Technische Systeme anpassen: Konformität hat Richtlinien

Der Erfolg eines Unternehmens resultiert nicht zuletzt aus dem reibungslosen Betrieb seiner produktiven technischen Systeme. Dabei verläßt sich ein Betreiber ausdrücklich auf die herstellerspezifischen Konformitätserklärungen – mit denen rechtsverbindlich bestätigt wird, daß ein Produkt allen relevanten Normen entspricht und insbesondere EG-Richtlinien erfüllt.

Ein Betreiber, der nun nach individuellen Vorstellungen und Erkenntnissen technische Systeme als installierte Basis eigenmächtig „modifiziert“, miteinander „verkettet“, diese hierzu „anpasst“ und eventuell neue Schnittstellen „etabliert“, agiert im Prinzip als Hersteller eines neuen „Gesamtsystems“. Die Frage ist, inwieweit die originalen Konformitätserklärungen dann noch greifen.

Gewährleistung, Garantie und Produkthaftung in Frage gestellt

Gegebenenfalls ist davon auszugehen, daß bei unautorisierten, signifikanten Eingriffen in technische Systeme jegliche Ansprüche auf Garantieleistungen und Gewährleistungen in Abrede gestellt werden. Trotzdem kann diese ablehnende Haltung von der Art auftretender „Störungen“ abhängig gemacht werden – womit die Frage der Kulanz ins Spiel kommt.

Vielleicht gibt es auch Auffassungen, die davon ausgehen, dass ein Betreiber mit seinen produktiven Systemen tun und lassen kann was er will – in der Annahme, daß durch unautorisierte Eingriffe in technische Systeme auch Ansprüche jeglicher Art verwirkt sind. In Folge wären technische Probleme dann kostenpflichtig zu bereinigen.

Eigenmächtige Systemveränderungen durch den Betreiber tangieren in jedem Fall die Produkthaftung, da hierbei die Qualität der möglichen Sachschäden und Personenschäden neu zu bewerten ist – eine entsprechende Systemdokumentation ist hierbei unverzichtbar.

Angepaßte technische Systeme als innovatives, kooperatives Ergebnis

Sicherlich gibt es auch Hersteller,  die gewünschte Systemveränderungen der Betreiber als innovative Ansätze werten. Demzufolge besteht dann auch starkes Interesse, über entsprechende Planungen proaktiv informiert zu werden – womit dann auch frühzeitig das Risikopotenzial solcher Veränderungen gemeinsam definiert und abgebaut werden könnte.

In diesem Sinne ist es natürlich auch ein Geschäftsmodell, Betreibern beratend zur Seite zu stehen, entsprechende Konzepte normgerecht zu entwickeln und gewünschte Systemveränderungen zu adaptieren. Anpassungs- und Optimierungstendenzen können so proaktiv beeinflußt werden.

Vorrangig ist hierzu ein kreativer Dialog zu pflegen, um Machbarkeiten frühzeitig zu prüfen. Gelingt das vertrauensvoll, profitieren sowohl die Betreiber als auch die Hersteller von risikofreien, betreiberspezifischen Systemanpassungen.

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Technische Systeme anpassen: Konformität hat Richtlinien
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Technische Systeme beruhen auf herstellerspezifischen Konformitätserklärungen. Betreiberspezifische Anpassungen installierter Systeme reflektieren die Gültigkeit von Gewährleistung und Produkthaftung. Von einer innovativen Kooperation in diesem Sinne profitieren sowohl Hersteller als auch Betreiber.
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