Ersatzteile – Produktqualität und Servicekonzept ausbalancieren

Ersatzteile haben große Anziehungskraft. Auf der einen Seite ist der Herstellerservice auf seinen Umsatz mit Baugruppen und Komponenten angewiesen. Auf der anderen Seite sind die Betreiber technischer Systeme sehr aufmerksam gegenüber “preiswerten” Alternativen, die man landläufig auch als Plagiate bezeichnet. Nicht jeder Betreiber ist dafür empfänglich, es gibt auch ausgesprochen sicherheitsbewusste unter ihnen; und diese favorisieren in der Regel Originalteile. Trotzdem muss sich ein Herstellerservice zunehmend mit Wettbewerbern und deren alternativen Ersatzteilangeboten auseinandersetzen.

Ersatzteile – Der Bedarf ist abhängig von der Produktqualität und dem Servicekonzept

Keine Frage, Ersatzteile sind ein fester Bestandteil im Serviceumsatz. Um Umsatzeinbrüche aufgrund der Aktivitäten konkurrierender Ersatzteilanbieter zu verhindern müssen Märkte analysiert und das Ersatzteilgeschäft angepasst werden. Der Ersatzteilebedarf als solcher ist sicher und beeinflusst die Produktqualität; die Auslegung der Standzeiten einzelner Baugruppen eines technischen Systems korreliert mit dem Preis für das Gesamtsystem.

Ersatzteile – Der zukünftige Ansatz

Ob es Ziel sein kann, Ersatzteilumsätze zu steigern ist zumindest fragwürdig. Denn dieser Ansatz passt nicht so recht in Servicekonzepte, die per se von einer hohen Systemverfügbarkeit ausgehen – vorausschauend und vorbeugend. Auch der Ansatz der kontinuierlichen Produktverbesserung wirkt in Richtung höherer Produktqualität, was mit erhöhtem Ersatzteilbedarf sicher nichts zu tun hat.