Digitale Systeme im technischen Service – Lösung mit Augenmaß

Digitale Systeme im technischen Service sind einer kritischen Betrachtung gegenüberzustellen – im Hinblick auf Veränderungen und daraus folgenden Konsequenzen. Bei der fortlaufenden Digitalisierung geht es um das Aneignen von aktuellem Know-how, der Definition des benötigten Umfangs, und nicht zuletzt der Finanzierung. Es versteht sich von selbst, dass viele Unternehmen hierbei auf externe Unterstützung angewiesen sind. Um Unternehmen die Umsetzung von Digitalisierungsvorhaben zu ermöglichen oder zu erleichtern, bietet das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) eine Investitionsförderung: mit dem Programm „Digital Jetzt“.

Sicherlich ist der benötigte digitale Bedarf abhängig vom Serviceportfolio. Und das orientiert sich naturgemäß an der installierten Basis. Technischer Service korreliert hierbei mit diversen favorisierten Möglichkeiten, inklusive der künstlichen Intelligenz. Fokussiert wird etwa die zweifelsfreie Ferndiagnose, die punktgenaue und verzögerungsfreie Ersatzteileversorgung, oder die bei weitem noch nicht ausgeschöpften Potenziale von “Augmented Reality”. Hinzu kommt die Datensicherung, im Hinblick auf Diebstahl, Verlust und Manipulation.

Zur Optimierung der Anlagenverfügbarkeit können Betreiber von vielfältigen und passgenauen “digitalen Service-Tools”profitieren. Insofern wird Digitalisierung auch die Abhängigkeit der Betreiber von Anlagenherstellern und entsprechenden Dienstleistern vertiefen. Allerdings ist zu bedenken, dass auch Systeme der Digitalisierung investiert werden müssen – mit entsprechender Bewertung der Wirtschaftlichkeit.

Auch digitale Systeme bleiben vor Störungen und Ausfällen nicht verschont. In diesem Fall auf bewährte, “analoge Verfahrensweisen” zurückzugreifen, erscheint allerdings wenig attrativ. Vielmehr müssen dezentrale und redundante Systemstrukturen vorgehalten werden, um den digitalen Regelbetrieb zeitweise zu ersetzen. Das heísst, wenn digitale Systeme ausfallen, darf dies nicht die erforderliche Störfallbehebung der installierten Basis blockieren.

Ein entsprechendes Know-how stellt an den “Herstellerservice” andere Anforderungen als an den “Instandhalter” oder “Dienstleister”. Nicht zuletzt zählt, welchen Digitalisierungsschub Kunden von ihrem Serviceanbieter erwarten. Sich hierzu einen Überblick zu verschaffen, ist zwingend. Entscheidend ist ausserdem, dass ein digitalisierter Service den Blick auf analoge Prozesse nicht verstellt. Insofern erkennt man einen erfolgreich digitalisierten Service nicht zuletzt an dem unersetzlichen, persönlichen Kontakt mit kompetenter Dialogbereitschaft.

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Digitale Systeme im technischen Service - Lösung mit Augenmaß
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Digitale Systeme im technischen Service - kritische Betrachtung digitaler Möglichkeiten, mit unverstelltem Blick auf analoge Pozesse.
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