Archiv der Kategorie: Instandhaltung

Was hält ein technisches System betriebsbereit und welche Voraussetzungen sind hierbei zu erfüllen? Und welche Kriterien bestimmen den Lifecycle technischer Systeme? Lesen Sie in der Kategorie Instandhaltung, was systemspezifische Aktivitäten ausmacht und wie sie sich entwickeln.

Status Instandhaltung verifizieren – Akzeptanz der Betreiber sichern

IFC Ebert

[Advertorial] Betreiber sind von einer zukunftsorientiert ausgerichteten Instandhaltung abhängig. Für das Instandhaltungsmanagement ist eine entsprechende Bestandsaufnahme obligatorisch. Der aktuelle Status einer Instandhaltung resultiert aus einem etablierten Veränderungsmanagement. Die Neuorganisation der Technik ist dominiert von Lean-Ansätzen und der digitalen Transformation, gestützt von einer zeitgemäßen Mitarbeitermotivation.

Status Instandhaltung – Betreiber unterstützen

Jeder Betreiber steht in der Verantwortung für seinen Produktionsbetrieb. Es gilt, den geforderten Produktionsbedarf wunschgemäß zu realisieren und gegebenenfalls zu steigern. Auf die Erhaltung des Produktionsstandortes hat das technische Risikomanagement entscheidenden Einfluß. Entsprechende Bewertungen sind auch geeignet, Haftungsrisiken zu minimieren. In diesem Sinne ist auch die rechtliche Bedeutung technischer Normen unbedingt zu beachten – insbesondere deren Entwürfe und Verschärfungen sowie die eventuell damit verbundenen Anpassungsfristen und Anpassungspflichten.

Status Instandhaltung – Digitalisierung voranbringen

Eine digitalisierte Instandhaltung versteht sich als sogenannter „Enabler der Industrie 4.0“. Läßt diese digitale Transformation jedoch einen plausiblen Abgleich zwischen Anspruch und Wirklichkeit vermissen, entpuppt sie sich als risikoreiche Gratwanderung. Nicht zuletzt erfordert Instandhaltung 4.0 den Einsatz einer hierauf abgestimmten Software, die in der Lage ist, Echtzeitdaten über spezielle Algorithmen auszuwerten.

Status Instandhaltung – Betriebsmittel absichern

Der zuverlässige Betriebsmitteleinsatz stützt sich zunehmend auf eine Predictive Maintenance. Schwachstellen der Betriebsmittel werden über entsprechende Analysen systematisch lokalisiert und können somit beseitigt werden. Die Zustandsüberwachung definierter Komponenten und Baugruppen erlaubt geplante Instandhaltungsmaßnahmen. Neue Technologien und deren Einsatz ermöglichen bisher undenkbare Lösungen, etwa mit dem 3D-Druck von Ersatzteilen.

IFC EBERT – Tagung Instandhaltung 2017

Der Status Ihrer Instandhaltung entscheidet über deren Akzeptanz durch den Betreiber. Nutzen Sie das diesjährige Themenspektrum der Tagung Instandhaltung für eine Bestandsaufnahme – präsentiert vom Institut für Controlling Prof. Dr. Ebert GmbH.

Programm und Anmeldung zur Tagung Instandhaltung 2017

Plattform für Instandhalter – WEKA Akademie intensiviert Forum Instandhaltungsmanagement

[Advertorial] Das Forum Instandhaltungsmanagement etabliert sich als Plattform für Instandhalter, die Antworten auf eine innovative Industrie suchen. Es gilt, die vielfältigen Möglichkeiten technischer Entwicklungen zu beherrschen, die mit Industrie 4.0 korrelieren. Auf dieses Spektrum konzentriert sich das Forum in 2017 – mit Zukunftsperspektiven für den Bereich Smart Maintenance.

Die WEKA MEDIA GmbH & Co. KG ist einer der führenden Anbieter von multimedialen Fachinformationslösungen im Business-to-Business- und Business-to-GovernmentBereich.

Forum Instandhaltungsmanagement – Herausforderungen annehmen

Die Entwicklung von Produktionsunternehmen orientiert sich an der visionären Fabrik, die sich zunehmend im Rahmen von Industrie 4.0 behaupten muss. Um die neuen geschäftlichen Ziele eines Werkes in Zukunft realisieren zu können, ist auch das Management der Instandhaltung entsprechend anzupassen.

Forum Instandhaltungsmanagement – Digitalisierung akzeptieren

Zweifelsfrei verursacht die Digitalisierung tief greifende Veränderungen im Instandhaltungsmanagement. Selbst Veränderungsprozesse, die im Rahmen einer schlanken und wertschöpfenden „Maintenance“ bereits mehr oder weniger aktiviert sind, können so beschleunigt werden. Hierzu gehört auch die digitalisierte Erfassung und Nutzung smarter Daten aus dem Einsatz von Anlagen und deren Komponenten.

Forum Instandhaltungsmanagement – Wertschöpfung gestalten

Plattformen forcieren die Kommunikation zwischen Produktion und Instandhaltung, im Sinne einer kontinuierlichen Verbesserung. Es gilt, den Lebenszyklus von Industrieanlagen zu planen, deren  „Downtime“ zu minimieren und sich außerdem über potenzielle Risiken und die jeweilige Gefährdungslage abzustimmen.

Profitieren Sie von der aktualisierten Fortsetzung der erfolgreichen Premiere des Forums Instandhaltung im vergangenen Jahr. Weitere Details, Keyfacts und Anmeldung: Programm zum Forum Instandhaltungsmanagement 2017

Industrielle Services nachgefragt – aber welche sind das?

Die Steigerung der Anlagenverfügbarkeit ist für Betreiber ein permanentes Betätigungsfeld, unterstützt durch die Wertschöpfung einer effizienten Instandhaltung – zustandsüberwacht und optimiert über Reliability Centered Maintenance. Von der betriebsinternen Instandhaltung wird erwartet, dass sie sich so kundenorientiert verhält wie eine Fremdfirma, produktivitätssteigernd mit der Produktion vernetzt und eingebettet in einem „Lean Production System“. Demgegenüber platziert sich das Portfolio industrieller Services, permanent unter Beobachtung. Nicht zuletzt wird Angebot und Bedarf entsprechender Dienstleistungen vom Wirtschaftsverband für Industrieservice (WVIS) in Erfahrung gebracht.

Industrielle Services haben eine Basis

Im Schwerpunkt liegen die primären systemspezifischen Leistungen wie Montage, Installation, Qualitätssicherung, Überwachung, Wartung, Instandsetzung, Inspektion, Turnaround, Anlagenabstellung, aber auch Isolierung. Die entsprechende Logistik, Lagerhaltung, technische Reinigung und Entsorgung komplettieren dieses Primärpaket. Hinzu kommen begleitende Leistungen wie Beratung, Planung, Engineering, die Etablierung von Softwarelösungen, das Management von Gebäuden und Liegenschaften – nicht zu vergessen sind Personaldienstleistungen. Denkbar ist auch die Übernahme bestimmter Fertigungsleistungen oder des gesamten Standortbetriebs als Dienstleistung.

Industrielle Services entwickeln sich weiter

Wer neue Services mit Kundennutzen sucht, muss wissen, welche Serviceangebote auch erfolgversprechend sind. Unternehmen, die sich innovativen industriellen Services verpflichtet fühlen, sollten sich laut WVIS beispielsweise mit folgenden Themen befassen: Voraussschauende Wartung, Leistungskennzahlen, Internet of Things, Big Data Analysis, Zentrale Überwachung, Remote Monitoring, Erfahrungsaustasch mit Kunden, intelligente Prozessoptimierung, Remote Maintenance, Augmented Reality, Smart Metering, Nachfrageprognosen, Real Time Supply, 3D Insitu Printing.

Industrielle Services sind dominiert

Keine Frage, das Wachstum industrieller Services ist mittlerweile von Industrie 4.0 extrem beeinflusst. Aber selbst wenn dieses Thema in den Unternehmen mit hoher Priorität behandelt wird, sagt dies noch lange nichts darüber aus, inwieweit entsprechende Vorbereitungen abgeschlossen sind und Angebote zur Verfügung stehen. Auch ist die Priorisierung von Services für Industrie 4.0 naturgemäss von der Nachfrage der Kunden und entsprechender Umsatzentwicklung bestimmt.

Anlagenhersteller und Instandhalter kooperieren – zunehmend auf digitalisierter Basis

Die Erfahrung einer betriebsintern tätigen Instandhaltung ist  unersetzlich, hat aber ihre Grenzen.  Professionelle Anlagenbetreiber haben längst realisiert, dass sie auch auf  Herstellerinformationen angewiesen sind – nicht nur als  Basisinformation sondern immer auf dem neuesten Stand.  Dieser wiederum kann von einem „Anlagenhersteller“ nur auf Basis betriebsinterner Erfahrungswerte geliefert werden.  Anlagenhersteller und  Instandhalter  müssen also einen  kontinuierlichen informellen Austausch etablieren – am besten  über eine entsprechende Plattform. Christoph Attila Kun,   Manager Maintenance & Inspection Support Services  bei der BASF SE, forciert   eine solche Zusammenarbeit.

Herr Kun, wie abhängig ist die Instandhaltung von Herstellerinformationen?

Herstellerinformationen, wie  beispielsweise Reparaturanleitungen, Wartungsanleitungen, Ersatzteillisten, Zeichnungen und Pläne, technische Spezifikationen und Zertifikate, werden über den gesamten Lebenszyklus einer Anlage benötigt.

… welcher Zeitraum ist hier zu beachten?

Der Lebenszyklus einer Anlage in der Prozessindustrie beträgt  meist dreißig Jahre und mehr – von der Montage und Inbetriebnahme bis hin zur Außerbetriebsetzung und Demontage. In diesem Zeitraum werden die Herstellerunterlagen zu den verschiedenen Instandhaltungsprozessen dutzende, teils hunderte Male eingesehen. Sie sind damit ein wichtiger Teil der technischen Grundlage für die Erfüllung sämtlicher Instandhaltungsaufgaben.

Inwieweit gilt die digitale Bereitstellung instandhaltungsspezifischer Informationen als Serviceangebot?

Die Vision des Instandhalters der Zukunft  steht im Kontext von Industrie 4.0. Hierbei verfügt der Instandhalter über sämtliche, für die effiziente Ausführung einer spezifischen Tätigkeit relevanten Informationen – und zwar zu jedem Zeitpunkt und an jedem Ort. Um diese Vision auch Realität werden zu lassen, müssen die heute zumeist physisch und analog vorhandenen Herstellerinformationen auch in digitaler Form zur Verfügung gestellt werden – um sie zu hundert Prozent auf mobilen Endgeräten nutzen zu können. Ein Serviceangebot, das die Instandhalter bei der Umsetzung dieser Vision unterstützt, wird sicherlich nachgefragt.

… in welchem Umfang sind Anlagenhersteller hierauf schon vorbereitet?

Seit etwas mehr als 20 Jahren verwenden die Hersteller branchenübergreifend CAD Programme für die Konstruktion Ihrer Produkte – sowie Textsatz- bzw. Layoutprogramme für die Erstellung der Produktdokumentation. Damit haben die Hersteller bereits eine solide digitale Basis, da alle relevanten Herstellerinformationen heute schon in digitaler Form vorliegen.
Viele Hersteller speichern ihre Informationen zudem bereits in Datenbanken, in denen die Informationen klassifiziert, kategorisiert und mit verschiedenen Attributen versehen sind.  Der Weg zu intelligent nutzbaren „digitalen Herstellerinformationen“ besteht dann aus zwei einfachen Schritten:

  1.  Falls erforderlich werden die bereits herstellerseitig vorhanden Attribute um genormte Attribute ergänzt.
  2.  Die digitalen Herstellerinformationen werden in einem bestimmten Dateiformat gespeichert und die Attribute der Herstellerinformationen werden der Datei in Form von Metadaten mitgegeben.

Wie dies im Detail aussieht wird gerade im VDI Fachausschuss 2770 „digitale Herstellerinformationen“ erarbeitet und 2018 als VDI-Richtlinie veröffentlicht.  Mit Hilfe der Ergänzungen nach VDI Richtlinie 2770 können dann die digitalen Herstellerinformationen auf jeder Plattform sowohl geöffnet als auch – mit Hilfe der Attribute – gezielt und somit intelligent auf einzelne Informationen innerhalb der gesamten digitalen Herstellerinformationen zugegriffen werden.

Welchen Einfluss nimmt die Instandhaltung auf den Inhalt digitaler Herstellerinformationen?

Viele Regelwerke und Normen stammen noch aus der Zeit, als die Herstellerunterlagen im Wesentlichen analog zur Verfügung gestellt wurden. Hierzu gehört  beispielsweise  die ISO 82079, in der die Erstellung von Anleitungen, insbesondere Betriebsanleitungen geregelt ist. Die dort getroffenen Regelungen passen jedoch in Teilen nicht mehr zu den neuen Anforderungen an die Dokumentation – wie sie aus der voranschreitenden Digitalisierung der Instandhaltungsprozesse entstehen. Deshalb müssen diese Regelwerke und Normen an die Anforderungen der fortschreitenden Digitalisierung unserer Arbeitsprozesse angepasst werden.

…  wer definiert die neuen Anforderungen?

Die Prozessindustrie hat hierfür den Fachausschuss 2770 „digitale Herstellerinformationen in der Prozessindustrie“ gegründet, um die Digitalisierung und intelligente digitale Nutzung von Herstellerinformationen in der Prozessindustrie voranzutreiben. Der Fachausschuss steht unter der Schirmherrschaft der Gesellschaft für Verfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen des VDI.

… mit welchem konkreten Ziel?

Ziel des Fachausschusses 2770 ist es, eine VDI-Richtlinie zu erstellen, welche die Beschaffenheit von digitalen Herstellerinformationen für die Prozessindustrie unter Einbindung aller Industrieverbände und unter Nutzung vorhandener Normen regelt. Da die Mitgliedsunternehmen ihre Anlagen mittlerweile global beschaffen respektive verkaufen, soll die erarbeitete VDI-Richtlinie im letzten Schritt zu einer global gültigen ISO-Norm weiterentwickelt werden.

… und wer nimmt daran teil?

Anlagenbetreiber wie BASF, Bayer, Covestro, Evonik, Lanxess, Merck und Wacker Chemie sowie Hersteller wie Bosch, Coperion, KSB und Siemens. Auch  die Verbandsmitglieder des DIN, des  eCl@ss-Konsortiums, der namur und der tekom sowie   IT-Unternehmen wie die SAP, Dosco und GIS.

Ist vor diesem Hintergrund eine stärkere Einbindung der Anlagenhersteller in die Aktivitäten betrieblicher Instandhaltung zu erwarten?

Die Möglichkeiten der Optimierung der Instandhaltung, unabhängig von den Herstellern, sind heute nahezu ausgeschöpft. Die intelligente Instandhaltung der Zukunft wird ihr volles Potential erst mit der engen Zusammenarbeit von Herstellern und Betreibern ausschöpfen können.  In diese Zusammenarbeit werden die Hersteller ihr spezifisches Wissen über ihre Produkte einbringen. Die Betreiber wiederum werden ihr Wissen um die Betriebsweise und die auftretenden Beanspruchungen zur Verfügung stellen.  Durch diese Kollaboration stehen den Beteiligten dann endlich alle Informationen zur Verfügung – sowohl für die Behebung von Störungen als auch die Verbesserung einer Anlage. Das Asset Intelligence Network von SAP könnte ein Schritt in die richtige Richtung sein. Dabei handelt es sich um eine bidirektionale Informationsaustausch- und Kollaborationsplattform für Hersteller und Betreiber von technischen Gütern, mit deren Hilfe die intelligente Instandhaltung der Zukunft gelebt und umgesetzt werden kann.

Herr Kun,  herzlichen Dank für Ihre Einblicke in die Entwicklung der Zusammenarbeit zwischen Betrieb und Anlagenhersteller.

Instandhaltungsmanager können mehr – mit aktualisierter Entscheidungskompetenz

IFC Ebert[Advertorial]  Ein modernes Instandhaltungsmanagement arbeitet methodisch fundiert und IT-gestützt. Aussagekräftige  Kennzahlen zur Instandhaltung von  Anlagen, Maschinen und Gebäuden bestimmen den Standort und sind  richtungsweisend – flankiert von gesetzlichen Vorgaben.

Instandhaltungsmanager – die Pflicht

Das technische Team eines Produktionsbetriebs  sollte alle Bereiche der Instandhaltung überblicken und beherrschen – zumal das Basiswissen immer stärker von neuen  Anforderungen beeinflusst wird. Für Instandhaltungsmanager ist die Kompetenz, entsprechende Entwicklungen zu erkennen und zu beurteilen, unverzichtbar, um ihre  Instandhaltungsorganisationen abzusichern.

Instandhaltungsmanager – der Update

Aktualisieren Sie  ihre  Entscheidungskompetenz  im Instandhaltungsmanagement. Für Führungskräfte und Mitarbeiter aus technischen Funktionsbereichen hat IFC EBERT in Kooperation mit der TRAININGSAKADEMIE FÜR INSTANDHALTUNG UND PRODUKTION ein entsprechendes Intensivseminar  konzipiert.

Mehr Information zum Seminar InstandhaltungsManager (IFC EBERT) 2017: Programm und Anmeldung

Fachwissen Instandhaltung – zusätzlicher Bedarf durch neue Herausforderungen

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[Advertorial] Wer Instandhaltung wettbewerbsfähig und transparent gestalten will,  muss diese mit den Anforderungen aus der Produktion in Einklang bringen.  Hierbei zeigt sich, ob eine Instandhaltungsorganisation wirtschaftlich arbeitet und optimal aufgestellt ist.  Es gilt, die Sicherheit, Verfügbarkeit und Produktionsqualität von Maschinen und Anlagen sicherzustellen – im Sinne einer risikobasierten Instandhaltung. Außerdem ist die Instandhaltung, durch den verstärkten Einsatz von IT-Systemen in der Produktion, in ungewohntem Ausmaß herausgefordert. Der entsprechende Bedarf an zusätzlichem Fachwissen zeichnet sich in drei Bereichen ab.

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Fachwissen – Smart Maintenance

Übernehmen Sie die Verantwortung für eine smarte Maintenance, um entsprechende Potenziale für Ihr Unternehmen zu erkennen und zu bewerten.  Überblicken Sie, was sich unter  Industrie 4.0 abzeichnet und wie  Cyber-physische Systeme eingesetzt werden. Realisieren Sie die Bereitstellung  kontextbezogener Informationen einer prädiktiven Instandhaltung.

Fachwissen – Instandhaltungscontrolling

Übernehmen Sie die Verantwortung für wettbewerbsfähige Instandhaltungsleistungen, die in  einem transparenten Budget optimal dokumentiert  sind.  Nutzen Sie das kennzahlengesteuerte Controlling von Instandhaltungsleistungen  für einen entsprechend effektiven Budgeteinsatz.  Vereinbaren Sie Ziele und definieren Sie stabile Prozesse, gestützt von einer konsequenten Nutzung moderner IKT-Systeme und aussagefähigen Anlagenhistorien.

Fachwissen – Instandhaltungsmanagement

Übernehmen Sie die Verantwortung für einen abgesicherten Produktionsbetrieb, mit der  richtigen Strategie zwischen Kostendruck und risikobasierter Anlagenverfügbarkeit. Unterziehen Sie Ihre Organisation einem methodisch gestützten, kontinuierlichen Verbesserungsprozess – nutzen Sie hierzu Kennzahlen für ein effektives Controlling.

Weitere Details und Buchungsmöglichkeiten: Seminare der Stuttgarter Produktionsakademie für ein verantwortungsvolles Intandhaltungsmanagement.

Instandhaltungsproduktivität – Benchmark für Produktionsbetriebe

Die Produktivität der Instandhaltung gilt als primäres Optimierungspotenzial eines produzierenden Unternehmens. Insofern ist eine hohe Instandhaltungsproduktivität auch  das Markenzeichen einer etablierten, betriebsinternen Instandhaltung.  Eine produktive Instandhaltung ist für Dr.-Ing. Peter Schick eine zwingende Voraussetzung, um Wettbewerbsvorteile zu realisieren – er ist Unternehmensberater und Inhaber der  Peter Schick Unternehmensberatung.

Herr Schick, Welche Faktoren bestimmen die Wettbewerbsfähigkeit eines Produktionsbetriebes?

Die Wettbewerbsfähigkeit eines Produktionsbetriebes hängt von der Qualität, von der Lieferung und vom Preis seiner Produkte sowie vom Kundenservice ab. Lassen Sie uns hier auf den Preis konzentrieren. Aus ihm berechnen wir zusammen mit dem Absatz den Umsatz. Der Umsatz muss eine angemessene Umsatzrendite und eine angemessene Kapitalrendite erbringen. Die Rendite beträgt vielfach nur wenige Prozent vom Umsatz oder vom Kapital.

… wie hoch ist hierbei der Anteil der Instandhaltung?

Betrachten wir zum Vergleich den prozentualen Anteil der Instandhaltungskosten. Die durchschnittlichen Instandhaltungskosten betragen je nach Branche zwischen 4% und 12% vom Umsatz – etwas weniger, wenn man vom Wiederbeschaffungswert der Anlagen ausgeht. Und wenn wir die Produktionsbetriebe eines Unternehmens oder die Unternehmen einer Branche miteinander vergleichen, kann die Spannweite aus höchsten und niedrigsten Instandhaltungskosten 5% vom Wiederbeschaffungswert und etwas mehr vom Umsatz betragen. Diese über Benchmarking ermittelte Kostenvariation regt sicher zum Nachdenken an. Wenn wir die Grundursachen der Kostenvariation aufdecken, können wir die Wettbewerbsfähigkeit der Produktionsbetriebe spürbar steigern.

Limitiert Kostendruck das Spektrum der Instandhaltungsaktivitäten?

Ja, natürlich – das ist doch der Kern allen wettbewerblichen, wirtschaftlichen Handelns. Die Fragen sind immer: Was tun wir, was lassen wir? Und wenn wir etwas tun: Welchen einzigartigen Kundennutzen bieten wir, welche Kosten dafür sind wettbewerbsfähig und wie tun wir es?

Was darf Wertschöpfung kosten?

Ganz grob gesagt: In vielen Branchen werden von den Zielpreisen der Produkte und Dienstleistungen die Zielkosten für Material und Fremdleistungen abgezogen, um die Zielwertschöpfung zu erhalten. Ziehen wir von der Zielwertschöpfung die Zielrendite ab, verbleibt das, was Wertschöpfung kosten darf. In der betrieblichen Praxis werden die Kosten der Wertschöpfung von Jahr zu Jahr budgetiert, dazu jährliche Produktivitätsziele für Kostenträger, Kostenstellen und auch Kostenarten vorgegeben. Spannender wird es, wenn wir im Projekt tiefer bohren. Lassen Sie uns beispielsweise die Verfügbarkeit der Engpassanlagen betrachten. Wenn es uns gelingt, durch höhere Verfügbarkeit von Engpassanlagen mehr zu produzieren und zu verkaufen, dann erhöhen wir die Wertschöpfung zu Grenzkosten und ohne Investitionen. Wir erzielen dadurch einen zusätzlichen Deckungsbeitrag. Der zusätzliche Deckungsbeitrag amortisiert die zusätzlichen Aufwendungen für höhere Verfügbarkeit oft in wenigen Monaten, wenn es denn überhaupt so lange dauert.

Weshalb wird in den Produktionsbetrieben kein instandhaltungsspezifischer Deckungsbeitrag ermittelt?

Das vorherrschende Paradigma heisst Instandhaltungsproduktivität. Darauf bauen Normen, Systeme und Tools auf. Wer daran etwas ändern will, muss entweder selbst ein Paradigma entwickeln oder sich einer anderen Lehrmeinung anschliessen.

Inwieweit kann die Instandhaltung ihre Produktivität nachweisen?

Ich möchte diese Frage ergänzend umformulieren: „Inwieweit kann die Instandhaltung ihre Exzellenz nachweisen?“. Instandhaltungsexzellenz besteht aus der Instandhaltungsproduktivität, der Instandhaltungsqualität und der Instandhaltungszeit und lässt sich über einen Satz betrieblicher Kennzahlen messen – sogenannte Key Performance Indicators, kurz KPIs. Beispielsweise arbeitet eine Instandhaltung mit höchster Produktivität, wenn ihre Kosten dem Benchmark entsprechen oder diesen sogar unterschreiten. Gemessen wird die Instandhaltungsproduktivität etwa über die Instandhaltungskosten, bezogen auf den Wiederbeschaffungswert. Mit höchster Qualität arbeitet eine Instandhaltung, wenn die Anlagen der „Kunden aus der Produktion“ nachhaltig an der Kapazitätsgrenze betrieben werden. Die Instandhaltungsqualität können wir durch Ausbringung oder Ausbeute pro Zeiteinheit messen.

… Instandhaltungsexzellenz garantiert die definierte Verfügbarkeit von Anlagen – stimmen Sie zu?

Ihre Aussage geht in die richtige Richtung, reicht aber nicht ganz. Instandhaltungsexzellenz pur, ohne Verantwortungsträger, kann die definierte Verfügbarkeit von Anlagen nicht garantieren. Dazu sind mindestens zwei juristische oder natürliche Personen erforderlich, der interne oder externe Anlagenmanager und der interne oder externe Kunde. Diese schliessen ein Service Level Agreement. Das enthält unter anderem die definierte Verfügbarkeit, die Instandhaltungskosten, die gemeinsame Zielerfüllung und die Abrechnungsmodi. Wird die definierte Verfügbarkeit unterschritten, greift vielleicht eine vereinbarte Pönale, die in den Abrechnungsmodi enthalten sein kann. Anlagenmanager und Kunde entfalten dann Anlage für Anlage die vertraglichen Ziele auf ihre einzelnen Mitarbeiter. Diese erfüllen gemeinsam die Ziele für ihre Anlagen und erhalten dafür gemeinsam „das Lob“. Vielleicht tauchen nicht nur ihre Anlagen, sondern auch sie gemeinsam in einem Ranking ganz weit oben auf. So ist Instandhaltungsexzellenz im allseitigen Interesse und garantiert die definierte Verfügbarkeit der Anlagen.

Welchen Einfluss braucht die Instandhaltung auf die Investition in Produktionsmittel?

Das folgende Beispiel illustriert, dass die Instandhaltung auf Investitionen Einfluss haben muss, um späteren Instandhaltungsaufwand zu vermeiden. In jungen Jahren war ich Flugzeugmechaniker und habe sowohl Lockheed F-104G Starfighter als auch McDonnell-Douglas F-4F Phantom instand gehalten. Wenn ein Starfighter eine Störung der Hydraulik hatte, dann hatten wir uns an die Unterseite des Flugzeugrumpfes begeben, dort die Klappe mit der darauf zentralisierten Hydraulik nach unten geöffnet, oft Hydraulikflüssigkeit und Störungsursache vor unserer Nase gefunden und beseitigt. An der Phantom war die Störbehebung wesentlich aufwendiger, weil die Hydraulik im ganzen Flugzeug verteilt war. Sie erforderte oft den zusätzlichen Ausbau eines oder auch beider Triebwerke.

… welche Kriterien sind zu bewerten?

Der spätere Instandhaltungsaufwand einer Investition wird beispielsweise durch Verfügbarkeit, Zuverlässigkeit, Robustheit, Prozessfähigkeit, Prozessbeherrschung, Modularisierung, Standardisierung, Instandhaltbarkeit, Zugänglichkeit und Bedienungsfreundlichkeit festgelegt. Der Investitionsprozess muss geeignet sein, diesbezügliche Fehler frühzeitig zu erkennen. So wird der Break-even einer Investition früher erreicht. Dazu ist Wissen der Instandhaltung erforderlich.

Wenn man mehr von Ihnen über die Produktivität der Instandhaltung erfahren möchte – welche Möglichkeiten bieten Sie an?

Ich berate Unternehmen, wie sie ihrer Instandhaltung zu Leistungssprüngen verhelfen können –  im Rahmen einer Gesamtlösung oder durch punktuelle Lösungen.

… was bewirkt eine Gesamtlösung?

Eindeutig die höchste Kapitalrendite durch maximale und variationsarme Ausbringung aus der installierten Anlagenkapazität – bedingt durch verschwendungsarme Instandhaltungskosten, reduzierte Investitionen in Anlagen und optimierte Lagerbestände für die Instandhaltung.

… welche punktuellen Lösungen tragen hierzu bei?

Hierzu zählen beispielsweise das interne oder externe Benchmarking der Instandhaltungsexzellenz, aber auch der schnelle, nachhaltige Ausbringungssprung. Hinzu kommt das Outsourcing geeigneter Umfänge der Instandhaltung, die Prozessoptimierung und die Investitionsreduzierung. Nicht zuletzt geht es um die Lösung schwierigster Zuverlässigkeitsprobleme, unter anderem sporadische Frühausfälle.

Herr Schick, herzlichen Dank für Ihre Stellungnahmen zur Bedeutung der Instandhaltungsproduktivität.