Systeme unter Beobachtung: Zustandsüberwachung bringt Sicherheit

Es steht in der Entscheidung eines Betreibers, welche Systeme seines spezifischen Produktionsbetriebes auf welche Weise zu überwachen sind – von behördlichen Auflagen einmal abgesehen. Hohe Sicherheits- und Verfügbarkeitsansprüche können nur mit entsprechend frühzeitigen Erkenntnissen aus wissensbasierten Diagnosesystemen bedient werden. Nur wenn Systeme unter Beobachtung stehen, kann man davon ausgehen, daß sich die Verfügbarkeit dieser Systeme mit einer „hohen Wahrscheinlichkeit“ bestimmen läßt. Trotzdem kann der Bedarf an Zustandsüberwachung unterschiedlich gewichtet sein.

Singulär eingesetzte Systeme rangieren vor mehrfach eingesetzten, gleichartigen Systemen

Unkontrolliert auftretende Störungen im Betrieb singulär eingesetzter Systeme können schnell chaotische Verhältnisse schaffen. Solche Systeme unter Beobachtung zu stellen, bedeutet nichts anderes, als für eine kontinuierliche Zustandsüberwachung zu sorgen – um die angestrebte Sicherheit und Handlungskompetenz zu gewährleisten. Im Gegensatz hierzu steht der Betrieb einer größeren Anzahl gleichartiger Systeme, die vielleicht nur zu einem geringen Prozentsatz ausgelastet sind – entsprechend den marktbedingten Anforderungen. Dann hat ein Betreiber eventuell keinen gesteigerten Bedarf an einer automatisierten Überwachung – schließlich könnte der kurzfristige Ausfall eines solchen Systems leicht abgefangen werden.

Sicher entscheiden – aufgrund möglichst langfristig abgesicherter Daten

Die Überwachung systemimmanenter Baugruppen konzentriert sich auf deren Belastung und entsprechende physikalische Parameter – die eine Bewertung zulassen, ob der jeweilige Betriebszustand noch in einem unkritischen Bereich liegt. Mit anderen Worten, ob ein vorbeugender Austausch, eine bestimmte Wartung oder sonstige Maßnahmen fällig sind oder nicht. Je länger Systeme unter Beobachtung sind und entsprechende Erfahrungswerte gesammelt wurden, umso sicherer können hierzu Entscheidungen getroffen werden.

Betriebskosten senken – aber ohne Risiko

Aus Sicherheitsgründen empfiehlt es sich, speziell in der Anfangsphase einer Zustandsüberwachung, den zeitlichen Spielraum im Einsatz bestimmter Baugruppen nur sehr vorsichtig auszuschöpfen – also mit Sicherheitspuffern zu arbeiten. Obwohl es natürlich verlockend ist, systemimmanente Baugruppen möglichst lange unangetastet zu lassen – denn umso günstiger kann sich das auf die Betriebskosten auswirken. Aber eben nur dann, wenn im jeweiligen Verhalten von Baugruppen keine Überraschungen mehr zu erwarten sind. Darüberhinaus lohnt es sich insbesondere, Systeme und ihre Baugruppen vorrangig auf einen energieeffizienten Betrieb auszurichten und entsprechend zu beobachten.

Systeme unter Beobachtung – am besten dokumentiert

Wird der Einsatz von Systemen kontinuierlich und ereignisorientiert über eine Zustandsüberwachung dokumentiert, steht automatisch auch eine Grundlage zur Planung von Ressourcen zur Verfügung. Außerdem kann bei etwaigen Haftungsansprüchen auch ein aussagekräftiger Nachweis geführt werden.

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Systeme unter Beobachtung: Zustandsüberwachung bringt Sicherheit
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Langfristig abgesicherte Daten aus der Zustandsüberwachung von Systemen und ihren Baugruppen garantieren auch einen abgesicherten Betrieb.
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