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Messgenauigkeit erhöhen – der Nutzen ist plausibel

Seit 2015 ist das neue Mess- und Eichgesetz (MessEG) in Kraft – eine sogenannte Konformitätsbewertung löst das bisherige Verfahren ab, dem sich Hersteller von Messgeräten bislang unterziehen mussten. Ein Messgerät kann so ohne weitere amtliche Prüfung innerhalb Deutschlands auf den Markt gebracht und in Betrieb genommen werden – entsprechende Dienstleistungen bietet die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB). Gemäß MessEG müssen Messgeräte dem Stand der Technik zur Gewährleistung richtiger Messergebnisse und Messungen entsprechen.

Messgenauigkeit – servicerelevante Fakten

Im Service lässt sich mit Intuition viel erreichen – trotzdem ist auch eine adäquate Messtechnik einzusetzen, um die Vielzahl servicerelevanter Messgrößen exakt zu erfassen und zu analysieren. Primäre Messdaten aus den Belastungsprüfungen technischer Baugruppen und Komponenten bestimmen die spezifizierte Lebensdauer, inklusive potenzieller Schwachstellen. Der Vergleich mit den jeweiligen Betriebsdaten initiiert gegebenenfalls entsprechende Service-Aktionen.

Messgenauigkeit – Überwachung technischer Prozesse

Störungen in technischen Prozessen müssen schnell lokalisiert werden können, um sie zu beseitigen. In technischen Systemen sind hierzu sensorische Komponenten zu integrieren, die Prozessinformationen in elektrische Signale umwandeln. Über ein Netzwerk können solche Messdaten in Echtzeit einem Zentralrechner zur Problemerkennung zugeführt werden – nicht zuletzt um zu klären, inwieweit mit Auswirkungen auf Folgeprozesse zu rechnen ist.

Messgenauigkeit – die Einheiten

Wie die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) informiert, soll bis 2018 ein “neues Fundament für alle Maße” verfügbar sein – verbindlich für 55 Mitgliedsstaaten und 41 assoziierte Staaten der sogenannten Meterkonvention. Aus Gründen der Meßgenauigkeit soll das internationale Einheitensystem künftig von Naturkonstanten bestimmt werden. Offenbar ist es aber nicht das Ziel, die Messtechnik “in der täglichen Praxis” zu verbessern, also die Genauigkeit bei der Weitergabe der Einheiten zu erhöhen – vielmehr sollen “stabile definitorische Ausgangsvoraussetzungen” geschaffen werden.

Messgenauigkeit – der Nutzen

Es gibt wohl kaum eine Einheit, für die eine höhere Messgenauigkeit nicht sinnvoll wäre – der Nutzen ist plausibel nachweisbar. Beispielsweise kann dann im Bereich medizintechnischer Anwendungen mehr Patientenschutz erwartet werden. Eine genauere Zustandsüberwachung technischer Systeme und Komponenten hat sicher einen effizienteren, wirtschaftlichen Betrieb zur Folge. Und bei einer präziseren Auslegung technischer Systeme ist mit Kostenminimierung und vermehrter Ressourcenschonung zu rechnen.

Smart Services im Einsatz – wann und wo immer sie benötigt werden

Branchenspezifisch befindet sich die smarte Servicewelt offenbar in unterschiedlichen Entwicklungsphasen – geht man von den Erkenntnissen der Accenture GmbH aus, die als “Empfehlungen für webbased Services” dokumentiert sind. Demnach sind Smart Services im Handel und in den Medien bereits weit fortgeschritten, im frühen Entwicklungsstadium befinden sich die Energiebranche und die Produktion, und das Mittelfeld wird von Mobilität und Gesundheit besetzt.

Smart Services – für die smarte City

Smartes Denken resultiert in smarte Lösungen und smarte Dienstleistungen – etwa, wenn es um die “Smart City” geht, die sich als hochkomplexes Gebilde aus smarten Elementen darstellt. Keine Frage, dass hierzu im Vorfeld auch normungsspezifische Aktivitäten gefragt sind, bezogen auf die Bereiche: Gebäude und bauliche Infrastrukturen, Sicherheit und Schutz, Mobilität, Energie, Information und Kommunikation (IKT), urbane Prozesse und Organisation, Produktion sowie Logistik. Das Konzept zur Smart City steht jedenfalls bereit: DEUTSCHE ROADMAP SMART-CITY-NORMUNG

Smart Services – für smarte Produktionsstätten

Die intelligente Kommunikation zwischen Maschinen, Anlagen und Subsystemen resultiert in eine kontinuierliche Information über den Status von Produktionszyklen. Gemäß definierten logistischen Prozessen können etwaige Störungen umgehend erkannt und behoben werden. Intelligentes Automatisieren sorgt für die Integration von Robotik – die Einsatzdauer von Maschinen wird erhöht, indem Roboter die automatisierte Handhabung und Bereitstellung von Teilen und Material rund um die Uhr ermöglichen. Insgesamt wirkt sich das wirtschaftliche Szenario motivierend auf Unternehmen aus, die Produktion durch intelligente Services effizienter zu machen, die Produktqualität zu erhöhen und so die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern.

Smart Services – für das smarte Heim

Intelligente Systeme und Geräte aller Art sollen zum Alltag gehören – auch die Gebäudesteuerung, einschließlich der intelligenten Heimvernetzung. Fokussiert wird ein modernes Energiemanagement, also die Vernetzung von Photovoltaik-Anlage, Energiespeicher und Heizung. Hinzu kommt die Hausautomation, also die automatische Fern-Steuerung von Beleuchtung, Fenstern, Jalousien, Heizung oder der Alarmanlage. Insbesondere der VDE propagiert das smarte Home – und ist bemüht aufzuzeigen, wie hierbei auch Sicherheit und Datenschutz gewährleistet werden können.

Smart Services – für smarte Verkehrswege

Ein herausragendes Beispiel hierzu sind kooperative Technologien, die geeignet sind, den Verkehrsfluss zu verbessern, mehr Sicherheit zu bieten und negative Umweltauswirkungen des Verkehrs zu verringern. Zentrale Datendrehscheibe ist eine Verkehrsmanagementzentrale – sie überblickt die aktuelle Verkehrslage aufgrund der von Kontaktschleifen auf der Autobahn übermittelten Fahrzeugpositionen. Von Fahrzeugen, die unterwegs sind, werden Warnmeldungen zu Störungen aufgenommen und an digitalen Informationstafeln und Schilderbrücken angezeigt – für die nachfolgenden Verkehrsteilnehmer: Cooperative Vehicle-Infrastructure Systems.

Smarte Services – für smarte Kliniken

Im Krankenhausbetrieb erweist es sich bereits als ausgesprochen smart, wenn ein Ortungssystem für die mobil genutzte Medizintechnik zur Verfügung steht. Auch gilt es, gesundheitsspezifische Daten so zu generieren, dass eine immer zuverlässigere Entscheidungsgrundlage im Sinne von Patienten möglich ist. Vor diesem Hintergrund werden auch tragbare medizinische Geräte immer wichtiger, die in der Lage sind, kontinuierlich mit den behandelnden Ärzten zu kommunizieren. Smarte Services resultieren auch aus der Erwartung, dass für die zukünftige medizinische Versorgung vorraussichtlich immer weniger Personal zur Verfügung steht – also mehr intelligente Services für Selbstdiagnose und Selbstmedikation der Patienten erforderlich werden.

Smart Grids – Kontrollierter Energiestatus schafft Potenziale

Ein europäischer Forschungsauftrag für den TÜV Rheinland soll abklären, ob die bestehenden Kommunikationsinfrastrukturen der Telekommunikationsunternehmen für intelligente Stromnetze genutzt werden können – oder besser neue Netze errichtet werden sollten. Das Forschungsprojekt trägt den sinnigen Titel “Energise“ und soll in 27 Monaten eine Übersicht liefern, wie das in den 28 europäischen Mitgliedsstaaten so gesehen wird.

Smart Grids – Basis für das Energiemanagement

Die intelligenten Stromzähler sollen für mehr Transparenz sorgen und einen sparsameren Umgang mit Energie ermöglichen – sie sind per se die Voraussetzung, um intelligente Stromnetze zu schaffen. Ein hochkomplexer Netzbetrieb hat mit einer stetigen, zentralen Stromerzeugung nicht mehr viel gemein – Ziel ist eine dynamische, dezentrale Stromerzeugung, und das nicht zuletzt über umweltfreundliche Technologien.

Smart Grids – Installation braucht konzertierte Aktion

Die Zeit der alten, klassischen Drehscheibenzähler ist definitiv abgelaufen. Nur noch intelligente Geräte sollen genau erfassen, wann wieviel Strom sekundengenau verbraucht wird. Auch der Gas- und Wasserverbrauch kann über die neue Technik gemessen werden. Die Installation neuer Systeme ist in Deutschland seit Januar 2010 Pflicht – in jedem Neubau oder nach grundlegenden Renovierungsarbeiten, aber auch schon bei turnusmäßigen Zählerwechseln. In Italien waren bereits im Jahr 2008 etwa 86 % der Haushaltskunden mit intelligenten Stromzählern ausgestattet, in Schweden sogar zu beinahe 100 % – nach Erkenntnissen der Steria Mummert Consulting AG .

Smart Grids – die Spezifikationen

In der neuen Energiewelt übernehmen die künftigen Messgeräte für Strom und Gas eine Schlüsselfunktion – entsprechende Empfehlungen sind von der Bundesnetzagentur definiert. So können gesetzliche Mindestanforderungen an die Zähler sicherstellen, dass die Geräte kompatibel und für weitere technische Entwicklungen offen sind. Rechtsänderungen sind erforderlich für sogenannte “zeit- und lastvariable”, also für maßgeschneiderte Tarife. Eine Kosten-/Nutzen-Analyse für den Einsatz solcher Messgeräte erfolgt über Flächenversuche.

Smart Grids – der Kundennutzen

Intelligente Stromzähler bieten Endabnehmern mehr Transparenz. Energiekunden haben also die Möglichkeit, den Stromverbrauch selbst zu kontrollieren und zu steuern. Eine genaue monatliche Abrechnung des tatsächlichen Stromverbrauchs ist vergleichbar mit der Telefonrechnung. In Folge ist auch das Sparpotenzial durch den Einbau intelligenter Zähler unmittelbar erkennbar.

Sicherheit im Netz – keine einfache Formel in Sicht

Sicherheit im Netz benötigt vor allem eines: Aufklärung.
Vornehmliches Ziel der Nationalen Initiative für Informations- und Internet-Sicherheit e.V. (NIFIS) ist es deshalb, Vertraulichkeit, Verfügbarkeit und Integrität sowie den sicheren Transport von Daten in digitalen Netzwerken sicherzustellen. Der Tenor lautet: Je mehr Unternehmen weltweit vor den Gefahren aus dem Netz aufgeklärt werden, desto geringer ist der zu befürchtende Schaden.

Sicherheit im Netz – Europäische Datenzentren sind neuralgische Punkte

Zertifizierte  Datensicherheit in europäischen Rechenzentren soll deren Grad an realisierter Sicherheit ausweisen – ausgerichtet auf die entsprechende Infrastruktur. Bewertet wird die Redundanz des Sicherheitskonzeptes sowie dessen organisatorische, bauliche, versorgungsspezifische und technische Sicherheit. Bis zu fünf Sterne hat der Verband der deutschen Internetwirtschaft e.V. für eine zertifizierte Auszeichnung vorgesehen.

Sicherheit im Netz – eine Orientierung

Aktuelle Empfehlungen zu diesem Thema konzentrieren sich auf eine kritischere Auswahl der Cloudanbieter, die Förderung von Innovationen im Bereich IT-Sicherheit und Datenschutz sowie die unangenehme Erkenntnis, dass nicht nur der externe sondern auch der unternehmensinterne “Saboteur” und “Datenklau” zu berücksichtigen ist.

Sicherheit im Netz – eine Allianz

BSI und BITKOM propagieren eine “Allianz für Cyber-Sicherheit” als Beitrag zur Umsetzung einer Cyber-Sicherheitsstrategie für Deutschland. Diese Allianz geht von einem hohen Gefährdungspotenzial aus – mit Angriffen, die über den Cyber-Raum auf digitale Identitäten, vertrauliche Daten und die Verfügbarkeit elektronischer Prozesse zielen. Die Allianz für Cyber-Sicherheit versteht sich als Plattform, um diese Gefährdungslage einzudämmen.

Sicherheit im Netz – mit Compliance gegen Wirtschaftsspionage

Spionageaktivitäten sind naturgemäß darauf ausgerichtet, Schwachpunkte in den Unternehmensprozessen zu identifizieren und auszunutzen. Über das Compliance-Management sollen sich in den Unternehmen ein entsprechendes Gefahrenbewußtsein vor Technologie-Diebstahl entwickeln und entsprechende Verhaltensgrundsätze  etablieren.

Sicherheit im Netz – und ihr Preis

Vermutlich sind sich Unternehmen dessen bewusst, dass ihre Ausgaben für IT- und Informationssicherheit kontinuierlich ansteigen – der Schutz der IT-Infrastruktur vor Angriffen, einem unreglementierten Umgang mit Social Networks am Arbeitsplatz, einem unreflektierten Einsatz von Software-as-a-Service (SaaS) oder Cloud Computing fordert seinen Tribut.

Personaldienstleister – mit dem diskreten Blick auf Kompetenzen

Die Suche nach personellen Ressourcen für Unternehmen stützt sich auf umfassende Kenntnisse über komplexe Zusammenhänge. Es gilt, kürzere Nachfragezyklen und neue Zielmärkte immer besser abzudecken. Gefragt sind Mitarbeiter mit der Begabung, sich möglichst schnell und flexibel zusätzliche Kompetenzen anzueignen – insbesondere dann, wenn Kandidaten mit Idealprofil nicht erreichbar sind. Für Personaldienstleister eine unverändert anspruchsvolle Marktsituation.

Personaldienstleister brauchen Geduld und Empathie

Die Vermittlung zwischen Unternehmen und potenziellen Kandidaten beansprucht vor allem Geduld. Trotzdem ist das Ziel dieser Dienstleistung klar: mit möglichst geringem Aufwand das schnellste und beste Ergebnis zu erzielen. Erfolgreiche Personaldienstleister setzen auf eine vertrauensvolle, bilaterale Moderation – gilt es doch, die Anforderungen zweier Parteien aufeinander abzustimmen und mit Empathie den gemeinsamen Nenner herauszufiltern.

Personaldienstleister zwischen Anforderungen und Kompetenzen

Einen einzelnen Kunden optimal zu betreuen, ist bekanntlich ein anspruchsvolles Unterfangen – die Zufriedenheit zweier Kunden vermittelnd zu realisieren, liegt auf einem weitaus höheren Niveau. Personaldienstleister müssen auf diesem Terrain sicher agieren können – die Interessenlage zwischen einem Unternehmen und einem potenziellen Kandidaten dürfte in den seltensten Fällen zu 100% identisch sein.

Personaldienstleister fokussieren die ausbalancierte Interessenlage

Über Zugeständnisse und Abstriche wird die Interessenlage ausgeglichen – und das gelingt um so besser, je passgenauer die Vorauswahl im Hinblick auf übereinstimmende Schwerpunkte stattgefunden hat. Hierzu zählen: die Art der Organisation, die Schnittstelle zu Kunden, das Produktportfolio, die relevanten Fähigkeiten, die gelebte Arbeitsmentalität, der definierte Verantwortungsbereich und sicherlich auch das Gehaltsniveau.

Personaldienstleister gelten als diskret

Die Akzeptanz der Personaldienstleister ist sowohl abhängig von ihrem Renommee als auch von ihrer Vorgehensweise. In diesem Sinne sind Personaldienstleister gefordert, die Wechselbereitschaft potenzieller Kandidaten zu erkennen – beziehungsweise Kriterien zu sondieren, die eine solche Bereitschaft auslöst. Gleichwohl sind sie auch verpflichtet, die Einstellungsbereitschaft der Unternehmen zu beurteilen.

Personaldienstleister beachten die Persönlichkeitsrechte

Die Aktivitäten der Personaldienstleister richten sich nach dem Bundesdatenschutzgesetz. Und das bedeutet, dass alle Kontaktdaten und Kommunikationsdaten vertraulich und verschwiegen zu behandeln sind sowie “persönliche Koordinaten” nur nach ausdrücklicher Freigabe an Dritte weitergegeben werden dürfen.

Präzise Messungen – Voraussetzung für mehr Sicherheit

Metrologische Sicherheit ist Grundlage für fairen Handel und technischen Fortschritt. Ohne vertrauenswürdige präzise Messungen läuft gar nichts, meint die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) und setzt auf ein zuverlässiges Einheitensystem und die Vergleichbarkeit von Messungen.

Basis für regulatorische messtechnische Maßnahmen ist die Festlegung und Überwachung von Grenzwerten, um so das Vertrauen zwischen Produzent, Händler und Kunden in einer globalisierten Welt zu sichern.

Ab 2015 gelten neue Regeln für das gesetzliche Messwesen

Das gesetzliche Messwesen hat den Anspruch, die Messrichtigkeit und Messbeständigkeit von Messungen im geschäftlichen Verkehr, von amtlichen Messungen und von Messungen im öffentlichen Interesse zu gewährleisten – das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie verweist auf eine geplante Neuregelung mit folgenden Eckpunkten:

  • Künftig sollen für europäisch und national geregelte Messgeräte die gleichen Anforderungen für Marktzulassungen gelten – wodurch deutliche Vereinfachungen erwartet werden.
  • Es ist geplant, die innerstaatliche Bauartzulassung und die Erst-Eichung von national geregelten Messgeräten ab dem 1. Januar 2015 durch eine Konformitätsbewertung zu ersetzen. Der frühzeitige Kontakt zu einer Konformitätsbewertungsstelle wird empfohlen.
  • Das neue Regelungssystem hat den Anspruch, zukünftige technologische Entwicklungen zeitnah und angemessen erfassen zu können.

Es wird darauf hingewiesen, dass die Eichbehörden der Länder und die staatlich anerkannten Prüfstellen unverändert zuständig sind, präzise Messungen sicherzustellen – im Sinne der Nacheichung in periodischen Abständen oder aus Anlaß eines Fehlers oder eines Eingriffs in ein Messgerät.

Von dem neuen Mess- und Eichgesetz  sollen “alle” profitieren – ob als Qualitätssiegel für die Hersteller von Messgeräten oder ausgerichtet auf ein hohes Schutzniveau für Verbraucherinnen und Verbraucher.

Präzise Messungen liefern die Fakten für Entscheidungen

Serviceleistungen stützen sich weitgehend auf genaue Messungen maßgeblicher Parameter. Einer kontinuierlich zu verbessernden Messgenauigkeit fühlen sich seit 2009, neben der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt, weitere Metrologie-Institute aus 22 europäischen Ländern verpflichtet.

Wie die PTB propagiert, sind präzise Messungen erforderlich,

  • um die Gesundheit schützen,
  • in Fragen des Verbraucherschutzes und des Klimawandels Entscheidungsgrundlagen zu liefern,
  • die Chancen und Risiken neuer Technologien zu erfassen sowie
  • industrielle Aktivitäten zu unterstützen.

Demnach wird die Metrologie insbesondere für zukünftige Aufgaben in Grenzbereichen eingesetzt: etwa in “Piko- oder Mikro-Bereichen”, im Bereich der sogenannten “EUV-Lithografie” zur Optimierung “integrierter Schaltkreise” oder im Bereich der messtechnischen Erfassung von Patientendaten.

Die komplette Bandbreite der europäischen Metrologie-Forschungsprojekte ist definiert im European Metrology Research Programme (EMRP).

Industrie 4.0 im Trend: Servicegeschäft 4.0 folgt zeitnah

Die Phasen der revolutionär verlaufenden, industriellen Entwicklungen korrespondieren mit entsprechenden Anforderungen an die Instandhaltung beziehungsweise den technischen Service. So waren im Zeitraum Industrie 1.0 “lediglich” mit Wasser- und Dampfkraft betriebene Maschinen am Laufen zu halten.

Mit Industrie 2.0 erweiterte sich das Spektrum der zu betreuenden Produktionssysteme, insbesondere beeinflusst durch den Einsatz elektrischer Energie.

Industrie 3.0 wiederum setzte auf die Digitalisierung von Informations- und Kommunikationsprozessen – konzentriert auf automatisierte Produktionssysteme und den Aufbau des Internets.

Nunmehr soll Industrie 4.0 eine individualisierte Produktion mit hochwertigen Dienstleistungen verkoppeln – auch definiert als Zusammenwachsen von realer und virtueller Welt.

Zunehmende Anziehungskraft zwischen Industrie und Web

Betrachtet man das World Wide Web entsprechend, so präsentierte es sich zunächst als abrufbares, nutzerorientiertes Informationssystem – dem Web 1.0. Ergänzend wurde den Nutzern im Web 2.0 die Möglichkeit geboten, Inhalte einzustellen und einen interaktiven Kommunikationskanal zu nutzen. Mit der semantischen Ausrichtung erlaubte es das Web 3.0, Informationen nach Bedeutung und Zusammenhängen zu analysieren.

Jetzt soll Web 4.0 das sogenannte Internet der Dinge realisieren. Ziel ist also, die Entwicklungen rund um Industrie 4.0 mit Dienstleistungen zu unterstützen und folgerichtig das Servicegeschäft 4.0 zu aktivieren: Der “Arbeitskreis Smarte Service Welt” präsentiert mit einer umfassenden Empfehlung vom März 2014, wie internetbasierte Dienste für die Wirtschaft umzusetzen sind. Und in diesem Zusammenhang verursacht Industrie 4.0 auch einen Wettlauf um Normen und Standards für internationale Industrie 4.0-Lösungen.

Produktionsbetriebe im Sog der Industriedienstleister

Der Marktbeobachter Lünendonk verweist wiederholt auf die wachsende Attraktivität von Industrieservices, offenbar aufgrund deren flexibler und kostengünstiger Integration in die Produktionsbetriebe: Während sich die grossen Anbieter von Industrieservices zunehmend auf das flächendeckende und internationale Geschäft konzentrieren, bedienen die kleinen und mittelgroßen Anbieter primär den inländischen lokalen und regionalen Markt, so Lünendonk.

Inwieweit und in welchen Sektoren sich die innerbetrieblich etablierte Instandhaltung in Zukunft dann noch behaupten wird, bleibt abzuwarten. Zu vermuten ist sicherlich, dass abgebaute Arbeitsplätze in den Instandhaltungsorganisationen der Produktionsbetriebe mit den neu besetzten Arbeitsplätzen der Industriedienstleister korrelieren – inklusive den Arbeitsplätzen, die durch deren Subunternehmer generiert werden. Auch die attraktivsten Lösungen der Industriedienstleister sind ohne bewährte Fachkräfte der Instandhaltung kaum denkbar.