Serviceumsatz nach Einflussfaktoren – Erwartungen und Realität in Unternehmen

Nicht jedes Unternehmen weist seinen Serviceumsatz aus, auch nicht jede Aktiengesellschaft. Doch eine diesbezügliche Veröffentlichung hat Aussagekraft und macht deutlich, dass man sich in Sachen Service nicht verstecken muss. So erläutert die MTU Aero Engines AG, dass durch die gute Entwicklung des Instandhaltungsgeschäfts der Umsatz und das operative Ergebnis in 2005 um 12% gesteigert werden konnte. Auch die Klüh Service Management GmbH weist darauf hin, im sechsten Jahr in Folge ein zweistelliges Wachstum erreicht zu haben. Und die Umsatzzunahme im Kundendienst bei der Jungheinrich AG wird mit rund 4 Prozent angegeben. Dieser Anstieg bezieht sich sowohl auf das Neugeschäft als auch auf das Geschäft mit Miet- und Gebrauchtgeräten.

Serviceumsatz – die Veränderung

Dass der anteilige Serviceumsatz in Zeiten steigender Investitionsgüternachfrage zurückgeht, darauf verweist Pfeiffer Vacuum. Und gibt gleichzeitig bekannt, dass mit ihrem wichtigsten Produkt überdurchschnittliche Umsätze erwirtschaftet wurden. Überraschend war wohl das Umsatzplus des Hamburger Biotechnologieunternehmen Evotec AG, mit dem es die Anleger in 2005 überraschte. Ursache hierfür waren die besseren Erlöse in der Service-Sparte. Auch einmalige Serviceumsätze sind möglich, beispielsweise durch den Verkauf eines Teils des Servicegeschäftes. So hat die Deutz AG einen Effekt in Höhe von 52,2 Mio EUR erzielt. Die ThyssenKrupp AG plant für die kommenden Jahre einen Gewinnsprung in ihrem Dienstleistungsgeschäft. Das Unternehmen begründet diese Erwartung mit dem starken Wachstum in Asien, Osteuropa und der NAFTA-Region. Es wird damit gerechnet, dass sich das Ergebnis des Service-Bereichs bis 2010 verdoppelt.

Serviceumsatz – die Beeinflussung

Und der Schweizer Technologiekonzern Bühler weist darauf hin, dass er beabsichtigt, sein Servicegeschäft zu forcieren. Damit soll in fünf Jahren ein Kundendienstanteil am Konzernumsatz von 25% erreicht werden. Auch lokal zugekaufte Servicefirmen sollen hierzu beitragen. Eine ähnliche Erwartung ist bei der Software AG auch prognostiziert. Eine zweijährige Stagnation soll Ende 2006 beendet sein und wieder steigenden Wartungsumsatz bescheren: Unter Berücksichtigung entsprechender Lizenzumsätze. Übrigens, was den Dienstleistungsexport angeht, liegt Deutschland mittlerweile an dritter Stelle, wie das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie bekannt gab.