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Präzise Messungen – Voraussetzung für die globale Sicherheit

Präzise Messungen sind erforderlich, um etwa in Fragen des Verbraucherschutzes und des Klimawandels Entscheidungsgrundlagen zu liefern, sowie die Chancen und Risiken neuer Technologien zu erfassen oder industrielle Aktivitäten zu unterstützen. Auch systemspezifische Serviceleistungen stützen sich auf exakte Messungen relevanter Parameter – und wenn es dabei um den Schutz der Gesundheit geht, ist das naturgemäß besonders systemrelevant.

Metrologische Sicherheit ist Grundlage für einen resilienten und fairen Handel, in einem technologisch fortschrittlichen Umfeld. Ohne vertrauenswürdige präzise Messungen läuft gar nichts, meint die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) und setzt auf ein zuverlässiges Einheitensystem und die Vergleichbarkeit von Messungen. Basis für regulatorische messtechnische Maßnahmen ist die Festlegung und Überwachung von Grenzwerten, um so das Vertrauen zwischen Produzent, Händler, Kunden und jedem Individuum in einer globalisierten Gesellschaft zu sichern.

Demnach wird die Metrologie insbesondere für zukünftige Aufgaben in Grenzbereichen eingesetzt. So etwa in “Piko- oder Mikro-Bereichen”, im Bereich der sogenannten “EUV-Lithografie” zur Optimierung “integrierter Schaltkreise” oder im Bereich der messtechnischen Erfassung von Patientendaten. Die komplette Bandbreite der europäischen Metrologie-Forschungsprojekte ist definiert im European Metrology Research Programme (EMRP).

Einer kontinuierlich zu verbessernden Messgenauigkeit fühlen sich seit 2009, neben der PTB, weitere Metrologie-Institute aus 22 europäischen Ländern verpflichtet. Seit 2015 gelten neue Regeln für das gesetzliche Messwesen. Dieses hat den Anspruch, die Messrichtigkeit und Messbeständigkeit von Messungen im geschäftlichen Verkehr, von amtlichen Messungen und von Messungen im öffentlichen Interesse zu gewährleisten. In diesem Zusammenhang gilt es auch, den verantwortungsvollen Umgang mit digitalisierten Daten voranzutreiben. Einerseits sind hierbei Grundrechte und Wettbewerbsvorteile zu schützen – andererseits müssen “bestimmte Daten” vollumfänglich transparent gemacht werden, um die Sicherheit der globalen Weltgemeinschaft zu gewährleisten.

Und was wären wir hierbei ohne evaluierte Statistik? Wir wüssten weniger über die Vergangenheit und hätten weniger Informationen für die Planung der Zukunft. Wäre da nicht die Frage, welche Statistik maßgeblich ist – bekanntlich soll man ja nur der Statistik vertrauen, die man selbst gefälscht hat.

Zukunft gestalten – Denkmuster neu ausrichten

Absichern der Zukunftsfähigkeit

Das servicetypische Bestreben, abgesicherte Verhältnisse zu realisieren, erscheint zunehmend als globales Handlungsmuster – allerdings reicht dessen Bandbreite von innovativen Denkansätzen bis hin zum Besitzstandsdenken. In jedem Fall stellt sich die Frage der Zukunftsfähigkeit. Beschädigte Glaubwürdigkeit, lavierendes Schönreden oder der Versuch, aufklärende Transparenz zu blockieren, stehen einer prosperierenden Zukunft entgegen. Vielmehr muss ans Tageslicht, was irgendwann “unter den Teppich gekehrt” oder vielleicht “im Meer versenkt” wurde – um Zukunft zu gestalten, muss man die Fakten der Realität akzeptieren. Werden diese ignoriert, erscheint Zukunftsfähigkeit als verspieltes Potenzial – die Zerstörung von Lebensgrundlagen ist eine Folge von Fehlentscheidungen. Es gilt, bisherige Denkmuster konsequent zu hinterfragen und neu auszurichten..

Zugriff auf Datenquellen

Die Bewertung von Produkten und Leistungen in Onlineportalen kann angemessen sein, den Tatbestand der Geschäftsschädigung erfüllen oder manipulierten Empfehlungen folgen. Solche Aussagen bleiben persönliche Vertrauenssache, solange sie nicht durch zweifelsfrei verlässliche Institutionen evaluiert sind. Allerdings darf ein Bewertungsportal Beiträge selbst beurteilen und die Kriterien einer Selektion müssen nicht offen gelegt werden – so ein aktuelles Gerichtsurteil. Ob berechtigt oder nicht, man könnte von Datenklitterung sprechen. Ein Datenleak wiederum, korreliert mit den eingesetzten Schutzvorkehrungen der Datenquellen. Gefährdet sind etwa Unternehmen, deren Betriebssysteme nicht aktualisiert werden oder so veraltet sind, dass Schwachstellen zunehmend als “Einfallstore” gelten. Andererseits gibt es auch Versuche, etablierten Datenschutz aufzuweichen – so soll das Grundrecht des Fenmeldegeheimnisses nicht mehr im Ausland gelten. Begründet wird das mit einer “strategischen Fernmeldeaufklärung zur Überwachung von Ausländern im Ausland”. Investigativer Journalismus gerät so allerdings ins Kreuzfeuer – gefährdet sind ausländische Journalisten und ihre schutzwürdigen Informanten, aber auch deutsche Journalisten sind so nicht mehr geschützt.

Neutralisieren von Konflikten

Bestimmte Aktivitäten dienen in der Regel dem jeweiligen Zweck diverser Interessengruppen. Natürlich sucht jede Strategie ihre Verbündeten – wer ernsthaft etwas durchsetzen will, braucht Unterstützer. Das wiederum führt zu mehr oder weniger stabilen Kooperationen – sowohl mit gegenseitigem als auch mit internem Konfliktpotenzial. Spätestens, wenn Konflikte erkennbar sind, sollten konfliktimmanente Verhaltensmuster durch smarte, also vorteilhaftere Verhaltensmuster ersetzt werden. Dann besteht eine reelle Chance der Konfliktbewältigung. Festgefahrene Konflikte resultieren in der Regel aus dominanten Verhaltensweisen. Nachgiebigkeit wird hierbei oft als Gesichtsverlust gewertet – das Potenzial langfristiger Gewinne wird dabei übersehen. Wenn die Annäherungsbereitschaft eingefroren ist, können neutrale Schiedsstellen oder Moderationsangebote hilfreich sein – falls diese von allen Konfliktparteien akzeptiert sind. Gelegentlich torpedieren lediglich individuelle Interessen ein gemeinsam angestrebtes Ziel. Dann sind vielleicht nur Protagonisten auszutauschen, um Konflikte zu lösen. Resultieren Konflikte in Machtmissbrauch, drängen sich Sanktionen auf – der Erfolg dieser “Schmerztherapie” ist umstritten.

RISIKO GAU – Schwachstellen mit Gefahrenpotenzial

Störungen technischer Systeme sind Alltag, und im Allgemeinen mit mehr oder weniger Aufwand zu bereinigen. Problematisch wird es, wenn es zu Pannen kommt, die den geplanten Rahmen sprengen. Und richtig ernst wird es, wenn der größte anzunehmende Unfall (GAU) eintritt. Hierbei können Personen zu Schaden kommen, Umweltschäden die Lebensgrundlage zerstören oder sonstige, gravierende wirtschaftliche Folgeschäden eintreten. Für solche Schäden gelten die Gesetze der Produkthaftung.

GAU – Meldepflicht beachten

Nicht umsonst besteht seit 2009 in der EU eine verschärfte Meldepflicht für gefährliche Produkte. In der Regel werden hierbei falsch integrierte oder unzureichend dimensionierte Bauteile identifiziert, deren Ausfall zu gravierenden Sach- oder Personenschäden führen können. Bei autonom agierenden Systemen liegt der Fokus auf Algorithmen, die gegebenenfalls versagen.

GAU – Worst Case eingrenzen

Frei nach “Murphy´s Law” gilt, dass alles was schiefgehen kann, auch irgendwann schiefgehen wird. Als Konsequenz sind sowohl präventive als auch reaktive Prozesse und Maßnahmen zu definieren, um entsprechenden Ereignissen jederzeit adäquat zu begegnen. Insbesondere sind Sicherheitsvorkehrungen zu etablieren und Sicherheitssysteme zu integrieren, die letztlich auch vor dem “worst case”, also dem GAU schützen können. Es versteht sich von selbst, dass eine solche Absicherung zum Standard eines Produktes gehören muss. Ein Sicherheitskonzept darf keinesfalls optional angeboten werden, worauf “weniger zahlungskräftige Kunden” dann auch gerne verzichten könnten.

GAU – Lebenszyklen vorausdenken

Die präventive Verhinderung, auch des größtmöglichen Unfalls, resultiert in eine akribische Konzeption der Systeme und die Analyse denkbarer, ungünstiger Umstände. Selbst die unwahrscheinlichsten Szenarien sind hierbei zu beachten. Gefährliche Schwachstellen – auch solche, die sich erst im Lebenszyklus eines Systems entwickeln – müssen rechtzeitig entdeckt werden. Letztlich ist der zuverlässige Systembetrieb von der prognostizierten Eintrittswahrscheinlichkeit diverser Risiken abhängig. Eine absolute Sicherheit ist trotzdem nicht zu erreichen.

Elektroniksysteme instandhalten – Reparatur auf Komponentenebene

[Advertorial] „Faster, higher, further“ – die Dynamik der Erneuerung ist in der sich am schnellsten verändernden Elektronikbranche am deutlichsten spürbar. Künstliche Intelligenz, Industrie 4.0 – die Digitalisierung durchdringt alle Bereiche der Wirtschaft und verändert Produkte mit zunehmender Beschleunigung.

Hersteller müssen abwägen

Die Reparatur defekter Ersatzteile ist zunehmend eine Frage der Wirtschaftlichkeit. Zu berücksichtigen sind hierbei sowohl die fallbezogenen Kosten aus Reparatur, Optimierung und Prüfung als auch die primären Investitionen in Fachpersonal und technische Ausstattung. Hinzu kommen strategische Überlegungen im Hinblick auf das Alter der zu betreuenden Produkte – es besteht gegebenenfalls Handlungsbedarf, bestimmte Produkte abzukündigen.

Betreiber erwarten Sicherheit

In der Regel können Hersteller einen adäquaten Service liefern – auf der Basis vereinbarter Garantieleistungen. Allerdings beobachten Betreiber besorgt, ob in die Jahre gekommene Betriebsmittel noch gefertigt werden und wie lange dann noch Know-how und Ersatzteile verfügbar sind. Die Problematik verschärft sich, wenn Neuinvestitionen nicht in Frage kommen – selbst verbesserte Nachfolgeprodukte sind dann eventuell uninteressant.

BMK übernimmt Verantwortung

Der Elektronikdienstleister BMK versteht sich als spezialisierter Partner für komplexe Chip-Level-Reparaturen und die Aktualisierung von elektronischen Baugruppen – insbesondere für ältere Versionen, die nicht mehr vorgehalten werden. Für die schnelle und kompetente Abwicklung stehen dem BMK-Fachpersonal modernste Technologien zur Verfügung. Eine kundenindividuelle Reparaturdatenbank bietet die erforderliche Datentransparenz. BMK Services wirken der Entsorgung von Baugruppen entgegen – mit ökonomisch und ökologisch attraktiven  Alternativen.

BMK ist einer der führenden EMS Electronics Manufacturing Services in Deutschland: Service und Reparatur von Elektronik

Obsoleszenz in der Instandhaltung – negativen Folgen vorbeugen

IFC Ebert[Advertorial] Grundsätzlich können Instandhalter erwarten, dass sie von den Herstellern ihrer Anlagen und Maschinen über entsprechende Verbesserungen auf dem Laufenden gehalten werden. Innovative Produktionsmittel sind und bleiben eine Voraussetzung für Wettbewerbsfähigkeit – Obsoleszenz wirkt kontraproduktiv.

Innovation resultiert in Abkündigung

Steht die Investition in Neuanlagen nicht zur Disposition, so ist zu prüfen, ob Hersteller auch optimierte Baugruppen für Altanlagen zur Verfügung stellen. Ein solches Angebot ist gegebenenfalls gekoppelt mit einer sogenannten „Abkündigung“ veralteter Baugruppen, die aus dem Produktprogramm entfernt wurden. Solche Baugruppen sind dann in der Regel noch als Ersatzteile erhältlich – allerdings nur befristet. Danach wäre der fortlaufende Betrieb von Altanlagen im originären Zustand naturgemäß gefährdet – genau das gilt es zu verhindern.

Abkündigung erfordert Massnahmen

Um den negativen Auswirkungen von Obsoleszenz und Abkündigungen zu begegnen, könnten Instandhalter eine eigene, präventive Lagerhaltung originärer Ersatzteile favorisieren – also rechtzeitig einen entsprechenden Bestand aufbauen. Alternativ bietet sich an, die Baugruppen der Altanlagen bedarfsorientiert nachzubauen oder per Re-Engineering zu realisieren – zweifelsfrei mit der Möglichkeit, Produkteigenschaften zu verbessern.

Seminar Obsoleszenz in der Instandhaltung

In jedem Fall sind Instandhalter gefordert, einen professionellen Umgang mit obsoleszenten Baugruppen und Komponenten zu erlernen. Potenzielle Obsoleszenzprobleme sind präventiv zu lösen – Obsoleszenzmanagement ist obligatorisch. Der Einsatz bewährter und neuer Instrumente im Obsoleszenzmanagement sichert Instandhaltungsorganisationen gegen Obsoleszenzrisiken ab und wirkt gleichzeitig kostensenkend. Das Institut für Controlling Prof. Dr. Ebert GmbH  bietet ein entsprechendes Seminar – in Kooperation mit GMP, German Machine Parts.

Programm und Anmeldung: Obsoleszenz in der Instandhaltung – praxisbasiertes und kompetent vermitteltes Wissen.

Service first – das ultimative Servicekonzept

Wir melden uns zurück im neuen Servicejahr und hoffen, dass auch Sie – liebe Leserinnen und Leser – einen guten Start verbuchen konnten. Erwarten Sie neue Beiträge, die Ihnen aufzeigen, dass “Service first” den zukunftsorientierten Service ausmacht. Wie gewohnt, werden wir servicerelevante Themen aufgreifen, diese hinterfragen und so kommentieren, dass sie hieraus Nutzen ziehen können. Entwicklungen, die den Service weiterhin stark beeinflussen, gibt es jedenfalls mehr als genug.

Es soll vorkommen, dass sich Staaten als Importland unfair behandelt fühlen und ihre Absatzmärkte durch Handelsschranken abschotten – vorgeblich, um die eigene Wirtschaft zu stärken. Ein global organisierter Service muss dann in der Lage sein, protektionistisches Verhalten  zu neutralisieren – mit Angeboten, die man nicht ablehnen kann.

Der  Einsatz von künstlicher Intelligenz soll die Wettbewerbsposition schärfen – so auch im Service. Entsprechend intelligente Einsatzmöglichkeiten dienen etwa der Überwachung technischer Systeme, der Gewährleistung von Cyber-Security oder der Realisierung smarter Services.

Servicerobotik lässt sich sowohl in betrieblichen als auch in öffentlichen oder persönlichen Bereichen einsetzen. Insbesondere wird Servicerobotik zur Kompensation des Fachkräftemangels vorangetrieben. Es gilt, die Mensch-Roboter-Kollaboration zu gestalten ohne hierbei die Aufgaben des Menschen zu tilgen, wie es das  Fraunhofer IAO definiert.

Auf das gigantische Risikopotenzial, was Datenhack und Cyber-Kriminalität anbelangtwird immer noch überrascht reagiert. Dabei mangelt es nicht an Ansatzpunkten, wie dem zu begegnen ist, beispielsweise aus dem  Strategie- und Positionspapier zur “Cyber-Sicherheit 2020” – bereits in 2014 propagiert, vom Fraunhofer-Verbund IUK-Technologie.

Eine zuverlässige Serviceplanung hängt unter anderem davon ab, ob auch Standzeiten relevanter Baugruppen und Komponenten eines technischen Systems spezifiziert sind. Betreiber schätzen es allerdings immer weniger, wenn sich Mängel vorzugsweise kurz nach Ablauf der Gewährleistung offenbaren – was gemeinhin als geplante Obsoleszenz abgestempelt wird. Service Excellence lässt sich so eher nicht realisieren.

Die effiziente Nutzung von Ressourcen bleibt ein europäisches Anliegen. Bereits in 2011 favorisierte die EU Kommission, Wohlstand und Wettbewerbsfähigkeit von einer intelligenten Ressourcennutzung abhängig zu machen. Klassische, ressourcenschonende Servicekonzepte konzentrieren sich auf den Einsatz von Austauschteilen, Reparaturen auf Komponentenebene oder die kontinuierliche Modernisierung der installierten Basis.

Als zeitgemäßer Impuls und Gegenpol zu wirtschaftlichem Isolationismus bietet “Service first” die ultimative Antwort. Nicht zu Lasten anderer, sondern um tragfähige Brücken zwischen den Kulturen zu bauen. Service first steht für kooperative Prozesse und Vereinbarungen, die verbindlich eingehalten werden.

Kurzfristige Ersatzteilebeschaffung – Präventive Lagerhaltung bedingt zukunftsfähig

Von einer möglichst kurzfristigen Versorgung mit Ersatzteilen ist jeder Produktionsbetrieb zweifelsfrei abhängig. Instandhaltern bieten sich die Möglichkeiten, hierzu ein betriebsinternes Lager anzulegen, die Hersteller von Maschinen und Anlagen in die Pflicht zu nehmen oder auf freie Dienstleister zu setzen. Thomas Lademann, Leiter Vertrieb der BELFOR DeHaDe GmbH, versteht sich als Dienstleister für innovative Ersatzteilkonzepte.

Herr Lademann, inwieweit können sich Instandhalter noch auf die Ersatzteileversorgung durch die Hersteller von Maschinen und Anlagen verlassen?

Generell ist die Versorgung mit Ersatzteilen durch die Hersteller von Maschinen und Anlagen eher unproblematisch. Was hier jedoch zum Negativen beiträgt ist die teils enorm lange Lieferzeit. Gerade in unserem Geschäftsbereich sind immer wieder schnelle Lösungen gefordert, da die Kunden in kürzester Zeit wieder produzieren wollen.

… korreliert die Lieferzeit der Maschinenbauer mit der Komplexität der Ersatzteile?

Durchaus korreliert die Lieferzeit der Maschinenbauer mit der Komplexität der Ersatzteile. In vielen Fällen sind zur Herstellung von komplexen Bauteilen unter Umständen eine Vielzahl von Fertigungsschritten notwendig. Diese Fertigungsschritte sind teilweise auch nur durch Fremdfirmen möglich, da unser Leistungsspektrum nicht immer die komplette Fertigungstiefe abdecken kann.

… und wie erreichen Sie es, komplexe Ersatzteile schneller zu liefern als die Maschinenbauer?

Da es sich bei uns ja quasi um eine wirkliche Einzelteilfertigung handelt, sind wir in den meisten Fällen schneller als der klassische Maschinenbauer. Wir können die Produktionsprozesse den Erfordernissen anpassen. Aber wir können hier auch nur den Teil der Fertigung beeinflussen, welcher in unserem Hause stattfindet.

Wie steht es um die Betriebsbereitschaft von Altanlagen?

Hierbei stellt sich für uns immer wieder die Problematik dar, dass es die Hersteller der Anlagen und Maschinen nicht mehr gibt oder auch einzelne Komponenten schon vor mehreren Jahren abgekündigt wurden. Dann nutzen wir die Möglichkeiten unserer spanenden Abteilung und fertigen nicht mehr lieferbare Ersatzteile in unserem Unternehmen. So erzielen wir auch eine größere Wertschöpfung. Im Bereich Elektro und Automation verfahren wir genauso. Bei den Elektronik-Ersatzteilen bedienen wir uns ausserdem auch am Zweitmarkt. Das heisst, in Absprache mit dem Kunden setzen wir generalüberholte Bauteile ein, wenn diese nicht mehr als Neuteile zu beschaffen sind.

… wie definieren Sie den “Zweitmarkt”?

Als Zweitmarkt bezeichnen wir den Handel mit gebrauchten, teilweise generalüberholten Bauteilen, welche wir bei diversen Unternehmen beziehen. Diese Bauteile unterliegen natürlich auch der Gewährleistung. Teilweise können wir uns hier auch an Maschinen bedienen, welche durch uns verschrottet und somit auch „ausgeschlachtet“ wurden.

Welchen aktuellen Stellenwert hat die Integration von Plagiaten?

Die Integration von Plagiaten ist bei der BELFOR DeHaDe definitiv kein Thema. Unsere Kunden erwarten von uns eine 100 % ige Ausführung der Arbeiten, welche wir auch vertraglich zusichern. Letztendlich bekommt der Kunde auf von uns durchgeführte Arbeiten auch eine Gewährleistung, welche durch den Einsatz von Plagiaten absolut in Frage gestellt würde. Der Name BELFOR DeHaDe steht in der gesamten Kundschaft für Vertrauen, Schnelligkeit und Qualität.

In welchem Umfang hat sich der 3-D-Druck bereits bewährt, um den Ersatzteilebedarf sporadisch zu decken?

Momentan setzen wir noch keine gedruckten Ersatzteile ein. Wir befinden uns diesbezüglich gerade in einem Forschungsprojekt. Für unseren Geschäftsbereich steht das 3-D-Drucken metallischer Bauteile im Fokus, um hier aufwendige “Bauteile/Konturen” effizienter herstellen zu können. Wir gehen aber davon aus, dass wir in spätestens zwei Jahren unseren Bedarf an Ersatzteilen auch teilweise im 3-D-Druck darstellen können.

… halten Sie es für möglich, dass in den Produktionsbetrieben der 3-D-Druck von Ersatzteilen eigenständig etabliert wird?

Wie sich der 3-D Druck allgemein etablieren wird vermag ich nicht abzuschätzen. Aber gerade für Betriebe wie wir es sind, wo es sich hauptsächlich um eine Einzelteilfertigung handelt, bin ich mir sicher, dass wir um das Drucken von Bauteilen nicht herumkommen. Die Zeitersparnis ist hier nicht zu schlagen. Somit müssen wir uns dieser neuen Fertigungsmöglichkeit, wenn produktionsreif verfügbar, schnellstens annehmen.

Inwieweit wird die präventive Lagerhaltung von Ersatzteilen voraussichtlich abgeschafft?

Es ist durchaus vorstellbar, dass die Lagerhaltung in gewissen Bereichen eingekürzt werden könnte – beispielsweise bei sehr einfach aufgebauten Ersatzteilen. Hingegen ist, meiner Meinung nach, bei komplexen Bauteilen eine vorbeugende Lagerhaltung auch in naher Zukunft unabdinglich – aufgrund der größeren Fertigungstiefe. Die Lieferzeiten der Ersatzteile wären hier zu lang.

Wie überzeugen Sie Ihre Kunden, dass die Sanierung einer Maschine sinnvoller ist als eine Neuinvestition?

In den allermeisten Fällen überzeugt unsere Kunden die schnelle Wiederverfügbarkeit ihrer Maschinen und Anlagen. Hier gibt es keine feste Regel, aber pauschal könnte man sagen, dass wir maximal die Hälfte der Zeit benötigen, welche für eine Neubeschaffung anzusetzen wäre. In den meisten Fällen geht dies sogar noch schneller – natürlich immer abhängig vom Schadensbild und dem Umfang der auszuführenden Arbeiten.

Wenn man mehr von Ihnen über kurzfristige Ersatzteilebeschaffung erfahren möchte – welche Möglichkeiten bieten Sie an?

Wir sind, auch durch unser tägliches Geschäft als Dienstleister, immer daran interessiert, unseren Kunden schnellstmöglich zu helfen. Gerade hier liegt eine unserer Stärken, da wir aufgrund unserer Struktur innerbetrieblich kurze Wege und Lösungen anbieten können. Hierzu, und für weiterführende Informationen können Sie mich jederzeit unter Thomas.Lademann@de.belfor.com kontaktieren. Auf der diesjährigen IFC Ebert-Fachtagung Instandhaltung referiert Dr. Marcus Schnell, Geschäftsführer der BELFOR DeHaDe GmbH, zu diesem Thema und beantwortet auch gerne  entsprechende Fragen.

Herr Lademann, herzlichen Dank für Ihre Stellungnahmen zur zuverlässigen und kurzfristigen Ersatzteilebeschaffung.