie wahrgenommen. Aktueller Stein des Anstoßes ist der Infraschall von Windenergieanlagen, als verdächtige Ursache von gesundheitlichen Beschwerden. Erste Erkenntnisse der PTB bestätigen zumindest, dass der Mensch auch tiefere Töne hört – das war bislang unbekannt.

Schallpegel- Geräuscharme Systeme

Bereits 2012 erkannte der VDI, dass die Anforderungen an die akustische Qualität von Maschinen und Anlagen stetig zunehmen. Lärm ist definitiv unerwünscht und resultiert in entsprechende Vorschriften und Grenzwerte – die Verpflichtung der Hersteller regelt die EG-Maschinenrichtlinie.

Schallpegel – Antriebsprobleme lösen

Der VDI propagiert, geräuschmindernde Maßnahmen für Maschinen und Anlagen zu realisieren und dynamische Antriebsprobleme in den Griff zu bekommen. Hierzu empfiehlt der Verband beispielsweise, sich auf Gehäusestrukturen, die Ansteuerungselektronik für Elektromotoren sowie auf Wälzlager und Zahnradgetriebe zu konzentrieren.

Schallpegel – Messung und Analyse

Ob geräuschmindernde Maßnahmen Erfolg haben, wird davon abhängig gemacht, wie Schwingungssysteme ausgelegt und geprüft werden, wie aussagekräftig Schwingungsanalysen sind und wie „berechnete Simulationsergebnisse“ überprüft werden können. Moderne Mess-Systeme zur Analyse der Geräuschpegel gehören zur Standardausrüstung einer proaktiven Instandhaltung.

Schallpegel – Belästigung im Trend

In 2013 fühlten sich laut Umweltbundesamt „über die Hälfte“ aller Deutschen durch Lärm belästigt. Eine Analyse des Statistischen Bundesamtes von 2010 deklarierte noch, dass „mehr als jeder vierte“ Deutsche über Lärmbelästigung klagt.

Elektromobilität ohne Akzeptanz – Aufwertung durch Service

Potenzielle Kunden wollen sie immer noch nicht so richtig – die Elektromobilität. Und trotzdem hat die Kreation elektromobiler Dienstleistungen bereits massiv eingesetzt – Servicekonzepte warten auf ihre Umsetzung. Der Eindruck drängt sich auf, dass der Service alle Register ziehen soll, um Kunden die Elektromobilität schmackhaft zu machen.

Elektromobilität – aufwertende Dienstleistungen

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) besetzt die Elektromobilität mit der Forderung, das Automobil neu zu denken. Dass dies dringlich ist, beweist die vom BMBF geförderte Projektstudie Dienstleistungen für die Elektromobilität (DELFIN). Nach entsprechenden Erkenntnissen sollen „kundenorientierte Dienstleistungen die originären Nachteile der Elektromobilität ausgleichen – etwa die geringe Reichweite oder lange Aufladezeiten“. Als besonders erfolgversprechend gelten somit infrastrukturell abgesicherte Lademöglichkeiten mit kundenfreundlicher Abrechnung. Hinzu kommen entsprechende Informationsdienste – diese sollen die Angst nehmen, mit dem Auto liegen zu bleiben. Carsharing, insbesondere vernetzt mit weiteren Verkehrsträgern soll die Mobilität flexibilisieren. Und der Betrieb von öffentlichen und gewerblichen Flotten soll den Massenmarkt mit standardisierten Dienstleistungen anstoßen.

Elektromobilität – Projekt „On-Board-Metering“

In 2012 startete das Projekt On-Board-Metering, konzentriert auf das vorrangige Grundproblem der unzureichend verfügbaren Infrastruktur – zu wenig Ladesäulen für den Transfer elektrischer Energie zum Elektrofahrzeug. Diese Lösung ist darauf ausgerichtet, die Kosten für Investition und Instandhaltung einer solchen Infrastruktur zu minimieren. Hierzu ist die erforderliche Mess- und Kommunikationstechnik in das Fahrzeug verlegt. Der geladene Strom und weitere Messdaten werden also über ein mobiles Abrechnungssystem erfasst. Eine PTB Systemsteckdosekomplexe Ladesäule mutiert so zu einer einfachen Systemsteckdose – und diese kann kostengünstig flächendeckend installiert werden. Mit bis zu 1000 Systemsteckdosen im Feldtest sollte bewiesen werden, dass mit der mobilen Mess- und Abrechnungstechnik und der hohen Dichte an Lademöglichkeiten eine neue Ladequalität für Nutzer von Elektrofahrzeugen erreicht werden kann. Bis zum März 2015 waren gerade einmal 80 mobile Zähler und 134 Ladepunkte eingebunden, über ganz Deutschland verteilt – so die Auskunft der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB), einer der Projektpartner. Das Projekt ist seit Mai 2015 abgeschlossen, der Durchbruch des On-Board-Metering wird gegen Ende 2015 erwartet – man darf gespannt sein.

Elektromobilität – die Gesamtlösung zählt

Die bislang auf den Strassen realisierte Elektromobilität ist relativ bescheiden. Da die Fahrzeuge offenbar nicht überzeugen, müssen deren Nachteile durch Service kompensiert und aufgewertet werden. Elektromobilität erscheint als Produkt, das nur mit bestimmten Dienstleistungen überhaupt marktfähig ist – weil sich erst dann ein Nutzen einstellt. Service mag für einen Kunden nicht vorrangig sein, wenn er sich für ein Produkt interessiert. Doch ein Kunde, den ein Produkt nicht überzeugt, hat überhaupt keinen Grund nach entsprechendem Service zu fragen. In solchen Fällen hat sich im Service durchgesetzt, Produkt und Service als Gesamtlösung anzubieten – das wurde bei der Elektromobilität bislang versäumt.

Ersatzteilmarkt – Servicegeschäft mit Schwerpunkt

Der Ersatzteilmarkt bestimmt zu einem wesentlichen Teil das Servicegeschäft. Kein Wunder also, dass sich nicht nur Hersteller und deren autorisierte Zulieferer sondern auch unautorisierte Dritte für das Ersatzteilgeschäft interessieren. Zwangsläufig  müssen sich die Originalhersteller diesem Wettbewerb stellen – gegebenenfalls auch mittels Methoden, die Plagiate einschränken oder verhindern können.

Ersatzteilmarkt – die Fertigung

Es ist einfacher geworden, Komponenten zu reproduzieren. Reverse Engineering wird schon seit geraumer Zeit praktiziert und Ersatzteile aus dem 3D-Drucker liegen im Trend. Auch ist zu vermuten, dass der 3D-Druck die Lagerhaltung von Ersatzteilen erheblich minimiert – vorausgesetzt, der fallweise Bedarf ist auch kurzfristig zu decken. Für innovative Zulieferer kann sich das sicherlich zu einem profitablen Servicegeschäft entwickeln.

Ersatzteilmarkt – die Qualität

Unautorisiert gefertigte Ersatzteile sind meist billiger als die Originale. Und wenn originale Ersatzteile als überteuert empfunden werden, sind Kunden für billigere Ersatzteilplagiate durchaus empfänglich.  Ob die Nachbauten bedenkenlos einsatzfähig sind, ist eine andere Frage. Insofern sind potenzielle Kunden gut beraten zu prüfen, ob die Qualitätsmerkmale dieser Ersatzteile mit denen der Originalhersteller übereinstimmen – um unkalkulierbaren Risiken vorzubeugen. Sicherlich gibt es auch unautorisiert gefertigte Ersatzteile mit akzeptabler Qualität.

Ersatzteilmarkt – die Spezifikationen

Der Nachbau eines Ersatzteils beginnt mit der Vermessung – doch um bestimmte Spezifikationen zu erfüllen, zählt auch das Wissen um die eingesetzten Werkstoffe sowie die Toleranzbereiche der Fertigung und entsprechender Verfahren. Mit diesem Know-how ist nicht nur eine Kopie des originalen Ersatzteils denkbar, sondern auch dessen Weiterentwicklung – was den „Originalhersteller“ naturgemäß in Zugzwang bringen kann.

Ersatzteilmarkt – die Verbesserungen

Mindestanforderungen an die spezifizierte Qualität können durch gesetzliche Bestimmungen festgelegt sein – darüberhinaus eröffnet sich ein erheblicher Spielraum für die Verbesserung von Ersatzteilen. Die technische Optimierung von Bauteilen, die als Ersatzteile definiert sind, konzentriert sich auf die Höhe der Standzeit – ein maßgebliches Kriterium, wenn es um Neuinvestitionen der Betreiber geht.

Ersatzteilmarkt – Reparatur und Überholung

Für reparierte Ersatzteile liegt der Preis in der Regel signifikant unter dem Neupreis – möglicherweise sogar unter dem Preis von Ersatzteilplagiaten.  Wieder instandgesetzte Bauteile können durchaus gleichwertig zu Neuteilen sein. Höchst spannend wird es, wenn durch innovative Verfahren eine Reparaturtiefe realisiert werden kann, die bislang noch als unwirtschaftlich galt. Unter Umständen führt die betriebsinterne Instandhaltung solche Reparaturen in eigener Regie durch – doch risikobewußte Kunden setzen bei Ersatzteilen auf den Original-Hersteller.

Zeitmessung – erneute Korrektur der Zeitdienste

Der internationale Erd-Rotations-Service (IERS) in Paris verordnet dem Zeitmass erneut die Zugabe einer Schaltsekunde und aktualisiert damit sowohl die koordinierte Weltzeit (UTC) als auch unsere Mitteleuropäische Sommerzeit MESZ – so der Hinweis der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB). Die als erforderlich erachtete Korrektur der Zeitmessung erklärt die PTB aus der Differenz zwischen einer hochgenauen Atomuhr und dem nicht ausreichend stabilen Zeitmass der Erddrehung. Die zusätzliche Sekunde soll also die Sonnenzeit und die Atomzeit wieder in Einklang bringen. Seit dem 1.1. 1972 hat der IERS die 26. Schaltsekunde angeordnet.

Zeitmessung – der Zeitpunkt

Laut PTB erfolgt die Einführung der Schaltsekunde weltweit zum selben Zeitpunkt: am 30. Juni 2015 nach 23:59:59 koordinierter Weltzeit, in der mitteleuropäischen Zeitzone also am 1. Juli nach 01:59:59. Uhren, die in Übereinstimmung mit der gesetzlichen Zeit laufen sollen, müssen dann um eine Sekunde angehalten werden. Besitzer von Funkuhren brauchen sich um nichts zu kümmern. Auch mit Navis hat es bisher offenbar keine Probleme gegeben.

Zeitmessung – zur Positionierung

Wer eine Position auf der Erdoberfläche exakt bestimmen will, muss entsprechende Satelliten mit nanosekundengenauen Uhren steuern. Galileo ist ein solches Satellitennavigationssystem, das mit geplanten 30 Satelliten in 23.200 km Höhe die Erde umkreisen soll – acht Galileo-Satelliten sind bereits im All.  Jeder von ihnen hat mehrere Atomuhren an Bord und sendet Zeit- und Positionssignale zur Erde. Per Laufzeitmessung können sie dazu genutzt werden, metergenau einen Ort auf der Erdoberfläche zu bestimmen – ein Bodenkontrollzentrum muss hierzu die exakte Systemzeit bereitstellen. Auf diese Zeit können alle beteiligten Systeme zugreifen und synchronisiert werden – sowohl am Boden als auch im Orbit, beispielsweise zur Ausrichtung der Satelliten oder zur Kontrolle der von den Satelliten gesendeten Zeitsignale.

Zeitmessung – präzise Signale

Gelegentlich sollte man sich daran erinnern, dass für das Gelingen unserer Aktivitäten eine übergeordnete Dienstleistung maßgeblich beiträgt. Für technische, wirtschaftliche und alltägliche Vorgänge benötigen wir exakte Angaben über die Zeit. Zeitsignale und die sogenannte Normalfrequenz werden im Auftrag der PTB von der Firma Media Broadcast GmbH ausgesendet. Das hierzu betriebene technische System ist ein Langwellensender mit dem unspektakulären Namen „DCF77″. Die PTB ist nach dem Einheiten- und Zeitgesetz verpflichtet, die gesetzliche Zeit zu verbreiten und definiert diesen Langwellensender als hierzu wichtigstes Medium. In 2011 wurde die Verfügbarkeit des DCF77 für weitere zehn Jahre vertraglich abgesichert. Die PTB weist darauf hin, dass es in Europa langfristig außer dem DCF77 nur den „Britischen Sender MSF“ gibt. Der „Schweizer Sender HBG“ wurde mangels Nachfrage Ende 2011 offenbar eingestellt.

Zeitmessung – das Wesentliche

Im normalen Alltag ist die Schaltsekunde nicht wirklich relevant, meint die PTB – doch weit gefehlt. In einer Sekunde stecken die wesentlichen Momente – als lebenserhaltender Atemzug, erfrischender Schluck, zustimmendes Kopfnicken, auch als freundlicher Gruss, kreativer Einfall oder informativer Fingerzeig, sogar als entscheidender Schritt. Wir sollten die zusätzlichen Schaltsekunden also nicht ignorieren sondern auch im Alltag wertschätzen 😉

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