Neue Geschäftsmodelle – Ressourceneffizienz macht den Unterschied

Service ist bekanntlich auf Nachhaltigkeit ausgerichtet – also auf die Realisierung möglichst langer Produktlebenszyklen. Allerdings bestimmt, unter anderem, Design und Ressourceneffizienz der Produkte auch den Serviceaufwand und damit dessen Nachhaltigkeit. Vor diesem Hintergrund kann sich der Service ressourceneffizienten Methoden nicht verschliessen. So lassen sich Bauteile nicht nur herkömmlich sondern auch über den 3D-Druck fertigen – entsprechend spezifizierte Datensätze vorausgesetzt. Das gilt natürlich auch für digitalisierte Ersatzteile. Hierbei eröffnen sich beachtenswerte Vorteile. So ist das digitalisierte Ersatzteil ein wesentlicher Beitrag zur Reduktion von Kapitalbindung, Logistikkosten, Lagerkosten und Lagerhaltungsschäden. Das gilt umso mehr, wenn man auch den parallelen Bedarf an optimierten und optionalen Ersatzteilen, im Bereich der produktspezifischen Upgrades und Updates, berücksichtigt.

Lebensdauer der installierten Basis

Eine entsprechend ressourcenschonende Produktion ist bedarfsgesteuert und an jedem Ort der Welt realisierbar. Dieser Ausblick mag “Zulieferern” nicht unbedingt gefallen – sie werden sich darauf einstellen müssen. So gibt es bereits Anzeichen in der Automobilindustrie, das Potenzial der Eigenfertigung auszubauen. Es ist anzunehmen, dass hierzu neueste Fertigungstechnologie zum Einsatz kommt. Vor diesem Hintergrund ist auch denkbar, dass 3D-Drucker zunehmend in der betriebsinternen Instandhaltung etabliert werden. Insofern könnten digitalisierte Ersatzteile auch die Lebensdauer von Maschinen und Anlagen verlängern – im Sinne eines nachhaltig geführten Produktionsbetriebs.

Ressourceneffizientes Denken

Welche Auswirkungen das digitalisierte Ersatzteil auf dessen Preis hat, bleibt abzuwarten. Es ist aber davon auszugehen, dass auf der Basis veränderter Gegebenheiten und Voraussetzungen auch neu kalkuliert werden muss. Außerdem könnte man mutmaßen, dass das klassische Ersatzteilgeschäft durch das Geschäft mit 3D-Datensätzen abgelöst wird. Ressourceneffizientes Denken vergrößert also das Potenzial der Geschäftsmodelle. Die Möglichkeiten, unternehmerische Aktiviäten durch Ressourceneffizienz zu stärken sind vielfältig – und schon seit geraumer Zeit ein Thema der Effizienzagentur NRW. Eine aktuelle Broschüre informiert über das Potenzial der Ressourceneffizienz.

Wirkungsvoller CO2-Preis

In diesem Zusammenhang gilt auch der CO2-Fußabdruck immer mehr als Verkaufsargument. Die Offenlegung der Produktion von Kohlendioxid muss jedoch weiter forciert vorangetrieben werden. Es gilt, die Emissionen umweltschädlicher Treibhausgase nachvollziehbar zu bemessen und finanziell zu bewerten. Produkthersteller, Dienstleister, Zertifizierungsstellen, sowie Qualitätsmanagementbeauftragte und Ökobilanzierer sind gefordert – flankiert von der ISO 14067. Die Crux ist der CO2-Preis und seine Reform: eine MCC-PIK-Expertise definiert die Optionen.

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Neue Geschäftsmodelle - Ressourceneffizienz macht den Unterschied
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Potenzial der Ressourceneffizienz anheben - CO2-Fußabdruck ist zwingend auch im Service zu berücksichtigen.
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