Weiterbildungsbedarf ist unübersehbar: Lerndienstleister investieren in Qualitätssicherung

Bildungsdienstleistung hat eine Norm. Die DIN ISO 29990 bietet eine gemeinsame Qualitätsbasis für internationale Einrichtungen der Aus- und Weiterbildung und definiert grundlegende Anforderungen an Lerndienstleistungen und Lerndienstleister. Ziel der Norm ist die Schaffung eines umfassenden Qualitätsmodells für die berufliche Praxis und Leistungserstellung. Sie soll als gemeinsame Referenz für Lerndienstleister und ihre Kunden herangezogen werden, um Aus- und Weiterbildung zu planen, zu entwickeln und durchzuführen.

Investition in den Weiterbildungsbedarf lohnt sich immer

Diese Norm kommt sicher den Weiterbildungsanbietern entgegen, die derzeit verstärkt in Qualitätssicherung investieren. Wie das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) vermerkt, erlangen formale Anerkennungen und Zulassungen eine immer größere Bedeutung. Und das hat sicher auch etwas mit der Entwicklung der Weiterbildungsbranche zu tun: Offenbar wird die wirtschaftliche Stimmung nach wie vor positiv beurteilt, aber im Trend 2010 zeigt sie deutlich nach unten. Allerdings gibt es auch eine gegenläufige Entwicklung; und zwar bei Weiterbildungsanbietern, die mindestens die Hälfte ihrer Einnahmen von Betrieben erhalten. Bei diesen Anbietern hat sich das Geschäftsklima signifikant gesteigert; auch in den nächsten zwölf Monaten wird eine sehr positive Geschäftsentwicklung erwartet. Hintergrund ist, dass die Betriebe aufgrund der positiven Entwicklung der Gesamtwirtschaft anscheinend wieder mehr in die Weiterbildung investieren.

Weiterbildungsbedarf – nachgefragt und abgelehnt

Tatsächlich ist der Weiterbildungsbedarf in den Unternehmen unübersehbar. Wie das VDI Wissensforum ín diversen Branchen ermittelt hat, vertreten 55,3 Prozent der befragten Fach- und Führungskräfte die Meinung, dass das eigene Unternehmen nicht genug Weiterbildung ermöglicht. Und 10,3 Prozent der Befragten geben sogar an, dass ihr Unternehmen nur in absoluten Ausnahmefällen oder nie Fortbildungsmaßnahmen anbietet. Als Hauptgründe hierfür werden primär die Kosten angeführt, gefolgt von den Fehlzeiten und unpassenden oder nicht erforderlichen Weiterbildungsangeboten.

Weiterbildungsbedarf der Internetwirtschaft

In der digitalen Wirtschaft sind strukturierte Berufsdefinitionen und klare Anforderungsprofile noch immer lückenhaft. Der „Bundesverband Digitale Wirtschaft“ hat sich daher vorgenommen, eine passgenauere Ausbildung und den Weiterbildungsbedarf im Bereich der Internetwirtschaft zu forcieren. Hierzu wurde das „Forum Bildung und Personalentwicklung“ gegründet, das sich außerdem um das Recruitment und die Personalarbeit in den Unternehmen kümmern will: „Der Erfolg der digitalen Wirtschaft steht und fällt mit dem Know-how der Beschäftigten. Es ist daher wichtig die Weiterentwicklung des Personals und der Führungskräfte kontinuierlich voranzutreiben sowie aktuelle und künftige Personalanforderungen aufzuzeigen“ – so das BVDW Forum Bildung und Personalentwicklung im Bundesverband Digitale Wirtschaft.

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Unübersehbarer Weiterbildungsbedarf: Lerndienstleister investieren in Qualitätssicherung
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Wer in den Weiterbildungsbedarf von Mitarbeitern investiert, profitiert auch davon - wenn nicht unmittelbar, so mit Sicherheit langfristig. Eine ablehnende Haltung zum Weiterbildungsbedarf kann durch entsprechende Argumente widerlegt werden - sogar das Kostenargument.
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