Vergütung von Labordiensten – Qualifizierung von Produkten

Zur herstellerspezifischen Produktqualifikation und der Definition entsprechender  Spezifikationen sind in der Regel Studien erforderlich. Es gibt Unternehmen,  die hierzu eigene  Prüflabors vorhalten, aber auch Unternehmen, die hierbei auf externe Labordienste zugreifen. Und in manchen Fällen sehen selbst Herstellerunternehmen mit ausgewiesenen Kernkompetenzen keine andere Möglichkeit, als die Expertise spezialisierter Evaluierungslabors  in Anspruch zu nehmen. So könnte sich beispielsweise ein „medizintechnischer Hersteller von Implantaten“ dazu entschließen, die „Frage der Oberflächenbeschichtung“ von externen Evaluierungslabors klären zu lassen – inklusive der sensiblen Entscheidung über etwaige Tierversuche. Nicht nur die Höhe, auch die Art der Vergütung entsprechender Leistungen ist zu verhandeln.

Differenzierte Vergütung

Für die Nutzung externer spezialisierter Dienstleistungen sollte  das Auftragsvolumen möglichst detailliert definiert werden – vorausgesetzt, es lässt sich auch eindeutig bestimmen. Die Vergütung erfolgt dann entsprechend einer zweifelsfrei messbaren Leistungsvereinbarung. Hierbei  ist also in der Regel eindeutig feststellbar, ob eine Leistung vereinbarungsgemäß erbracht wurde oder nicht.

Pauschalisierte Vergütung

Die Auftragsvergabe gestaltet sich schwieriger, wenn unklar ist, welche Leistungen konkret erwartet werden – also lediglich ein gewünschtes Ergebnis definiert ist.  In diesem Fall bietet es sich an, über eine ergebnisorientierte Pauschale zu verhandeln. Die Crux liegt in der Höhe der Pauschale – ein Auftraggeber will sich natürlich nicht übervorteilen lassen und ein Dienstleister achtet sicherlich  auf seinen Gewinn. Somit ist die Plausibilität der Pauschale entscheidend für  eine faire Übereinkunft. Das Risiko, ob die vereinbarte Pauschale für die Leistungserbringung ausreicht, trägt allerdings  der Dienstleister.

Vergütung nach Kontingent

Etwas problematischer wird es, wenn zwar ein gewünschte Ergebnis definiert ist, aber die Grenzen des Auftragsvolumens trotzdem noch unklar sind. Dann kann auch vom Dienstleister kaum  abgeschätzt werden, welcher Aufwand auf ihn zukommt. Da die Unsicherheit hierbei auf beiden Seiten liegt, bietet es sich an, die Vergütung über ein Kontingent zu regeln – mit einem  Betrag „X“ als Startkapital. Denkbar ist dann eine monatliche, prozentuale Vergütung vom Kontingent. Der nicht benötigte Anteil dieses Kontingents verbleibt beim Auftraggeber. Andererseits muss ein zu gering definiertes Kontingent gegebenenfalls „aufgestockt“ werden – nach entsprechender Bedarfsprüfung.

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Vergütung von Labordiensten - Qualifizierung von Produkten
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Um Produkte zu qualifizieren, sind gegebenenfalls Labordienste zu vergüten - Crux ist die Klärung des Auftragsvolumens.
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