Erhöhter Sicherheitsbedarf in Kernbereichen: Permanente Optimierung präventiver Sicherheitsstandards erforderlich

Das Thema Sicherheit kocht hoch in Deutschland – beispielsweise in drei brisanten Bereichen, in denen der Sicherheitsbedarf der Gesellschaft ziemlich ausgeprägt ist. Der Schutz vor belasteten Lebensmitteln,  vor Datenmißbrauch und vor unzureichend erforschten Immissionen ist naturgemäß nachgefragt.

Sicherheitsbedarf – Lebensmittel

Eine „dioxinbelastete Futtermittelkette“ gefährdet die Produktqualität für Lebensmittel. Aktuelle Sicherheitsstandards reichen offenbar nicht aus, um einen ausreichenden Verbraucherschutz zu gewährleisten. Es ist erstaunlich, welche Mängel dabei zum Vorschein kommen. Plötzlich fällt auf, dass es offenbar keine Zulassungspflicht für Futtermittelbetriebe gibt. Und rechtliche Vorgaben für entsprechende Kontrollen erkennt man als nicht weitgehend genug, insbesondere was „rechtlich verbindliche Positivlisten“ betrifft. Darüber hinaus fehlt bei der Futtermittelproduktion offenbar eine Meldepflicht für private Labors oder eine – ansonsten für Produktionsbetriebe obligatorische – Produkthaftpflichtversicherung. Der vom deutschen Bundesministerium für Ernährung Landwirtschaft und Verbraucherschutz vorgelegte Aktionsplan „Verbraucherschutz in der Futtermittelkette“ zeigt auf, was an präventiven Maßnahmen in diesem Zusammenhang bisher vernachlässigt wurde.

Sicherheitsbedarf – Daten

Im Bereich der Informationstechnologie gehören die Cloud Services zu den vorrangigen Sicherheitsthemen. Die Cloud-Anbieter arbeiten mit Hochdruck daran, dass ihre Dienste von den Unternehmen angenommen werden. Entsprechend stehen jetzt leistungsstärkere und weiter entwickelte Sicherheits-Services zur Verfügung. Hierauf verweist die CA Technologies in ihren Technologietrends 2011 und propagiert entsprechende Cloudlösungen. Die Auslagerung der ”unternehmensspezifischen IT” an einen Dienstleister und der entsprechende Zugriff auf Anwendungen und Daten über eine sogenannte Cloud sollen keine Zweifel mehr an der Sicherheit aufkommen lassen. Garantieren sollen das Funktionen für das Identitäts- und Zugriffsmanagement: “Authentifizierung, Schutz vor Betrug, Single Sign-On oder Identitätsverwaltung”. Ergänzend wird den Unternehmen empfohlen, das Sicherheitsrisiko durch eigene Mitarbeiter verstärkt zu berücksichtigen.

Sicherheitsbedarf – Immissionen

Ein weiterer sicherheitsrelevanter Bereich ist die Nanotechnologie. Der Aktionsplan Nanotechnologie reicht bis 2015, beschlossen von der deutschen Bundesregierung, am 12.1.2011. Nanomaterialien sind mit nützlichen und Erfolg versprechenden Perspektiven verknüpft. Der Verband der chemischen Industrie sieht die vielversprechendsten Anwendungen in der Energieversorgung, beim Klimaschutz und bei der Ressourcenschonung. Trotzdem wird auch dem zweifelsfrei vorhandenen Risikopotenzial durch Risikoforschung Rechnung getragen. Der Einfluss dieser Technologie auf Mensch und Umwelt soll also nicht dem Zufall überlassen werden. Der TÜV Süd hat hierzu ein “Risikomanagement- und Monitoringsystem für Nanotechnologie” aufgebaut: CENARIOS