Stromversorgung ohne Risiken – Die Faktenlage

Stromkunden in Deutschland haben in der Regel großes Vertrauen in ihre Stromversorger. Das ist nicht unbegründet, denn die obligatorisch garantierte Versorgungssicherheit stützt sich auf grenzüberschreitenden, europäischen Stromaustausch. Auch die Leitstudie zum europäischen Strommarkt resultiert 2015 in der Prognose, dass in Deutschland die Stromnachfrage im Jahr 2025 bei nahezu 100 % und jederzeit gedeckt wird. Umso überraschender kam die Meldung vom “Blackout-Risiko im Juni 2019“. Nachstehend einige Parameter der sicheren Stromversorgung.

Stromversorgung – Prognose der Erzeugungsleistung

Gemäß Bundesnetzagentur war zum Stand 2013 eine Erzeugungsleistung von 182,2 Gigawatt (GW) installiert – über alle Energieträger. Die prognostizierte Stromerzeugung bis 2025 berücksichtigte diverse Szenarien, die im “Netzentwicklungsplan 2025” deklariert waren – mit einer Bandbreite von 201,8 GW bis 218,7 GW. Eine Prognose bis 2035 fixierte die installierte Erzeugungsleistung bei 258,5 GW.

Stromversorgung – ausreichend Strom für den Export

Deutschland ist nach Analysen des statistischen Bundesamts (Destatis) schon seit Jahren ein Strom-Exportland. Mit der Handelsware Strom wurde etwa in 2012 ein Überschuss von 1,4 Milliarden Euro erwirtschaftet – wobei die Stromausfuhren mit 3,7 Milliarden Euro und die Stromimporte mit 2,3 Milliarden Euro verbucht sind. Das entsprechende Verhältnis der ausgeführten zur eingeführten Strommenge wird mit 66,6 TWh zu 43,8 TWh angegeben. [1 Terawattstunde (TWh) = 1 Milliarde Kilowattstunden (KWh)].

Stromversorgung – und der SAIDI-Wert

In Deutschland betreiben ca. 868 Elektrizitätsnetzbetreiber 878 Netze der Stromversorgung – Stand 2013 der Bundesnetzagentur. Dieser Versorgung attestiert  die  Bundesnetzagentur eine Zuverlässigkeit auf hohem Niveau – definiert als sogenannter SAIDI-Wert für die “durchschnittliche, ungeplante Unterbrechungsdauer” (System Average Interruption Duration Index). Dieser Index, quasi die mittlere Reparaturzeit (MTTR), lag in 2017 bei 15,14 Minuten – so lange hat ein Endverbraucher im Durchschnitt pro Störung auf die Wiederherstellung seiner Stromversorgung warten müssen. Als ungeplante Unterbrechungen gelten hierbei atmosphärische Einwirkungen, Einwirkungen Dritter, Rückwirkungen aus anderen Netzen und andere Störungen im Bereich des Netzbetreibers. Unterbrechungen unter drei Minuten werden ignoriert.

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Stromversorgung ohne Risiken - Die Faktenlage
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Eine intelligente Stromversorgung stützt sich nicht nur auf abgesicherte Prognosen sondern fokussiert sämtliche Blackout-Risiken.
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