Lebensqualität – Status und Erwartungen in Europa

Eurostat versteht sich als Schlüssel zur europäischen Statistik – und präsentiert  für das Jahr 2013 Erkenntnisse zur Lebenszufriedenheit der Menschen in der gesamten Europäischen Union. Auf einer Skala ansteigender Lebenszufriedenheit von 0 bis 10 wird der durchschnittliche Wert mit 7,1 analysiert: Lebenszufriedenheit 2013 in der EU. Abgefragt wurden die Befindlichkeiten zur Gesundheit, zur finanzielle Lage, zur Arbeitsmarktlage sowie zu den sozialen Beziehungen.

Lebensqualität – Einfluß der Basisfaktoren

Bestimmte Indikatoren sind als Basis der Lebensqualität definiert. Hierzu zählt Eurostat die Befindlichkeiten im den Bereichen: materielle Lebensbedingungen, Haupttätigkeit, Gesundheit, Bildung, Freizeit und soziale Interaktionen, wirtschaftliche und physische Sicherheit, Rechtsstaatlichkeit und Grundrechte, natürliche Umgebung und Wohnumfeld sowie das allgemeine Lebensgefühl. Die Messung der Lebensqualität in den EU-Mitgliedstaaten birgt naturgemäß Zündstoff, wenn sich ein entsprechendes Gefälle abzeichnet.

Lebensqualität – Einfluß von Freihandelszonen

Nur die höchsten Standards sind akzeptabel – und deshalb muss Europa aufpassen, dass seine Standards nicht unterlaufen werden. Egal ob Tierschutz, Verbraucherschutz, Klimaschutz oder der Datenschutz – “europäische Standards” haben einen ausgeprägten Qualitätsanspruch. Und deshalb rufen geplante Freihandelsabkommen der EU-Kommission auch europäische Verbraucherschützer auf den Plan – nicht unbegründet, wenn man qualifizierte Standards nicht nur behalten sondern auch kontinuierlich steigern will. Die Crux ist, dass bei Verstössen gegen ein realisiertes Freihandelsabkommen entsprechende Schadensersatzforderungen kompromisslos eingeklagt werden. Es kann also teuer werden für die Steuerzahler Europas, wenn Einfuhren bestimmter Produkte oder Dienstleistungen trotz Freihandelszone verboten werden – egal aus welchen guten Gründen. So könnten anspruchsvolle Qualitätsvorstellungen auf der Strecke bleiben.

Lebensqualität – Einfluß von Katastrophen

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt hat ein Warnsystem etabliert, das die europäische Bevölkerung, im Fall akuter Naturkatastrophen, in kürzester Zeit und automatisiert alarmieren soll. Das Warnsystem nennt sich “Alarm für die europäische Bevölkerung” und ist als sicheres Webportal für Behörden, Sicherheitsverantwortliche oder Einsatzkräfte angelegt. Eine einmal erstellte Warnmeldung wird automatisch multilingual und multimedial verbreitet und jeweils aktualisiert. Und nicht nur das – die Bevölkerung soll auch ihre jeweilige Stimmungslage zurückmelden können. Hierzu sollen diverse Kommunikationswege genutzt werden, um jeden europäischen Bürger unterwegs, bei der Arbeit oder Zuhause erreichen zu können, beispielsweise:

  • als Textnachricht auf Mobiltelefonen oder Navigationsgeräten,
  • in Form von Textbannern quer über Fernsehbildschirme im laufenden Programm,
  • auf LED-Anzeigen von Bahnhöfen oder Flughäfen,
  • als Sprachwarnung über Lautsprechersysteme in Gebäuden und öffentlichen Plätzen.

Um die Abwehr von Katastrophen in EU-Mitgliedstaaten besser zu koordinieren sowie schneller und effizienter zu gestalten, wurde das Emergency Response Centre (ERC) eingesetzt – mit dem Anspruch, rund um die Uhr einsatzbereit zu sein und bis zu drei Notsituationen in verschiedenen Zeitzonen gleichzeitig zu bewältigen.

Lebensqualität – Einfluß der beruflichen Mobilität

EURES ist ein europäisches Job-Netzwerk, ein Portal sowohl für Arbeitgeber als auch für Arbeitssuchende – mit dem Anspruch, die Mobilität von Arbeitnehmern im Europäischen Wirtschaftsraum zu fördern. Es geht hierbei nicht nur um eine grenzüberschreitende Vermittlung sondern insbesondere um eine entsprechende Information, Orientierung und Beratung. Als besondere Erleichterung  für Ingenieure gilt die sogenannte “EngineerING-Card” – als Berufsausweis und Garant für berufliche Mobilität in Europa. Favorisiert wird die EngineerING-Card vom “Verein Deutscher Ingenieure” (VDI) und Partner-Verbänden.

Lebensqualität – der Anspruch

Was EUROPA bis 2020 erreichen soll, hat das statistische Bundesamt bereits in 2013 als Zukunftsstrategie der EU mit fünf Kernzielen definiert: Primär soll die Beschäftigung der EU-Bevölkerung gefördert werden, unterstützt von den korrespondierenden Zielen, die Forschungsbedingungen zu verbessern, den Bildungsgrad zu erhöhen sowie Armut und soziale Ausgrenzung zu verringern – und das Ganze in einer schonend behandelten Umwelt.

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Lebensqualität - Status und Erwartungen in Europa
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Lebensqualität hat eine umfangreiche Bandbreite, sicher mit gegensätzlichen Vorstellungen - und doch gibt es Basisanforderungen, die eine akzeptable Lebensqualität definieren. In jedem Fall gilt: Lebensqualität muss erarbeitet werden.
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