Technische Zuverlässigkeit gewährleisten: Verlässliche Systeme methodisch realisieren

Dass die Zuverlässigkeit technischer Produkte als entscheidendes Verkaufsargument betrachtet wird, ist eigentlich keine neue Erkenntnis. Welche Methoden angewendet werden, um Zuverlässigkeit zu garantieren, ist eine andere Frage. Zur Erörterung dieser Thematik hat der VDI eine “Fachtagung Technische Zuverlässigkeit” angesetzt. Die vorläufigen Programmpunkte beschreiben das Zuverlässigkeitsmanagement für komplexe Systeme. Maßgeblich sind hierbei Simulationen und experimentelle Untersuchungen sowie Ausfalldaten aus Laborversuchen und Kundendiensterkenntnissen. Außerdem erscheint es relevant, den “menschlichen Einfluss” zu berücksichtigen.

Technische Zuverlässigkeit bei  Availon

So hat zum Beispiel die Availon GmbH einen herstellerunabhängigen Generator für Windenergieanlagen konzipiert. Dieser Generator soll sowohl einen zuverlässigen wie auch langlebigen Betrieb garantieren. Entsprechende charakteristische Merkmale manifestieren sich in einer hohen Drehzahlvariabilität, optimierten elektrischen und mechanischen Eigenschaften; sowie einem verbesserten Schutz vor Verschmutzung und einem effizienteren Kühlkonzept. Auf diese Weise lässt sich der Generator sowohl kostengünstig betreiben als auch leicht montieren und instandsetzen.

Technische Zuverlässigkeit bei Seagate

Die Seagate Technology LLC setzt bei ihrer ersten “1 Terabyte Festplatte” auf eine verbesserte Datenintegrität und bemerkenswert hohe Zuverlässigkeit. Diese wird mit 1,4 Millionen Stunden “Meantime between Failure (MTBF)” beziffert. Außerdem soll eine optional verfügbare Datenverschlüsselung gewährleisten, dass die gesicherten Daten vor unbefugten Zugriffen durch Dritte geschützt sind; und zwar über den gesamten Lebenszyklus des Gerätes. Diese Lösung empfiehlt sich somit für kompakte Server- und Speichersysteme in Rechenzentren.

Technische Zuverlässigkeit bei Baumüller

Mit ihren Antrieben für die Medizin- und Rehatechnik bietet die Baumüller Holding GmbH & Co.KG eine lebensrettende und lebenserhaltende Zuverlässigkeit. Hierzu sind die jeweiligen Bereiche des Motorenportfolios mit diversen Merkmalen und Eigenschaften ausgerüstet. Dazu gehören eine Platz sparende, flache Bauweise; ein optimierter Gleichlauf; hohe Bedienungssicherheit; hohe Überlastfähigkeit; dynamische Betriebseigenschaften; gute Belüftungsmöglichkeiten; sowie ein hoher Wirkungsgrad.

Technische Zuverlässigkeit bei DEKRA

Sicherlich muss Zuverlässigkeit auch nachweisbar sein, insbesondere wenn es um die Einhaltung von kritischen Grenzwerten geht. So hat die DEKRA Industrial GmbH ein Verfahren entwickelt, um das von Biogasanlagen ausgestoßene Formaldehyd kontinuierlich in Echtzeit zu messen. Das Besondere: Der Betreiber kann die Anlage während der Messung so nachregeln, dass sie den erforderlichen Grenzwert wieder einhält. Bei dem bisherigen “diskontinuierlichen Verfahren” war eine entsprechende Bewertung und Korrektur offenbar erst nach knapp zwei Wochen möglich.