Patente anmelden – Wissen absichern

Die Analyse kann sich sehen lassen – im internationalen Vergleich der Patentanmeldungen belegt Deutschland den 3. Platz, hinter den USA und Japan. Insgesamt deklariert das Europäische Patentamt das Jahr 2014 als Rekordjahr für registrierte Erfindungen. Naturgemäß sind nicht angemeldete Innovationen auch nicht erfaßt – womit Patentaktivitäten über die Innovationskraft von Unternehmen nur bedingt Aufschluß geben können.

Patente – die Vermarktung beginnt mit der Anmeldung

Es klingt banal, aber wer forscht und entwickelt, muss natürlich auch wissen, wann der Zeitpunkt der Vermarktung gegeben ist – und der beginnt mit der Patentanmeldung. „Forschung und Entwicklung“ ist von Natur aus selbstverliebt und fokussiert perfekte Systeme. Und das mag dann auch zur Folge haben, dass die in Deutschland mannigfaltig initiierten Forschungsprojekte primär auf Endprodukte ausgerichtet sind und erfolgreich fixierte „Zwischenlösungen“ eher bedeckt gehalten werden – mit der fatalen Konsequenz, dass sich auf dem globalen Patentmarkt die Wettbewerber frühzeitig die Rechte für vergleichbare Ideen sichern könnten.

Patente – Wissen frühzeitig absichern

Fachwissen ist insbesondere bei den Spezialisten eines Unternehmens vorhanden, auch wenn dieses Wissen – noch – nicht über Patente abgesichert ist. Dabei gilt Wissen und Erfahrung heutzutage mehr als je zuvor als ein zu schützendes Gut. Wer es geschickt nutzt, macht sich unentbehrlich – wer es offen legt, schafft sich Konkurrenz und wird gegebenenfalls austauschbar. Naturgemäß muss Wissen in einem Unternehmen jederzeit verfügbar sein – und trotzdem akribisch abgeschirmt werden vor unbefugten Zugriffen jedweder Art. Insbesondere frühzeitige Patentanmeldungen können dazu beitragen, einen Wettbewerbsvorteil zu realisieren und abzusichern.

Patente – Muster auf Originalen entlarven Plagiate

Das Bestreben, originale Produkte zu kennzeichnen, um sie von Plagiaten klar unterscheiden zu können, ist ungebrochen. Eine der Methoden, die hierzu eingesetzt werden könnten, ist als zufälliges, sogenanntes „chemisch-topologisches Muster“ definiert, das auf der Oberfläche eines Objekts platziert ist. Es soll unmöglich sein, dieses Muster auf eine andere Oberfläche zu übertragen – also auf die eines Plagiats. Diese Methode wird selbst als Patent geführt: als „inhärent fälschungssichere Produktkennzeichnung„.

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Patente anmelden - Wissen absichern
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Patente sind eine probate Methode, um Wissen abzusichern - die Vermarktung von Wissen beginnt mit der Patentanmeldung. Gleichwohl sind Vorkehrungen zu treffen, wie Plagiate zu identifizieren sind.
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