Recycling von Elektrogeräten – verschärfte Gesetzeslage verpflichtet

Nichts wegwerfen, man weiß ja nie, wozu man etwas noch gebrauchen kann – gegenüber dieser traditionellen Maxime steht das moderne Pendant, die diversen Materialien aus veralteten Produkten zu extrahieren, um sie erneut zu verwerten. Einer Gesellschaft, der das überlebensorientierte Denken prähistorischer Sammler zu eigen ist, dürfte dieses Verhalten selbstverständlich erscheinen – aber auch die Jäger kommen auf ihre Kosten, wenn man sich die erzielbaren Erlöse aus den jeweiligen Materialien vergegenwärtigt.

Recycling – die Gesetzeslage

Was nicht gelebt wird, muss gesetzlich verankert sein – will man es trotzdem durchsetzen. Hierzu gehört auch das neue „Elektrogesetz„, das große Vertreiber von Elektrogeräten und Elektronikgeräten verpflichtet, Altprodukte wieder zurückzunehmen. Das neue Elektrogesetz ist darauf ausgerichtet, Elektroschrott als hochwertige Ressource zu betrachten, die nichts im Restmüll verloren hat – und deren Potenziale hierzulande zu heben sind.

Recycling – Exporteure in der Pflicht

Ist das Gerät tatsächlich als Schrott zu deklarieren oder ist es eher ein gebrauchtes aber noch funktionsfähiges technisches System? Diese Frage müssen sich Exporteure stellen, um die sogenannte illegale Verbringung von Altgeräten zu vermeiden. Die Richtlinie über Elektro-Altgeräte und Elektronik-Altgeräte soll deren Sammelmengen und das Recycling steigern und den illegalen Export eindämmen.

Recycling – der Formalismus

Gesetzlich geregeltes Recycling wird kontrolliert dokumentiert und aktiviert entsprechende Dienstleistungen. So hat die „Bitkom Servicegesellschaft„den Anspruch, über ein „Garantiesystem für die Entsorgung von Altgeräten“, Hersteller und Importeure von Elektro- und Elektronikgeräten mit den Entsorgern kurzzuschließen. Ein entsprechender Meldeservice soll hierbei sicherstellen, dass die nach dem Elektrogesetz definierten Verpflichtungen zur Entsorgung erfüllt sind.

Recycling – Wertschätzung von Altgeräten

Was mit Altgeräten so passiert, hat die BITKOM bereits in 2011 für Deutschland analysiert – mit der Erkenntnis, dass die Mehrheit deutscher Kunden durchaus den Wert eines Altgerätes zu schätzen weiß. Konkret abgefragt wurde der Umgang mit alten Mobiltelefonen: Lediglich für 2 % der Befragten war die Entsorgung in den Hausmüll kein Problem – eine Variante, die laut Elektrogesetz verboten ist und ein Bußgeld nach sich ziehen kann. Ansonsten wurden Mobiltelefone zu 30 % einfach aufbewahrt, zu 23 % verschenkt und zu 8 % gespendet. Für 20 % der Befragten war die Abgabe an kommunale Sammelstellen oder die Rückgabe an Händler und Mobilfunkanbieter die adäquate Lösung. Und 17% der Befragten waren sich offenbar unschlüssig, was mit ihrem alten Mobiltelefon passieren sollte.

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Recycling von Elektrogeräten - verschärfte Gesetzeslage verpflichtet
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Für das Recycling von Elektrogeräten und Elektronikgeräten gilt eine verschärfte Gesetzeslage, die sich auf das zu nutzende Potenzial der Ressourcen konzentriert. Gleichwohl ist der langfristige Betrieb von Elektrogeräten nicht zu vernachlässigen - adäquate Serviceleistungen vorausgesetzt.
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